Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 36 (13.9.1918)
- Date
- 1918-09-13
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Seite 58 i Nr. 36 Tr. Bloch's moralischen Inhalts, sowie die Umarbeitung-der Bens'eb sehen beb räi sehen Grammatik unter dem Titel Torath lesehon ibrith, dazu Sifthe jeschenim, eine Terminologie der alten Grammatiker, eine große, wohlverdiente Verbreitung gefunden- In Verbindung mit Simon F r e u n d verfaßte er eine hebräisch geschriebene Geschichte der israelitischen Nation von der Wochenschrift des bestehen und die Aufgabe haben soll, die Materialien, betreffend der Verfolgung der Juden int Lände zu sammeln und zu verarbeiten. Das sorgfältig verarbeitete Datenmaterial wird dann dem Gemeindebund überreicht, welcher über die Schritte Beschlutz fassen Welts'cböpfüng bis zur Erbauung des1 zweiten Tempels' für den Schülgebrauch, betitelt: Toidoth Jeschurun.1 Im Jahre 1828 wird seine fac’ultas! an der Hauptschule auf den Unterricht in der Bibel ausgedehnt, gleichzeitig aber durch die Klausel: jedoch nur für Erwachsene, eingeschränkt. Er stirbt 1850. (Lieben, S. 25.i) Von Jubelfesten der Anstalt wäre -das am .10. Mai 1812 gefeierte" zu erwähnen, über welches Simon Hock im 3. Hefte des1 3. (Jahrganges der Sulamith berichtet, und das; im Jahre (1832 gefeierte 50 jährige Jubiläum. An letzteres' erinnert eine kleine Schrift des' damaligen Schulinspektors Ernst W e h 1 i (der neben Di*. Fische! seit dem 31n März 1831 diesies Amt versah). In diesem Schriftchen: Ein Wort an meine lieben Mitbrüder in Israel und besonders än die der israelitischen Gemeinde in Prag, bei Gelegenheit dhs 50 jährigen Jubilarfestes der israelitischen deutschen Hauptschule allda, rührt W e h 1 i die Werbetrommel für diese Schule und klagt: „Diese durch den Willen Kaiser, Josef "H. ins Leben ^gerufene Schule wurde 1782 befehlsmäßig eröffnet. Aus ihr gingen hochbeachtete Doktores1 der Medizin und der Jurisprudenz, Offiziere ,und Staatsbeamte, Pbysizi und ProfesSoreS, Banquierh, Fabrikanten, Künstler und Handwerker, gute Erzieher und tüchtige Lehrer hervor. Dennoch geben die Familienväter ihre Kinder lieber der einseitigen Bildung des1 Privatunterrichtes'hin oder den Vexationen eines gemischten Schulbesuches preis.“3) Zur weiteren Geschichte der israelitischen Hauptschule, in Prag erzählt, ein anonymer Briefschreiber in. der „Monatsschrift“ (1853, 229), daß diese- 1850, als die judenstadt in die Prager „Josefstadt“ umgewandelt würde, die Bezeichnung Josefstäjdter Haupt- Schule jerhielt, in den Besitz der Stadt überging und der städtischen Behörde unterstellt wurde. Nur hinsichtlich des Religionsunterrichtes gehörte sie noch der israelitischen Gemeinde an. Sie zählte damals 400 bis 500 Kinder, die von 18 bis 20 Lehrern unter dem Direktor Markus..Winternitz, früher Lehrer des Lese- und SchönSchreibefaches, der Rechtschreibung und der schriftlichen Aufsätze (Wanniczek, S. 21) unterrichtet'wurden.; Die unter den Lehrgegenständen unseres Zeugnisses figurierende „Aussprache“ scheint sich auf den Unterricht im Deklamieren zu beziehen. Wieners „Nachricht“ enthält nämlich1 (S. 79 ff.) als Anhang: „Kurze Reden und Gespräche, die aus (Gelegenheit der öffentlichen Prüfung verfaßt und im Hörsaale der prager deutschen Judenschule von den Schülern deklamiert worden.“ > (Fortsetzung folgt.) TchAtigKtz' Geschichtsmaterial. . Der Vorstand der Riemer Judengemeinde hat in einer seiner letzten Sitzungen beschlossen, die Initiative zur ^Schaffung einer großen Rommission zu ergreifen, die aus Vertretern der jüdischen. Gemeinden des Lan- 3) Vgl. über ibn Lieben, S. 39. wird, die Wegen der Schadensgutmachung zu unternehmen sein werden. Die FekmMKmg der jndWm Flüchtlinge ans Kren. Die polnische Regierung knüpft an die Erlaubnis zur Rückkehr der Flüchtlinge nach. Polen zwei Bedingungen: die Renntnis der polnischen Sprache und die dauernde Ansässigkeit in Polen. Diese offensichtlich gegen die Juden gerichteten Forderungen haben unter den Juden PolenÄ grotze Empörung hervorgemfen. Der „Moment" in Warschau schreibt hiezu: „Was würden z. B. die Polen sagen, wenn die deutsche Regierung, befohlen hätte, den deutschen Bürger polnischer Nationalität in der deutschen Sprache zu prüfen, wenn sie cheimkehren wollen? Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch unlogisch. Als die Juden, die jetzt zurückkehren wollen, in Polen wohnten, gab es keinen polnischen Staat. Also hatten die Nichtpolen auch nicht die Pflicht, ja nicht einmal die Möglichkeit, Polnisch zu lernen, da die zarische Regierung dies verhinderte. Der Nachweis dauernder Ansässigkeit in 'Polen ist schwierig, da dies auf den russischen Pässen nicht immer vermerkt ist. Man kann jahrzehntelang in Warschau wohnen und dem Patz nach Bürger einer entfernten russischen Stadt sein, wo der Großvater einmal geboren war. Wenn also dir Rückkehr, nach Polen nur ständigen Einwohnern des- Landes gestattet ist, so darf man sich 'hjebei nicht nach Sprache und Paß. allein richten, sondern mutz auch andere Dokumente, ganz besonders auch Zeugenaussagen, gelten lassen." ArLeitcksdemynhrationcn für dm Zionismus m England. ^Gelegentlich des Besuches der Poale-Zionführer B e n z w i und B e n - G u r i o n, die sich aus*. Amerika nach Palästina begeben, wurden in mehreren Städten in England grotze DeMonstrationsversammlungen der jüdischen Arbeiterschaft für Palästina aögehalten. Louis D. Brindisis. ■ Im' Namen von 6009 amerikanischen Juden wurde dem Oberrichter der Vereinigten Staaten, dem bekannten Zionistenführer Louis D. Br and eis. gelegentlich seines 60. Geburtstages ein Fonds von 8000 Dollar, für jüdische Zwecke zur Verfügung gestellt. Br and eis bestimmte den Betrag zum Ankauf von Aktien der Jüdischen Rolonialbank, die er der Jüdischen Universität in Jerusalem schenkte. Er fügte 2500 Aktien hinzu, die er selbst gekauft hatte. Kriegsdekoratroneu jüdisHer Afstziere und Sokdsken.* ^Seine Majestät der Kaiser Hat verliehen: das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens mit der Rriegsdekoration öem Rittmeister Josef Heller. Pferdespital,- das Militär verdienstkreuz 3. Klasse mit den Schwertern in Anerkennungtapferen Verhaltens dem Oberleutnant d. R. Friedrich L bw y, Feldjägerbataillon, den Leutnants d. R. Gustav P o l l a k, J.-R., Josef Salamon, J.-R., dem Oberleutnant Armin Grün, bosn. Feldjägerbat., dem Ldst.-Oberleutnant Manos Eckstein. Ldstreg.;