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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-04-12 · 14 (12.4.1918) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
14 (12.4.1918)
Date
1918-04-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
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unsere Justizschmach auöfprach.?>as Ehepaar Baron und Barömn S u L t n e r, Baron Jos. D o b l h o f.f waren, von) edelster. Cnrrüstullg getragen, stets bemüht, der , Gerechtigkeit tu Wort und Schrift zrrM Siege zu verhelfen. Dasselbe Ziel verfolgte außer den Genannten auch eine / Gruppe vön Persönlichkeiten aus den verschiedensten Schichten der Gesellschaft) welche, dem öffentlichen Aufrufe Dr. Friede- Elbo gens Folge leistend,' sich einem- Komitee zusämrnengesunden hatten, unterdessen Aegide und unter Beihilfe des „Vereines zur Abwehr des Anrisemitismus" sodann am 18. März 1908 eine Protestversammlung mit einem Vortrag des genannten Br. Eibogen zum Zwecke der Begnadigung- .im Sophieusaale stattfand. Ls waren dies: Franziska Gräfin S e r m a g e - W u r m b r a n d Monobitz.), Artur. Gras D es so u r s - W a l d e r o d e ^Schloß, Boden stad r in M.ähren),WMfin Hedwig und Gräfin Adrienne PötUngr Frau Geh. Reg.-Rat L az a r n s, geb. Stnrmhöfel, Eugen vö n Miller z ü A i chh o l z, Hans S ch t i e ß m a n n, Univ.-Prof. Dr. Szeberinyi, k k. Mit.-Superintenjdent i. R,, . Univ.-Prof. Dr. Ed. Sueß, Präsrdent der kaif. Akademie der Wissenschaften, Hofrat Prof. Dr. Ernst Mach/ Mitglied des Herrenhauies, Univ.-Prof. Dr. Fr. I odl, Hofrat Frz. R. v. Grube r, k. k.^Prof. is R., Julius Schöpkes, k. k. Korvettenkapitän, Dr. Josef R e g e n s d o r f e r, k.. k. Staatsanwalt-Substitut i. R.. Karr B. P r u ur m l e r, k. u. k. Generalkonsul, Emanuel Freiherr v. P ü ß. iv a 1 d, kaif. Rat Ludwig G a s s e b - n er, Dr. E. M add al e n a, Advokat Dr. Felix von Lackenbacher (Schärding), Advokat Dr. Leopold Hofer'(Gr.-SeeloWitz), Advokat Dr. Karl Richter (Mähr.- Ostrauch k. k. Notar i. R. Friedr. S ch nt eidel, Kanzleidirektor Fräliz Jos. Höhne (Karbitz), Johäml Zechst er> Gemeinderat und Bezirksausschuß (Rann/; nicht zu gedelchest-MMp/ ZMxeickM, .die sich. nur. .auf die zusti-innieiidst Erkläritng durch, Namensunterschrift auf den betreffenden Äüfrufen beschränkten. Auf eines 'müssen wir die ^.,Reichspoft" aufmerksam machen.7 Der Ritualmordaberglaube bildet dermalen ein spezifisch österreichisches Merkmal und Oesterreich ist der einzige Staat, in welchem eine Verurteilung Hilsners har erfolgen, können. Als. wegen des Knabenmordes in ^ernten, gegen den jüdischen Fleischhauer Buschoff vor dem Schwurgericht Cleve eine Verhandlung stattgesunden, die zehn Tage unter gewaltigen Erregungen mib Agitationen angedauert har, wach der königlich preußische Justizminister sorgsam darauf bedacht, daß die politischen Agitationetr nicht zu einer Verurteilung und Mer Schändung der preußischen Justiz, führe. Das preußische Justizministerium enisendete zu der.. Schwurgerichtsverhandlung nicht allein einen der fähigsten Staatsanwälte (Ersterr Staatsanwalt Baumgard), sondern auch den Oberstaatsanwalt H a mm, und beide staats'anwältlichen Funktionäre plädierten vor deur Schwurgericht auf F r e i s p r c ch u n g des Angeklagtem 7 / Aus der Rede des Ersten Staatsanwaltes heben wir folgende-Stelle heraus: „Meine Herren Geschworenen! Der. gegenwärtige Prozeß hat schon lange, vor dieser Verhandlung, die große Oeffentlichkeit beschäftigt. Er hat zum Gegenstände einer häßlichen Hetze sozialer und politischer. Parteien dienen müssen. Die behördlichen Organe,. die von Amts wegen zur FMrung der Unterinchung. Verpflichtet, waren, wurden . in der genreinsten Weise angegriffen. Wir haben wiederholt gesehen, wie fanatische ParteMätter und. Parteimänner nicht vor dem Versuche zurückschreckten, )Jhneu und .uns allen ein Urteil aufzuzwäi^en, das Nur aus - gewissenhafter Prüfung der . Mweisäufnahme und der eigenen Ueberzeuquua gefällt werden kann: Und darf." Der Staatsanwalt schloß, feine Rede mit der Bitte' um Freisprechung des Angeklagten, mrd so wurde die preußische Justiz vor vem Schandnral eines Rituäluwrdurteiles bewährt. Wer auch die russischen Geschworenen haben Beilis freigesprochen. Mle Anstrengungen des blutigen Nikolaus II. und i einer Schergen, um eine Verurteilung zu erzielen, sck)eirerten an dem Rechtssinn der rusftschen Volksrichter. Deswegen ist das Urteil gegen Hilsner.für jeden treuen Oesterreicher schmerzlich, deswegen ersehnen wir eine Rehabilitierung der österreichischen Justiz durch eine gründliche Revision des Prozesses Hilsner. April 1918. „Verein zur Abwehr des Antisemitismus." Kriegsdekorationen jüdischer Asftziere und Soldaten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: den Orden der Eisernen Krone 3. Klaffe mit der Kriegsdekoration und den Schwertern iit Anerkennung tapferen und erfolgreichen Verhaltens vor dein Feinoe dem Leurnänt d. R. Ernst Deutsch, J.-R; die goldene Tapferkeirsmedaille für. Offiziere in Anerkennung hervorragend tapferen Verhaltens vor dem Feinde dem Oberleutnant d. R. Eduard Roth, J.-R.; - das Militärverdienstkreuz 3. Klaffe mit der Kriegsdekoration und den Schwertern in Anerkennung rap,eren Verhaltens den Leutnants d. R. Hermann Drucker, J.-R., Alexander Löb, J.-R., Karl P o l l a k, bosn. J.-R., Ignaz R o f e n be r g, J.-R.; deur Ldst.-Leurnant Dr. Soma Hevefi, J.-R.,; dem Oberleittnant d. R. Heinrich Roth, J.--R.; den Leutnants d. R. Sandor Fheifchmann, Trr. Kaiserjäger, Oskar B r a u n, Feldhaub.-Reg.; d as silberne Signum lau dis bei gleichzeitiger Verleihung der Schwerter für tapferes Verhalten vor dem Feinde dem Leutnant d. R. Dr.'Hugo Stein, Feldkau.-Reg.; dem Oberleutnant d. R. Otto Goldmann, J.-R.; den Leutnants d. R. Siegmund Fisch e r, Göb.-Art.-Reg., Josef S ch w a r c z, Fest.-Arr.- Reg.; dem Oberleutnant d. R. Leo Spreget, Train- Bar.; den Leutnants d. R. Oskar Eisler, Feldhaub.- Reg., Dr. jur. Geza Engel, Geb.-Arr.-Reg.; dem Oberarzt d. R. Dr. Alfred Löwit, J.-R.; dem Leutnant d. R. Dr. Otto P ro pp e r, Feldkau.-Reg.; den Ldst.- Oberärzren Dr. Artur RufenvauM, 'Schützenreg.. Dr. Isaak Glücker, bosn. J.-R., Dr. Otto Kahn, J.-R.; den Leutnants d. R. Alexander R e i s z> ung. Ldw., Dr. Ludwig Ko lis ch, Feldkan.-Reg.; d a s s i l b e r n e S i g n um l a u d i s mit der Kriegsdekoration dem Oberstabsarzt 2. Klasse Dr. Siegmund Lawner, Garn.-Spital; dem Regimentsarzt d. R. Dr. Leopold Läufer, J.-R.; dem Leutnant d. R. Josef Mendelsohn, Tel.-Abt.; das bronzene Signum laudis mit den Schlverterlt für tapferes Berhaltett vor dem Feinde den Leutnants d. R. Moses WerthaMmer, fakse R a u chw e r g e r, J.-R., Karl L u r i e, Feldhauh.-Reg.> W-olfgang Nagel, Felokan.-Reg., Hernrayn; Bleicher. bosn. Jägerbar.; -dem SaniWsleutnaMMB.R. Föbus H e r s ch m a tut, J.-R.; den Leutnants, "d. ' R. Moses Goldbhum, J.-R.. Jakob Klein, J.-R., Nandor Thurn, J.-R., Alois Fischt, Jägerbar., Friedrich H i r s ch, Geb.-Arr.-Reg., Alexander. Weiß, J.-R., Josef Nußbaum, J.-R., Dr. jur. Witold Fried, Fetdhäubitzenreg., Dr: Richard Cwiklitzer, Trainbar., Os-

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