Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 22 (7.6.1918)
- Date
- 1918-06-07
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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D 22 Tr' t'lorf}’-? Seil« 347 Bie.ii.ft.9ck, J.M. (s,amtlich zum zweit e m in a 1); Z sührer Bela Schön, J.-R., Gefreiter Chaim Man dl, Infanteristen Moses Zei sch l, Markus H o r o w itz, Leib Kümmel- J.-iR., Fähnrich d. R Bernhard Szlag 0 w § ki, Zugsführer Samuel B e r n s e l b, Korporal -Leiser Sch -ächte r, Gest e ite r I ree 2 ipe G old w a g, Infanteristen Jsak Lein w and, Hersch Dan kn e r, Schaje S o b.e l, Salomon Vogel, recte Zum bl e r, Wolf Judenberg, recte Henig, Israel Lipschütz, Ignaz Goldner, J.-R., Infanterist Jakob L eb, J.-R., Infanterist Alexander Ko hn, J.-R., Sanit>ätsfähnrich d. R. Ernst Goldberg, J.-R., Korporal Andor Adle r, Feldart.-Reg., Infanterist Joses Reich, J.-R., Korporal Israel Strauszmann, Infanterist Josef Weisz, J:-R., Tit.-Gefreit er Moritz Ganz, J.-R., Feuerwerker Hermann G l a s e r, Feldart.-Rea., Tit.-Korporal Emil L io n, J.-R., Korporal Karl G o l d m a n n, Fcst.-Art.- Reg, Infanterist Josef Abraham, J.-R., Fähririch d. R. Robert Stern, Feldart.-Reg., Infanterist Max S t e r.n, J.-R., Sanitätsfähnrich Israel Fros ch, Fähnrich Dr. David En gl er, Kadettaspirant Chaim K e ßl e r, Zugsführer Max' L e i ch n e r, Infanterist Leonhard Lö w i, Inf. Luser P f e ff e r ba um, J.-R., Fähnrich .d. R. Isidor Z w e r g e l, J.-R.,. Korporal Elias S i egal, Feldart.-Reg^, Fähnrich Alexander B uchte r, J.-R., Korporal Josef B r au n, J.-R., Fähnrich Hermann Adl er, J.-R„.Rechnnnasuntetoffizier Joses Gold, J.-R.,Fähn' rich Isidor Kahn, J.-R., Korporal Mexander Stern, Schützenreg., Infanterist Abraham T h a l e r, Ldst.-Bez.- Kdo:, Gefreiter Moses Wolken stein, Ldst.-Kdo. s Vorstehend sind verzeichnet : 18 bronzene Signum laudis, 23 goldene Verdienstkreuze mit der Krone, 11 Auszeichnungen: hievon 52 an Offiziere und Kadetten, M an . Militärärzte und Miitärbeamte, 51 an Mann-' schaftspersonen. Weitere Auszeichnungen. Marine- Stabsarzt Dr.. Siegfried Schneider wurde in Anerkennung vorzüglicher und anfoyferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinds, mit dem Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens mit der Kriegsdekoratiön ausgezeichnet. Auw fünften Wake ausgezeichnet. Hauprmann des Infanterieregiments Sigismund Bo de k,seit Kriegsbeginn im Felde fiepend, und zwar zunächst an der serbischen, dann an der Karvachen- und wolhynischen,- .zuletzt an der italienischen Front, wurde, im Laufe dieser Zeit.mit dem. bronzenen Signum laudis mit den- Schwertern, mit dem silbernen Signum laudis, dem. deutschen Eisernen. Kreuz 2. Klasse dekoriert,'außerdem wurde chm die belobende Anerkennung des, Armee-Oberkommandos ausgestwochen. Nunmehr wurde Hauvtmann Bodek. neuerdings durch Verleihung des Ritterkreuzes des- Franz Josef-Ordens mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Krterner Kronen-Hrden. Der' Kaiser -hat. dem Oberst des Geniestabes Einil Stett n e r in -Anerkennung erfolgreichen Verhaltens vor dem Feinde den L)rden der Eisernen Krone ß. Klasse mit der-Kriegsdekoratron und den Schwertern verliehen- Aentsche Auszeichnung. Das Eiserne Kreuz 1. Klaffe wurde verliehen: dem Offiziersstellvertreter ftud. mcd.' Ludwig Neumann aus Breslau; Oberstabsarzt Dr. D.oeblin aus Büdingen: Vizeseldwebet Walter E malt ael aus Köln a. Rh.; Leutnant und Komvagniesührer Fritz Arndt aus D aber in Pommern: Leutnant Max Vogel, Inhaber der Firma M. Vogel in Frankfurt a. M.; Artillerieleutnant Otto R o s e n b e r g aus Fürth; Fliegerleutnant Jakob Wolfs aus Hamburg;. Offiziersstellvertreter Otto David aus Osnabrück: Gefreiter Max Fraenkel, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, aus Posen: Offiziersstellvertreter Fritz Scherbel aus Lissa in Posen. . Das Eiserne Kreuz 2. Klaffe dem-Ldst.-Oberleutnant Isidor Weich herz, Transportleitung. Are Wede des preußischen Abgeardnelen Iurntehrer Kerns im Schützengraben. Zur antisemitischen Hetzrede, welche der Abgeord- »ere H eins jüngst im preußischen Abgeordnetenhause hielt, schreibt ein reichsdentscher jüdischer Feldgrauer: „Im Schützengraben las ich soeben die Rede, die der deutschvülkische Wgeordnere Heins im Abgeordnetenhause gehalten hat." . „Wenn man doch hier draußen darüber nachdenkt, da faßt mich tiefste Empörung, daß es überhaupt noch Männer im Deutschen Reiche gibt, die so denken und reden," so schreibt man aus dem Felde der „Alta. M d, I." ,, . „Das also soll uns zu Hause ertvarten, nachdem wir bald vier Jahre vor dem Feinde unsere Pflicht getan und in nichts unseren christlichen Kameraden irachgestan den haben! Das wäre der Dank? — Wo sollen wir, wenn wir solche Dinge lesen, noch die innere Kraft hernehmen, weiter in vollem Maße wie bisher unsere Pflicht zu tun, wenn man uns nachher entrechten will? Gewiß, es ist nur einer, der so redet! — Aber was kann so eine Rede nicht für eine Verwirrung in urteilslosen Köpfen anrichten? Die niedrigsten Instinkte werden, entfesselt und der Haß geweckt, jbo doch nach christlichem Glauben Liebe gesät werden "sollte! — . In guter Kameradschaft leben wir hier draußen miteinander und ertragen zusammen alle die unendlichen Strapazen der Offensive und des Schützengrabentebens. Zusammen ertragene 'Gefahren ketten, zusammen. Kommt aber einmal der Friede, so envarret die einen, nach der Rede des Herrn Heins, Ruhm und Ehre, die anderen aber sollen zu Heloten eibnieilrigl werden! Denn wir sind ja nur „Juden". Es ist nicht unsere Art, von denr zu reden, was wir geleistet hüben, denn wir haben nur unsere selbstverständliche Pflicht getan! Und haben wir es trotzdem nicht tausendmal erfahren müssen, daß trotz, alter staats- Mrgerlichen Gleichheit für'uns es eben doch viel schwerer ist, unsere Gleichberechtigung durchzusetzen bei gleichen Pflichten. Noch ist nicht Zeit, darüber zu reden! Wer dünn wird reden können, der wird es trm. Tausenden aber hat die Kugel des! Feindes den Btund verschlossen. Noch im Grabe aber raubt ihnen der' Abgeordnete Heins die Ehre, wären sie nicht über derartiges erhaben und ihm entrückt! Mögen diese Herren ruhig arbeiten an einer neuen Entfesselung des 'Antisemitismus! Wir Wunen es ruhig, abwarten in dem Gefühl der Sicherheit, das das Bewußtsein erWlkter Pflicht gibt. Dem Herrn Mgeordneten s CD SL o s M CD tSk cat m m M ck-H» er CD CÖ*’ o