Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 24 (21.6.1918)
- Date
- 1918-06-21
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 24 ' Dr. Bloch'S nicht vor einem harten Kriegsschicksal. Sein - gesamter Besitz in Paris wurde beschlagnahmt und bis auf >das letzte .Buch verkauft. Nie jedoch kam ein hartes Wort Mer seine Lippen; denn er hatte auch für Frankreich jahrelang gearbeitet und wollte sich selbst nicht Untreu tr-erden. Nie beklagte er sein eigenes Schicksal; nur der allgemeine Jammer nagte an feiner Seele,-deren Lebenskrast plötzlich versagte. Auch in Bern hatte fich Stein Herz viele Freunds gewönnen,- die nun trauernd an seinem!Grabe standen. Fast die gesamte diplomatische Vertretung Oesterreich-Ungarns, an der Spitze der f. u. k. Gesandte Baron M uf. soli n. seine sämtlichen Mitarbeiter. der k. u. k. Militärattache Oberst" Freiherr von Berlepsch Mit den Herren seiner Abteilung, ferner die zahlreichen Beatnten usw. Es war bei aller-Trauer eine unendlich eindrucksvolle Demonstration patriotischer Zusammengehörigkeit im wohltuendsten Sinne ides Wortes. Zahlreiche schweizerische, deutsche und österreichische Journalisten, andere Landsleute und die Gemeindevorstehung Hatten sich eingefunden. In knappen, höchst charakteristischen Worten schilderte Herr Prediger Messing er das Wesen des Verblichenen, dessen Güte mit Treue zum angeborenen Stammte, zu Vater und Familie wetteiferte. Wahrhaft ergreifend wirkte die Darstellung seiner Friedenssehnsucht, siin Wunsch, an der Wiederanknüpfung des Völkerverkehres .bald tätig zu sein, während ihm statt des allgemeinen Friedens Jjtur der Friede des Grabes beschieden war. . Für die deutsche Lollegenschaft und für die Freunde,;bte mit ihm in Paris vzusammen tätig waren, sprach Herr Redakteur Leopold Schlesin ger, Vertreter der „Vossischen Zeitung". Seine tiefempfundenen .Worte griffen uns Herz und -wirkten noch lange nach. Für die österreichischen Kollegen sprach Herr Lothar. v Mit dem Versenken des Toten war die Trauer um Steinherz nicht zu Ende, Beileidsbemeise aus chen höchsten Regierungskreisen Oesterreichs kamen, ebenso von zahlreichen auswärtigen Kollegen und Freunden. Steinherzj röar ein - überaus treuer Jude, und da er es nie versäümt hatte, mm Todestag feiner Eltern in altjüdischer Form ihrer zu gedenken, hat;sich einer seiner österreichischen Freundes ein Rabbipatskandidat. erbötig gemacht, während des ganzen Trauerjahres den Kadifch für ihn zu sagen. Die Kollegen und Freunde wollen auf dem Grabe.Steinherz' einen Gedenkstein errichten. So erfährt denn dieser gütige Mensch noch int Tode viel Liebe, die sein Grab föt .der Fremde schmücken und sein An- ’ denken über den Tag hinaus erhalten -wird. I. St. . MoW MenÄMsohtl Mer PaLM'ma! M jMsch.es Zentrum. » I. S. Fuchs veröffentlichte im „Jewish World" nachstehenden Brief Mendelssohns an „einen Mann von r Stand", ans' welchem hervorgehl, daß der große Phikosoph bereits vor 140 Jahren die Idee sprvp agierte,, lvelche heute die politischen Zionisten vertreten. „Obwohl," so schreibt er, „meine Kenntnisse auf dem' Gebiete der politischen Wissenschaften sehr armselig sind, gestehe, ich mit Vergnügen, daß der Gedanke, Palästina durch das jüdische Volk %u neuem Leben 'zu erwecken, großartig und erhaben ist. Der Urheber und Verbreiter dieses Gedänketts ist ein begeisterter und tapferer Kämpfer. Sein volles. Vertrauen .zu seinem' Ideal Und sein Glauben an'dessen Verwirklichung haben ihm den ' Mut und die Kraft verliehen, den praktischen Teil des PaKstinawerkes zu beginnen. Mer ich 'bin nur ein . Mann der philosophischen mnd nicht der praktischen Arbeit, und es ist Kr mich schwer, mich mit all den großen Schwierigkeiten auseinanderzusetzen. Ich. will indessen ^gestehen, daß ich bei d^r Verwirklichung Her Palästinaidee nicht -äußeren Widerstand, sondern ledig- - lich innere Hemmnisse befürchte, welche von dev ^Eigenart unseres Volkes herrühren. Unser Volk, zufolge der alten Bedrückungen einer unabhängigen Lebenskrast beraubt. Die natürliche- Neigung alter Völker, in ihrem eigenen Lande unabhängig zu leben, fehlt meinen -Brüdern gänzlich. Wir begnügen uns mit unserer intellektuellen Welt und aus Gott 'vertrauend. ertragen wir mit Mut alle Schicksälsschläge, alle Verfolgung und Unterdrückung, ohne etwas zu unserer Befreiung.Zu unternehmen. Ich bin-im' Zweifel, ob unser zerstreutes Volk seine- Einigung wünscht, und ohne Einigung aller Kinder unseres Volkes gibt diese herrliche Idee keine Hoffnung auf Verwirklichung. Jedenfalls ist das Paläftinawerk ein unermeßlich großes, und 0 zu Ende Wochenschrift Sette 38L zu führen, sind.fürstliche Schätze und große Macht erforderlich. Aber unser Volk ist nicht reich genug/ und unsere wenigen Millionäre werden ihre Taschen nicht zum Besten ihres Volkes öffnen. Meiner Meinung nach hat die Idee die besitze Aufsicht AN? Erfolg zu einer Aeit, wenn die großen Mächte im Streite mit einand er liegen und nicht zu einer-Zeit, wtzo Ruhe und Frieden in der politischen Welt herrschen. Ich retourniere Euer Hochwohlgebyren alle mir übersandten Papiere und versichere, daß, ich, die Angelegenheit stets geheim halten werde. Berlin, 26. Juni 1770. Moses Mendelssohn." Kranzablösnngsspendey zugunsten der Chewr- Kadischa in Wien I.. Srirenstrltengaffe 4 für «rmc lrauke Glaube stie »offen Anläßlich des Ablebens' des sei. Otto Weiß: Linna Stesansky 4 r: , - . ■ . Anläßlich des Ablebens der sef. Eugenie Fantk: Arthur Fantl 20 K., „Zur Erinnerung an meinen teueren Cousin" Sofie- Spiegel 50, „Zur Erinnerung ,an 'meine geliebte, unvergeßliche. Gattin" Josef Fantl 50, Saneuel Fantl 10, Rudolf 'Fantl 20. Alerander und Helene Ezinner 20. S. C. Hirschfeld 20, Richard Hirschfew 20. zusammen 210 K. Anläßlich des Ablebens - der sel, Anna Schwarz: „A. B." 20 K. Rosa König. 10. zusammen 30 K. Anläßlich des Ablebens des fel. Ludwig Redlich: Sandor Flaschner 30 K., Rudolf A. Rutz 20, Eöttlieb- Hermann 50. Siam. Kornmehl 30. Alexander Klein 20, Ignatz Fleischer 20. Wii'helmine Werthermer, Znaim 20. zusammen 190 K. Anläßlich des Ablebens der fel. Pankine Schwarz: Ignatz Frankl 40 K. Anläßlich des Ablebens des fel. Moritz Gottkieb: Gmil Taussig 20 K. Julius Taufsig 20, Heinrich Taussig 20, Dr. -Wilhelm Pappenheim 20. Heinrich und Olga Dur 20, Mar Stern 30. Brüder Dub 20. Eorn. Stanislav 20. Emilie v. Militunovic 2. Heinrich und Willi Winternitz. Budapest 25. Hauplmann Dr. Alfreds Eisenstein 30. zusammen 227 K. Anläßlich des Ablebens der seit Berta Herzog: Heinrich Herzog 40 K. Anläßlich des Ablebens des sel. Arthur Wertheimer: Johann Korst 50.K, Alexander Guttmann 10. Heinrich Maer 20. Oskar Kohn 20. zusammen 100 K. Anläßlich des Ablebens des fel. David Herzk: Salomvn Herz! 20 K.. Alois Eruber 10. Bernhard Sturz 10. Regine Herz! 20. Arthur Herzl 20, Karl Herzl'' 20. Julius Herzog 10. Leopold Fuchs 20. S. Schallinger 20, Helüne Lichtblau 20. Simon Kleinberger 10. Gmil- Wessely 20. zusammen 200 K. Anläßlich des Ablebens der sel. Eleonore Pick:'Dr. Leopold und Dr. Rudolf Silberstein. «TeMen 50 K-> Dr. Fritz und Marianne Silberstein 50. Prof. Dr. Friedrich Pineles 50, Siegfried Löwenbrch 50 zusamEn 200 K. Anläßlich des Ablebens des fel. Moritz Hamburger: Dr. Ludwig'Hamburger 30 K., Dr. Albert'Engel 40, käis. Rat Otto Deck 50, Dr. Karl Hamburger 30, Ing. Robert Feilendorf > 20. zusam-men 170 K. Anläßlich des Ablebens des sek. Sigmund Friedmann: Karl Friedmann 20. Dr. Deskder Friedmann 50, Adolf Beck p0, Ing. Simon Monaih 40. Ludwig Friedmann 50, Fanny und Alois Tausch 50. zusammen 260 K. Anläßlich des Ablebens des fel. Arnold Stepper: -Else Stepper 10 K.. Gilstav Husser 20. Dr. Hugo Husser 20. Therese Hochwälder 10. Gisela Tuchfeld 10, L. Schisfres;10, N. Stepper 10. M. Glasner 10, Ignaz Pollak 10, Josef Thieben 10. Rudolf Neufeld 20. Fraitz- FleA 10, Heinrich Hahn 20, zusammen 170 K. Anläßlich des Ablebens des sel. Dr. Wilhelm Pincherfe: ’ Julius Eckstein 100 K. ■ ■ ' ' Anläßlich des Ablebens des sel. Philipp Blau: Moriz Lampl 20 K., Salvmon Grünhut 20. zusammen 40 K. Anläßlich des Ablebens des sel. Eduard Aron Spiegl: Ignaz Pick 10 K., Fanny Becker 10, zusammien £0 K. Anläßlich des Ablebens der fel. Regrne Müller: Familie Gabriel Bader 50 K.. Helene Löw 10. Rudolf Poklak 30. Clementirw Deutsch 10, Dr. Isidor Müller und Frau -Ernestine Schleißner 40. zusammen 140 K. ' ' Anläßlich des Ablebens der sel. Betti Weinreb r I. Treuchiner 10 K.. Edmund Weiß 10. Simon Singer. Bjelovar 10, Dr. I. H. Tauber 10, Amalie Rosenberg. Bjelovar 20. zusammen 60 K> ... - . - '