Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 33 (23.8.1918)
- Date
- 1918-08-23
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Seite ÜS6 M. Bloch's Aüstrtzte aus dem Judentum. Dom 11. btz^17. «August 1918. Aufrichtig Gabriele, Korrespondentin, geb. 191 Juli 1887, Tep- Rtz (Böhmen), 3. Bezirk, Beatrirgasse 19. . Ausch Sigmund, k. k. Ober-Inspektor,' geb. 4. September 1648, Wien, 19. Bezirk, BaranMagasse 8. « Bardalch Otto Egon Jakob, Student, geb. 2?..-Januar 1900, Wien. 9. Btzirk, Berggasse 22. . Ehrenfest Hans, Sekretär, geb. 6. Februar 1891, Brünn 1. Be-" M, HegelgaM 4. ' Ehrenf^m Frieda, geb^? 16. Dezember 1895, Wien, >9. Bezirk (Äisabethpromenade 35 a, iZlster Natan, Kaufmann. gjeb. 12. Juli 1884, (Lemberg. 1. Bezirk, Kärntnerstratze 21. Engländer Paul, Kapellmeister, geb. 16. September 1893, Wien, 6.'Bezirk, Stumpergasse 54. - Tr. Gerstmann Robert, Mathematiker, geb. 27. Juni 1884, Wien 9. Bezirk, SchlickgÄsst 6, Kohn Jakob, geb. 4. September 1V95, Wien, >20. Bezirk Kaschlgasse 6. LermstuI Rudolf, Installateur, geb. 29. Mai 1882, Wim 9. Bezirk, Fuchsthalergasse 12. Löffler Julie, geb. 12, Oktober 1894, Wien, '9. Bezirk Hörigasse 9. ' Tr. Maier Hugo, Versicherungsbeamter. Leb. 25. September 1889, Wtznitz (Bukowina), 9. Bezirk, Althanplatz 9. Meist Silvia, Verkäuferin, geb.. 5. Januar 1891,. 'Wien. 7. B.ezirk, Kaiserstrahe 60. : Pölzl Anna, geb. Strautz, geb. 12. September j1896, Wien 21. Bezirk, Fahrbachstratze 9.' Regenstreif Elsa, geb. Marczak, Beamtin/ .geb. 1885 Sadagora Bojan, 9. Bezirk, Luslkandlgasse 25. Rosanes Eharlotte, geb. 18. August 1693, Wien, .9. Bezirk Hörlgasse 3. - ' Sarl Frieda, geb. 2. April 1891, Wien, kg. Bezirk Währingerstratze 6. Singer WUHelnr, Student, geh. 2. Januar 1900, Wien,: 9. Be- - zirk, Hörigasse 3, . Singer Adolf, Student, geb. 29. Dezember 1897, Wien, 9. Be- M, Hörlgasse 3. Tjr. Wiülstem 'Stefan Robttt, Privatbeamter, geb. 23. November 1836, Czernowitz. 6. Bezirk, Mariahilfersträße 51. Wjitrofsky Magdalena, Näherin, geb. 5. Juli 1896, Wien 9. Bezirk, Müllnergasje 6. Rabbi Mesch,ulem Salat sel. Ajlld. DieLemberMr Kultusgemeinde hat in den letzten (Lagen durch den plötzlich erfolgten Hingang! des allgemein geschätzten Rabbinatsassessors, zuletzt Rabbinerstellvertreters, Meschulem Salat einen schweren, für absehbare Zeiten unersetzlichen, Verlust erlitten. Er war der-edelste Typus des'-, jüdischen Rabbiners, ein Mann Äon gar seltener sittlicher Größe und ungÄvöhnlichiem Seelenäbel, der tiefe talmüdische Gelehrsamkeit und glühende LLeb'e Mm Judentmn mit toleranter Gesinnung Und feinem Verständnis für die Forderungen und Probleme der Gegenwart in sich: vereinigte, mit einem Worte ein würdiger Sohn, d'es unvergeßlichen Rabbi Ire Wolß Sa tat. Tier Verewigte oblag vom frühen Morgen-bis zum späten Ahend seinem Berufe in idealster Weise, ferne - Tür stand sUr jedermann offen, der in schwerer Lebenslage eines' "guten, weisen Rates bedurfte, .wann immer her Ruf av ihn erging, in einer wichitigen Mischen Sache mitzutnn, da konnte nmn von vornherein auf seine treue Mitarbett rechnen. Unvergeßlich bleibt insbesondere feine aufopferungsbolle Wirksamkeit während der feindlichen JnvasionDzeit. Dagegen vermißte man ihn dort, wo es galt, Ehre und Verdienst einzuheimsen, und es war vielleicht der einzige Fehler dieses edlen Menschen, dessen Wandel so rein und lauter dästehh daß er infolge allzu großzer Bescheidenheit nicht jene Stellung, erlangte, die seinen hervorragenden Fähigkeiten und geistigen VorzÄMl enffprochen hätte. Wochenschrift Nr. 33 - Ungekünstelt und herzlich war daher die Teilnahme der jüdischen Bevölkerung der Stadt und Umgebung an diesem Trauersalle. Viele Tausende umständen, tiefbewegt das Trauerhaüs Und geleiteten die teure Hülle bis aus den Gottesacker. Vor allen größeren Synagogen wurde Halt gemacht, vor der vorstädtischen Synagoge hielt Rabbiner "Brande.seinem treuen Mitarbeiter, selbst ttef ergriffen, einen Hesped, vor der .Synagoge„Kowea Jttim" sprach der Rabbiner v. "Jar'yczow, vor der Friedhofssynagoge entwarf Rabbiner Dp. Güttmanb ein treues'Lebensbild des Verewigten, dann sprach namens der Kultusgemeinde der stellvertretende Regierungskommissär De.. Wasser und als letztier der Räbbiner' von Wielkie Oczy. Unter den Trauergästen befanden sich nebst unzähligen Orthodoxen auch, viele Vertreter der jüdischen Intelligenz, so die Universitätsprvfessoren Dr. Allerhand und Dr. Schorr, Gemeinderat De. Dr aman d, die Mitglieder der jüdischen Gemeind'erepräsentanz,. die Feldrabbiner Herskovit's... und Dr. Hausner, Sekretär Dir. Korkis> Schulrat Professor Mandel u. a. Die Sonne neigte sich ihrem Untergänge, als die ersten Schollen auf den Sarg dieses edlen Gottesgelehrten fielen, der dank seiner Tugenden ebenso wie sein Vater in der Legende der Gckneinde fortleben wird. . B. . . t Me Razlzien in SatomljauWely. 'In der jüngst äbgehaltenen "Sitzung des Verwaltungsausschusses' des' Komitats Zemblen gab Obergespan Graf Georg Szechenyi betreffs der' jüngsten Razzien eine Erklärung ab. Er sagte, er sei der im Tempel stattgehabten RaZzi>a ferngestanden, sie sei ihw erst nachträglich zur Kenntnis gelangt und er mißbillige 'sie bedingungslos. Beide Razzien seien von den öberen Behörden veranlaU. worden, abevdie-Exekutivoräane hätten die Intention der Behörden mißverstanden. Er bedauert, daß die Razzien stattgefunden haben. Eine Untersuchung sei im Zuge, er werde Wer das Ergebnis derselben Be» richt erstatten. — Wie Verlautet, hat der Obergespan seine Demission vingereicht. - Schrveniugeu. (Spende.) Herr Alfred Zuckermann aus Podgorze, . derzeit in Scheveningen tzotel „Kurhaus" wohnhaft, hat lür den hiesigen Flüchllings-Unterstützungsverein „Toinchei Anijim" 1000 holländische Gulden gespendet. L; . . _ Gratulationen anläßlich des l^dtl-Festes zugunsten der Kriegsfürsorge. Einem seit Jahren eingebürgerten Brauche-folgend, laden wir unsere P. T. Leser ein, Neujahrsgratulationen durch eine Anzeige in der „Oesterreichischen Wochenschrift" an Stelle der direkten Gratulationen per Post erstatten" zu wollen. Auf diese Weise verbindet der Gratulant mit der Erfüllung einer Formalität gleichzeitig die Förderung der jetzt so hochwichtigen Kriegsfürsorge.' Die Einschaltung solcher Anzeigen erfolgt in der -dem Roschhaschanah-Feste vorangehenden Nummer unseres- Blattes vom 6. September l. I. gegen Einsendung einer Spende von mindestens 8 Kronen zugunsten der Kriegsfürsorge. Letzter Termin zur Einsendung solcher Anzeigen 1. .September 1918. Für bevorstehende. FeiertcM verleihe ich Sessel. Ertrag ausschließlich dem Witwen- und W,aisenfvndD. Ludwig Adler, IV., Freihans (Naschmartt).