Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 25 (28.6.1918)
- Date
- 1918-06-28
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 406 Dr. Woch'S Oberumgistratspates Dr. D o nt und des Herrn MagistraMe^ehärs Dr. Plans, für die durch die gekürzte Brotration schwer betroffene Bevölkerung ^eine Abendsuppe um 8 H. und.ein Gemüse um 12 H. Die Vereinsleitung hatbem Rathause Mr die Schützlinge des! Schwarzgelben Kreuzes monatlich tausend .Gratisportionen zur Verfügung gestellt. JMsch-akaÄemischrr Phstosophenverein. Freitag den 28. d. M. findet pünktlich um 7 Uhr abenW im Lokale des Vereines' ein Vortrag des Herrn Dr. Fuhrmann Wer „GolusbejahNng" mit anschließjeUder DGkussion statt. Gäste willkommen. ... Der Ausschuß. Austritte aus dem- Judentum Vom 16. bis 22. Juni 1918. Baränjeistrr Klara, geb. Lippmann, «Fabriksleitersgatti'n, geb. 19. No- V«nber -1880 Hamburg, 14. Bezirk, Felberstratze 84. Dr. . BxttÄWkm Norbert, Advohaturskonzipient, geb. 10. .Juni 1893 Mödlmg. 1. Bezirk, «Bognergasse 7. MWer Rosa, Schneiderin, geb'. ZI. August 1893 Wien, 3. 23 e=« zirk, Keniergasse 11.? ’ WieiWmmn Henriette, geb. Fleischm-ann, «Jngenieursgattin, ^eb. ' A- Februar 1875 Wien, 2. Bezirk, Praterstratze 66. WeiMmiann Julius, Ingenieur, geb. >3. März 1870 Prerau (Mäh- - ren), 2. Bezirk, Praterstratze,66. sGraf Hans, Kaufmann» geb!. >1. April 1886 Wieit, 7. Bezirk Hermanngasse 12. ■ i Dr. Holub Arthur, geb. >5. Januar 1896 Eger, 19. Bezirk, Peter Jordanstratze 76. i Kaiser- Moses, Kaufmann', geb. 21. März 1863 Wien, 13., Bezirk, Hietzinger' Hauptstratze 69. . Hann Eva, geb', 26. -Mai 1903 Wi>n, 4. Bezirk, Schwwd,- gasse 14. / ( , - Klein Valerie, geb. 25. >Februar 1897 Oszombat (Kom. Neutra), A-i- Bezirk,:rSchüWroorthstratze*-21:-^.».ü:■ -i:' . Schlesinger ALve, geb. 30. lAugust 1894, Wien;!.. Bezirk, Rat- Lausstratze 15. Dr. Sschlesinger Josef, Arzt, «geh. 5. Februar 1866, Papa (Ungarn), 4. Bezirk, Favorrtenstratze >40. SpWr Julius, Magazineur, geb. «17. Juni >1886 Stratznitz (Mähr.)', 2. Bezirk, Springergaffe 28. > ' Frau Stein, gefcl Hoffmlanri^geb. 5. April 1883 Aachen (Deutschland), 5. Bezirk, Margaretenstratze 166. Tr. Werner Hugo, Hofmnd Gerichtsadvvkat, geb. 26. Januar 1877 Freiwaldau (Schlesien)/ 2. «Bezirk, Gredlerstratze 2. Bajden Mi Wien. Eine besonders solenne Barmizwahfeier fand in der.Familie des Herrn Dr. Sam. Rappapv r t am 15. d. M. statt. Derselbe widmete ans diesem Anlasse 3000 K. Mr jüdische Waisenkinder Galiziens^ außerdem noch Spenden für Gemeindezwecke: Se. Ehriw. Herr Oberrabbiner W. Reich hielt an den Barmizwah eine formvollendete hebräische Ansprache bei der Thbra im Tempel und der Knabe selbst sprach in der Familie in schönem Hebräisch seine Barmizwahrede, der eine talmndische Derascha folgte. Ajn ben Konfirmanden Salo, einem Vor^ngsschüler des Badener Gymnasiums, richtete auch seine Schwester Frt. Henriette Judich eine hebräische Ansprache, die allgemein Beifall farch. Der ganze Gemeindevorstand und viele Ehrengäste wohnten dies er Familienfeier bei, Vater und Mutte-' aufs herzlichste beglückwünsch end^ die ihr Haus musterhaft und tonangebend nach alter jüdischer Tradition führen. M. A. .Prag. Am 21. Juni starb hier nach kurzem Krankenlager der Rabbiner Prof. Dr. Karl Thieberger in seinem 61. Lebensjahre. Der allgemein beliebte Mann feBte nur seiner Pflichterfüllung und fand sein höchstes Glück im Kreise seiner Familie. Aufrichtig ist darum auch das Mitgefühl, das sichder heimgesuchten Frau und ihren braven KiWern zuwendet. Wochenschrift «r. 28 flllg.-Brod. Am 15. Juni b: I. verschied hier der Lehrer des Ruhestandes Herr Moritz, Thorz im patriarchalischen Alter von 88 ..Jahren und wurde am 17. Juni unter Beteiligung der gesamten Gemeinde, des israelitischen Kultus!- und politischen Gemeindeausschusses, des Ortsschulrates, einer Lehrerdeputation der hiesigen böhmischen Volks- und Bürgerschule und der Schuljugend der deutschen israelitischen Volksschule auf dem hiesigen Friedhofe zur ewigen Ruhe bestattet. In dem Verstorbenen ist eine von seinen Schülern dreier Generationen aufs innigste verehrte und geliebte Persönlichkeit edlen Charakters und verdienstvoller Berufs- . tätigkeit aus unserer Mitte geschieden, die mit dem Sinn für Freiheit und Fortschritt religiöses Gefühl und Kenntnis' 'der jüdischen Glaubenslehre und Literatur innig verband uüd sich durch strenge Gewissenhaftigkeit, Pflichteifer die Herzen aller, die.ihn kannten, gewann. Herr Oberlehrer und Sekretär der israelitischen Kultusgemeinde in Mähr.-WeiWrchen Bertold Thorz beklagt in dem Verstorbenen den Heimgang seines unvergeß^- lichen Vaters. An der Bahre veräbschiedete sich . im Namen der Kultusgemeinde Herr Jakob H. Glück, im Namen der Schülerschaft Herr Ingenieur und Sägewerksbesitzer Karl Klein und am Grabe der Bürgermeister der israelitischen politischen Gemeinde, deren langjähriges verdienstvolles Ausschußmitglied der.Verstorbene wav,. Herr Leopold I. Schön. > Tod des! Münchener RM'mers Dr. Werner. - Die „Münchener Neuesten Nachrichten" widmen dem verstorbenen Rabbiner Dr. Werner folgenden Nachruf: „Wie wir zu unserem aufrichtigen Bedauern er- ' sichren) Ist ' Rabbiner H>r. E: W e r n er im 65: L ebens-" ' jWr PlöMich gestörben. Unsere israelitischen Mitbürger sind in tiefe Trauer versetzt. Die israelitische Kultus-, gemeinde wird ihm ein dankbares und. ehrendes' Andenken bewähren. Rabbiner Dr. Werner war in Rogasen m der-Provinz Posen geboren und wurde schon mit 26 Jahren Rabbiner in Danzig, wo er etwa 16 Jahre mit großem' Erfolge tätig! war. Im Jahre 1895 kam er als Nachfolger des verstorbenen Rabbiners Dr. Perles nach München. Er hat hier nicht nur als Rabbiner, sondern auch als' Menschenfreund (er war auch Mitglied des Armenrates') hervorragend gewirkt. Als Schriftsteller ist er vielfach hervorgetreten, besonders auf dem Gebiete der Religionsphilosophie. 1917 erhielt er den Titel eines königlichen Professors. Ans die Wahrung des konfessionellen Friedeäs war er stets bedacht. Die Achtung und Verehrung, die er allgemein genoß!, kam an seinem 60. Geburtstage 1913 deutlich züm Ausdruck. Nicht bloß aus der israelitischen Kultusgemeinde, aus dem. literarischen'und wissenschaftlichen' Kreise ganz Münchens wurde er herzlich beglückwünscht. Kultusminister Dr. von Knilling.hat damals in einem besonderen Schreiben seine, Verdienste warm hervorgeho'ben. Zu seinen Händen stellte damals eine Reche namhafter Mitglieder der Kultusgemeinde ansehnliche Mittel zur Verfügungmit denen eine wohltätige Stiftung geschaffen wurde, die Dr. Werners Namen trägt. So wird er in München nicht in Vergessenheit geraten." WiMczka. Am 19. Juni fand hier die Verlo'büng des Prokuristen der Firma E. H.. Friedmann, Herrn Markus Fried mann, mit Fräulein Gisa Licht statt.