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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-08-09 · 31 (9.8.1918) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
31 (9.8.1918)
Date
1918-08-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Bütt 494 M. Bloch'S Wochenschrift Skr. 91 und die Stätte semer Väter verlassen mußte,. um in der affyrischen und> bäbtzlonischen Gefangenschaft ein fremdes Heim! zu fürden. Niemand hätte ahMn "können, daßwährend' alle jene gewaltigen Reiche dem> Untergang verfielen, dieses Volk in unerhörter Zähigkeit fortleb'en und" eine WMstellung erringen sollte. Mer es war die große Idee, die Verehrung des einen Gottes, welche dieses! Volk auch in der Ferne zusam'menhielt, und in der Werbiannung gelang es ihM, eine Menge Kulturele- Mente der fremden Völker sich' Zu erwerbwl, ohne die großen Gedänken der eigenen Religion zu verlassen. . , Ein deutliches Zeichen, daß die Kraft der Idee die Jahrhunderteüberdauert und daß der Geist! der Kultur unwandelbar in der Menschheit obsiegt." Verfügung des deutschen KriegMnW'rUngWMes Wer den VrrÄuf von Koscherffeisch. Aus B e r li n wird! uns eine auch für die Wiener Verhältnisse interessante Verfügung mitgeteilt: Die Höchstpreisverordvung hinsichtlich des FleischverkauM hat für den Koscherfteischbetrieb' schwer empfundene WLMmgen hervar'gerufen. Dsäsl Recht zur Deckung' der Kaschrußkosten '/Anstellung von Schächtern, Maschgichim!, technische Besonderheiten usw.) durch! Preiserhöhung für Koscherfleisch wie seither wurdie auf Grund der HöchstpreisverordnuNg Von den Behörden bestritten. Das Ob0rkandesgericht Dresden hat in einer Revisions- Verhandlung voM 10. April 1918 die Entscheidung des - Landgerichtes Leipzig bestätigt, das zwei FleischevMeister Zur Zahlung von 4800 M., bezw'. 2600 M. wegen Uedertretung der Höchstpreisvervrdnung durch Aufschlag der Kaschrußkosten aus den Fleischhöchstpreis! verurteilt hatte. Das Oberlandesg'ericht hat zur Begründung seiner grundsätzlichen Entscheidung folgendes! ausgesülftt: „Die Mit der rituellen Behandlung des^Fleisches als' „koscheres Fleisch" verbundenen Unkosten seien als üllglMckine Händlungsünko sten - aufzufassen. Die rituelle Fleischbehandlung sei nicht als^eine Nebenleistung anzu- .sehen, die besondere Vergütung rechtfertige. Auch die j irdischen Schlächter unterständen dem! Höchstpreis'gesetz! und'- es sei deren Sache, eine Wänderung der bestehenden Vorschriften bei den zuständigen Behörden zu beantragen." NunMdhr HNt der Staats sekret ä r d e 's . KriegsernährungsaMtes in einer Verfügung. A. II 6180 voM 16. Juli 1918 an die Bundesregierungen sein grundsätzliches Einverständnis! zur Erteilung der Genelstnigung an die Synagogenaemeinden ausgesprochen, die Lieferung von Koscherfteisch und -Fleischtwaren in den ihrer Aufticht unterstehenden Fleischer- Handlungen an die Abgahe v onbesond eren Be- Zugsmarken zu binden. Der Staatssekretär empfiehlt folgendes Vorgehen: „Die Synaaogeuaenteinden waren ermächtigt, an die Bezieher von Koscherfleisch gegen Entgelt BezugsMarken in Hohe der Fleischmenge zu geben, die ' der Verbraucher jeweils! beziehen^ darf. Ddr Gegenwert ftrr diese BchugsMarken entspricht den anteiligen Kosten der Koscherfleischbeschaffung., Diese Bezugs^- Mlarken werden vom Verbraucher zusammen mit seinen FleischMavken an den Schlächter abgegeben, der gehalten ist, nur gegen die gleichzeitige Abgabe von Fleisch- und Bezugsmarken Koscherfleisch zu verabfolgen und die B^ugsmarken der Verwaltungsstelle^ der SynagogengeMeinde wieder zurüätzu'geblen." . Die SynagogengeMeinden, die von der in dieser Verfügung erteilten Ermächtigung! Gebrauch! - machen wvlten, h!Mn^sich> dÄnvach mit den Kommunalv erbän- Len, bezw. Magistraten Wer das einzuschlagende Verfahren zu verständigen. Palästinensische Studenten an der Universität Kalifornien. Eine beträchtliche Anzahl der im Laufe des Krieges" aus Palästina ausgewanderten Abiturienten hat sich an der Universität Kalifornien immatrikulieren lassen, um hier bis zu ihter Rückkehr nach Palästina Landwirtschaft zu studieren. Der Grund dieser Erscheinung ist Wohl in der Verwandtschiast der klimatischen Verhältnisse zwischen Kalifornien und! Palästina zu suchen. Zurzeit studieren an der Universität Kalifornien mindestens 50 junge Palästinenser, meistens frühere Schüler des hebräischen Gymnasiums' in Jaffa, Landwirtschaft. Kritgsdikoratisnen jüdischer Offiziere und Koü»aLen. Seine Majestät der Käfter Hat verlteym: dasRitterkreuz des Franz Josef-Ord ens mit der K'riegsdekoration dem Regimentsarzt Dir. Hugo Deutsch- Kmdt. eines Krankenzuges!, dem Oberarzt d.R. Oskar Singer,. Garn.-Spital, dem' Ldst-Hauptmann Emil Bvndy, Korpskdo., dem in Ausübung! seines Dienstes tötlich verunglückten Oberarzt Dr. Alfred! Grstnsp a n n, Kdo. einer Wmee; das Militärverdienstkr euZ 3. Klasse mit den Schwertern dem' Leutnant d. R. Viftov Geduld i g- J.--M., den Oberleutnants! d. R. Richard!E i s e nstein, J.-jR., Dr. jur. Ludwig Münz, Feldart.-Reg.j, dem Leutnant d. R. Gutm'ann Wohlfeld, J.-R., den H'auptleüten i. Ev. Dr. jur. Ernst Perle s- Feldart.- Reg., SaloMon Gott lieh Ldstreg.; dusilbern» Signum laudis hei gleichzeitiger^ Verleihung der Schwerter den Oberleutnants! d. R. Heinriche Läufer, Geb.-Art.-Reg., Norbert Berger, J.-R., David Kirsch bäum!, J.-R., Julius Luft, Art.- Reg., dem Oberaitzt d. R. Dr. Desiderius Roth!mann, JE, den Oberleutnants d. R. Alfred Ko hin, Feldart.- Reg., Hugo Spitzer, Tir. Jäger, dem Ldst.-O'berleutnant LeopoG Grauber-g, Ldstbat., dem Oberleutnant Erwin Spitzer, ung. Ldwreg.; ' . das silb'erne Signum laudis mit der Kriegsdekoration deM Ldst.-Hauptmann Max Schulhof/Geu.- Kdo., den Oberleutnants d. R. Richard Wiener, Feldartjllerieregiment, Arnold B a ch Ct.-Gr.-Kdo., Emmerich Brody, Et.-Bch.-Kdo., dem H'auptmann a. D. Rafael H eiM!, ung. Ldwreg., dem Oberleutnantauditor" Oskar May, Mil.-Verwaltung; das bronzene Signum laudis bei gleichzeitiger Verleihung der Schwerter dem Oberleutnant d. R. Ludwig Löwy, J.-R.,, den Leutnants d. R.'Josef Brand, J.-R-, Moses N i e d, e r hi o f e r, J.-R., Bernhard Aller b e r g e r, J.-R., NuchiM ^Harnisch, false Aszken as, J.-R., SigisMund' G,rünberg, schw. Ärt.- Reg., Max Rappaport, schw. Art.-Reg., Alexander Fried, Trainbat., dem Sanitätsleutnant Geza Stern, J.M., den Leutnants d. R. Isaak Gottlieb, schw. Feldart.-Reg., Dr. .jur. Artur Löwen st ein, J.-R./, Sassie Fröhlich, Brigadekdo., dem! Ldst.-Oberleutnant .Moritz, Sekinger, Ldstreg., den Leutnants! d. R. Wilhelm Wachholz, FeDart.-Reg., Artur Abraham Hir t, - Schützenreg., dem Ldst.-Oberarzt Tür. Leo O r d o w e r, zähnärztl. AMbulator., dem Üdst.-Akzessisten Ludwig Deutsch- Ldst.-Kdo., den Ldst.-Leutnantsl EmanuelL.uft, Stat.-Kdo., Moses Kanaxek, Ldst.-Kdo., dem Regv- 'Mentsgrzt Dir. Berisch Blech, Feldfpitaldem Asfistenz- ^arzt d. R. Dr. Leo Ko hin, bioÄr. Jnf.-Bat.) deM San.- ^Leütnant d. R. Ferdinand K a r p e l e s, Schützenreg., dem'Oberleutnant ä. V. Dr. jur. Ajrtur Hell er,!Bez.-

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