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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-08-02 · 30 (2.8.1918) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
30 (2.8.1918)
Date
1918-08-02
Page
– (sequence 13)
Language
German
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tzr. B Ö s W-GkUWrW Wl» 485 zur Anschaffung von Machsorim und Schofarot gebeten. Da die Armee gegen 12.000 jüdische Soldaten zählt und zumindest 3000 .Machsorim und gegen 25' Schofarot benötigt werden, spricht die Leitung dje Hoffnung aus, daß die Geldspenden wirküch einfließen werden, damit unseren braven Brüdern im Felde die Mögliichkekt gegeben werde, die höchsten Festtage in rel. Sammlung zu feiern. Für .die Leitung der israeliächen Milimrseelsorge der i. u. k. Jsonzö-Armee ' Feldrabbiner Dr^ Meier Tauber, Feldpost 437. Spenden. Bei der „Oestprr. Wochenschrift" eingelaufen: Von Else und Josef Rosenthal, Wien, für das „Köinitpe des österreichisch-jüdischen Opsertages" 100 K.; durch Fechrabbinpr Dr. Frankfurter, Vintovce, oop Kantor Isidor Groß, Karlovac, für „Hilfskommission 1915" 20 $. Von Herrp Bertolv Stiasny, Bulschowrtz, je 10 $ für : „Hilfskömmifsion '1915",' Megsspitalshllfe für Palästina und verschiedene wohltätige Zwecke. Bei Herrn Rabbiner Dr. UruMald.gingen ein: Für den Wiederaufbau des Leopoldstädter Tenipels: „Gelübde zur Ehre Gottes" 20 K.; ferner Hui Heinrich Popper für einen wohltätigen, Zweck 20 K.; für die Rabbinervereiingung: von der Israel. Änltüsgemernde in Budweis (durch Herrn Rabbiner Dr. Thieberger) 40 Rabbiner Dr. Karl Thieberger 20 K.; Arm. .Eingedenk, Pirnitz, 5 K.; ferner für einen braven Studenten 5 $. von M. Helfet eAchl! imWWn GeWrten! Ein bedeutender Gelehrter aus Galizien, von den größten 3iabbinen wegen seiner Gelehrsamkeit und seines umfassenden Wissens anerkannt, 'verlor bei Kriegsausbruch sein ziemlich bedeutendes Vermögen und rückte' bald darauf zum Militärdienste ein. Aber das geistige Schaffen kennt keine Hemmung. An Orten dergrößten Lebensgefahr gelang es demselben, einige für die jüdische Literatur sehr Wertvolle Werke in deutscher Sprache zu bearbeiten. Der Autor dürfte in allernächster Zeit aus dem Militärdienst entlassen werden, und er möchte ferne Werke in ^Druck legen, da er durch den Verkauf feiner. Schriften die einzige Möglichkeit siehtseine zahlreiche Familie nach seiner Heimkehr erhalten zu können. Derselbe ist aller Geldmittel bar und es ergeht'der Ruf an edle Wohltäter, ihm die Drucklegung zu ermöglichen. Die Redaktion der „Oesterrejchischen Wochenschrift" nimmt gern Subskriptionsbeiträge für die Werke, entgegen und wird solche veröffentlichen.' : Für die Uebernahme der Druckkosten eines Werkes wird solches dem Spender oder dem Andenken eines ihm teuren 'Toten gewidmet. ' .. Weitere Spenden eingelaufen: Oberleutnant Dr. o. H., Budapest 25 K., Antonia Sonnenschein, Wien 10. K. > HiW fifo eine WiMch verarmte Familie. der großen und kleinen silbernen sowie der bronzenen Tapferkeitsmedaille und dem Karl-Truppenkreuz, ander Spitze seines Zuges am 13. November 1917 an der Piave gefallen ist, eine in einfachster Weise ausgeführte Trauung begehrter!, veranstaltete dennoch der in ansehnlicher Zahl vertretene Vorstand eine würdige Trauungs- . feiet. Se. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Funk, der seinen Ferialaufenthalt in Ungarn unterbrachhielt an das Brautpaar eine herzliche Ansprache und Erster. Kantor Armin Stift trug mit Chor und Drgelbegleitung die Hochzeits'gesänge vor. 46 jähriges DisnstjnWäümI. Am 3. August begeht der Amtsleiter der Israel. Kultnsgemeinde im 21. Bezirk, Herr Ignaz Low, das Fest feines 40 jährigen Dienstjumläums. Herr L ö w^ der im .Jahre 1878 von der ehemaligen Knltusgemeinde Floridsdorf als Religionslehrer und Sekretär akzeptiert wurde, war durchs 55 Jahre Lehrer und ist derzeit infolge des Krieges moch in aktiver Dienstleistung. Der 77 jährige Jubilardessen fünf Sohne alle int Felde gestanden, wird an seinem Jubeltage Gegenstand zahlreicher Ehrungen sein. Das größte Geschenk jedoch werden seine Söhne ihm bieten, die nach vier Kriegsjahren- bis ans einen, dev vermißt, ist, das erstemal gleichzeitig auf Urlaub kommen werden. Wien. Schriftsteller Leopold S ch w a r z in Rrüun vollendet am 5. d. sein 60. Lebensjahr. — Fräulein Ger.i Löwenberger, Tochter des Herrn Josef Löwenberger, hat sich mit dem Revidenten im Eifenbahnministerium Herrn Theodor Schlag, Sohn des Hofrates Dr. Julius Schlag, verlobt. Ausnahme in den Hort des Elternvereines „Pestalozzi". Am 1. September 1918 wird der Betrieb des Knaben- und Mädchen-Hortes ausgenommen. In demselben finden Schüler und Schülerinnen von der dritten Volksschulklasse bis zur dritten Bürgerschulklasse Aufnahme? Anfnahmsscheine sind in der Vereinskanzlei, II., Große Sperlgasse 32—34, ab 20. August, täglich von 3—5 Uhr nachmittags, erhältlich. Der Mann ist lungenkrank, die Frau und Kinder sind unterernährt, ohne Kleidung, ohne Aussicht, daß es besser werde. Im Hause kein Holz, keine Kohle; die FamKir lebt von.dem wenigen trockenen Brot, das die Gemeinde verteilt. Die Leute haben einst, als der Mann poch verdienen konnte, bessere Tage gesehen, sie 'sind jetzt dem Verhungern nahe. Edle Menschen wollen sich der armen Familie ännehmen; ihre Adresse ist: CH. Stöckl, 7. Bezirk, Kirchb'erggässe 19, Tür 6, ' ( MMaMozent T>r? Mfred KaMlmjachjer. Der in Fach- und Elternkreisen durch seine pädago gliche und wissenschaftliche Wirksamkeit bekannte Professor um Maximilian-Gymnasiunl .Herr Dr. Alfred Kappelm>ach er wurde laut Verordnung des hohen k. k.Uyter- .riHAMnMriums «als PriDatdozent für klassische Philologie «an der Wiener Universität zugelassen. Der neue Hochschullehrer ist der älteste Sohn des Oberlehrers und ReliglpMehrers der Wiener Kultusgemeinde Herrn Jäkob Kipp p.e km Uschi er. Wien. 1%r anung.) Sonntag. den 21. Juli, nachmittags 2 Uhr, fand im Kaiser "Franz .Josef I.-HuldignngUKyipeh 2. Bezirk, Pazmanitengasse 6, die Trauung des . Mrrn G en er aldir ekto r-Stellv ertreters Dr. Alfred Ba ckinlit Fräulein Theresia B i ß, Tochter des verdienstvollen langjährigen Vorstandsmitgliedes dieses. Tempels Herrn Moritz' Biß, statt. Trotzdem die Brauteltern ans dem Grunde, well ihr einziger Sohn, Hans B i ß, Fähnrich in einem Gebirgsregrment, ausgezeichnet mit KnMen-VüWilchnle (5 Klaffen) Mt Oeffentlichkeitsrecht (TalMud-Thora), Wien, 2. Bez., Mälzgasse 16. Der einzig richtige Gedanke, dag der Wirkungskreis der Schule stch nicht guf das Schulzimmer allein beschränken kann und daß, der Pflege des Körpers ihr Recht gewahrt bleibe, ist hier feit jeher in die Tat >umgefetzt worden. Still und unscheinbar waltet an dieser Anstalt die Fürsorge, von der Oesfentlchkeit wenig beachtet und noch weniger gewürdigt und anerkannt. Und doch ist es ein großes, segensreiches Werk, das da vollführt wird und reichlich verdient, daß man ihm einige Worte widme. Es hat auch in der goldenen Friedenszeit genug der armen Kinder gegeben, die hier nicht nur eine vortreffliche Verpflegung, sondern auch Kleider. Schuhe, Wäsche erhielten und aufs Land geschickt wurden. Im Schulhaufe selbst ist eine Schulküche eingerichtet und wird der Zubereitung der — rituellen — Kost die größte -Sorgfalt zugewendet. In dem geräumigen Speisesaale nehmen die Kinder, beaufsichtigt vom Lehrpersonal, das reichliche Mahl ein. , Der Krieg amd die damit verbundene schwere Zeit stellte den Vorstand vor-Mnübersteiglche Hindernisse und ungeahnte Schwierigkeiten. Doch sie. konnten bisher dank seinen Bemühungen und der Opserwilligkeit edler Kinderfreude überwunden werden. Um die Kinder a^ch während der Ferien in der Obhut «der Schule behalten .und vor den Gefahren der Straße bewahren «zu können^ besteht in der schule wie in den vergangenen «Jahren ein Jugendhort. Die Kinder werden von ihren Lehrern in Gottes freie Natur geführt, wo sie Spiele «und nützliche Beschäftigung treiben. «Trotz der schwierigen Beschaffung und der oft minderen Qualität!der Lebensmittel erhalten sie eine ausreichende, wohlschmeckende Kost. Das Wer? verdient allseitige kräftige Förderung und Unterstützung, hier ist für Kmderfreunde ein Feld der Betätigung. Möge jeder fein Scherflein beitragen pnt Wöhle und Heile der Jugend, der Zukunft unseres DoUes. Wer Interesse für die Sqche hat» möge kommen und selbst sehen. l.

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