Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 21 (31.5.1918)
- Date
- 1918-05-31
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3020846-3022300-3022322--26907-3052293- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Hi. 21' . T.r. Vtoch's Wochenschrift " S«Ue32S sprachvergleichelrde Studien - in den Geist der ihn beschäftigenden Sprache einzudringen suchte, um dadurch auch den wahren Inhalt des Gelesenen zu erfassen, das zeigen die zufällig uns aufbewahrten Aeußerungen von ihm über, die Eigenart des Hebräischen. So meint er: „Die hebräische Sprache hat ihre eigne, sie von der griechischen/ lateinischen und deutschen unterscheidende Farbe, sie. ist die allerbeste und reichste in, Worten," insofern sie nicht wie jene .„bettelt". Jene anderen haben für nranches nicht ein eignes Wort. Sie muss en häufig /ettvas aus anderen Worten entlehnen und daraus ein neues Zusammenstellen. Im Deutschen haben wir ettvg das Wort, „kaufen". Dieses fügen wir dann mit anderen Bestandteilen zusammen und reden von „entlaufen, verlaufen, umlaufen, belaufen, zulaufen, ablaufen, weg lausen, einlaufen" usw. Dafür hat die hebräische Spräche keine zusammengesetzt en Wörter, sondern „spricht ein jedes Ding mit seinem eignen, besonderen. Wort aus". Ebenso gebrauchen wir Deutschen ein Wort, in sehr verschiedener Bedeutung. So können wir mit „Herz", „ein Stücklein unseres Leibes" meinen. Wir reden aber auch, davon, jemand habe, kein Herz, und wir wollen ihn damit als „kleinmütig und verzagt" bezeichnen. Wir gebrauchen auch die Wendung : „Das Herz sagt es mir", oder: „Sein Herz brennt ihm", welch letzteres besagen will- „erl ist zornig". „Da - hat der Hebräer in einem jeglichen sein sonderlich und eigentlich Wort.". Andrerseits hebt Luther hervor, daß diese Sprache nicht viel- Worte macht,. sondern „einfältig" ist, zugleich aber „majestätisch und herrlich, schlicht und wenig von Worten,. aber da viel hinter ist", während die griechische Sprache „wohl freundlich und holdselig" ist, aber sich mir „guten und lieblichen Worten" begnügt. Oder, er beachtet, wie. reich die hebräische Sprache anMlbWsen Wsdrücken äst. „Unglück leiden" nennt sie „trinken". „Strafen peinigen, martern und allerlei Plage aürutt" nennt sie „einschenken oder zu trinken geben". Daher , der häufig gebrauchte Ausdruck „der Kelch des Herrn", womit „die Strafe, die er einem jeglichen einschenkt oder zuteilt", gemeint ist. Ebenso redet sie von „Trunkenheit", wenn jemand, sei es . vor Freude, sei es durch Leid, ganz außer sich gerät. Infolge solcher Erfassung der besonderen Art des Hebräischen kann Lurhel dann auch b'enrerken, wie viele hebräische Wendungen in die neutestamentlichen Schriften eingedrungen. sind, und Ver wem sich dies mtt Meisten zeigt, nach seiner Meinung in den Evangelien des Matthäus und Lukas und in den Petrus-Briefen. - Die hienach naheliegende Annahme, es seien die hebräischen Kenntnisse, die Luther sich mit der Zeit erworben, keineswegs gering anzüschlagen, findet vollauf Bestätigung durch die erst vor kurzem wiederausgefundenen Protokolle über die zwischen ihm und Jemen Freunden gepflogenen Verhandlungen zur?Verbesserung seiner Bibelübersetzung. Die bei dieser Gelegenheit von ihm gemachten sprachlichen Bemerkungen lehren uns, daß er weit Mehr ,in Form und Geist der hebräischen Sprache eingedrungen ist, als man. ihm in der Regel zugetraut hat. . ' " Ariegsdekorationen jüdischer Hsfiziere und Soldaten. Seine Majestät der Kaiser Hab verliehen: den Orden der Eisernen Krone 3. Klasse mit der Kriegsdekoration und den Schwertern in Anerkerrnung tapferen und erfolgreichen Verhaltens vor dem Feinde dem Oberleutnant d. R. Oskar G r ü n b a u m, J.-R.;? - . . das Ritterkreuz des Franz Ios ef-O rd eus mit den Schwertern in Anerkennung tapferen und auf-. opferungsvollen Verhaltens vor dem Feinde dem Oberarzt d. R. Dr. Franz Deutsch, J.-R., dem Ldst- Oberarzt Dr. Max Adler, Armeekdo.: . das Ritterkreuz d es Franz Iöf e f-O r de ns mir der Kriegsdekoration in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde dem Regimenisarzt Dr. Maximilian Strastbepg, J.-R., dem Oberleutnant d. R. Paul Eisenschimmel, J.-R., den Oberärzten d. R. Dr. Emmerich Wiener, Fest.-Art.-Reg., Dr. Adolf R o s e n f e l d, Ulanenreg., dem Hauptmann Moritz Bermann, Kmdt. einer Baukompagnie, dem Ldst.-Oberleuinant Simon Mannaberg, Ldstkdo., dem Landstnrmarzi Dr. Artur Ruff, Epidemiespital; - das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit den Schwertern für tapferes Verhalten vor dem Feinde dem Leutnant d. R. Desiderius Roth, Geb- Art.-Reg., dem vor dem Feinde gefallenen Leutnant d. R. Dr. jur. Rudolf Reichenfeld, J.-R., den Oberleutnants d. R. Bronisläus R a pp a v o r t, Feldart.- Reg, Llrmand Strausz, Feldart.-Reg., dem Leutnant b. R. Ernst Rose n r ha l, Feldart.-Reg., dem seiner Verwundung erlegenen Leutnant d. R. Paul 'Erde l y i, Feldart.-Reg., dem Leutnant d. R. Dr. Emil W e i st, Feldart.-Reg.: # anbefohlen, daß zum Zweitenmal die neuerliche Allerhöchste belobende Anerkennung belannigeaeben iverde den Oberleutnants d. R. Erwin Hecht, Husarenreg., Alfred Popper, Trainbat., dem Hauptmann a. D. Rudolf Adler, Mili ärverwaltung, dem Ldst.-Oberleutnant Emil Berger, ung. Ldstreg., dem Oberleutnant d. R. Dr. jur. Oskar Beer, Feldart.-Reg., den Oberlenmants d. R. Ernst Weist, recte Kohn, J.-R., Rudolf D e n t fch, Trainbat., Oswald David; Korvskdo.; verliehen: das silberne Signum laudis bei gleichzeitiger Verleihung der Schwerter dem Rittmeister d. R. Ernst S ch i f fm a n n, Trambat., den Oberleutnants d. R. Desiderips Neumann, J.-R., Dr. jur. Gustav Arzt, Trainbat., den Leutnants d. R. Dr. jur. Bernat Klein, J.-R., dem Oberleutnant d. R. Karl Stern, Geniedirektion, dem Sanitätstentnant d. R. Birgit R u n - b i n i, bosü. J.-R., den Leutnants d. R. Hermann R o t h, J.-R., Jawb Meth, Geb--Art.-Reg., den Oberteutrrants d. R. Samuel Stern, J.-R., Emanuet Schreiber- J.-R., Gustav Kaud erch Feldart.-Reg., Dr. jur. Bruno Hoppen, Autotruppe, dem Ldst.-Oberleutnant Tr. Maximilian S z ab o (Sternberg), ung. Ldwreg., dem Assistenzarzt d. R. Dr. Josef Steiner, J.-R., den Oberleutnants d. R. Alexander Abraham, J--R., Friedrich Adler, Feldart.-Reg., Paul Löwy, Fest.-2lrt.-Reg., Rudolf Tausfia, Telegr.-Reg., dem Sanitätstentnant leutnant d. R. Simon S chm e t t e r k i n g, J.-R., dem Leutnant d. R. Wilhelm Ripp eh Feldart.-Reg., dem Oberarzt d. R. Dr. Jakob Scharf, Sanitätskolomte, dem. Assistenzarzt d. R. Dr. Hugo Mandl, J.-R.: das silberne S ignum laudis mit der Kriegs dekoration dein Rittin eister Emil Trebitsch, Kps.- Trainkdo, dem Stabsarzt Dr. Adolf B r e u ä.r, Husarenregiment, dein Oberleutnant i. R. Ztlfred Po pp er, Feldartillerieregiment, dem Ädst.-Hauptmann Oskar Kisch, Ei.-Kreiskdo., dem Ldst^-Ri?tmelfter Alexander Deut sch, Quartiermeisterabt., dem Oberstabsarzt 2. Kt. Dr. Richard E i s e n s ch i m m e l, FkldfpstaK dem Rittmeister Max H erzl, Rayonskdo., dem Oberarzt i. Ev- Dr. Ferdinand Rosenth-al, Rekonvaleszentenherm; das bronzene Signum laudis bei gleickpzernger Verleihuiig der Schwerter für tapferes Verhalten