Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 32 (16.8.1918)
- Date
- 1918-08-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seit* 508 '■ Dir. Blolh'S Wochenschrift Nr: 32 zu ziehen und zu fesseln. Ueberdies ist dM religiöse Barch aus beiden Seilen gelockert. Die Zugehörigkeit zu der einen oder anderen Richtung kann nicht mehr als ein Kriterium für religiöse Werturteile gelten. Klammern wir unsl nicht stahch-art an geistlose Schlagworte. HeilbringerG kann nur eine ganz Israel uwspannende Tätigkeit sein. Vergessen wir nicht, daß dauernde WiderstanWkrast und AnpassungsfähigkÄ Wechselbegriffe sind. Eines ist ohne das andere undenkbar. Me Welt staunt Krudenburgs! Strategie an, weil sie nicht sturnps und starr an dem Gegebenen sefihW, sondern in jeder Lage ihre Elastizität bewahrt. Hindenburgs Methode sollten wir uns' zu eigen.machen. Vergessen wir eines nicht: Einst' war die Lösung der Palästinafrage ausgegeben, heute ist sie gegeben. Dr. K. Nürnberger- Rabbiner in Ung.-Brod (Mähr.). Aus der Woche. DW Mische Elend in Litauen. Vor einiger Zeit weilte Oberrabbiner Ar. Rubinstein aus Wilna.im Haag, um für die .Juden in Litauen amerikanisch-jüdische Unterstützung, die seit einiger Zeit ausbleibt, zu erwirken. Oberrabbiner Rubinstein machte aus alle Kreise einen tiefen Eindruck.' Das Mitglied des holländischen Staatsrütes I. Oppenheim richtet einen Appell an die holländischen Juden, den litauischen Juden beizuspringen, bis von Amerika die Hilfsaktion für Litauen wieder ausgenommen werden würde. Welche Gründe für das amerikanische Verbot maßgebend waren, ist nicht bekannt. Von welcher Bedeutung die amerikanisch-jüdische Hilfe für dw Judenheit Litauens war, kann man daraus ersehen, daß, wie das Jüdische Korrespondenzbureau im Haag von authentischer Seite erfährt, in den ersten Ans-Monaten des Jahres 1918 4 Millionen Mart * amerikanisch-jüdischer Hilssgelder'_ nach' Litauen gelangten. Die- Mische'Not in Pisten und LitstUjen. Einem Bericht des Herrn Dir. Avan Ra alte, der im Mstrag des holländischen Komitees zur Verteilung der amerikanisch-jüdischen Hilfsgelder Polen und Litauen bereiste, entnimmt das Jüdische Korrespondenzbureau im Haag folgende Mittellungen: „Der Handel liegt vollkommen stül, die Fabriken arbeiten nicht, da die Rohstoffe und Maschinen fehlen. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ist imstande, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Von den 57.500 jüdischen Einwohnern in Wilna sind 29.400, von den 7000 Juden in. Kowno 3000, von den 38.000 Juden in Bialystok 27.600 völlig mittellos. In Wilna sind 80 Prozent der Bevölkerung in der Volksküche. Die Sterblichkeit in Wllna ist sehr groß. Im ersten Halbjahr 1917 betrug sie: 10 Prozent, heute noch immer 8 Prozent. Im Jahre 1916 starben 1680, 1917 3680 Juden in Wllna. Besonders stark ist die Sterblichkeit unter den Kindern. Während im Jahre 1913 die männliche jüdische Bevölkerung um 203 Seelen -zunahm, ergab das Jahr 1916. einiMME Mr MZ . und die ersten fünf Monate:des^aMsiMi? ^EMWs von 941. Die HauptgrÄwe ö'e§^SEbliMeiktsM"Wsberkulose, Nierenkrankheiten und körperliche Schwäche. Die Sterblichkeitszunahme infolge dieser. Krankhellen ist durch den Hunger verursacht. Die Sterblichkeit unter den Juden ist well größer als die der Nichtjuden. Während die Inden 415. Prozent von der GesamtbevöMrung ausmachen, betrug der jüdische Anteil an den Sterbefällen des ersten Halbjahres 1917 44:4 Prozent. Während die Sterblichkeit unter den Nichtjuden von Warschau 1917 um 4 Prozent sank, ist sie bei den Juden um 21 Prozent gestiegen. ■ Tie Hllfstzttion der amerikanischen Juden füjt die Mischen Kriegsopfer. Das holländische Komitee zur Verteilung der amerikanischen Hilssgeld er sandte bisher 6,487.000 Mark nach Warschau, 670.000 Franken (in Gold) nach Palästina. > Tie' Araber und die PaliMnafrage. Die „Tribüne de Geneoe" berichtet dem Jüdischen Korrespondenzbureau im Haag zufolge: Die hachimitische Regierung in Mekka hat den Beschluß gefaßt, einen offiziellen Vertreter nach Palästina zu entsenden, um die arabischen Interessen im Augenblick wahrzunehstrmen, wenn das definitive Schicksal Palästinas endgültig geregelt werden wird. Kriegsdekorationeu jüdischer Ksstziere und Soldaten. Seine Majestät der Käfter, hat verliehen: das Ritterkreuz d es Franz Josef-Ordens mit der Kriegsdekoration dem Major Ernst Pick, Qnartiermeisterabteilung; das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mll den Schwertern für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Oberleutnants d. R. Dp:. Josef Samuel, Ulanenreg., Walter Schönfel d, schw. Art.-Reg., dem vor dem Feinde gefallenen Oberleutnant d. R. Zllfred Go l d s ch m i d t, J.-R., dem vor -dem Feinde gefallenen Leutnant d. R. Moritz Bretter, J.-R , dem Hauptmann d. R. Hugo Popper, schw. Art.-Reg., den Leut-: nants d. R. Isidor Mandler, J.-R., Max Wer streb, Tir. Bat.; . . st . das silberne Signum lau dis bei gleichzeitiger Verleihung der .Schwerter dem Leutnant d. >R. Ludwig Spitzer, schw. Art.-Reg., dem Oberleutnant d. R. Oskar Pollak, Ldst.-J.-R.,.-dem Oberarzt d.^R. Djr. Jakob Feld m an n, Tir. .Jägerreg., dem Hauptmann Julius Bram er, nng. Ldwreg.; das silberne Signum laudis mit der KrHegsdekoration dem Ldst.-Offizial Ing. Richard Singer, Geniedirektion; das bronzene Sigmum laudis bei gleichzeitiger Verleihung der Schwerter den Leutnants d. R. Zacharias Weis z g ä r b e r, J.-R., Desid er F r i e d - / m a n n, J.-Rr, Ladislaus B r au n, J.-R., Bela L e i chfter, J.->R., Julius Steinhaus und Edgar Heller, ArtstReg., dxn Oberleutnants d, R. Ernst St erstberg, J.-R., Alexander S t e i n b e r g e r, J.-R., Alexander Schönfeld, Art>Reg., den Leutnants d. R. Artur S pieg ef, J.-R., Dr. Ludwig Po l l ak, J.-R., Benno W e i l, Wilhelm S ch l e s i n g e r, J.-R., - Julius Ro thko ps, Telegr.-Reg., Benno F euchtwan g, Tr- Bat., Leo Zuckerbäcker, Tr-Bat., den Assistenzärzten Dr.' Moritz Atlasz, J.-R., Dr. Samuel Teichner, Marnisonsspital, den Sanitätsleutnants Jakob H a.mm.ek, K'Mh Samuel Weiß Schützenreg., dem Leutnant d. R.' Maximilian Sastomon, Ldstreg., dem Oberleutnant Sucher Ohren st ein, Ldstbat., dem RegimentsarztDr. .Philipp H e r z, DragstReg.; . st . das bronzene Signum laudis mit der Kriegsdekoration dem Ldst.-Oberarzt Dr. Richard W e ißjma n n, Feldspital, dem Apotheker istEv. Dr. Abraham