Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 17 (3.5.1918)
- Date
- 1918-05-03
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Seite 276 Hr. Blstch's Wochenschrift Nr. 17 - Regierung mit den ungesetzlichsten Mitteln nachj. Da den Juden jede Landarbeit und "viele Gewerbe verboten sind, so, wurde gegen sie das .Vagabund enge fe tz angewandt, . das, her Polizei die Ermächtigung gibt, jedes beschäftigungslose Individuum aus der Gemeinde zu vertreiben. Selbst das N i hi l i st e n g e s e tz fein Gesetz, welches 1681 auf Veranlassung der russischen Regierung - eingeführt würde) ist vielfach benutzt worden, um Juden, - die gegen ihre Rechtlosigkeit protestierten, als „Ruhestörer" aus dem Lande zu verjagen. - - . Ein besonderes Kapitel ist den Judenverfolgungen im Jahre 1907 gewidmet, als die Regierung die Unterdrückung des großen Bauernaufstandes in der Moldau und Walachei dazu benutzte, um Tausende von -Juden aus Heu Dörfern und Landgemeinden zu vertreiben. Ergreifend sind Kie Abschnitte, die sich mit der Lage der Juden in Rumänien seit dem Ausbruche des Weltkrieges befassen. Das Buch veröffentlicht eine Reihe der breiten Oeffentlichkeit bisher unbekannt gebliebener Berichts russischer Militärärzte über die Gewalttätigkeiten der rumänischen Militär- und Jivilbehördeii gegen die Juden. Dir Berichte des Rabbiners Rewelsti und des Redakteurs Hochberg enthalten zahlreiche Dokumente und Militärbefehle, die in schärfster Form gegen die Juden gerichtet sind. Das Buch berichtet über die un-, erhörten Tagesbefehle des ^rumänischen Generalstabschefs General Presan, in denen die Juden stets als die „Spione und Verräter" bezeichnet werden, denen allein die Schuld an allen Niederlagen der rumänischen Armee zuzuschreiben sei. Die Folge war,', daß viele Juden als Spione verhaftet, in den Gefängnissen mißhandelt, in mehreren Fällen völlig unschuldig hingerichtet wurden. Ilm die jüdische Bevölkerung zu verdächtigen, wurde auch die jüdische Sprache als eine „deutsche" auch für den mündlichen Gebrauch verboten. Allein wegen Uebertretung dieses Verbotes wurden in der Moldau wahrend des Krieges fast 12.000 Juden verhaftet. Das Buch bezeichnet die Behandlung der rumänischen Juden als „eines der größten Verbrechen des Jahrhunderts". Der Verfasser'betont in der Einleitung, daß er keine einzige Zeile, die in den Mit Rumänien kriegführenden Ländern erschienen ist, benutzt habe. Nur solche Daten und Materialien' wurden verwandt, die in den mit Rumänien befreundeten oder verbündeten -Ländern ihren Ursprung haben. Das Büch schließt mit eineM warmen Appell an die gesamte zivilisierte Menschheit, di: „letzten' Sklaven von Europa Pi befreien". ^Mau-Weitz-Blätter," Monatsschrift für jüdisches Jugendwandern. Jahrgang 5.. Heft 6. Jjar 5678. April 1918. Universitätsprofessor Dr. E. Heinrich Kisch, k. k. Regierungsrat: Die seruelle Untreue her Frau. Zweiter Teil: Das feile Weib. Eine sozial-medizinische Studi:. A. Marcus u. E. Webers Verlag, Bonn 1916. . ' - Dr. Mar Rosenfeld. Nationales Selbstbestimmungsrecht der Juden in Polen. Wien gind Berlin -1918. Verlag R. Löwit. Jervbbaal. Eine Zeitschrift der jüdischen Jugend. 1. Jahrgang. Heft 1. April 1918. Berlin-Wien, R. Löwit, Verlag. Ehret die Helden! -Der größte und blutigste Krieg aller Zeiten hatunermeßliche Opfer an Menschenleben gefordert. Viele unserer -Lieben, welche im heldenmütigen, Kampfe für das bedrohte Vaterland gefallen sind, halfen fern von der Heimat in fremder Erde ein frühes Grab gefunden, dessen Stelle oftmals gar nicht bekannt, fast niemals aber erreichbar ist. Mit tiefstem Schmerz empfinden die vereinsamte Gattin, die verwaisten Kinder, die 'gebeugten Eltern, die Frauen und Geschwister, daß* ein hartes Schicksal es ihnen verwehrt, am Grabe des geliebten Toten zu beten, seine letzte Ruhestätte zu pflegen.. Das Silberne Kreuz, geschaffen zur Fürsorge für die heimkehrenden Krieger, will auch jener Streiter gedenken, die nach dem Ratschluß Gottes nicht mehr zurückgekehrt sind, und hat gemeinsam mit der Rabbinervereinigung eine Aktion eingeleitet, um auch für jeden gefallenen oder an einem Leiden . infolge des Feldzuges gestorbenen und fern von seinem Heimatsort begrabenen jüdischen Soldaten der österreichisch-ungarischen Kriegsmacht ' im Götteshause seines Heimatsortes oder ständigen Wohnortes eine Gedenktafel in würdiger Ausstattung zu errichten. Der schöne Gedanke, für dessen Verwirklichung alle beteiligten Kreise der sämtlichen anerkannten Religionsgenossenschaften ihre bereitwillige Förderung zugesichert haben, ist durch allgemeines Zusammenwirken unschwer zur Tat zu machen, denn die erwachsenden Kosten sind für jede einzelne,Familie sehr gering, um so mehr, als die Ausstattung aller Gedenktafeln ohne Rücksicht auf Stand und Rang des Dahingegangenen v o 11-' k o m m e n g I e i c h sein sollen. Jede Gedenktafel wird den Namen des Toten, den soldatischen Charakter und, - soweit feststellbar, Tag und Ort des . Todes enthalten. Auskunft erteilt die Rahbinervereinigung. . Wien, April. 1918. Rabblnervcreinigung für Liebesgaben an Soldaten und Kriegsgefangene Wien, I., Milcbgässe 1. Die k. k. Gesellschaft vom Oesterreichischen Silbernen Kreuze zur Fürsorge für heimkehrende Reservisten Wien, I., Bäckerstraße 8, Tel.-Nr. 9662. DibTafel ist aus belgischem Granit, Größe 34 X12 cm: Das Mögen Dovid ist schwarz mit Messingrand, Messingschrauben und roter Glasampel. Preis inklusive Zusendung K 50.—. Bestellscheine werden auf Wunsch zugesandt. Tüchtiger Israel. Privatlehrer erteilt Unterricht in Religion und Volks-, Bürgerschul- und Gymnasialgegenständen. Honorar, mäßig, Erfolg gesichert. R. Rosen, VII., Burggasse 51, VI. Stiege, Tür 56.; G. Kriefkafteu . Ein alter Abonnent, Linz. Anonyme Zuschriften können, nicht berücksichtigt werden. Wohltätigkeit. Wenn Sie den Zweck der Veranstaltung betanntgeben, so zweifeln wir glicht, daß Ihnen auch die Bewilligung hiezü erteilt werdenwird.- Es ist also überflüssig/ daß jemand anderer als die Veranstalter selbst um die Bewilligung kompetenten Ortes einschreite. Jüdischer Buchu. Kunstverlag Max Hickl Vien, VIII., Lerchengasse 6 a Brünn, Adlergass 9 Birnbaum Dr. N. Divrei Huolin. K 1.60. Ravitsch M. Ruinengros. K1.60. Pinkus F. Palästina u. Syrien. K 6.—. Rothblum Dr. D. 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