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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-08-16 · 32 (16.8.1918) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
32 (16.8.1918)
Date
1918-08-16
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Sefa 518 D-r. Bloch's Wochenschrift Nr. 38 Wasdie Behauptung der finnischen Gesandtschaft in Berlin betrifft, daß die gegenwärtige finnische Negierung keine Judenfeindlichkeit Sekunde, so .steht diese Behauptung im schreiendsten Widerspruch Zu den Tatsachen. Wir verfügen Mer ^ein reichet Material, das den ^antisemitischen Kurs der/gegenwärtigen finnischen Negierung 'bloßlegl Wir werden auf dieses Material im uns geeignet erscheinenden Augenblick zurückhimmeu. Eine ErWärmD der deutschen Regierung zur Judenfrage in Litauen. Dem I. P. B. Z. wird berichtet: Der stellvertretende Staatssekretär des Auswärtigen, Freiherr vvn dem Büsche hat an den „Vollzugs- . ausschuß sÄdisch-vrtVodoxer Organisationen im Gebiete der Mittelmachte" auf dessen Mngabe piom 8. April d.J. folgendes' Schreiben gerichtet: „Die deutsche Regierung hat bereits' seit Längerer Zeit der Ostjudenfrage ihre besondere Aufmerksamkeit gchordmet. In der Fülle der Probleme, die der Krieg im Osten ^Europas aufgeworfen, hat, ist fraglos das' Ostsudenproblem eines der wichtigsten, insbesondere für. die Randstiaaten, an deren Schaffung der Vierbünd mitgewirkt hat. Wie Ihnen bekannt sein dürste, hat uns^Z der Fried ensschluß mit Rumänien bereits Gelegenheit 1} geboten, im Einvernehwen mit .unseren Verbündeten'' tatkräftig einzutreten für die Gleichberechtigung! der Juden mit den übrigen Bewohnern Rumäniens und für eine durchgreifende Besserung der dortigen.Verhältnisse. Auch in Pölen Mt die Verwaltung alle Schritte getan,- um dem Wischen Teil der .Bevölkerung berechtigte Wünsche zu erfüllen. Ebenso hat in Wauen. die Verwaltung vom Beginn der deutsch en OMpation an die Gleichberechtigung der. Juden mit den Mrigen Rationalitäten praktisch' vertreten und die H'chung dev jüdischen Kultur und' düs jüdischen Schulwesens überall und mit allen Mitteln gefördert. Die deutsche Regierung muß gründsäblich dem neuen, .von .ihr soeben anerkannten Staate die endgültige Regelung seiner inneren Verhältnisse überlassen. Sie hat' aber, dem Wunsche des litauischen Landesrates entsprechend, ihre Mithilfe beim*' Ausbau des neuen Staates versprochen. Soweit hiebei der deutsche Einfluß reicht, wird sie e.intreten für die Erfüllung der berechtigten Forderungen des Judentums. Es' kann keinem Zweifel unterliegen, daß Mauen sich unter deutscher Mitarbeit eine neuzeitliche Siaatsversassuna geben wird. Eine solche muß selbstverständlich auf der Grundlage gleicher Rechte für alle ruhen und bietet keinen . Raum für Ausnahmebestimrimnaen zu Lasten eines Teiles der BewohUer. Die deutsche Re-' gierung wird daher eintreten für eine rechtliche und tatsächliche Gleicht,erechtiaung der Juden als Staatsbürger mit allen Recht eu,aber auch allen Pflichten solcher: Die Freiheit der Religionsübüng gehört zu diesen unantaWaren Grundrechten. Auch das Recht aus Mleae selbständiger jüdischer Kultur einschließlich! weitgehenden Selbstverwaltunasr echt es auf . d em Gebiete des Schulwesens zur Pfteae jüdischer Eigenart und jüdischer Ueber- . lieserunaen gehört zu den Punkten, für die Deutschlands Regierung einzutreten bereit ist. Inwieweit bei dem inneren Aufbau des "litauischen Staates die Juden als besondere Nationalität zu behandeln sein werden, muß dem Willen und der Einsicht seiner" B Mohn er üb erlassen bleiben. .Es ist nicht zu zweifeln, daß bei gegenseitigem Entgegenkommen und Verständnis alle in Litauen vereinigten Völkerschaften einschließlich der Juden dort eine glückliche Zukunft finden werden." . Erste ZMsch^orthodoxe MrlamentarisH Fraktion..! Dem F P. B. Z. wird berichtet:! Im polnischen. Staatsrat in Warschau wurde eine jüdisch-orthodoxe Fraktion gebildet, die mit Hilfe einer außerparlamentarischen orthodoxen Kommission für Regelung der religiösen Angelegenheiten .sorgen^ soll. In die Kommission wurden gewählt die Rabbiner aus Malisch, Lodz und Zaviercie. Es sei zu bemerken, daß diese Fraktion 'die einzige jüdische im polnischen. Parlament ist. Die Verhandlungen in Konstantinopel. j Dem I. P- B. Z. wird geschrieben: Es dürfte.Wberalt bei den Juden den besten Eindruck machen, daß die türkische Regierung bezüglich der Palästinafrage mit den Vertretern des jüdischen Volkes unterhandeln will, und zwar .mit denjenigen des ganzen V'vlkes, nicht nur' mit einer Par tei im Judentum.. Sie hatte sämtliche jüdischen Organisationen zu einer Besprechung nach Konstantinopel eingeladen. Wie' wir hören, hat diele Besprechung sehr befriedigende Resultat gezeitigt. Cs' wurde u. a. .die Gewährung folgender Postulate in Aussicht gestellt:' 1. Freie Einwanderung, Abschaffung aller - Beschränkungen; ' 2. KonAessionierung jüdischer Kalonisationsgesellschasten zur Förderung der Ansiedlung; 3. Lokale Selbstverwaltung im Rahmen des in der Kammer befindlich en neuen Gesetzes über die Selbstverwaltung. ' - Zur Ausarbeitung und Regelung! aller Einzelheiten soll eine gemischte Kommission geschaffen werden- D-ie. Hoffnung ist.begründet-, daßdiese- Ersprießliches' wird leisten können,'nachdem die türkische Regierung'in Befolgung der guten Traditionen ihres Volkes' dem jüdischen Volke gegenüber Verständnis und den besten Willen für.die Lösung der jüdisch-palästinensischen Probleme zeigt. ' ' ' ' , i ■'-: —:-;-— - Kaisers VMurtstag. ' Die Feier anläßlich des Gebuxtststes Sr. Majestät des Kaisers findet in allen Gemeindetempeln Wiens Samstag den 17. August im Rahmen des. Ah'orgengottesdienstes statt. JgseMädter Demlpel, VIII., Reudeggergasse 12. Anläßlich' hes 'Gebürtsfestes Sr. Majestät unseres Kaisers findet am Freitag um halb' 8 Uhr abends im Tempel ein F e st g o t t e § dt e n st- .statt.... . . .Wien. (Sv n ago ge.n v er ein ,,Betb Jsr ael") Anläßlich des Allerhöchsten Geburtstages.Sr. Majestät des Kaisers findet Samstgg den 17. August d. I. uw 10 .Uhr vormittags in der Synagoge" des Vereines „Beth Israel", II., Leovoldsgasse 29. anschließend an den SamNag-Gottesdienst ein feierlicher Gottesdienst statt. . 7 . „Hilfskommission 1915" und ..Oesterre'Msches Landes- Mmitee" für PakäMa, Wien, 4. Bez., Fran?enberggasse 14. Eroßrabbiner Moses Hager. Nagonnyires 2000 K , Rabbiner. Moses Babad Brzozdowce 220, Rabbiner Tchmelkes, Przemysl Palästinaspenden gm' Pessach und Wochenfeste 5678 in der Hauptsynngoge" Herr Abraham Schächter 20,'Alias Krölik, Chaim Rlags-

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