Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 10 (8.3.1918)
- Date
- 1918-03-08
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« i54 Z Dir. Bloch's WochensMift Nr. 10 tragen wurde.. Tr danstte dem Herrn Bürgermeister und dem . HeM^StadEekretär- -foWie- - der . Gendarmerie, rmd-- der-Msamteir.^ MtzWÄyrM -Mi -'D^/Ä^EgÄvM^'DÄter aher auch den'ri Herrn Z . LLrgrnMerslrr Llnton^ Gehert. -GendarmeriewLchtmeister Ötio Rattan" ' nnd-'der BckoSlkerung von. Aktwasser'fürdas öisher den ^Flüchi-. lingen erwiesene Wohlwollen und Tn tge gen komme n .'und. ermahnte - die. Flüchtlinge/durch tadellose-Ausführung keinen Anlaß zu,Klagen zw gehen. Die Versammlung,. die gegen drei .Stunden dauerte. beschloß über -Vorschlag/des Herrn Rand, einstimrnig, an Herrn BeziMhiruptmann' Dr. ''Ritter 7 vonBr-echler in fMarienbäd ein' Telegramm abzuschicken/ in welchem diesem der innige Dank, der ' Flüchtlinge für die Ueherweisung an das Akarienoader Hilfskoinitee ausgesprochen wurde. Herr Burdaum erinnerte sodann auch an ' die hervorragende 'Tätigfeit des k. k. Bezirkssekretärs und FlüchtlingSreferenten Herrn Johann Nick! dankbarst. Der Herr Bürger- Meister gab die Versicherung ab. daß er. wie auch seine Mitarbeiter, auch-in .Zukunft, .bestrebt sein, würden, das Los der armen Vertriebenen nach Möglichkeit zu erleichtern. Von Bad Königswärt begaben sich die Vertreter des Marienbader Hilfskomitees nach Sandau, woselbst gleichfalls eine Versammlung stattfand, der außtzk -den Flüchtlingen in- Vertretung hes Bürgermeisteramtes Herr Stadlsekretär Ignaz Pelleter und der Eendarmeriepostenkommandant beiwohnten. Hier nahm die Versammlung den" gleichen Verlauf. Herr Burbaum gedachte insbesondere, der Verdienste des "Herrn Bürgermeisters Reichsratsabgeordnetem Dr. Jäger uM die Flüchtlingsfürsorge in Sandau, woselbst die Flüchtlinge besser versorgt waren, als in irgendeinem anderen Orte.' Auch der tatkräftigen .Unterstützung -des Herrn- Stadtsekretärs und des Herrn Gendarmeriepostenkommandanten gedachterer ^dankbarst. Tr bat, das. bisher bewiesene Wohlwollen den Flüchtlingen auch weiter bewahren "zü wollen, gab den Flüchtlingen Verhaktungsmaßnahmen und-ermahnte sie, sich für' das ihnen von der Bevölkerung und . den maßgebenden Faktoren bezeigte-. Mitgefühl durch tadelloses .. Verhalten dankbar zu erweisen. Es würde sodann noch das Lokal der/Flüchtlingsschule besucht, 'worauf die Marienbader Vertreter, die . auch' hier die Wünsche der Flüchtlinge entgegengenommen - hatten, nach Marienbad zurückkehrten. Bern. „Das neue Palästina." Ueber dieses höchst aktuelle Thema sprach auf Einladung der zionistischen - Ovtsgrnppe P ern der Wiener Schriftsteller Dort- Stein'er kürzlich! im stimmungsvollen Bürgerratssaal' (Kasino) , vor. einem großen Andirorium. Ter Bedeutung des Redners und des Themas entsprechend, waren zu die-, sein Vortrag außer den zahlreichen jüdischen und nichtjüdischen Zuhörern auch markante Vertreterder hiesigen -Universität erschienen, darunter auch Professor Doktor- Mar t i,' Professor Tr. Ai s ch! e r, Professor Dr. Otto von Greyerz, Professor Dr. Mai usw.- Auch die v e r schieden e>n G e s ä md t sch asten iv a r e n di e lsach durch ihre Repräsentanten vertreten. -Wir bemerkten u. a. Baron Hye von Gilunek, Kanzleirat Stransky 'von S ta n 0 g r a d, Dr. S w e it d, wie auch/ meiere Mt-Berner Persönlichkeiten. Herr .Heinrich- I 0 r k- St e in e r ist uns, abgesehen von seiner, großen zionistischen Vergangenheit, als. intimer Freund uchd Mitarbeiter Herzls, durch seine Schriften, unter bergen. „Der .Talmudbauer" am verbreitetsten ist, als fruchtbarer, echt jüdischer-Schriftsteller längst bekannt. Es ist daher kem Wunder, daß der 400 Sitze fassende .Saal bereits'eine Stunde vor Beginn besetzt mar. Uns aktiven Zionisten wollte und konnte unser Redner nichts Neuss bringen. Und dennoch' hat der feine Redner der Herzlschen Schule nicht nur die neugierig Lauschenden, soUdern 'auchuns Zionisten durch die edle und überzengiMgsvolle Form seiner.Rednergabe hinzureißen und neu anzuspornen vermocht. In einer starken Stund?, ließ er den politischen wie den praktischen Zionismus der. vergangenen zwanzig! Jahre por" uns Revue passieren. Er - schillrerte auch -das - blühende Leben der jüdischen Kolonien m Palästina, welche Redner aus Eigener An/ rschäünng kennt M entwarf ein.. fesselndes Bild von demprächtigen -Ansschwungden die ‘ vierzig jüdischen Siedlungen mit ihren 40:000 Hektaren -durchs.die'Eiift wzrHrpg des/.Zionismus genormnen. haben.' Zrun poli? /tischen Dell Mergehend,. schiOerte er /die großen-k»ij)lo- -''/mMschen- AWonen unseres großen Herzl, .sein wieder^ hckltes 'Hnsamstrentrefsen mit Kaiser Wilhelm II: lvührend dessen Palästinareise.- Herzls wie.Jork-Steiners : ZlnNtznzen cheittr- PapM/dessen günstige- Persprechen,.. .' die-7fetzh5idem. DWKch-l^WEDEt^E. Na h üm S o k o - l o'.w-fM4MLy;MMN^kt''WGrH'ü^.':W erinnerte' am das" britischen Regierung. und an ihre jüngstes- MklLMngckMrchj - Ministet B a-t-f 0 ü r an Lord' Rw t hi s chi l M Die"/ auch, die Zusage des österreichischen MinistersHes Aeußern Grasen C z e r n.i n - an das Mitglied. Ms'--'EreiU-iE.- Dr. Hantk-e usw. - Der - Zionismus, .soführte Redner aus', bedeutet fstr uns die Auferstehung vom TodessckMfdie Heilung von innerer - Verwesung. Er entwickelt sich als das l0g-'i'sch zu Ende gedachte .Judentum. Durch brausenden, sich immer wiederholenden Beifall gab die begeisterte Zuhörerschaft, die sich ganz in die Basler Kongreßftimnmng versetzt fühlte, ihrer dankbaren Anerkennmrg' für den Redner' beredten Ausdruck. Die Berner Ortsgruppe darf mit Recht auf diesen gelungenen Abend stolz sein. __ M. New York. Mehr als 11M Delegierte von allen Tei- . len Amerikas waren als Vertreter der Einsammlungslomite es am 28. 'Oktober, in der spanischen nnd portugiesischen Synagoge in Newyork versamtnelt. Die wich- - tigste Frage, die den Delegierten auf dieser Sitzung vorgelegt wurde,'war der Vorschlag, eine Deputation von zehn Mitgliedern an den 'Präsidenten W i l s 0 n zu ent-' senden, um chm die. Notlage in Polen und Litauen zu schildern! und bei ihm die Änsdehnung der Tätigkeit der Belgian Relief Comintission auf diese Länder, zn erwirken. Zu Mitgliedern der' Deputation wurden. gewählt: Elk ns, MorgentHau, Oskar Straus, In-- lins Rose n w a l d, Julian W. Mack, S ch iss, Louis M a r s h a l h ' Alexander K a h! n, Cyrns A d l e r, Otto R o s a l s k y und Felix W a r b u r g. Herr Felix M. W a r bürg, der7während..dev-S.itznng.. den Vorsitz Wirte, berichtete über, die bisher ^geleistete Arbeit der Einsam'mlungskomiiNissionen, die' seit Ausbruch/ de Krieges neun Mlllionen Dollar aufgebracht, haben. Ferner berichteten: Herr M a r s h a l l über die Dätigkeit des Jewishi Relief Comimittee, Herr K a m a i k y Mer die Arbeit des Central Relief Coiümittee und Herr Alexander Kahn über Peoples Relief Confmiitee. lieber die V e r t e i l u n g der Gelder gab Herr Albert Lncas,. Sekretär ' des Joint Distribution C-onüinittees Auskunft. Zusammen seien bisher beinahe neun Millionen Dollar äusgegeben 'worden. Davon. entfielen auf die oerschiiedenen Länder: 2:ß Millionen auf Rußland, 3 Millionen auf Polen 'und Litauen, 1-6 Millionen auf Galizien, 4/Million auf Palästina, 400.000 Dollar ans die übrigen Teile des : türkischen 'Re ich es, 43.660 Dollar auf Alexandria (für die jüdischen Flüchtlinge aus Palästina), 34.000 Dollar auf Griechenland, 76.000 Dollar auf Rmnänien, je 20.000 Dollar auf Serbien und Bulgarien und 29.000 Dollar, auf andere Länder. Ueber die Sainmlungcn für den.„10 Millionen Dollar-Fonds" teilte .Herr Lucas mit, daß 31/2 Millionen Dollar gezeichnet und davon 75 Prozent bereits eingezahlt sind: D-ve Stadt Neivyork har für diesen Zweck allein eine Million aufgebracht. Es ivurde eine Nesolnrion. angenonkmen, in der die Arbeit des Joint Distribution ConknAttees und seines Vorsitzenden,' Herrn Felix M. W a r b u r g, auf/das rüh- Mendste anerkannt wurde. Die -Annahme' dieser Resolution war von nMehreren Minuten dauernden Ovationen für Herrn Wa.rburg begleitet. Einen Gruß von den. befreiten Juden -Rußlands brachte Herr' Hermann B e r nst e.i n,' der-. betonte, . daß die Juden eine große 'Rolle bei dem Aufbau von Rußland spielen würden/ daß aber der NniisemitisDus durchaus nicht vernichtet sei, so daß bei einein' Mißlingen der Revolution die Juden die' ersten Opfer fein würden.' Jnr.- Anschluß ' an int