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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-07-12 · 27 (12.7.1918) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
27 (12.7.1918)
Date
1918-07-12
Page
– (sequence 8)
Language
German
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e*tt« 4S2 Dr. MoG'S «oUeyWrist ii; - i «r. 27 MO60 M teils -als'' regeWäMge, Seils' .als gelegentliche 2 AuWilfen auszahlte. Den Kriegsflüchtlingen^ aus GMzien wurde zunächst, solange es^ änging, durch Beistellung Don llnterkunft erste Hilfe geleistet. Der VereM/->-Tomech Ewjonim" hatte es für uns' übernommen, täglich tausend Flüchtlingen warmes! Frühstück, Tee und.-Dis zur Einführung der Brotkarte auch Brot zu liefern. Dank der Opferbereitschaft,.einzelner Mitglieder warder- Mbbiner der „Adas.Jisroel" in der Lage, -aWiMaWch bis' WOÖ- -K. und darüber an würdige Flüchtlinge -auszuzahlen. -Es wurdeiw Lokale der „Jefode Tho.ra". ein Betlokal eingerichtet und den.Flüchtlingen zur, unentgeltlichen Benützung zugewiesen. - -Weiters 'besprach der Berichterstatter die einzelnen -Zweige der Vereinsaufgaben bezüglich der Approvisionierung und Versorgung mit Lebensrnitteln, was mit stets wachsenden Schwierigkeiten verbunden war. Durchs Einberufung unter den HÄfs'rabbinern und Leb- 'rern -würde' die Äitigkeit des Vereines in die bed'enk-i lichsterr -Schwierigkeiten gebracht. Dank der Opferwillig- Mt 'einzelner Mitglieder konnten die Unterrichtsänstaltenraüfrechterhalten'werden, und! durchdie Bildung eines Vereines im Rahmen der „Was.Jisroel" hoffen wir, dieselbe^auGugesNlten und zu neuer ^Blüte zu bringen. Die große Aufgabe, die uns schon seit Jahren beschäftigt, die Vorarbeiten Ar den Umbau unseres .Bet- Haüses, hat) neue Förderungen erfahren. Es wurde ein großes Komitee für die Durchführung der Vorarbeiten eingesetzt und die Samwlung der Spenden ergab am Schluffe des' Jahres 1917 den Betrau von mehr als 62.000 K. 7 -’ " ' ' : Uebcr die Kassagebarung berichtete Herr Jakob SterU. Die Zunahme des Umfanges der Vereinstätigkeit' wird augenfällig, wenn/man den Ziffernbeunchtl dM-Dorliegenden. Wschlusses mib deni zuletzt er- ''sMÄreMwHergleichk. Däs^Jahr M17 schWeßjt-'mit 'einer GesaMteinnahrne Don. 260.000 K. gegen 65.000 K. im Jahre 1913. Die Aufgaben konnten nur erfüllt werden durch die beispiellose Opferfreudigkeit der Mit- IlMer/Me' sich 'In den einzelnen. Posten ausdrückt. So WndMr- Bethaüsspenden im Jahre 1916 32.330 K., im -Jahre-1917' 80.847 K. gegen 16.546 K. im Jahre 1913 'emWgaugen. Es haben selbstö erständlich siäintliche Posten Mr-'Ausgaben " namhafte Steigerungen erfahren, wie ' MscheAnilchbeschaffung, Pessachbeteilung usw.' Ein besonderes Anwachsen ist bei der Post für Remunerationen und außerordentliche "Aushilfen/ 21.000 (gegen etwa 7000 K. ün Jahre 1913), zu verzeichnen. - ' - Mit Befriedigung muß das Interesse an der Entw'cklung des Bausonds festgestellt werden. Im Vertrauen darauf, daß dieses' Interesse stets warm bleibt, dürfen wir hoffen, unser Ziel zu erreichen. Herr Winkler bemängelte int Rechnungsausweis die Zusammenlegung der Post für Arbeitslöhne mit puderen Posten. Herr Bernhard Hofbau e r trat dem entgegen/ Der Ausweis ist völlig klar und jeder 'konnte rjpährend der Zeit, in welcher der Bericht auflag, über alles genauen Einblick erhalten. Er beantragte, dem Vorstande für das Jahr. 1916/17 das! Wsolutorium zu erteilen. Im ganzen müsse er die Tätigkeit des Vereines nur rühmlichst anerkennen. Dieselbe beschränkt sich nichtauf die engen Grenzen des Bethauses, sondern ist die/einer Eva im jüdischen Sinne. Und um diesem Gefühle der Anerkennung ein sichtbares Zeichen zu geben einerseits, anderseits' um dem Vereine noch weitere -Zielezu stecken, widmete er 20.000 K.. und. zwar je 50Wj K. für ein Alterst»ersorgungshaus, in dem der Insasse wahrhaft jüdisch leben kann, 5000 K. für ein Waisenhaus, in welchem die Kinder wirklich jüdischreligiös erzogen werden, 5000 K. für eine Erziehungsanstalt^ in wahrhaft Mischeln Geiste und 6000. K. Mr eine ' ' Der Vorsitzende sprach Herrn H o fbaner für die hochherzigen Spenden den Dank des Vereines aus. Bei der hierauf vorgenommenen Abstimmung üb erden Antrag Ho fb'auer wurde derselbe einstimmig angenommen.- Hieraus wurde der Antrag über Abänderung einiger Paragraphen der. Statuten einer Beratung unterzogen; nach kurzer. Debatte, in der alle, ihre Zustimmung zu dem- Wänderungsantrage aussprach en, schritt der Vorsitzende zur Abstimmung. . Er stellte je ft, daß die zur Abstimmung über den Antrag erforderliche Anzahl von Mitgliedern anwesend ist. Herr Lei tue r verlangte die nochmalige Verlesung der abzuändernden Paragraphen, welchem Wunsche der Vorsitzende Rechnung trug: Nach der neuerlichen Konstatierung der .erforderlichen Anzahl von Mitgliedern wurde der Ab,änderungsautrag einstimmig angenommen. Zu den nun folgenden Wahlen bemerkte der Vorsitzende, daß aus Grund des bisher -geltenden Statuts sechs Vorstandsmitglieder für die Herren Sig. Back, kais. Rat Markus Bondi, Jakob Fuchs/ Wilh. Kritzler, Wolf Pappenheim und statt des fei. Herrn Vernh. Schiff zu wählen sind. . Für die durch die neuen Statuten zu schaffenden sechs Mandate sind jechs Herren durch die Wahl.zu bezeichnen, die der Vorstand nach Genehmigung ,der Statuten kooptieren 'wird.' Es! wurden /sohin . die aus- - scheidenden'Herren wieder- und Herr Natan Schiff neugewählt. Für die sechs neuen Mandate wurden die Herren Gustav Au st e r litz, Eduard! D! euts ch, Moritz Leitner, Franz Neumann, Julius Ste.infeld und Michael Sternseld gewählt. Zu Revisoren wurden die 'Herren Bernhard Hofbäu er, Artur -'S v'i'tz und Sregürund F r g 8 0 r — Ajn alle. Me eis anAchk! Sofort Nach! Beendigung des -Krieges soll ein „Verband jüdischer Kriegsteilnehmer uub durch den Krieg Geschädigter" feine Wirksamkeit beginnen. Ws seine Zwecke sind der Oeffentlichkeit bekanntgegeben worden: 1. Rechtsschutz der Mitglieder bei allen aus den Kriegsberhältnissen sich! ergeblenden Ansprüchen an den Staat und sonstige Verpflichtete; 2. Vertretung der Interessen der Mitglieder gegenüber Wohlsahrtsinstitutionen aller Art; 3. Maßnahmen, um! den Mitgliedern den Wiedereintritt in den bürgerlichen Wirtschaftskreis! zu ernröglichen; 4. Vertretung der Interessen der Gesamtheit jüdischer Kriegsteilnehmer und durchs den Krieg Geschädigker — namentlich auch Wahrung ihres Rufes und ihrer Ehre — gegenüber der Gesellschaft. Angesichts der sich! - Häufenden Verleumdungen unserer Jugend, der Drückebergerei vorg'eworsen wird, obwohl sie an allen Fronten , kämpft, blutet und ausgezeichnet wird/- angesichts! des 'Umstandes, daß diese Lügen selbst auf. Volks'tagen verkündet werden, 'ergeht an alle jüdischen- Offiziere und Mannschaften der dringende Appell, dem vorbereitenden ArbeiMoMitee des' obengenannten Verband es Hie Beitrittsabsicht schon setzt und ohne Verzug zu melden. Eine einfache Korrespondenz k arte, resp. F eldPostkarte; unter Angabe.des! Namens/ Berufes (Ranges) und der genauen zivilen (und militärischen) Adresse genügt. Der Text der Mitteilung braucht nur einige Worte zu enthalten, etwa: „Ich sobald ich wieder dem Zivilstande ange-

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