Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 23 (14.6.1918)
- Date
- 1918-06-14
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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*r. 23 i Dr. Bloch'S lich befreit ist, welchermilitärischen Funktion Mer im jüdischen Staate'der Feldrabbiner oblag, die er auch ganz militärisch! flüsübte. - .So. kommen wir also zum drittenmal zum^ selben Satze zurück, dessen letzte Worte lauten: ' r)Th2£3py .TPa.ritfYirin „Und die Trompeten zum Lärm blasen (hätte der .Priester) in..seiner Hand." Kn bezug auf diese Trompeten, auf dieses! LärmVlasen, schweigen zwar hier sämtliche,Kommentare und wir erfahren von ihnen nichts Näheres. Daß hier aber die oben erwähnte militärische Funktion des Priesters! gemeint ist — der auch verpflichtet war, mit den Trompeten zu blasen, als Zeichen zur Einberufung der Gemeinde und zum Aufbruch Lagers — werden, wir bald! erfahren und uns davon überzeugen. . Im 4. Buche Moses, Kap. 10, S. 1, 2, 3, 4, 5, 6, .7 jinb 8, lesen wir: „Und der Ewige sprach zu Moses wie folgt: Mache dir zwei silberne Trompeten, getriebener Arbeit (auD einem Stück gehämmert), sollst du. sie machen, und diese sollen dir dienen beim Zusammenrufen der Gemeinde und beim Aufbruch! des Lagers. Wenn in dieselben gestoßen wird, so versammle sich zu dir die ganze Gemeinde vor dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft, lUnd wenn man in eine stößt, so versamüreln sich zu dir die Fürsten, die Häupter der Tausende (der Heereshaufen) Israels. Und wenn ihr Lärm blaset, so brechen die Lager auf, die gegen Osten lagern. Und blaset ihr Lärm zum zweitenmal, so brechen/ die Lagerabteilungen auf, welche gegen Südenliegen; Lärm blasen sollen sie allzeit bei ihrem Weiterreisen.. Wenn aber eine Versammlung. eineberufen werden soll, so wird nur in einem Tone fort, aber nicht Lärmgeblasen. Und die Söhne Aarons, di e Priester, fallen in die Trompeten stoßen und sie-sollen euch Kur ewigenSatzung sein.bei euren Nachkommen."! N Aus all dielen Sätzen, wie auch aus anderen, zu welchen wir noch zurückkommen werden, ist zu entnehmen, dgß hier die Funktion des Priesters nicht nur militärischen, sondern sogar strategischen Charakters war, da das „Zusammenrufen", di. die heutige „Ein- V e r u f u n g", der „A u fb r uch", d. i. die heutige „E i nrückun g" oder vielmehr die h eutige „M a r s ch forma tion" ins Feld, eben nur nach der Art des BlaseNs der Priester sich! richtete, das heißt, ob die Priester in eine Trompete oder in beide Trompeten stießen, ob die Priester zum erstenmal oder zum zweitenmal Lärm bliesen. Noch mehr: die Priester bliesen sogar Signale zum Angriffe, d. i. zum „Feuer". So erfahren wir lveiter" fm 4. Buche Moses, Kap. 10, S. 9, wie auch von anderen Stellen, zu welchen wir zurückkommen werden: „Und so ihr in den Krieg ziehet in' eurem Lande wider den Dränger, der euch bedrängt, sollt ihr (Priester) Lärm blasen mit den Trompeten und ihr werdet bedacht werden vo r d em Ewigen, eurem Gotte, und es wird euch geholfen werden vom euren Feinden."?). Nun gelangen wir zur. eigentlichen Betrachtung unseres Gegenstandes!, nämlich zu. den drei Teilen über den s) Belege zu a, b und c. Siehe vor allem zum heutigen Satze di. IV. B. M. K. 31. S. 6, was der Talmud sagt, .nämlich' H ♦rranba ma>a rrr: arma b) rnrn^t jm rrr tantprr^at ^.taap c) *nnöta>rr t*?K irrsrnnrr .nnnm (@ota, 43, a>; ferner zu a) b) c): NNLIV TT$2&- W rrjnaft (Josua VI,'4; 6. 8, 9, 12, 13 und 16) typjT tfirpm jmh Endlich zu a) c) (2 Chr. XNI, 12) nrntcrn t^rrat .22^^ Außerdem siehe auch: Maccab. IX, 13; XVI, 8. Wochenschrift Feldrabbiner, und zwar 1. über die Stellung und Persönlichkeit, resp. über -die Autorität und Würde desselben, 2. über sein theologisches Wisset^und 3. über dessen offiziellen Vertreter, d. i. über den ^rubsidiarseelsorger. 1. Teil: Die Stellung und Persönlichkeit, resp. die Autorität und die Würde des Feldrabbiners. Wir haben bereits! auf die Hauptfunktionen des Feldrabbiners hingewiesen, nämlich, in religiöser und moralischer ^Beziehung he) demTruppen zu wirken, wie Ler berühmte Exeget und, Religionsphilosoph Ramb a n ganz richtig hervorhebt: „Und der Priester, der Diener Gottes, hat (die Truppen) zu mahnen und zu erinnern an die Furcht Gottes und an das Vertrauen zu Gott; die Vorsteher aber, die Beamten, die Schoterim — von welchen weiter die Rede ist — sollen in weltlichen Angelegenheiten reden." (Siehe 5. Buch Moses, Kap. 20, S. 4, Ramban.)^) Auch bezüglich der Wahl und der Nominierung des Feldrabbiners haben wir im oben erwähnten Aufsätze schon ausgeführt, und zwar, daß nicht jeder Priester, sondern eben nur der dazu und zu diesem Zwecke auserwahlte und..bestimmte Priester, d. i. dieser „Gesalbte des Krieges", vor das Volk, vor die Truppen Aevor dieselben ins Feld gehen) trete und spreche, daß, nur dieser Priester das Recht hatte, die Funktion zu übernehmen, der eben mit dieser Mission betraut wurde. (Siehe Talmud Sota 42 a.)5) Es bleibt jetzt nur diese Frage, nämlich: Welchen Rang hatte zu jener Zeit diestr "narfra Nwa,„ dieser alte Feldrabbiner? Welche Stellung nahm er 1. im Felde, 2. im "2Hpa,„ im Heiligtum, d. i. bei seinen priesterlichen Funktionen, und. 3. im bürgerlichen Volksleben ein? Hatte er im Felde, im Heiligtum und im bürgerlichen Volksleben den Rang, die Stellung eines "BVin sN2„ eines gemeinen Priesters oder eines "Vm jN2„, eines Hohenpriesters? Es ist nämlich im Talmud eine Kflinba, eine Meinungsverschiedenheit, bezüglich! des alten "narfta Nwa«, d. i bezüglich seiner Stellung und seines Ranges, nämlich: Welche Dienstgewänder soll er bei seinen priesterlichen Funktionen anlegen? Die des gemeinen oder. die des Hohenpriesters? Wir kommen noch zur Beantwortung dieser Frage zurück. Denn um diese Frage zu beantworten, müssen wir vor allem — aber nur in Kürze, um den Rahmen unserer Betrachtung nicht zu überschreiten — den Unterschied zwischen dem gemeinen und dem Hohenpriester erfahren. Dieser Unterschied ist in dreifacher Beziehung vorhanden, und zwar: 1. in subjektiver Beziehung, 2. in Beziehung auf die Funktionen, 3. in Beziehung auf die Priesterkleider, resp. auf die Amtstracht. 1. Die wichtigsten Unterschiede in subjektiver Beziehung sind folgende: - a) Die Priesterehe. Der ..gemeine Priester durfte keine.Geschiedene heiraten, wohl aber eine Witwe. Dagegen durfte der Hohepriester auch keine Witwe, sondern nur eine Jungfrau nehmen. 4) mama dt.-tp ü&rt m natyrr tftrrar pan mm ♦amyaa^ imia mm anaiavr Satf .ayaan •5) trat irr.narr^a rma [.na rrr: pan amt?],sv mtaaa nmta? na- .nnamrr mm bun »mrae^ps am'nam na mtan aran 2tm pa rra^t mtaaa pa? Kirr rn'rrt rai by. mtaa am pa vrn by mtaa - .»narr^a rmre* pa rrr