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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-05-24 · 20 (24.5.1918) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
20 (24.5.1918)
Date
1918-05-24
Page
– (sequence 16)
Language
German
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SeUe.321 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 20 Die- NikoMürger Gemeinde wollte, entgegen. den: jüdischen Verbote des' Exhunnerens, dennoch den Landesrabbiner, nuf dem Nikolsbuvger Beihhuslom ruhend, besitzen. und reklcmnerte des! öfteren trotz des^ entgegenstehenden Gebotes'. Weder der Prager noch der Preßbnrger 9iabbiner erteilten die Bewilligmrg, die Ruhe Mordechai Benets Zu stören und die Leiche zu exhumieren. Nach-vielen Monaten ist der Preßhurger Rabbiner eines Tages, nach ermüdendem Studium' beim TalMud sitzend, in einen festen Schlaf versunken. Im Traume erschien ihm Reb' Mordechai'Benet, welcher sagte: „Meine Zeit, während welcher bestimmt war, daß ich in Lichtenstadt ruhe, ist verstrichen; sendet nach! Nikolsdurg eiligst Sendboten mit dem Auftrag, mich zu exhumieren und nach! Nikolsburg zu bringen. Es war in Gottes Rat bestimmt, daß ichi in der Nähe Meiner gewesenen Braut, der. ichl willkürlich den Schijduch rückgängig gemacht habe, die dann ebenfalls als Kurgast in Karlsbad verschied und in Lichtenstadt zur Beerdigung gelangte, ebensoviel Mongte ruhen mußte, als unsere Verlobungs^eit währte." Dies war eine Bestimmung übers Grab. ^,,Die Füße des' Menschen bürgen .für ihn, wohin sie beordert werden, dahin'bringen sie ihn." (Sucea 55.) Rabbi Akiba lehrt: „Ajlles ist von 'Gott im voraus^ geschaut, aber die Frecheit wird gelassen, die Welt wird in Güte gerichtet, alles nach der Menge der Taten." (Aboth.) Die Freiheit tritt nicht in Widerspruch mit dem BestimMUngs^lauben. - Einen wohltätigen Einfluß hatte die Bestimmung auf uns in den herben und trGen Tagen der Verfolgungen. . - Kteratur. Egon Freiherr mm Kap Herr: Die große Bestie. Geschichten von Menschen und Tieren. — Verlag von Egon Fleische! u. Co., Berlin W. Preis 3 M. Die neuen Novellen, die Kapherr unter dem Titel „Dis „Die große Bestie" vereinigt, spiegeln in ihrer Gesamtheit das beste dessen wider, was' der Verfasser uns in seinen früheren Weiten gab. „Geschichten von Menschen und Tieren" sind es1, doch \bie „große Bestie" ist — der Kosak, dessen traurigen Ruhm der Weltkrieg bestätigt Hot. Hier ist es das friedliche Wild der Urwälder, Reh, Elch und Renn, das' seinen grausamen Instinkten zum Opfer fällt. Doch über diese Bedeutung hinaus scheint ^der Titel auf den Riesenbären Rußland hinzuweisen. Was wissen wir in Wahrheit von diesem gewaltigen Organismus, der eben jetzt neben der Kriegsnot von den größten inneren UmwälMngen durchrüttelt wird? Um' so lieber vertr-aut man sich solch einem Führer wie Kapherr an, der' das Land unserer östlichen Nachbarn jahrelang durchquert hat und mit wohltuender Objektivität, doch voll Lebendigkeit, dichterischem Feingefühl und dramatischer Kraft von dem.Geschauten und Erlebten zu berichten weiß. Hickt's? ^Jüdischer Volkskalender 1917/18 (Kriegskalender). Preis, LUMSÜ, Jüdischer Buch- und Kunstverlag, 'Mar Hickl, Wien, 8. Bezirk, Lerchengasse 6 a; Brünn, Adlergasse 9. Aus dem Inhalte: Mar Brod: In der Fabrik. — El, Benedikt: Aus der weiblichen Fürsorge. — Joses Ben: Kriegswaisen.— Dr. Karl Cohn: Judentum' und Freiheit, — Dr. Feuchtwang: Unsere israelitische Militärseelsorge. — Dr. I. Günzig: Die Philosophie des Rabbe Beer Mezerrtsch. — I.. S. Jmber: Frühling 1915. — Eisig König: Kriegspassah. — Prof. Dr. A. Kurrein: Rabbi Israel, Bael Schen. — Dr. E. Müller: Prophetemovrte. — Regine Neußer: Fanne von OrNstekn. — Dr. Rotblum: Großvaters Tod. — Meilech Ravi 1 fch: Aufotmen. — M. Reifer: Pravozitelstvo. — Fabius Schach: Weltschmerz (Jüdische Kriegsaphorismen). — Lorenz S,ch erlag: Der Tod geht um. — M. Sch er la g: Die Wolken. — Grete Wolf S ch m al: Militärzug an der Grenze. — Dr. Heinrich Sch reiber: Die Kultussteuer und der > Krieg. — Verein zur Errichtung von Volksküchen nach israelitischem Ritus. — Verein Kurfirsorge im Kriege. — Ehrentafel für Gefallene. Tie neue Dichtung. Ein- Almanach. Kurt Wolfs, Leipzig. Geb M. 1.50. . - Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Jo Das neue Geschichtenbuch. Ein AlManach. Kurt Wolfs, Leipzig. Geb. M. 1.50. Unter den Meisten! der neuen Dichtung finden wir Heinrich Mann, Walter Hasenclever, Franz Kafka u. a. vertreten. , Das Geschichtenbuch e nthält Werke von A. Ztoeig, Heinrich Mann, Mal. > Brool, Gust. Meyrink. Diese Namen allein verbürgen für den gediegenen Inhalt. _ „ v , „Unser Kaiserpaar." Donaulandbücherei, Band 1, Verlag Roller u. Co., Wien. 1 , , " Das geschmackvoll ausgestattete Büchlein erzählt uns außer der Biographie unseres erlauchten Herrscherpaares ausführlich den Siegeszug der „Heeresgruppe Erzherzog Karl" in Italien und Rumänien und von der bekannten Betätigung unserer Kaiserin auf sozialem Gebiete. Mit seinen zahlreichen Illustrationen -bildet es den Schmück Hier jeden Bibliothek, „Kriegszcitung der Festung Borkum." Herausgegeben von Carl Lange. Berlin bei R. v. Dechers ^Verlag. ,1917. Dr. S. Bernstein: Die Judenpolitik der rumänischen Regierung. Herausgegeben vom Kopenhagener Bureau der Zionistischen Organisation (deutsch, englisch und französisch^ Kopenhagen, Martins Truelsens Bogtrykkeri, 1918. . Oertel: Vom Jsonzo zur Piave. Verlag Franckh, Stuttgart, geh. M. 1.25. .! Floernke: Forscherfahrt in Feindesland. Verlag Franckh-, Stuttgart, geb. M. 1.25. Briefkasten R. Anonym gemeldete Auszeichnungen können ,wir nicht' bringen.! ' JfriaeMWe Kultuslgemeinde Wien. Z. 1270 ex 1918. Wien Mai 1918. Kundmachung. betreffend die Konfirmation der Mäd>chen in den Gemeind«- tempeln. Die diesjährige Konfirmation findet statt: 1. Bezirk: Stadttempel, -Seitenstettengasse 4: Sonntag den 2. Juni 1918 um 10 Uhr vormittags'; 2. Bezirk: Türkischer Tempel, Zirkusgasse 22: Donnerstag den 30. Mai 1918 um 10 Uhr vormittags^ 15. Bezirk (Fünfh-aus): Turnergasse 22: Sonntag den 2. Juni 1918 um 10 Uhr vormittags; -16. Bezirk (Ottakring): Hubergasse 8: Donnerstag den 30. Mai 1918 um 9 Uhr v'ormittags; 18. Bezirk (Währing): Schopenhauerstraße 39: Sonntag den 2. Juni um 12 Uhr mittags; 21. Bezirk (Floridsdorf): Holzmeistergasse 12: Sonntag den 2. Juni 1916 um 10 Uhr vormittags. , Der Eintritt in den Stadt- und Türkischen 'Tempel kann wegen Raummangels nur gegen Abgabe der Eintrittskarte gestattet werden. Die Plätze für die Verwandtes der Konsirmandinneu bleiben nur bis %io Uhr vormittags reserviert. , i Der Vorstand. Benedikt Karpkusl-Stiftung für GeweMschMer. Anzahl der Plätze: Zwei iM Betrage von je 70 Kronen. Bewerbungsberechtigt find: Israelitische junge Leute, welche die Gewerbeschule mit vorzüglichem Erfolge besucht haben. Verlcihungstag: 20. Juli 1918. [ Gesuchsbrilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, letztes Studienzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1918. EinreWtelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll): Wien, 1. Mai 1918. Der' Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen' zu verwendet, welche in der Einreichstelle (1. Bezirk, Seitenstettengasse 4,- 2.. Stock) unentgeltlich zu haben sind; diese Formulare enthaltchr auch nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. k>ii israel. kräftiger Junge Äa.äts t Felde gefallen ist, wird bevorzugt, als Kutscher zu einem Pferde gesucht. Vorkenntnisse nicht erforderlich. Lohn und freie Station nach Uebereinkommen. Adresse in der Expedition des Blattes, E. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn. Wien..V11

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