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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-06-28 · 25 (28.6.1918) · page 1

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
25 (28.6.1918)
Date
1918-06-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Nr. 25 Zentraloroan kür die gesamten Interessen des Zudentums O0= O b OO tt. L Postsparkafsmamt Tlearing-Verkchr: 810.976 . oo St«d»kttLn arib HomlnlftratU«: Wir » U/i. Pratkrstratze 9! - Tclcphobi 45*359 -uO > Wien, 28. Juni 1918 Erscheint jeden Freitag - .> LriBf-Lbresie-Wie». Il/i/ Prat:rstrasie 9 LeU^r«mn-Ldrrffer-Dko<h4S8ochrLschrift7 S®ten OG= =DO 11 VezuksprelS: Halbjährig la Kroneir - Ganzjährig 20' Kronen ' Einzelexemplare bv Heüer Rspiin: 9i» l wl teftuifton» © lh*tt|ettr •§*«*« ^Jj öQd&O Inhalt- Leita rti k e X: Der Friedensvertrag-im rumänischen Parlament. — Graf Burian über die-Judenpunkte des-rumänischen Friedens- Vertrages. — Der - Feldrabbiner und 'die : Heilige Schrift. — Kol-Nidre im Ritus der spanischen Juden. — Kriegsdekorationen jüdischer Offiziere und Soldaten. — Weitere Auszeichnungen. — Oesterreichische Auszeia.üung'für den Grotzrabbiner der Türkei. — Jüdische Familien im Felde. — Belobende Anerkennung. — Heldentod an der Piave. — Hauptmann Dr. Emanuel Gyenes. — . . Die Taufbewegung in Ungarn. — Korrespondenzen: Abg. Dr. von Licht über ote austro-polnifche Lösung. — Versammlung - zur Beratung jüdischer Kultus- und Erziehungsfragen. — Ansänge der Völkerrechts. — Jüdische Preisträger der ungarischen. Akademie .der Wissenschaften. - Bekleidu.ngsaktion für die ungarischen Rabbiner. — Sabbatruhe. im östlichen.Okkupationsgebiet. — Statistisches .. Material über die polnischen . Juden. Fortgeführte jüdische Kapitalien. — Millionenstistung zur Verbreitung der.hebräischen Sprache. — Eire Farm für jüdische Heimkehrer. '— „Jesodoh Hatoroh" in Scheveningen. — Ein Hamsterlagev im — -Tttnsbassin-- —- -Das Jerusalem der Zukunft. — Moh rmmedauische Legende von -Salomos Tod. —: Palästina und die Phrlister. — Wio - sah' der babylonische Turm aus? — V'ermi s ch't es. F eui l l e ton:- Knroline. Pichler und das Judentum. — Sven Hedin über-'den ' Zionismus. — Briefkasten. — Inserat. - ZurgefälligenBeachtung! r Wir ersuchen mtfetre geschätzten Aboxnenten um rechtzeitige Ginsenduug der lanfeudeu Abon nemeutSgebühr, damit die Zusendung de- Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Beträge wolle man sich des in vorliegender Stummer beigelegten Post» erCagscheines bedienen. - Die^ Administration. % Frirdr«sVrrtrag rumamfchen PMamrnt. Die Besorgnis! um das künftige Schicksal der rn- - Manischen Juden vermag aus den Kreisen der . Judenschaft nicht Zn schw inden, Mange das im Bukarester Friedensvertrag vorgesehene Gesetz über die Gleichberechtigung der Juden-durch das rumänische Parlamentnicht in einer Form igeschäffen worden ist, die jede Möglichkeit einer listigen Ausschaltung eines .großen Teiles der rumänischen -Juden vonder .Wohltat der Gleichberechtigung für alte Zeiten ausschließt. Diese Besorgnis wird --noch genährt- undgesteigert "durch den -Umstand,-daß durch die. Angliederung Bessarabiens-wn -Rumäniennun -einige..hunderttausend t Juden mehr der rumänischen - Willkür ausgeliefert-werden.' Welcher Bedrückungen ' diese armen -Menschen, die 'sich nach der Befreiung Bessarabiens vom-russischen -Joch -schon -als freie,-- vollberechtigte- Menschen wLhnten,chich - -unter - dem .- rumänischen Judenhaßzuversehen haben, davon haben - die bessarabischen .Juden, -Me-aus - früheren Berichten bekannt, schon während der' Besetzung' Bessarabiens durch rumänisches MiliÄr manche blutige Kostprobe erhalten. Wir berichten an anderer -stelle über die .Zusicherung des Ministers des Ajeußern Grafen Burian, daß die k. u. k. Regierung chren Einfluß geltend machen werde, daß die rumänische Regierung - bei - Schaffung des Gesetzes eine liberale Auffassung walten-lasse- So wertvoll diese Zusicherung von der. maßgebendsten Stelle unserer auswärtigen Politik auch, ist, hat uns doch die' hartnäckig ungerechte1 Haltung Rumäniens seit der Begründung des Fürstentums und insbesondere seit Errichtung des Königtums in der Judenfrage äußerst skeptisch gemacht, und die bösen Erfahrungen, die wir mit rumänischen Zusagen, mit rumänischen ÄuslegunAen von politischen Begriffen, wie „liberal" u. .dgl., gemacht haben, zwingen uns, in unseren-.Hoffnungen-auf Liberalismus" in rumänischem Sinne sehr Zurückhaltend zu sein. Die Frage wird aberimmer aktueller und ist jetzt, da das rumänische Parlament zur Beratung und Beschlußfassung über den Bukarester Frieden einberufen wurde, in ein akutes Siadium ^getreten. Kammer und Senat sind vor König Ferdinand von Rumänien erschienen, um aus der die Parlamentsberatungen einleitenden Thronrede die Richtlinien Wr ihre gesetzgeberische Tätigkeit Zn empfangen. König Ferdinandhat die - Reformen angedentet, die dürchgesührt werden müssen/ hat auf Neugestaltungen im inneren Leben Rumäniens-hingewiesen, die notwendig. seien, um dem Lande sichere Grundlagen für den Wiederaufbau und eine glückkichere Entwicklung Zu schaffen. Bon verschiedenen Reformen!-hat König Ferdinand gesprochen, die Znm Wöhle desLandes - durchgeführi werden sollen, deren Mangel Rumänien politisch und moralisch so furchtbar heruntergebracht hatten. Ein Füllhorn von Verheißungen für eine glücklichere Gestaltung der Zukunft des Bojarenlandes ergoß die Thronrede auf die Vertreter des irregeleiteten Volkes, aber in diesen Verheißungen war kein Platz für die Zusicherung einer gerechten Lösung der Juden frage, wenn man nicht in (D

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