Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 20 (24.5.1918)
- Date
- 1918-05-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seile 316 Dr. WoH'S belobende Anerkennung des -Armee- Ob e r k o m m et n b o s: Oberlenmant d. R. Abrahiam Kupfer mann, J.-R., Milimrtierarzt Jakob Szanto, Jnf.-Brig.-Kdo., Öberlentrrant d. R. Samuel Grün--- stein, J.-R. Vorstehend sind verzeichnet: 4 Ritterkreuze des Franz Josef-Ordens^ 7 Militärverdienstkreuze 3. Kl., 23 silberne Signum laudis, 31 /bronzene Sijgnunr laudis, 25 goldene Verdienstkreuze mit der Krone, 15 goldene Veroienstkreuze, 10 sMerne Verdienstkreuze mit der Krone, 2 silberne Verdienstkreuze, 10 silberne Tavserkeirsmedailten 1. Kl., 50 silberne TavferkeitÄnedaillen 2. Kl., 3 belobende Anerkennungen, zusammen 180 Aus^- zeichnungen; hievon 75 an Offiziere des Soldatenstandes- 39 an Aerzte und Militärbeamte, 66 an Mannschaftspersonen. Weitere Auszeichnungen. Erzherzog Franz Salvator hat dem k. u. k. Hofkalligrarchlen Direktor Rudolf Pick für verdienstvolle Betätigung auf dem Gebiete freiwilligen Unterrichtes an handbeschjädigte, insbesondere linkshändige Invalide (bisher in 29 Lehrkurfen Ausammen 630 Manirschastspersonen und Offiziere ausgebildet) als zweite Auszeich>- nung das Ehrenzeichen 2. Klasse vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration verliehen. Herr Felix Lederer, Obmannstellvertreter des isr. Bethauses'.Döbling, der im k. u. k. Kriegsspital Grinzing als Adjutant seine Einteilung hat, wurde außertourlich zum Hauvtmann befördert. Vor wenigen Wochen erhielt Herr Hauptmann Lederer auch das goldene Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille. Sein Verdi enst ist die Errich-tung der wunderschönen Synagoge im Kriegsspital Grinzing und die Gründung der Unterstützungskasse für bedürftige jüdische Krieger in Wien. Der Oberbeamter der Allg. Depositenbank und Handelsschnlprofessor Herr Karl Bar dach in Wien wurde in Anerkennung seiner verdienstvollen Lehrtätigkeit an den k. u. k. Militarinvalidenschulen durch taxfreie Verleihung des Ehrerrtzeichiens zweiter Klasse mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Siegfried L erste n, Fähnrich im Infanterieregiment Mr, 102 an -der italienifchien Fronte wurde mit der sWernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse und dem Karl Trustpen-Kreuz ausgezeichnet. Irermat ausgezeichnet. Für tapferes und unerschrockenes Verhalten vor dem Feinde erhielt der Fähnrich! Rudolf Neumann, ein Neffe des beliebten f: t Obertierarztes Ernst Bondy, die silberne TavferkeitÄnedailke. 1. Klasse und das bronzene Karl Truppen-Kreuz. Auszeichnung eines Iekdraööiners. Der Kaiser, hat dem bereits mit dem goldenen Verdienstkrenz mit der Krone am Bande her Tapferkeitsmedaille ausgezeichneten Feldrabbiner Dx. - Ernst Deutsch- Jnf.-Div-, für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde das goldene Verdienstkreuz mit der Krone, am Bande der TapferkeitÄnedaille -mit den Schwertern verliehen. Auszeichnung von Aerzten. Der Kaiser hat den landsturmpflichtigen Zivilärzten . Dr. Mofes^ Geber und Dr. Siegmund Wei.ßberg, beide in Tarnostol, das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsstredaille verliehen. Wochenschrift 20 Deutsche Kriegsdekorationen. \ Der Bataillonsarzt Dr. Jsmar Sokolowski erhielt das Eiserne Kreuz 1. Kl. Dem kriegsfreiwilligen Vizefeldwebel Walter Emauu el aus Köln ist wegen mehrerer schneidig ausgeführter und erfolgreicher Patrouillengänge gleichfalls das Eiserne Kreuz 1. Kl. verliehen worden. Eisernes Kr euz 2. Kt.: Rittineister b- R. Artuc Singer, Trainbat., Oberleutnant d. R. Simon 'K 0 ffl e r, J.-R., Oberstabsarzt 2. Kl. Dp. Sam. L a w^ n e r, Garnisonsspital, Stabstierarzt Michael Go lds ch m ie dt, Husarenreg., Stabsarzt Dr. Emmerich! Kahan, Ungar. Ldwreg.; pr eußische " Kr i e g er v e r die n stm edaill e: Infanterist Josef Steiner, J.-R., Feldwebel Majer Czitron, J.-R. Gin ernstes Mahmvort. Wien, am 15. Mai 1918. Geehrte Redaktion! Der in Ihrem g e sch. Blatte Nr. 18 gebrachte Artikel ,, Ein ernstes Mahnwort" bringt die Situation, in welcher sich die Judenschaft — insbesondere in Oesterreich — befindet, in richtiger Weise zum Ausdruck. Der größte Teil der .Judenschaft ist sich aber leider dieser Situation nicht bewußt oder sie spielen die Vogel Straußj-Politik und gehen bewußt an alt den Symptomen vorüber, wefchje das vehemente Anwachsen . der antisemitischen- Stim'mung bei dev arischen Bevölkerung kenn-', zeichnen. . ' ' 1 Eine Gegenbewegung der Juden sollte deshalb rechtzeitig eins ehe n, und da der Verfasser des-oben zitierten Artikels Energie genug zu besitzen scheint, wäre es gut, wenn er eine Anzahl ebenso tatkräftiger Männer — deren Namen ihm die geehrte Redaktion eventuell zur Verfügung stellen würde — zusammenbringen würde, um die von ihm geschilderte Gegenagitation ins Leben zu rufen. , ' Ich selbst stelle für diesen Zweck gern den Betrag von 200 K- Mr Verfügung, bin aber auch bereit, in meinem großen Bekanntenkreis zu agitieren, um noch eine weitere namhafte Sumtne zusanrmenzubringen, auch würde 'ich es für sehr vorteilhaft halten, wenn Sie in Ihrem geschl. Blatte die Aktion propagieren und! die Glaubensgelrossen zur Beitragsleistung! auffordern wurden. Ichzeichne mitvorzüglicher Hochachtung Herr mau König. Die gekniffene „QMeutW". Uns wird geschrieben: „Ich habe an die Schriftleitnng der,,O Deutschen. Rundschau" nachstehende Anfrage gerichtet: Laut Zeitungsberichten hat der Raubmörder Peter Rahner .gestanden, er habe die noch warme Leiche der Ermordeten unter einer Fichte geschändet. Ich bitte, mir im Briefkasten der Schrifts leitung Konfession und Nationalität des Peter Rahner bekanntzngeben. Dieser unangenehmen Auskunft ist .die tapfere ^Ostdeutsche Rundschau" mit nachstehender Briefkastennotiz' ausgewichen: ,,D.. F., Wien, 21. Unbekannt. Fragen Sie - bei einem Grazer Blatte. -an."