Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 39 (4.10.1918)
- Date
- 1918-10-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3020846-3022300-3022340--27221-3052625- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr. 39 $r. Vlych's Wochenschrift Leite 629 Besitzer der silbernen und' bronzenen Tapferkeitsmedaille^ und' des Kärl-Truppenkreüzes und wurde nach seinem j Heldentode mit dem Militärverdienstkreuz 3. Masse mit! der Kriegsdekoration und den Schwertern ausgezeichnet.^ Ehre seinem! Andenken! vorragende Rabbiner unter Leitung des Scheichs Arslan und des Muchjieddin (dessen Grabmal in Es Salahijeh gezeigt wird), die beide ursprünglich Juden waren, sich nach eifrigem Nachdenken und feierlichen Beratungen entschlossen, den Allmächtigen um die Erlaubnis zu bitten, daß, sie ihre eigenen Seelen dem ewigen Verderben weihten. um dadurch ihr Volk vor dem Untergang zu retten. Hatte doch auch Mose seinerzeit Aehnliches vom Herrn erbeten (2. Buch Mose, 5lop. 32. 32). '• Eine Stimme vom Himmel soll hierauf das' Vorhaben der zehn Rabbiner gebilligt haben, und sie wurden mit Wünderkräften ausgerüstet, so daß sie 'sich dann Jüdische Drückeberger. (Der „O st d e u t sichen Ru.ndschau" und „R e ichspost" ins StaMmbuch.) Jede NuMmer dieser ehrenwerten Blätter strotzt von Verleumdungen und Beschimpfungen der Juden, unbeschadet besien, dntz die vielen Tausende jüdischer ^^EzüM MohämmedänisMus bekannten und süh als „Sa z,er° und Sowatm an Tapferkeit un« Aufopferung k-i-Kbaba" oder „Eefätzrt-ii des Prvvtzeten" ausgabeii. DaneÄwegs hinter ihren 'änd'ers'gfauh.gen Kameraden M.MduÄ ««oannen sie solchen Einfluß «atz man ihnen ruckst-h-n. M erscheint tem militärisches Verordnungs-A die Urschrift des Korans anvertraute.-Diese Schrift haben blath IN dem Nicht die Rainen mehrerer vor dem Feinde^ six dann duochgesehen und einige Verse eingeschaltet, worin gefallenen, NM ihr«^dd mit hohen kaiserlichen Aus-U den Muslemin geboten wird, sie sollten sich mit den Zeichnungen bedachten Offiziere enthälten wären. In,den M Inden vertragen. JunMmpfen an der Matze befanden sich unter sieben M gtfe Arslan starb, wurde er in dem! nach ihm oegefallenen Offizieren des galizischen 'InfanterieregimentsMnannten Grabe bestattet, über sein- Seele fand keine Ruhe Nr. 1S^vier Juden. Bon diesen rouritzm letzthin Ober-Mund, da er seht ein verlorener. abtrÄnniger Geist war/ leutnatzt a, D. Dr. ^osef Schneck. lM Zivilberuf. Ad-K'sucht it den Juden soviel als möglich m schaden. Es Botat m Lemberg, und Leutnant d. R. «»ld.K.W vvrgekdmMen. «atz sein „Gilgul" oder r-Gespenst" Mann Mit dem -ilern-nKronen-Orden3.Klasse mit d-n^auf ein jüdisches Leichenbegängnis yelanert hat und sich Schwertern ausgezeichnet. Oberleutnant Dr, Schn eck«dünn auf die Leiche setzte, wodurch lie so schwer wurde, stand, obwohl in vorgerückteren Jahren, seit Kriegsbe-Mdatz es unmöglich war. sie auf den Friedhof zu tragen, ginn an der Front und hatte sich wiederholt als schnei-ff Endlich beschwor -in Rabbiner aus Jerusalem, der zuM u.n.e ,.»d I.W« nHW nonetto Glücke einmal zugegen war. den Geist Arslans UN« diger und' tüchtiger Offizier hervorgetan. Das neueste Verordnungsblatt bringt die Verleihung des eisernen Kronen-OrdenS 3. Klasse mit den Schwertern in Anerkennung tapferen und' erfolgreichen Verhaltens an den noch än^der Front stehenden Oberleutnant d. R. Israel B e rMa n n. I.-R. Ferner wurde dem vor dem ^Feinde gefallenen Leutnant d. R. Jakob Buch s bäum, I.-R., das' Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit den Schwertern verlieben. — So erfüllen Iujden restlos' ihre Pflicht dem Vaterlände gegenüber. was gedoch die deutscknationalen und' christlichsozialen Ehrabschneider in ihrem edlen Tun nicht wankend zu Mächen vermag. Wenn unsere ordensgeschmückten Helden näch Friedensschluß ^urückkebren. dann, dürften sich ugter'ihnen auch-solche finden, die nicht davor zurückscheüen werden, diesen Herrchen den "Standpunkt in der ihnen gebührenden Form klar zu Machen. Bis dahin Muh. jüdischerseits noch manches hingeno'ntm'en werden. _ B. . . Jüdische Sagen aus Damaskus. zwäng ihm das Versprechen ab, nie wieder solchen Streich zu versuchen.!! ' 'Ein anderes Mal nahm das Gespenst die Gestalt eines auf der Straße liegenden Topfes an. Ein Jude, der des Weges ging, stieß mit dem' Fuße daran und war sehr überrascht, als der zerbrochene -Topf ihn änredete und ihm grafte Rerchtümer versprach, im ^alle er ihn nach Hause nähme und an seiner Haustür liegen ließe. Dieses ' tat der Jude, und wirklich? fand er von da ab jeden Morgen Mehrere Moldmünzen auf der Türschwelle. .Als dann der böse Geist 'ihm riet, den Topf in sein Haus zü nehmen, gehorchte er ihm. Zuerst verborg er ihn in einer Kiste, später aber, als' er Mehr Goldstücke wie früher täglich vorfand, stellte er ihn in einen Mit Glastüren versehenen Schrein, und ließ Tag «und Nacht eine LäMpe davor brennen. Auf diese Weise zwurd'e er durch des Teufels Gewalt sehr reick. /Eines ^Tages aber besuchte ihn ein Rabbiner aus Jerusalem und. ZalS er die gefährliche Quelle seines Reichtums entdeckte. In der türkischen ArMeezeitüng „Iildirim",- welcheMüberredete er den Juden, den Topf in Scherben zu in Damaskus erscheint, teilt Pastor I. E. Hä n au er folgendes Mit:? Unmittelbar neben der Moschee deS Schechs Arslan in DaMäskus, an der Nordseite der Straße, die geradeaus nach Bäb TuMa führt, gibt es ein Paar andere Grabgebäude, die eine Zwillingsäbnlichkeit miteinander haben. Eines dieser Mausoleen soll dem Andenken des Scheichs Nedschm ed din ibn Israel geweiht sein, und dieser Name wird wohl den > Anlaß zu mehreren jüdischen Sagen gerieben baben, die in den Legendenkranz um Arslan "eingeflochten sind. Diese jüdischen Sagen sind in der Hauptsache folgenden Inhalts': Vor der Zeit MohämMedS wurden die Juden von DaMäskus von ihren christlichen Mitbürgern bitter verfolgt und müßten schließlich die Stadt verlassen. Als die Muslemin im Iabre 634 Damaskus einnäbmsn. erlaubte der Kalif Omär, daß die Juden sich in dem' benachbarten Dorfe Dschobar niederließen, wo sie noch bis' heute eine Synagoge' besitzen. Späterhin würde' .ihnen, auch gestattet, m DäMäskus zu wohnen, aber sie mußten hier viele Plackereien der Mohammedaner erdulden. /Schließlich wurden ihre Leiden so ernst, daß zehn herschlagen. Infolge dieser Tat verlor jener seine ganze Habe und' wurde sehr arm. aber Auf Anregung des Jerusalemer Rabbiners haben die Damaszener Juden und andere Glaubensgenossen bis zu seinem Tode für ihn und seine Fämilie gut gesorgt. Mir scheinen diese jüdischen Märchen nur örtliche Veränderungen einer bekannten kalmu di scheu Sa ne zu'sein, wonach /Schimon Bar Key ha"? däs' heißt der Apostel Petrus, der ein rechtgläubiger Jude gewesen war. nur deM Schein nach Christ geworden sei. um desto besser unter den Nichtkuhen für die Wohlfahrt seiner Glaubenshrüder wirken zu können. In diesem! Zusammenhang ist es interessant, daß nur einige hundert Meter von dem Gottesäcker und dem' Grabs des Scheichs Arslan entfernt dis christliche Ueberlieferung den Ort zeigt, wo der Apostel Paulus. uM den Verfolgungen der Damaszener Iudsnfchaft zu entgehen, in einem Korbe über die Stadtmäüer brnuntergelaisen wurde, und daß dieser Paulüs im 9. Kapitel 'seines Briefes än die Römer schreibt (Vers 3': ..Ich Habs gewünscht verbannet zu sein von Christo für meine Brüder, die meine Gefreundete sind nach dem' Fleisch."!