Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 36 (13.9.1918)
- Date
- 1918-09-13
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/3020846-3022300-3022337--27173-3052574- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
- Safed 1× ep/1046078
OCR text
'Seite 584 , - , Dr. Bloch'S Wochenschrift Nr. 36 MtisHM SreM M betrMeÄ. Vöw fbttefttwird -ihm dieMserin. Elisabeth-Heim für Kriegswaisen, Lehrmädchen und rkW MerNüF Mn M tvMen-und den Be->M Arbeiterinnen in Wien. Wl^ädzMarten. Er Mer weiß, daß er-nicht warrM Lann,M Im Frieden geboren, hat diese Anstalt vor 21 JahbMn dsr MeMK KM beschießt iyn uich nimmt großüMren seine sozialfürsorgliche TätiAeit zum Schutze ver- DMr tküs den tfeifeit'ferner Mannschaft. DeMzufolgeMwoister oder verlassener Lehrmädchen und Arbeiterinnen M^lk ev srH gegen den PofHl Im SchuM dsSr NäM Hinters begonnen und schon in diesem engen Nahmen Hervordtk SchWarrrGnie der Jtalietter urch grckft sie plötzlich fragendes, Änerkennenswertes geleistet. Man kann, füglich Ot. ^sMejr großen Ueberraschung beZinnt der FeßrdH sagen, daß dieser Verein zu den erfolgreichen Pionieren LMKr Hchüt, der andere ^ell xrgibt-sich, ohne an einen Moderner, sozialer Fürsorge und praktisches Mädchem WKerWrd auch nur Zü deMn. Me Folge davon war, erziehung in Wien und LäflZ Oesterreich gehört, daß Me ganFe SchwürnEniL inS 'Schwanken gerät und Wer, wie wir. die Leiftüngett dLsüüterderFühdas ÄWiment in großer AnsdehinnnA vorrüÄ. Morch — rung seines von modernem, sozialpolitischem Geiste erfo nennen ihA aKe Offiziere —^ ruht »auch jetzt noch nicht, füllten Obmannes käis. Rates Dr. S. Krüger ener- Wiermal sWrmrer Mit seiner Abterlung^ gegen >ein feind-, gisch, zielbewußt und in des Wortes wahrstem Sistne KchTs Darf an und erobert es! schließlich.: 9Ärn kann der aufopfernd— arbeitenden Vorstandes dieses Äer- §Mze Frontabschnitt abermals-vorräcken. Moritz stellt eines zu verfolgen in der Lage ist, war nicht, übernE die Verbindung mit dem Nachbarregiment HÄ >mch' raschi, als er erfuhr, daß der BereiNsöorständ daran- ‘rtVrtMoM geht, die sozialpolitischen Lehren aus diesem Kriege zu ziehen, den Rahmen seiner bisherigen Tätigkeit zu erweitern Und ein Arie gsw ai s e n h-e i m' zu schaffen, welches Hunderten pon Kriegswaisenmädchen das Elternhaus voll ersetzen und gar manchen von ihnen eine gesündere, nützlichere ..Existenz sichern wird, als sie es vielleicht im Mternhause, jemals hätten haben tonnen. dieser Offensive noch immer nicht abgeschlossen. An den höheren Stellen wurde der Beschluß gefaßt/ die Offensive nicht fortzufetzen, sondern auf das diesseitige Ufer dH» Piave zurückzugeheu. Moritz! sollte mit feinen Leuten gerade Rast halten, als er von diesem 'Entschluß Kenntnis meldet sichfür diese Ausgabe, welche, wie auch djer.Laie Miftchen und unerwarteten Hindernisse zu überwinden und verstehen wird, zu den ichMerrgsten gchort. Morrtz halt _ , - fo lange aus, bW das gantze RLgimentffich zurückgezogen hatte, dann sammelt er seüre Leutes läßt'doch einen jzufällig cmfgefundenen Verwundeten fortschafsen mrd rudert unter.übermenschlichen Kämpfen über.die reißende, a!ngefchwvllene Piaiöe Hinüb^. DirMen wird er von leinen Offiziersköllegen tränenden Auges unter _ Umarmungen empfangen, sein RegimentsLommandant schickt ihn puf einen dreiwöchigen Urlaub- .nachdemüber feine. Waffentaten efn Protokoll ausgenommen und er für die goldene gsttMtsmedäille iü Vorschlaggebracht wurde. .'Er er- : Wß die große SWerste, aber überdies sandte rhm' Exzellenz Borovics ein besonderes, eigenhändig geschriebenes. VelobrnrgsdekreL. Bei einer. Zusammenkunft begrWe ihn unftr Regimentskommandant für sein tapferes Verhrlten undwürdigte in einer schönen Rede seine hekdenMÄrgen. Taten. Und als man ihn nach der Rede befragte, was ihn wohl Besonderes zu diesen -aufopfern-- mrt zu Beginn des vierten Kriegsjahres das Kriegswaisenheim zu eröffnen. ' Aber die Zeiten sind hart. Hundertfünfzig Waisenmädchen, Lehrmädchen und Arbeiterinnen sollen von ihrem.6. bis 20. Lebensjahre unentgeltlich verpflegt, erzogen, einem ihrer Eignung entsprechenden Berufe zugeführt werben ünb Äst' dann der Dbhiit her Anstalt entraten, wenn sie in jeder. Beziehung stark genug sind, ein selbständiges Leben zu führen. Das ist ein herrliches Ziel, aber eine Aufgabe, der der Veremsvorstand bei ialler seiner ArVeitsfreudigkeit nur dann gewachsen sein kann, wenn der Appell, den er in seinem der heutigen Ausgabe unseres Blattes beiliegenden Aufrufe an alle Menschenfreunde richtet, Nicht ungestört merhallt. Wir .sind überzeugt, daß der Ruf der Vereinsleitung bei unseren Lesern ein freundliches Echo finden und damit die dauernde Erhaltung eines der förderungswürdigsten Denkmale wahrer, in den Frieden hinüberwirkender Kriegsfürsorge gesichert wird. vor Freude zitternder Stimme die! Antwort. - Aufruf! ZWMs WiWschMsn! für Kriegswaisen, Lehrmädchen rmd AWHWnitKtt. Hunderffältig sind die Aktionen, die der mörderische Krieg^ gezeitigt Hatz und die int Namen der Humanität, der Pietät und Dankespflicht sich an unser Mitgefühl wenden. Willig und wahllos haben wir, im Herzen gerührt, all den Aufrufen Gehör geschenkt, der. eine mehr, der andere weniger, gegeben, geopfert ausdem Altar der Nächstenliebe. Ader nach vier Jahren furchtbaren Krieges ist unser Herz gestählt, ringt auch die Vernunft nach Geltung; ein Friedensdämmern steigt m uns auf und wir beginnen zu wählen, ehe wir opfern, wir haben das Verlangen, zu einer Schöpfung beizutWgea, die den. Krieg überdauern, die nicht von der Sentimentalität geboren,- auch im Frieden segensreich fortwirken wird. Eine solche Gründung ist das Kai- DaS Elend in Rordpälästina hat seinen Gipfel erreicht. Safed allein zählt über 50 0 Kriegs Waisen Die hilflosen Kleinen süü> ohne Brot, ohne Kleidungohne Obdach. Tausende von Evakuierten aus den Gebieten Palästinas, die von der Entente besetzt 'sindhaben die Not dieses Städtchens ins-Grenzenlose gesteigert. Verheerende Krankheiten wüten. A u'ch n i ch t e i n Arzt ist z n r S t e l l e^ Viele griffen zum Ränderstabe, uM sich vor 8M öttlMenden Untergänge in ihrer Heimat Nach unserer Monarchie zu flüchten. Die meisten erliegen den Beschwerden der gefahrvollen Reift. Menschenpflicht gebietet uns: - 1.; so rasch, als möglich durch Geldsendungen der momentanen Not, vor allem der bedauernswerten Waisenkinder und der Evakuierten, zu steuern; 2. ärztliche Hilfe und Medikamente beizustellen; 3. die Errichtung eines Waisetthaüses zü erstreben. Brüder, jüdische Herzen, öffnet Ente Hand Md stdhet uns. bei, unser schweres Hilfswerk . WkitechUfühten! Bedenket bei den Spenden' vor der Seftrtora> besonders an den hohen Festen iWi JJ'W D1v auch unserer \ -