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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-08-09 · 31 (9.8.1918) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
31 (9.8.1918)
Date
1918-08-09
Page
– (sequence 8)
Language
German
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«•& 496 Ar. RLoch's! Jüdische Sowatengräßer an der italienischen Isrorrt. )/_ . AusdkM großen Soldatenfriedhof in Nabresina be- 'Mdey sich u. äniach.stch«che. MrabMttm .Mischer Soldatm: . . Grab Nr. 7: Meiner Tillemann, Nr. 206: Markus! Scheffel, Nr. 344: I. Weich, Nr. 309: Markus WeichMann, Nr. 417: David Le'bjxud, . . Nr. 429: Wolf Brand- Nr. 472.: Isidor Bank, Nr. 496: Josef Wei'ß'brod,.. - ... Nr. 517: Leo Landau. Oesterreich und die Juden Rumäniens. Zur Bemerkung! des! Herrn Marghiloman vom A., Juni 1918, diie die. „Oesterr. Wochenschrift-" in ihrer leDm Nummer enthält, die rumänischen Juden hätten an'Oesterreichs ihren wärmsten Verteidiger und Beschützer gehabt, ist interessant, daran zu erinnern, hast gerade vor funMg Jahren das Präsidium! der Kultusgemeinde in Wien, Jonas Freiherr v. Königswart er an der Spitze, eine tiefempfundene Dankadresse in allen Zeitungen veröffentlichte, in der dem Generalkonsul Oesterreichs in Jassy und Bukarest, den damaligen einzigen offiziellen.Vertretern unseres! Staates im Donaulande, der stürmischeste Dank dafür ausgesprochen wurde, wie sie sich bei dm ernstlichen Judenpogromen von damals^ und fast nur sie, der Judenschaft Rumäniens energisch iangenvMmm hatten- C. B e n ed i kt. Are Iudenvorlage in der rumänischen Kammer. Mer „Wnstige Ausgleich" Mit den Mittel- Machten.) >. Die!m „B. D." wild! aus Bukarest vom 3. August gemeldet: Aus Jassy. wird 'berichtet, daß! die Parlamentstagung Mer den 3. AjuMst hin verlängert wird. In der KamMersitzung vom 31. Juli griff der Abgeordnete Cu za in-einer mehrstündigen Rede die Juden Vorlage an. IHM .entgegNete Mar Miko man u. a. folgendes': „Die Bevölkerung Kraucht nichts zu sürchtm. Selbst Wenn alle 3M.000 Juden des Landes die Wechte erhalten würden, wäre düs! noch keine Gefahr M Rumänien. Durch d!cM Gesetz! werdm abm nicht alle Juden zu" Burgern gemacht. M wurde gesagt, dm Juden sollen die Rechte verweigert werden, weil' sie keine militärischen Fähigkeiten 'besitzen. Welche Anforderung können.wir aber an eine Rasse stellen, die durch so lange Verfolgung geschwächt würd e!? Di e konservative Partei ist konsequent. Iw einer Besprechungdie unser Ausschuß! gleich rrach der .Besetzung -Bukarests hatte, hMm wir alle Probleme der neuen Lage besprochm urÄ beschlossen, die Ajgrar- und Wahlreform- sowie die Regelung der Mischen Frage durchzuführm. In einer. Sitzung^ vom 11. oder 13. Hrni 1917 hat die damalige liberale R^ierung! sich! verpflichtet, die Judenfrage zu Msm. Desgleichen hat der König seinerzeit die Losung dieser Frage ^versprochM. Mit ihr warm sämtliche Staatsmännerob! liberal, ob llmservativimmer schon beschäftigt. Es wird MaA, wir wärm hiezu von den MittekMächten gezwun g en worden. Ich er- Ääre hiemiit, daß! die Entente uns in dieser Beziehung viel schwer ere Bed ing ungen gestellt hat. Das! vorliegende Gesetz! ist keine Vergewaltigung, sondern aus einem' günstigen Ausgleich Wochenschrift Nr. 3i Mit den Mittelmächten hervorgegüngm. Das vorliegende Gesetz, ist auch! keineswegs ein Schutzgesetz für die Juden gegenüber den RuMänm. Indem Sie es. annehmen, erMlen Sie chne güte Tat deM Ächrde -gegenüber.'" (Langanhültender Beifall.) Auch Minister Arion trat für die Vorlage ein. Nach der Debatte wurden sämtliche Artikel der Vorlage unverändert angenommen. AjmWntritt dW OberpaMiueps! Dir. fv. P. Chajes. ° Unter -großer Teilnahme der Gemeindemitglieder fand SaMstag dm 3. d. M. beim Mörg engott esdienst die feierliche Einführung des! stellvertrelmdm Oberrabbiners' der Wiener isr. KultuUgeMeinde Dr. H. P. Cshmjes! in fein AM statt. Bevor der neue Oberrabbiner die Synagoge betrat, wurde er im Zeremoniensaak durch' den Präsidenten ^Dr. Alfred Stern feierlich begrüßt. Nach einem Hinweis auf die. großen Verdienste per drei hervorragenden Vorgänger auf der ersten und bedeutendsten Kanzel des Meiches, Mann heim e r, I e l - l i n e k und G ü d em! a n tt, sprach- Dr. Ster n die Hoffnung aus!, daß auch Dir. Chajes den Ruhm' und die Bedeutung des' Amtes, in wäches/erihn hiemit offiziell einführe, erhalten und! Mehren werde. Hierauf richtete namens' -des' Bethausvorstandes der Obmann, Landesschulrat Dr. Markus Spitzer, Worte der Begrüßung an Dr. Chajesin denen er den großen.Erwartungen Ausdruck gabdie die Gemeindemitglieder an sein Wirken knüpfen. Dr. Chaj es! dankte für die warmen Worte der Begrüßung.und ersuchte den Vorstand, ihn in seiner AMit, die er dem' Wohleder Gemeinde und dem Juden-« tum widmen willzu > unterstützen. Hierauf wurde8 Dr. Chajes vom KultusvorstaMe und dem Beth'aus-I Vorstände in den Tempel geleitet, wo er 'vom Ersten H Kantor Math as Mit dem Chor mit dem traditionellen „Barüch haba" enipfangm wurde. Nach Vorlesung des Wöchmäbfchnittes hielt Dr. Chaj es seine, Antrittsrede, in welcher er das seinerzeit vor dm Vertrauens!- männern der KulEsg'emeinde ausieinandergesetzte Programm entwickelte. KüttMunjd ElWehMgDfmg>en. Wir erhalten folgende Zuschrift mit dem Ersuchen um Veröffentlichung: Das „Aktionskomitee der vereinigten Wiene r T eMp elv erejne" hat die Schrift des Herrn Schulrates! Professor Dr. Moritz Tschiaßny:„Jüdische Kultus!- und Erziehungsfragen" beraten und, ohne auf die Form und Ausdrucksweiseder Schrift weiter einzugehen, folgende 'Leitsätze einhellig ausgestellt: 1. Die vereinigten Wiener Tempelvereine lehnen alle Vorschläge, welche gegen das geschriebene und. überlieferte Mosaische Gesetzsind, ah. .; 2. Die vereinigten Wiener Tempelvereine fordern, daß Vorschläge für Amderungm, die sich auf die Predigt, die Gebetordnung oder äm sonstigen Gottesdienst Mziehen, Mit dem Wiener Rabbinat und den Wiener Rgbbinen beraten werden. r 5 . - . 3! Vorschläge, die sich auf die Würde und dm Anstand iM Gotteshaus undaus die Disziplinierung der Vereinsmitglieder und Bethausbefucher beziehen, fallen in den Bereich der einzelnen Vereine und sollen von den einzelnen TempelvereinspÄrständen beraten und hernach von allen Möglichst einheitlich dürchgesührt werden.

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