Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 30 (2.8.1918)
- Date
- 1918-08-02
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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vsw 488 ' &r. Blocht Wochenschrift **■ 30 Leute im Aller von 85 ^is 92, ja einer nogar von 96 Jabren, die er im Jahre 1619’übeSr das Matyrium befragte. Der im Jahre 1619 96 Jahre alte Mann war 1523. geboren, d. h. 61 Jahre nach' dem Vorfall von 1462. Er mußte es also ganz genau wissen! Wäre im Jahre 1462 auch nur eine derartige Anklage gegen die Juden erhoben worden, so hätte dies sicher Judenverfolgungen zur Folge gehabt, und Josef Hakohen wüürde im Emek Habach’a darüber berichten. Sein -Schweigen ist ein Beweis für die Sagenbildung des Ganzen. Grund der Kanonisierung waren aber in diesem Falle nicht die Erdichtungen Guar in o n i S und ' Kembfers, sondern die — „Wunder“, die der tote Andreas getan haben soll. , Ganganelli in seinem berühmten Gutachten konstatiert : Es hat - die Diözese von Bressanone fast 300 Jahre warten müsset], bevor die Verehrung des JCnaben B. Andrea von der heiligen römischen Kirche er lau b t wurde. t Die „Ostdeutsche Bundschau“ vom 9. Juni 1895 enthielt nachstehende Tlieaternachricht: Theater in W a 11 e n s (Nordtirol). Pfingstmontag, den 3. Juni zu Gunsten der dortigen Ortsfeuerwehr Andreas. Der Märtyrer von Rinn. Volksschauspiel in 4 Acten und 2 lebenden Bildern, für die Bühne npu bearbeitet nach Josef Praxmarer’s Erzählung. Aus den 4 Acten erwähnen wir blos: 1. Act. 2. Aufzug. Lebendes Bild, darstellend den mißlungenen Raub des Kindes, mit Prolog. 3. Aufzug. Die vier Juden im Grabenwirtshaus. — 2. Act. 1. Aufzug. Der Verkauf des Kindes. 3. Aufzug. Die Juden erwarten im Waide das' mit Hannes verabredete Zeichen. — 3. Act. 2. Aufzug. Der Maxtertod des Kindes. — 4. Act. 3. Aufzug. Die Mutter findet das ermordete Kind.— P-e r s o n e n.: - Maria, die ,Mutter; Andreas, deren Kind; Hans Maier, Wieselhauer, der Göd; der Meis'er von Glöckenhof m Volderwald; Aaron, Moses, Jacob, Abraham, jüdische Kaufeute u. s. w. Ein Genius. — Die Preise, der Bühne sind billig: Fauteuiisitz 60 kr.; 1. Platz .40 kr.; 2. Platz 20 kr.; Stehplatz. 10 kr. Kinder dürfen nur in Begleitung ihrer Angehörigen das Theater besuchen. Gez.: Feuerwehr-Kameradschaft.« Gegen keine andere Konfession würde ein derartig schamloses' Treiben gestattet werden. (Fortsetzung folgt.) OriMaste» ausgenommenen Statistik im'April d. I. .60.000., Bei einervjüdischen Gesamtbevölkerung von 3 Millionen, von denen viele nicht im amerikanischen Heere dienen können. Weil sie di: amerikanische Staatsangehörigkeit nicht besitzen, ist diese Zahl recht hoch. Ein großer Teil dieser Soldaten hat sich freiwillig gestellt Die Zahl der in dem jüdischen Bataillon in England' dienenden Soldaten-beträgt 3000. Bei einem Frühstück zu ' Ehren einiger > Angehörigen des jüdischen Regiments, bei dem' Lord Rothschild den Vorsitz führte, erklärte Sir Adolph Tuck, haß zur Zeit etwa 50.000 Juden an der Westfront kämpfen. Im ganzen dienen 60.000 bis 70.000 Juden, einschließlich der Rolonirliruppen angehörenden, im englischen Heere. i- G. S. Berlin, Neue Friedrichstrlaße 52. ^teÜ^KKMiller bei' der israel. Gemeinde in Kopenhagen. Bei der obgenannten Gemeinde ist die Stelle eines baldigst zu besetzen. . Der Betreffende muß das vollständige Rabbinatsexamen abgelegt _ haben und würde die mit dem Amte verbundenen Pflichten gemäß eines näher festgesetzten Reglements wahrzunehmen haben.; . . Man wendet sich an das Sekretariat der jüdischen Gemeinde in Kopenhagen, K. Nybrogade 1Ö, wo allejiäheren ' Auskünfte zu erhalten sind. Kopenhagen, im Juli 1918. v!s Ropräreuisutsu äor israsl. Kultusgomvludo iu Gebildete Dame (Jüdin), welche womöglich Mittelschule öder Lyceum oder Lehrerinnen- Bildung^anstalt absolviert hat, wird von einem alleinstehenden. Manne (feines jüdisches Haus in Graz) zu seinen drei Kindern (zwei Knaben »im-Alter von 12 und 17 Jahren und ein-Mädchen ino Alter von 15 Jabren) gesucht. Dieselbe muß die Fortbildung und Erziehung der Kinder zu leiten, sowie auch mangels einer Hausfrau dis Hauswirtschaft (neben Köchin und Stubenmädchen) zu beaufsichtigen verstehen. - Offerte'mit ausführlichem Curriculum vitäe, mit Angabe von Referenzen und Angabe von Honoraransprücben erbeten an die Administration dieses Blattes unter Chiffre »K. P. 11.« •- v* ■nav I'Hd Hebräisches Wörterbuch! Hebräisch-polnisch-deutsch; enthält 25.000 Wörter; sehr fein gebunden K 25.—. Gefl. Zuschriften an O. W i 1 f, Lemberg, Sonnengasse 23. Dr. S. H. Deraus dem Judentum ausgetretene -Dr. Hugo Salus, Frauenarzt in Prag, ist Mit dem Dichter Hugo Salus identisch. . A. E. G. Anion publiziert folgendes Inserat: iW A A_ t A r / Langjähriger Vorbeter mit vorzüglichen Zeugnissen sucht Posten für die hohen Feiertage. Adresse: A1 t-m ä n n, Wien, XX., Karaj angasse 21/17. G. flinke Schreiberinnen, mit Praxis, werben, für sofort gesucht, Lebensmittelrayonierung MittagstischMm der Privatbeamtenküche. Mr christWe BWeMWinMN wollen sich mit Offerten vorstMM am Dienstag den 39. Juli bei A E. W. Uyion, Büro für Rieder- und OLerösterxeich, Wien, BezirL, AheMuKABW M iß. In der VerWaltung der A. E. G. Union finden sich laut Lehmann L, S. 376, Vorstand Mn! Heller, Dir., Ludwig Äallir. Karl MorpMgo^. Alfred OpipHsMM' Ri>chard Mnn, Eduard Sätzer usw. G. F. -Die Universität Genf hat einer Jüdin, Fräulein S. Stern,, gebürtig aus Libüu. de.N Prdfesforentitel verliHen. Fräulein Stern ist die vierte Jüdin, der dieser-Titel gewäHrd wurde. Die drei übrigen jüdischen ProfessorinnW sind Dr. Lydia Rabinowitsch m. -BnhWotzgiWM- HFMut in Berlin, Dr. TumaAin iin Bern und Dr. HixH, «Hp WLltochter von SämsöN Raphael Hirsch, die gleMfalls ihiL TätitzMb in Äerlin ausübfi ' L W. Die Zahl der jüdischen-Soldaten im amerikanischenHeer und der Flotte betrug zufolgeeiner von der ijüdischen Wohlfahrtsliga TiichtigeBürokraft wird aufgenommen. Amtsstunden: 8 bis 12 und 3 bis 7. Samstag und jüdische Feiertage frei. Sonntag von 8 -12. Anträge mit Zeugnisabschriften an die Redaktion dieses Bla’tes. 6. Für meinen 14 jährigen braven, Sohn . suche ich hach Ungarn eine. Stelle als Praktikant o^der mit guter ganzer Verpflegung* wo Samstag . u. jüd. Feiertage frei ist. Anträge erdeten unter »H; 1.« an die. Adm’,‘des Blattes. WMMÄIMiM MWÄN Mm IsM arbeitswilliges Mädchen oder alleinstehende-Frau-mit Erfahrung in PfTegbundselbstständiger Ver- - sorgung kleinen sparsamen Haushaltes,- Jüdin, mit - Geschick im Einkauf, Kochen und 2-Zinamer-Wobnüng in gutem Stand zu halten, gCgIU 8kW MtKL Lvhv. Zeugnisse, güte Nachfrage -sind' - Bedingung. Bei erwiesener-Treueg-ute Geldwers orgungl Persönlich oder schriftlich vorzustellen bei Pick, 1., WollZeÜe ß. Herausgeber und verautwvMcher Nedatteur: Tr. Jssej H. Bloch. — Druck von L. Beck- & Sohn. Wien. VU