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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-03-22 · 12 (22.3.1918) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
12 (22.3.1918)
Date
1918-03-22
Page
– (sequence 16)
Language
German
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seitc 1Ö2- Dk. Bloch's Wochenschrift Nr. i2 Das jitnimi nicht! M d b c s riciiiit die Bi bei, 4; B. Mos. 20. .5, TTTu >"“;m D'pjj „einen schlechten Ort,- wo nichts wachse".. Wieso K r o h n 'K ades als ein Eldorado für Nomaden bezeichnet, ist nicht klar und entspracht auch nicht deni biblischen Berichte. ..Hüten wir uns", sagt K r ob n, ..dem Schüler ..wissenschaftliches" Arbeiten Vörzutäuschen, auch das ist heiliger Boden", auf dem selbst Schüler höherer Schulen ihre schuhe ausziehen sollten"; hier scheint aber' Krohu selbst dieser Fehler unterlaufen sein. . In seinen weiteren Ausführungen wendet sich Krohn der Frage zu: Haben die Israeliten Kanaan erobert oder sind sic dahin bloß ein gew au d er t?" Dieser sprachliche und sachliche Unterschied,- wie ihn Krohn darstellt, ist ja pädagogisch genommen sehr interessairt. und lehrreich, aber es hat doch zu viel Wissenschaftliches an' sich. ‘ das doch beim Religionsunterricht tunlichst vermieden 'werden soll. In der Schilderung vom Kampfe zwischen D e b o r a-B a r a i und S i s e r o gibt.. uns Krohn eine vorzügliche Leistung des anschaulichen biblischen Geschichtsunterrichtes. Es fehlen nicht Vergleiche mit den großen Momenten des großen. Weltkriegges- ..Deboras", Glaube, jagt Krohn, hat Israels Glauben und Israels Zukunft ^gerettet. ,,Dcr Sturnr ist nerbraUst. grollend rollt noch ferner Donner nach. Tie Berge'aber hallen widert von dein Lhbgesäng Israels: Also müssen umkommen. Herr, alle deine Feinde!" Daß das ./Debora"-Lied anders erzählt, als die .,Debora"-Geschichte, ist schon von den alten Kommentatoren 'vermerkt und erklärt worden.' Auf die alte 'Frage, wie kommt cs. daß die Israeliten so ganz ihren Gott vergessen hatten, da sie doch in ihren r Geschichten immer so viel von ihm erzählen und ihn so rühmen, auf diese Frage gibt Krohn' folgende Antwort: '„Die Stämme Israels hatten Gott wohl nicht so sehr Vergessen, als vielmehr sie dachten, in Kanaan habe er keine Macht. Die Israeliten hätten in Kanaan zu Kanaanitern und zu Baaldieuern geworden, wenn die Kanaaniter sie ruhig hätten unter sich wohnen lassen. In solchen Situationen wandte sich Israel seinem Gotte'zu." Ini großen und ganzen dürfte diese Bemerkung stimmen; allein die Psychologie des israelitischen Volkes der Richter zeit ist. doch viel 'höher zu wertem als dies. Krohn tut!' Der .wahre Goitesglaube ist ein inneres Erlebnis, das auch unter der Schwelle des Bewußtseins erfühl t werden muß, und dazu waren in jener Zeit nur die Großen in Israel fähig. ' Sehr richtig bemerkt Krohn: „Wenn etwas wir Heu-' ti gen begreifen müssen in der .Geschichte'Israels, so ist cs die Erkenntnis, baß hier an ihrem ' Anfang solche ^Erlebnisse wie Schlag auf Schlag folgten. In dem' Feuer dieser Esse würde in' seiner Seele der Stahl geschmiedet, der nie vom Rost konnte zerfressen werden." M. Abraham und Th. Rothschild. Ausgewählte Stückender hebräischen Bibel. 1. Teil:. Pent.ateuch Ausgabe A. u.ert und Wörterbuch. Frankfurt a. M. I. Kauffmann. 1917. „Die Bibel in der Ursprache darf unseren Kindern nicht fremd und verschlossen bleiben, denn aus dieser Hauptguelle wcht uns der Geist unserer Religion und der Geist der hebräischen Sprache am reinsten und »nquickendsten entgegen", sagen biss Herausgeber im Vorwort zu dieser Chrestomathie. Und init vollem Recht. Wie soll man sich denn aber eine verständnisvolle Teilnahme unserer Jugend am Gottesdienste auch nur denken, ohne einen Unterricht, -welcher den Schlüssel zu den Gebeten dem Teilnehmer in die Hand drückt? ' Diese Chrestomathie setzt das Gebetbuch neben sich bereits vor-, aus. Darum wurden z. B. die'Abschnitte des - £££' DN**ip hier nicht in ertenso angeführt. . lieber die getroffene Wahl laßt sich nicht schlechtweg urteilen. Am Ende wird keine Auswahl befriedigen.. Denn. zumindest die ganze, hebräische Thora sollte jedes Kind erhallen und für das ganze Leben behalten- Im allgemeinen fallt es.-Mf, daß die . Gebote, betreffend die verbotenen Speisen,' li. B. M^-X-Xri, üu. XXill, jit. Hi. B. i>i., Xi. u. dgl. nicht ausgenommen rvurden. Der gramatische'Teil-ist gut. Das Vokabular ist reichhaltig, allein nicht frei von Widersprüchen und Wiederholungen. S. B. S. 26, ' B. 21 ist 212* Infinitiv von S- 28 zu B. kl, Inf. 2"2-, S. 30 zu B. 11, 212' Ink. von 22ibid. zu B. 15 2'2X Inf. von S. 36, zu V. 13 O^V 3»ivon sinder'sich S. '41. zu- B. 29 und S. 42, zu V. 27. S. 31, zu V. 14 lautet es in» hingegen im Wörterbuch s. h. v. 571, ebenso S. 43, z. B. 39 '71, neben (denr.stat. kstr.) 571. Ueberhaupt laßt sich im Vokabular kein festes Prinzip hinsichtlich der Anführung beider Status formen wahrnehmen. Die Ausstattung ist gefchmackvoL, yur stört ein wenig die ungewohnte Form pes Buchstaben 2, ’ ' ‘; ' - Dr. I. 2JL / ZG PorWy: „Imago Mundi", von her Liebe, vom ■ Lurus und von änderen Leidenschaften. Georg Müller. Verlag München 1916. ..Debora" von Aug. E. Krohn, Lehrer an der Seminarschule in Hamburg. ' Göttingen. Vanderhoeä und - Ruprecht. 1916. Ludwig Michael Fuchs: „Von Tod - zü Tod" lsiedichte. R. Löwil,,.Verlage Berlin -und Wien. „Jüdische Handbücher." Dr. M. B r a n n : Ein kurzer Gang durch die/ Geschichte der jüdischen Literatur. R. Löwit, Verlag. Wien. 1918, Berlin. „Jüdische VolrsbibHothek." Lazar Kahan: /Die Voiksdiiduna. anderwärts und bei uns. Verlag Lazar Kahan, Lodz 1918- Druck „Dolksblatt". ... ' Krreflrasten. Herr P. Sie fragen, weshalb die- HilfskoininissioN zugebe, daß die seit Monaten.zureisenden Palästinenser-voll Haus zu Haus betteln gehen und nicht die Regelung dieser öffentliches Aergernis erregenden' Angelegenheit in die Hand nehmen. Wir bitten Sic, zur Kenntnis zu nehmen, daß cs unsere einzige - Aufgabe äst die hilflos Notleidenden und Armen in Palästina selbst vor dem Verhungern zu retten. Als aber hier in Wien weilende Mitglieder dieser in Palästina unter Aussicht unserer Konsularbehörden von uns unterstützten Familien durch Kriegsausbruch an der Heinikehr verhindert wurden, haben wir uns entschlossen, ausnahmsweise auch diesen Palästinensern in Wien eine monatliche Beihilfe zu gewähren. Die jetzt scharenweise zu dauerndem Aufenthalte hier cintreffenden Auswanderer aus dem Heiligen Lande zu erhallen, reichen zunächst unsere- Mittel nicht aus und würde es uns unmöglich machen. unsere. Staatsangehörigen, die im nördlichen Palästina und in Damastus die bitterste Not leiden, zu unterstützen. Trotzdem, gewährten wir diesen Flüchtlingen zur/ersten Einrichtung einen Zuschuß. Wir unternahmen auch Schritte, für diesen Zweck ein eigenes Komfiee zu bilden. Da unsere Regierung ihnen die staatliche Flüchtlingsunterstützung gewährt, kann es sich nur um eine monatliche. Beisteuer handeln, an der wir nach Maßgabe unserer Mittel auis zu .beteiligen bereit, sind. . wa? wir dmü> d.e Tat deivieien haben. Ini ganzen ha jcu mir für die hiesigen Palästinenser zu Beginn 1917 bis heute etwa 10.000 Kronen voransgadt. Daß diese Flüchtlinge an der Hand von Listen die private Wohltätigkeit in Anspruch nehmen, fniut - mau ebensowenig verhindern wie das; diese Unterstützungen ohne jede Kontrolle und Recherche bleiben,'. Und daß auch in Ungarn und in der Provinz Unleracbrachwn regelmässig hieher kommen, um hier Almosen zu sammeln. ' ♦ ♦ ♦ ♦ ❖ Jüdisch-theologisches Seminar Breslau, Wallstrasse 14. Beginn des Sommer-Semesters Sonntag, 14. April. Aufnahmeprüfung am 11. und 12. April 1918. Meldungen an den Vorsitzenden des Lehrer-Kollegiums Prof. Dr. Brann: ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ Jüdischer Buchu. Kunstverlag Max Hickl Wien, VIII., Lerchengasse 6 a Brünn, Adlergass 9 Kriegshagada schel Pessach, mit Geleitwort Sr. Ehrwürden Herrn Dr. D. Feuchtivang. Preis geb. K 3, brosch. K; 1.50; Schnlhagadas in reichster Auswahl; Hickls Jüdischer Kriegskalender K 3.50; Megillos zu Purim; Gebetbücher usw. Zuschriften sind zu richten an Redakteur Max Hickl, Wien, VIII., Lercheng. 6a S Tilllin . musikalisch,- Reichsdeutsche, sucht WCMllllvltS 7 Ülllllllj Stellung in religiösem, rituellem Hause’ als Gesellschafterin oder Erzieherin. ' . > Offerten an die Expedition dieses Blattes unter »G. 8 25 « im J üdischen vollkommen bewandert, mit . netter Hand schrill und zum Einkassieren verwendbar, wird s o f'o r t aufgenömnien. Auskunft erteilt das Sekretariat des J o s e f s t ä d t'e r Temp els, VIII., Neudeggergässe 12, von' 3 bis 6 Uhr abends. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S- Bloch. — Druck von L° Beck & Sohn, Wien, V^l

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