Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 35 (6.9.1918)
- Date
- 1918-09-06
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 36 Dir. Bloch's! Wochenschrift Sette 667 28. Juli in Nagymarton Mattersdorf) im Hause Mer sie bis zur SelbstäufoMrnNjg hingebungsvoll pflegen-; den Verwanden sanft verschieden. D>i.e Dahingegangene, eine einsachchescheidene, säst ängfilichj-Mue Persönlichfkeit, di e d en alt ehrwürdigen Traditionen d.er ungarischen Kleinstadt-Kehilla entstammt, hat im öffentlichen Leben der - Großstadt nie eine »führende Molle gespielt ödest angestrebt. Mer Tausende und aber Tausende von Armen und Gedrückten kannten ihre Tüjr, von^.der sie' nie ohne innere. Stärkung und äußere-"Unterstützunig hinweggingen. Besonders in den jüngsten Zeiten des Wiener Flüchtlingselends' ofsenbart-e sich ihr edles, jüdisches Menschheitsgesühl und auch ihr gebührt -ein wacker Anteil an dem bürgerliche.n Berdi-enstkr.euz 2. Klasse, mit dem Se. Majestät'ihren Gemahl im' vorigen Jahre ausgezeichnet. Be,i ihrem Begräbnisse, das ebenfalls in Nagymarton stattfand, hielt der schwergeprüfte Gatte ihr einen Lieft efliegt'en, ergreifenden Nachruf, während ihr älterer Sohn, Dir. Jakob Kram er, Rabbiner in Karlsruhe i. B., den von Ehrfurcht und Liebe, erhellten Tagen der sorgenvollen Jugend Worte"der Erinnerung weihte.' Der Weite Sohn des würdigen Ehepaares, Herr M. Kramer, ist Sekretär der Kultusgemeinde in Bu- "papest. ____ Dir. Ai Fürst. Wien. Herr Ober-Bergkommissär Ingenieur Jakob Grlünwjald würde zum Bergrat in der VII. Rangskl.asse ernannt. JeM HMvra, SchMerehr der Wals Jrslwel, Wien. -Die Einschreibungen in unserer Unterrichisanstalt finden statt: Abteilung täglich an Wochentagen 'von: 4 bis! 6 Ahr inr Unterrichtslokale, 2. Bezirk,. Große Schiffgasse l a. Abteilung Pr. Religionsschule: Mittwoch den 11. d. M. voani 1 bis 4 Uhr im! Lokale der TalmUd-Thora, 2. Bezirh- Malzgasse Ü6, weiterhin ebenda an den folgenden Sonntagen von 9. chis 12 Uhr Vornmtag und' .Mittwoch 2 bis 4 Uhr Nachmittag. Int Interesse des Unter- 'riDes wird .gebeten, die Kinder ehestem schreiben zu lasten. Austritte aus dem Judentum. Bom 3S. bis 31. August 1918. Alerander Paul, geb. 30. September 1896,, Men, 3. Bezirk, Sechskrügelgasse 5. AuerLychi Karl, Elektriker, geb. 12. August 1896/ Men, laut Zuschrift d. k. k. Krgshaupt. M^olombardo lNr. 4/8, 718 Zahl 2064/1. Goldberger Marta, geb. 12. Mach 1898, «Prag, 3. Bezirk, Hietzgaste.12. . , Goldner Helene, Opernsängerin,» geb. 24. Februar 1892, Lemberg, 2. Bezirk, Rembrandtstraße 13. - Goldstern Anna, Beamtin, geb. 10. August?1892, Wien, 2. Bezirk, Große Donaustraße 57. ) Herfchajn Paul, BuchdruSergechilfe, geb. 7. Januar 4.894, Men, 2. Bezirk, Sterneckplatz 10. i sHerfchjmgnn Salonwn, geb. 25. Juli 1872* iTarnow, 5. Bezirk, Siebenbrunngasse 71. . Hupka Laura» Hilfsarbeitern^, geb. 11. Mai >1397, Men, 13. Bezirk. Meiselstraße 70. y Juhu Karl Otto, Beamter, geb. 26. «August 1896, Men, 2. Bezirk, Nordbahnstraße 28. > Klapphoh, geb. Lerner Jrtn'a geb, 21. März 1893, Olmütz (Mähr.), 4. Bezirk, Favoritenskraße 29. - -! May Leo von> Oberleutnant,, geb. 16. «April 1894, Olmütz (Mähr.), . 1. Bezirk, Biberstraße 4. > Oberländer Leopold, Privatbeamtegeb. 25. Mäch «1887, Preß- . bürg, 20.'Vezich Karajangasse 17. Pollacsek Lima, Köchin, geb. 13. Juni >1874, Papa, 2. Bezirk, )Patz- Mlanitengasse 19. Reiß Otto, geb. 11. Juli 190j3' Mech. 2. Bezirk, Bkumauerg. 23, Schorch, Beamtin!,, geb. 11. April 1892, .Wien, 10. Bezirk. Larenburgerstraße 39. I Weiß Mar, Vertreter, geb. 31. August >1891, Neubistritz (Böhmen), 2. Bezirk, Schreiolgasse 13. - ( zeichnet. Oberrabb. Rei ch, der den Lesern unseres Mattes durch seine geistvollen Artikel, die von ihm in di esem Blatte erschienen sind, bekannt ist, erfreut sich in Baden, sowohl in den jüdischen als auch in nichltjüdischeu Gesellschaftskreisen, außerordentlicher Beliebtheit und Wertschätzung. Der Ausgezeichnete betätigt sich seit Kriegsbeginn in intensivster Weise auf dem Gebiete der Kriegssürsorge, gehört dem Präsidium der „Hilfskommission für Palästina" und der „Kriegsspitalchilfe für Palästina" an. Noch am selben Tage erschien..bei Oberrabbiner Reich das Präsidium der Kultusgemeinde Baden mit dem.Präsidenten Herrn Moritz Lettner an der Spitze und beglückwünschte den ausgezeichneten Oberrabbiner namens des Gesamtvorstandes und der ganzen Gemeinde zur wohlverdienten Allerhöchsten Auszeichnung. ReligionsproMor Markus! A. Lantzau drseWg Jahrv Auszeichnung dejs! OlpxrgMnMs! Wichelnr Mich in Baden. Der Oberrabbiner/von Baden bei Wien Wilhelm Reich wurde vom Kaiser durch die Verleihung'des Ritterkreuzes' d^sFranK-Josef-Ordens m. d-. Kriegsdek.. ausgek- Mit Schluß des Jahr es 5678 sind es volle d r e i ß ig Jahre, daß Herr Markus Alexander Landau, Seelsorger der Mltusgemeinde Wiener-Neustadt, als Kultusfünktionär segensreich: wirkt. 1888/89 begann Herr Landau seine Tätigkeit als ReligionÄehrer der Krakauer Schulen, folgte dann, einem 'Rufe der alten Gemeinde Butsch'owitz bei Brünn, wo er an allehrwürdiger Stätte auch das Vorbeteramt übernahm, und wirk!: seit August 1893, also feit vollen fünfwnd-* zwanzig JHren, in Wiener-Neustadt. Dia die Gemeinde während des Kriegs mit Schwierigkeitenzu kämpfen hat, um die vakante Rabbinerstelke zu besetzen,- versieht Herr Landau trotz der"anstrengenden Arbeit und der drückenden Jahre auch das Rabbinat in zuvorkommender Weise. Herr Landau stammt aus einer alten, vornehmen Rabbinerfamilie aus Lemberg. Er studierte zunächst in Brody — hier fand er auch seine Lebensgefährtin, eine Enkelin des Gelehrten Abraham Hirsch Chajes —, bezog dann das Seminar in Krakau, wo ihm Professor Dir. Dusch ak wertvolle pädagogische Anregungen gab. Zur selben Zeit leitete Herr Landau auch die „Krakauer Volkszeitung", die sich eines großen Leserkreises erfteute. Als Oberkantor Fischer in Krakau gelegentlich, eines Gesangsvortrages die schone Baritonstimme des Herrn Landau hörte, bewog er ihn, sich dem Synagogengesange zu widmen, im& von Fischer, Heilpern, Musikdirektor Birnbaum und alten Chasonim angeleitet, schöpfte Herr Landau aus den alten jüdischen Volks- und Betweisen die herrlichen Klänge seines alttraditionellen synagogalen Kunstvortrages'. Nach Wiener-Neustadt kam Herr Land an als jünger Mann mit Fran nnd drei Keinen Kindern. Hier fand er eine alte, baufällige Synagoge. vor und begann sofort im Vereine mit dem Vorstande eine rege Sammeltätigkeit für den vom seligen Baurat Stiaßny erbauten und Oberrabbiner Dp. G ü bemann eingeweihten herrlichen Neubau. Den Frauen- und Mädchen-Wo'hLtätigkeitsverein, der Diel Gutes tut) half derunermüdliche Beamte begründen und Überall suchte er das Ansehen feiner Gemeinde zu heben. Er blickt auf eine überaus große Zahl Von Schülern und' Schülerinnen zurück, die ihm' alle in inniger Liebe und Berührung zugetan sind, und viele Anerkennungen und Belobungen sind Zeugen der hervorragenden Tätigkeit dieses 'Mannes, der sich wegen seiner Liebenswürdigkeit, Bescheidenheit und Integrität bei. allen Bevölkerungskreisen der Stadt der größten Beliebtheit erfreut. Der Tod eines erwachsenen Sohnes hat dem kraftvollen Manne jäh alle Heiterkeit und jede Freude geraubt. Bon da iab wollte_ er den Boden nicht mehr verlassen, wo sein 'geliebtesMnd ruht, und Von da ab nahm er auch manche