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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-03-08 · 10 (8.3.1918) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
10 (8.3.1918)
Date
1918-03-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
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„• Seil«. 150 Dr. Blpch's Wochenschrift Nr. 10 Dent,sch Md Je nö W e 'i nberg er.zuHapptleüten-er-.^ nannte —'..Hmipttymnr Deutsch ist im Zivilleben Advo-) tat.' in Büdavest, : rückte' bei Kriegsausbruch als- Reserv e- : leutnant ein und ging bald darauf ins Feld ab., Gegenwärtig. leitet er ein schwieriges Ressort in einem! Kriegsgefangenenlager. Mit Militärkommandobefehl Nr.. 162, 1917, des Militärkommandos in Pozsony wurde demselben für vorzügliche Dienstleistung, während der Kriegs- Zeit die belobende Anerkennung ausgesprochen. — Haüptntöitn W e in b erger ist in Zivil Kaufmann in Budapest, rückte als Reserveleutnant am 1. August 1914 ein. und wurde einem Wachbataillon Zugeteilt. Im Jahre 1915 ging derselbemit einer Arbeitskomvagnie ins Feld ab, wo er schwer erkrankte. Nach seiner Genesung wurde er Zu einem Kriegsgefangenenlagerkommando kommandiert, wo er die schwierigen Agenden der . Kriegsgefangenengelder besorgt. Irer Wrüder ausgezeichnet. Dem? Reserveleutnant Erwin L ö w y, .Schützenreg., - wurde das Karl Trupp en-Kreuz -und die lilberne Tapfer-- keitsMedaille 2. Klasse und seinem' Bruder S i g m u n d, Wachtnreister - in einem Dragonerregiment, das eiserne VerdienstkreuZmit der Krone am Bande, der . Tapferkeitsmedaille verliehen. Ein dritter Bruder, Ludwig L'öwp, der von der aktiven Dienstleistung enthoben und Äs Oberingenieur bei der Düsseldorfer Maschinen- und. Schiffsbaufirma Gebrüder Schloemann tätig ist, wurde vorn. deutschen Kaiser in Anerkennung hervorragender Mitarbeit ^Zur Schlagfertigkeit des deutschenHeeres mit dem Verdienstkreuz ausgezeichnet. Die Genannten .sind Sohne-des durch viele Jahre in Pilsen ansässigen Magazineurs Leopold Löwy. 's Kriegshetd im Falar. Unter die'er Ueberschrist veröffentlicht der ehemalige langjährige Pariser Vertreter des „Neuen. Pester Journals, Herr Josef Siklassy, ein.Feuilleton, dem man eine kurze, aber ergreifende Mitteilung vorn französischen Schlachtfelde, die ein üher unsere Grenzen verschlepptes Zeitungsblatt, des „Echo de. Paris", enthielt, entnimmt. Es war -nur. die knappe Meldung der im Tagesbefehl zitierten. heldenmütigen - Selbstaufopserüng einesp Nichtkanckattanten, aber wie erhebend klingt diese Meldung? Sie..betrifftden Rabbmer der Jsraelitengemeinde von Bah oft n e;in Frankreich, Herrn B l o ch,der, als der Krieg -Mm>-als-. Feldrabbiner mitzog. Und nun - erzählt die erwähnte französische Zeitung, daß. der „Rabbin de BghKnne" bei einem der Kämpfe um- C a m b r ä i in die MMchtlinie eilte,- wv eben' ein sterbend -herbeigetrage-- nexsi.Sold.ät nach einem katholischen Priester verlangte-, ützd). ^aß >.Rabbürer Bloch, da ein solcher nicht vor-. HÜichen char,. d.E Stechenden das Kruzifix reichte. Während B l o ch diese Handlung ausüüie, .riß ihm ein Schrapnell den SchädelSveg. - Siklossy Erzählt noch, daß er, diesen. Seelsorger vor Jahren in. Pan, wo Bloch daMalss Rabbmer war, persönlich kennen gelernt habe, schildert besten liebenswürdiges Wesen und sagt von ihm: '„Wie ein Rabbiner sah er 'nicht aus; eher hätte ich-ihn für' einen Kavallerieoffizier gehalten,. und zwar für eineti von-den Kürassieren, denn , er maß gute sechs Fuß und Hütte Schultern wie ein. Herkülest.Blond war er von Haar, rosig im Gesicht, ein echter . Lothringerin ' Wirklichkeit äuch aus der Gegend von Nancy gebürtig." -Stüter hatte sich B l och um den Rabbinerposten in der nur wenige -Msenbähnstunden von Pau entfernten . -'.Hartzösischen dfenßtgdt-Mayoynebeworben,, den, er auch Wrüi. Er" sollte - nicht "'-mehr'dahin" züruckkehren.. . . Der Söhn' des Daüser Kajans.? - Im Zfvil . war -.er-- Jeschiwahlehrer. Sein Väter ist der .-wegen seines großen talMudischen Wissens angesehene Dajan der Pakser orthodoxen Kultusgemeindeder seine Kinder-der Lehre Gottes weihte und von dem einzigen Wunsche beseelt war, 'daß sein Sohn ein in allen Situationen pflichttreuer Jude werde und - bleibe. Daß Gefreiter David Kerzel auch als Solmt der väterlichen Lehren eingedenk blieb, beweisen die vier Auszeichnungen, die er sich kämpfend an den Fronten holte — er besitzt die kleine und große silberne TavferkeitsMedaille, die bronzene Medaille und blas Karl Truppeu-Krenz —-. sowie der nachfolgende Brief, den der Vater — wie „Egyenlöseg" berichtet — dieser Tage erhielt: . „Sehr, geehrter Herr! Es gereicht mir zur besonderen Freude, Ihnen schreiben zu können, daß Ihr Sohn) David Kerze l, Gefreiter bei meiner Abteilung, in der Hölle von Europa: an der Jsonzofront, am Doberdo und am Monte San Michele, über ein Jahr laug gedient hat, das Musterbild mannhafter Tapferkeik und h eispi ellosen Held en mutesist. Die Todesverachtung, fast zügelloje Entschlossenheit, Heldenhastigle ir und Begeisterung fand ich bisher bei keinem meiner Soldaten in dem Maße, wie bei ihm. . Empfangen Sie meine aufrichtigen Glückwünschsund seien Sie stolz aus Ihren Sohn. Mitvorzüglicher Hochachtung Der Kommandant Ihres Sohnes: . Zoltan E g y e d Ide Szekely, Wasarhely, Leutnant." Gefreiter David Kerzel dient seil dem 15. Mai 1915'bei einem Honvedinfanterieregiment. - * V' IJlßbJtf Kamid und ftine Arrden, -Anläßlich des Ablebens des Ex-Sultans Abdul Hanrid weist Otto M a-y b.a ü m im „Egyenlöseg" auf die iLympathren hin, welche der Verstorbene den Juden seines Reiches gegenüber in vielen Fällen bekundete/ So water der erste türkische Herrscher, der den Juden die volle Gleichberechtigung mit den Mohammedanern sicherte.-Bei seiner Thronbesteigung erließ er ein Jrade, auf Grund dessen die. Großrabbiner im 'türkischen. Reiche ständige GehAter bezogen, womit. er sie zu Staatsbeamten erhob. Alljährlichzu Pessach mußten Über seinen Auftrag dem Großrabbiner der Türkei 8000 Franken zur Verteilung an arme jüdische Konstantinopler Familien übermittelt werden. Als.'im? Jahre 1881 die lretensische Regierung die Juden von dem Wahlrecht für die Städte ausschloßannullierte- Abdul Hamid die mit Ausschluß der Juden . vorgenommenen Wahlen und erteilte den schuldigen Behörden eine scharfe Rüge. Nach, der großen Brandkatastrophe,vom Jahre 1882, durch welche -7000 jüdische Fancilien obdachlos wurden, Hai Abdul Hamid alles aufgeboten, um die Not der Betroffenen zu lindern. Im Jahre 1883.wurde der damalige Großrabbiner Moses L e w y'' durch - Abdul Hamid mit einem Orden ausgezeichnet. In der darausfolgenden Audienz, in welcher, der Chacham Baschi' für die Auszeichnung dankte, gab der Sultan auch persönlich seiner Sympathie für die Juden; Ausdruck und gedachte mit Bedauern -der - Tatsäche, daß in änderen 'Ländern die, Juden so vieler Leiden, Verfolgungen und Ünterdrücknngen aufgesetzt sind. ,-Ich meinerseits," betonte Abdül-Hamid, „bin mit Meinen jüdischen Beamten außerordentlich-. zufrieden, sie sind sehr arbeitsam, fleißig, verläßlich,und ich. habe' auch die Absicht, 'ihre Zahlszu vergrößern:" Die Folgedieses VerspM'chetts'WÄrf daß die Juden von' dieser:-Zeit an in EMei Hichser zu Staatsstellni: gen gelangten.^JmStaatsrat sißk auch her - Jude - Behar . Esfendi .A s!k:e n as i

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