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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-07-26 · 29 (26.7.1918) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
29 (26.7.1918)
Date
1918-07-26
Page
– (sequence 6)
Language
German
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*r. 29 Seit« 462 Drl vlach'S «ochenschrlst Hersch Treiber, recte Roth, Trainbät., den Rechn.- Unterofftzieren 1. Klasse Josef Moses Spiegel, recte Meiseles- Emmerich Boskovits, Trainbat., Jatob GiMpel, San.-Korpsi, Wilhelm Deutsch, sTratnbatalllon, David Ungar, bosn. Jägerbat., Emil Wilhelm Kuh, Schützenreg., dem Oberjäger Max Bloch, Feldjägerbat., den Feldwebeln Sigismund Eichenkatz, J.-R., Moses Israel Lachter, Telegr.-Reg., Benjamin Jszak, San.-Komp., Isaak Engelberg, J.-R., Azaron Sch Lffmann, recte Br eitb arl, San.-Komp., Julius'Deut sch, J.-R., den Rechnungsunteroffizieren 1. Kl. Julius Fried mann, Husarenrea., .Jakob Lindenseld, false Ratsprecher, Feldärt.-Reg., Heinrich. GroßMan n, Feldart.-Reg., Edmund T au ssi g, bosn. Jl-R., Sainuel Kuz, Feldart.-Reg., Max Weinb'eiv ger, Feldart.-Reg., David .Sz an to, Geb.-Art.-Reg., SiegmundWachs- Feldärt.-Reg., Ennl Ein Horn, Jnf.- ,Reg., dem FeldwebÄ Samuel Gleicher, Jnf.-Reg. i " Vorstehend sind verzeichnet: 2 Ritterkreuze des.Franz Josef-Ordens', 1 silberne TapferkeitsMedaille 1. Klasse für Offiziere, 13 Militärverdienstkreuze 3. Klaffe, 14 silberne Signum landis- 27bronzene Signum laudis, 20 goldene VeMenstkreuze nrit der Krone, 15 goldene VerdienMreuze, 26 silberne Verdienstkreuze mit der Krone, zusammen 118 -Auszeichnung en; .hievon ' 64 an Offiziere und Kadetten des Soldatenstandes, 28 an Militärärzte und Mtlitärbeamte, 26 an" Mannschafts- Personen. Wertere Auszeichnungen. Fähnrich Josef Go Idstein, Schiützenregiment, Besitzer des Karl-Truppenkreuzes, der kleinen bronzenen Tapferkeitsmedaille, wurde am 17. d. M. mit der silbernen Tapferkeitsmedaille im Reservespital B zu Klosterneuburg dekoriert. An der italienischeu Front wurde-derselbe schwer verwundet. Jakob Hoffman, Sohn des Religionslehrers Akiba Hoffman in Jaslo, Feldtvebel beim Inf.-Div.- KomMando, erhielt die große silberne Tapferkeits- Medaille. Hermann Schis fe r, Korporal bei einem schweren Feldartillerieregiment, der seit Kriegsausbruch im Felde steht, wurde mit der bronzenen und kleinen silbernen Tavserkeitsmedaille ausgezeichnet. Außerdem besitzt er das Jubiläumskreuz, Karl-Truppenkreuz und sechsjährige Dienstkreuz. - Kater und Höhne. Dem Armeeräbbiner der Heeresgruppe E i ch h o r n, Herrn Dr. Tänzer aus Göppingen, der im Kriege bereits Mehrfachmit höhen Orden ausgezeichnet worden ist, wurde jetzt das Hamburgische Hanseatenkreuz verliehen. Auch dessen beide Söhne, die Gefreiten Paul und Fritz Tänzer, beide verwundet, haben sich bereits das Eiserne Kreuz 2? Klasse verdient. Schwere Verluste in einer jüdischen Aamilie. - Kultusvorsteher I. Rosenkranz. inSniaiyn hat einen schwerenVerlust erlitten durch den Heldentod seines 26jährigen SohnesJ des> Fähnrichs ChaiM. Rosenkranz, Jns.-Meg.- welcher am 16. Juni 1918 an der Piave durch einen Bauchschuß verwundet wurde und seinen Verletzungen am 20. Juni im Feldsvital Nr. 305 erlag. F ü n f Opfer hoffnungsvoller Kinder kostet dieser Familie der Krieg: 1. Chaim Ros enkr anz, Sohn des Kultusvorstehers in Sniaryn; 2. Naftali Ro senkranz, Sohn des Meier Rosenkranz in Sniatyn: 3. Mendel R o fe n kr a nz, Sohir des Jos. Rose n kr a n z in Czörtköw; 4. Karl' ■ R o s en k r a n z, Sohn des!' Mos es Ro srn k r a nz in ' Lemberg; 5. Samuel - Ros en - k r a n z, Sohn des Jsak R o se n kr anz in Zoblotow. * Auf bent} Ielde^der Ähre. Am 11. d. M. wurde der k. n. k. Regimenrsarzt Dr. Paul Török in IWanien in Ausübung seiner Dienstpflicht von -einem tödlichen Unfall betroffen. Dr. Török befand sich auf -einer Dienstreise .und 'erlitt bei einem Automobilnnfall so schwere Verletznngeg, dgß er denselben int Feldspital in Alessio, wohin er überführt worden war, erlag. AjM 13. d. M. wurde er in Skutari zur ewigen Ruhe bestattet. Die Nachricht von dem auf so tragische Weise erfolgten Tode Dr. T ö r ö ks hat. in Sarajevo, wo der Verstorbene vor Kriegsausbruch seine ärztliche Praxis ausgeübt hat, in allen Kreisen der Bevölkerung, ganz besonders bei denk Offizierskorps und der Beamtenschaft des k. u. k. Garnisonsspitats Nr. 25, allgemeine Teilnahme erweckt, die sich der tieftrauernden, schwergeprüften Witwe und'den zwei im .zarten Alter stehenden Kindern - in wahrhaft erhebender Weise zuwendet. Dr. Török, der seit Kriegsbeginn seiner-schweren Berufspflicht fast ans allen Kriegsschauplätzen in auf- ' opferungsvoller Pflichttr en e und mit Hintansetznng seiner eigenen Person oblag, trotzte jeder'Gefahr, wenn es galt, den armen Verwundeten ärztliche Hilfe zu bringen, und erfreute sich daher allerorten der außerordentlichen Wertschätzung seiner Kollegen und der uneingeschränkten Verehrung seiner zahlreichen Verwundeten -und Patienten, deren kindliches Vertrauen zu ihrem-Arzte geradezu rührend war. Dr. T ö r ö k war tatsächlich^ niHt nur ein" chingeMnWvöllet/ 'pflichttreuer 'Arzt, "er' Mr' ''buch ein guter, ausopferungssähiger Mensch, der sich in all seinem Tun und Lassen nur von seinem edlen jüdischen Herzen leiten ließ. Daß dies auch allgemein anerkannt wurde, bewiesen die ungewöhnliche Teilnahme und Ehrungen bei dem Leichenbegängnisder. überaus warme Nachruf, den - ihm die Offiziere und Beamten des k. u.' k. Garnisonsspitals Nr. 25 in der „Bosnischen Post" vom 13. Juni widmen, die zahlreichen Auszeichnungen der MilitärkomManden und die außerg ewiöhnlich e Teilnahme, die den Hinterbliebenen aus allen' Schichten» der Bevölkerung von nah und fern noch immer zuströ'm'kn. Mögen, die seltenen Anerkennungen des ' edlen Opfers vaterländischen Patriotismus' den Hinterbliebenen ein — wenn auch kleiner — Trost in ihrem! furchtbaren Schmerz, ihrem unersetzlichen Verluste' sein. Leopold Schulhof. Mries aus einem holländischen Gefangenenlager. Geehrter Herr Redakteur! ' Als fleißiger Leser Ihres;-geschätztes Blattes erlaube. ich MirT Ihnen einige meiner Erlebnisse und Eindrücke im Feindeslandes wie während meiner Internierung im gastfreundlichen' ^Holland mitzuteilen. ' Ich binaM" März ds. J.^ nach L^/Zjähriger.Gefangenschaft im Douglas-Lager (Jsle of Man) mit einem Häuflein anderer Leidensgefährten mach, Holland ausjgeta'uscht worden. Vor allem verdient die Art und Weise,; wie sich unsere holländischen Glaubensgenossen/ ganz im - Gegensatz zu den- - englischen Inden, unserer gleich , nach! Ankunft angenommen haben,- rühmlich hervorgehoben zu werden. Es war kurz vor -Pessäch/ als der- Präsidentdgr kleinen jüdischen - Gemeinde zu -HatteiM Herr Eortjssrs!,. zu uns ins Lager kam, die Namen aller Juden unseres

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