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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-09-13 · 36 (13.9.1918) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
36 (13.9.1918)
Date
1918-09-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 36 M. W Gebiete der rituellen Vespeisung jüdischer Kranker verdienten Frau Sali Mayer. Der Religionslehrer Herr Moses Dreifns in Jaroslau, Sohn des bekannten Hebräers Herrn.Markus Dreifus, pensionierten Lehrers der B'äron Hirsch-Stiftung, wurde abermals/mit der silbernen Ehrenmedaille 2. Klasse vom Roten Kreuz dekoriert. Derselbe besitzt bereits mehrere Auszeichnungen und steht seit Kriegsbeginn im Militärdienste. Der bereits mit dem goldenen Verdienstkreuz dekorierte Oberrevident und Vorstand der Kommandokassa der k. u. k. Heeresbahn Nord, Herr Norbert Rosegg. Wurde neuerdings mit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Kohe Auszeichnung eines Keserveoffiziers. Der Kaiser hat deM Oberleutnant d. R. Markus K o r n b er g false R'o sen b e r g, I.-R., in Anerkennung tapferen und erfolgreichen Verhaltens vor dem Feinde den Orden der Eisernen Krone 3. Klasse Mit der Kriegsdekoration und den Schwertern verliehen. AmeräkstaSsarzl Ar. Kirchmverger. Dem bereits mehrfach ausgezeichneten Generalstabsarzt Dr. SaloMon Kirchenberger wurde von Sr. Majestät deM Kaiser in Anerkennung besonders verdienstvollen Wirkens in der O österreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuz der Stern und die 'Kriegsdekoration zum Komturkreuz des Franz Josef-Ordens verliehen. Auszeichnung eines Mililärseetsorgers. Für aufopferndes, ganz Unentgeltliches Wirken als fJ if. k. Militä r-Subsidiarseelsorg er seit B eginn des Krieges ^wurde Herrn Rabbiner Siegfried Gründer g> e v in Pisek (Böhmen) das Ehrenzeichen 2. Klasse vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration taxfrei verliehen. Außerdem erhielt der Genannte mehrere Anerkennungsdiplome von den größten Kriegsfürsorgeinstitutionen in seiner Eigenschaft als Eeschäftsleiter des Flüchtlingskomitees für den Bezirk Pisek, welches Ehrenamt er seit vier Jahren Mit ganz hervorragender Tatkraft und Hingebung bekleidet. __ Deutsche Kriegsdekorationen. Der deutsche Kaiser hat verliehen die preußische Kriegerverdienstmedaille dem Feuerwerker Abraham David HolzMann und dem Zugsführer Josef Löwy, schw. Feldärt.-Reg.; die königl. preußische Rote Kreuz- Medaille 3. Klasse deM Ldst.-Oberarzt Dr. Siegfried Diamant, Abschubstation. Auszeichnung «ach dem Tode. Der Kaiser hat deM vor dem Feinde gefallenen Leutnantd. R. Leo Friedman'n, J.-R., für tapferes Verhalten das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit den Schwertern verliehen. Keldentod. Am 2. September (25. Ellul) trugen wir den tötlich verunglückten Oberleutnant Artur Eisler, Maschineningenieur in Brünn, auf dem Friedhof von Eeneda zu Grabe. Mit ihm ist ein junger, kaum 33 jähriger Mann dahingegangen, dem eine schöne Zukunft geblüht hat. Er stand seit Kriegsbeginn^im Felde, war mehrfach für tapferes Verhalten vor dem Feinde und erfolgreiche Wochenschrift Seite 583 technische Arbeiten ausMeickmek worden und stand eben iM Begriff, ein großes technisches Unternehmen in Odessa unter seiner militärisch-technischen Leitung.zu übernehmen» als ihn der Tod erreichte. Gs war gerade aM 'Tage, wo er ein bisher von ihm geleitetes Werk seinem Nachfolger übergeben hatte und mit diesem nachher zuM Vorgesetzten Kommando fuhr, um nach Meldung der Uebergabe feinen neuen Dienstvosten in Odessa anzutreten. Während der Fahrt scheuten die Pferde und beide Offinere wurden aus dem Fahrzeug hincrusgeschleudert. Während dem einen gar nichts geschah, fiel Oberleutnant Eisler so unglücklich, daß er an Drt und Stelle mit einem Schädelbruch tot liegen blieb. Es war ein traurig-regnerischer Ellultag, als wir ihm das letzte Geleite gaben. Feldrabbiner Dr. GezN Fischer svrach. die Sterbegebete und führte dann in ergreifenden Aorten den Lebenslauf Oberleutnant Eislers, seine aufopferungsvolle Tätigkeit fürs Vaterland und sein tragisches Ende an. Weinend schritten wir hinter feinem 'Sarge, kalte Reaenschauer gingen herab und mitleidsvoll grüßten die Palmen den jungen Toten. Am Grabe nahmen wir letzten Abschied von unserem teuren Glaubensbruder. : Hkz. Georg Becher. * - * ■ 'Fähnrich Bela Lasziv. Sohn des Kaufmannes . Josef L ich t e n st ern aus Tard'oskedd. wurde während einer Minenwerferübung tätlich verletzt und aM 2. Sevtember 1918 mit allen militärischen Ehren auf dem Friedhof in Pocenia (Italien) zu Grabe getragen. Er stand' seit Kriegsbeginn iM Felde, kämpfte an der russischen und italienischen Front, war verwundet und vielfach ausgezeichnet worden. — Wir haben in ihm einen wackeren Kämpfer und treuen Juden zu beklagen. „L'kiddufch ßafchem lec In der „"Zsidv Szemle" finden wir den folgenden äußerst lehrreichen Feldpostbrief v'on der italienischen Front: Moriz Mannheim. Sohn des jüdischen Lehrers in Zlpez, ist selbst Lehrer, der feine «hebräischen 'Studien beim Monorer Rabbiner betrieb. Hier bei uns hat er, selbst ein eifriger.Zionist, die jüdischen Offiziereides Regiments, für den Zionismus gewonnen. Hier gibt es wahrlich^ auffallend viel jüdische Offiziere und Mannschaft. Mannheim tragt sein Judentum offen zur Schau, unter dem Kriegsabzeichen, die feine Kappe schmücken, befindet sich auch die zionistische Plakette. Bei der Landsturm'--» Musterung wurde Mannheim wegen seiner körperlichen- Schwäche für ungeeignet befunden. Darauf begibt er sich, zum Pozsonyer Honvedbezirkskommando und bittet, ihn als Soldaten eiNzureihen. Ich' frage ihn nach dem Grund dieses Schrittes' Und erhalte dtle Antwort': „MdduW hasch em!" Er will für die jüdische 'Ehre >kämpfen. Seit etwa 20 Monaten ist er bereits ander Front. Bon seinen früheren soldatischen Taten konnte ich nichts in Erfahrung bringen: was er aber in den berühmten Mavekämpfew geleistet hat, muH ich Ihnen d och erzählen. ^Er war unter den Ersten, die diesen HAlenstrom überschritten. Mid feinem Abschnitt vorgeschoben, wartet er-auf den-Befehl? zum Vorstürmen. Der'BeseM laßt lange auf-sich warten, und doch, sieht er, daß' es nicht.gut "stchk,. denn zwischen! seinem Regimente und deM Nachbarregiment steckt ein mächtig befestigter, mit Maschinengewehren reichlich versehener feindlicher Keil, welcher zwischen den zwei Nachbarregimentern den unerläßlichen Verkehr unmöglich macht. Mannheim meldet diese Dine Wahrnehmung nach rückwärts seinem Kommandanten und schlägt gleichzeitig« vor, ihn mit der Zurückdrän'guNg des Feindes an der

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