Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 9 (1.3.1918)
- Date
- 1918-03-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr. B Dr. Blqch's. Wochenschrift gchieuenem, Kuttusvorsteher Sakomon B r.o d, .ferner' den dWmantt 'des. tTemPe tv ereines für d en 19.'. Bezirk Mo ritz M:ül l:e r - sowie den nanreM des Tencpelbäuvereines des 8. Bchirkes erschienenen Sekretär Ignatz Rosenberg und erteilte dem Schriftführer Ignatz Glück das Wort zur Verlesung des Protokolls der vorjährigen. General 'Versammlung,. welches verifiziert wurde. Hierauf wurde als Einleitung zum Rechenschasts bericht folgende Ansprache verlesen: G e e h r t c G e n e r a l v e r s a NI m I u n g! Am 17. Februar v. I. habeii wir nach vorausgegangenom Jubilänms-Festgoltesdienst unsere 50. Generalversammlung abge- .batten. -Ans diesem Anlässe hatten wir die Gtzre. die Vertreter der hohen t. k. Statthalterei. des Polizeipräsidiums, des Herrn Bürgermeisters der Stadt Wien und des Kullusvorstandes in unserer Mitte zu begrüßen. Wir freuen uns, konstatieren zu können. säst die bohen Funktionäre, nachdem sie dem Festgottesdienst beigewohut haben, in der Generalversammlung ihre Befriedigung über das Gesehene und volles. Lob über die zweckmätzigc Einrichtung und Ziele unseres Vereines ausgedrückt' haben. - ' - ' In dieser Generalversammlung haben wir UNS auch der .Hoffnung hingegeben, da st wir die nächste, also hie diesjährige, bereits in einer Friedenszeit werden abhalten. .Leider hat sich unsere Friedenshoffnung i nicht .erfüllt. Wohl' scheint ' ein partieller Friedensstrahl das düstere Gewölk des Kriegsplstandes teilweise zu erhellen, wir aber wünschen und. hoffen, dast in diesem Jahre die Friedenssonne hell und klar anssteigen und . Glück und Segen der hartgcprüften Menschheit spenden wird. Richten wir nun einen Rückblick auf das abgelaufene Bereinsjahr in der bestimmten Erwartung, das; im kommenden Jahre die schwierige Lage unseres Vereines in friedlicher Zeit sich bessern .und dast derselbe zu jener Blüte gelangen wird, die allen unseren Mitgliedern am Herzen. liegt. , . -Trotz der schweren Zeiten sind die Einnahmen aus der Sitz-' .miete -und die Mitgliedsbeiträge um etwas gestiegen, auch bti; .Spenden und Stiftungen, ergaben eine Mehreinnahme. dagegen sind die Einnahmen aus den TrauungstaXen fast stationär geblieben und weifen einen Ausfall gegen die /Friedensjahre von beiläufig 3000 Kronen aus. -. Ebenso entfielen die Einnahmen Ans...-.der^ .alljächr.lich qrftch.tet^n,. Bxth.apsftlÄL:,; -da, wir eine solch? wegen Mangels eines der .Würdeunseres Gottesdienstes geeig-, Neten Lokales und der nötigen. Funktionäre nicht aktivieren -könnten. Von den namhaften Spenden treuer Vereinsnütglieder und nusterhalb des .Vereines, stehender Personen im. Betrage von 23.428 Kronen haben wir im Sinne der Spender 13.887 Kronen an verschiedene WohttätigTeitsanstalten abgeführt, so das für unsere Vereinszwecke viel weniger als die Hälfte zur Nerfügung stand, und so tnustteil wir mit einem Deflj'it abschliefen. Bei allen erschwerenden Umständen war der Vereinsvorstanb bestrebt, den Anforderungen des Ritus in unserem Bethause gerecht zu werden - und daselbst eine weihevolle Andachtstätte zu erhalten. Der bisherige erste Kantor Hermann M a pervw i t s ch wurde, mit Rücksicht auf seine allgemein befriedigenden Leistungen. zum Oberkantor ernannt. Ferner'wurde der Chor verstärkt' und unter die ' .Leitung eines neuengagierten tüchtigen Chormeisters gestellt. In den rnk abgelanfenen Jahre abgehälieneN. Sitzungen wür- . den die Vereinsangelegenheiten gewissenhaft geprüft und prompt erledigt.. In der vorletzten -sihung des Vereinsjahces hat der Vorstand seine - Dankesschuld -an den) uni unseren Verein hochver- : dienten Obmann Gottlieb Bettelheim, der.uns leider durch den Tod entrissen wurde, damit , erfüllt, daß beschlossen wurde, dem Andenken desselben eine Votivtafel im Gotteshanse anzubringen, in 'dem Gotteshause, welches auf seine Initiative entstanden und zu dessen Gedeihen er im hohen Maste gewirtt hat. Zum Schlüsse unseres Berichtes. erwähnen wir in pietätsvoller Weise unserer im abgelaufenen Jahre verstorbenen Mitglieder Salo Cohn, Alois Hecht, Nathan Malamet, Morilj Setrcho laiserl, Rat Moritz Waizner, Arnold Weishut. Mögen sie in Frieden ruhen! An die Mitglieder und Freunde unseres Vereines richten wir die Bitte, uns auch in diesem Jahre kräftigst zu unterstützen, damit die.heiliye Institution unseres Vereines, nnser herrliches Bethaus, zur -Ehre Gottes und zum Frommen der jüdischen Bevölterung - nnsercs Bezirkes würdig erhalten .werden kann. .' Nach dein Berichte der Revisoren wurde über - deren Antrag dem. -Vorstandedas Absolutorium erteilt. "d.'.'.'d-HÄrauf-'ergriff. Kultusvorsteher S. Brod das Wort Md Mhriel unier anderemaus': Im 9. Bezirke niohnhaft, sei er seit Erbauung des Tempels Mitglied des .Bethausvereines, .muß -per konstatieren, daß 'sehr viele -äWtze und einfülßreiche.Midpn diejes Bezirkes der -Tempetz gemeinde fernstehen untz rhre:-religiösen Bedürffristze m anderen Bezirken zu erfüllen suchen, was natürlich eine Verkürzung des Bethausvereines zur Folge hat. Er empfiehlt daher eine -Aktion zur Heranziehung der dem .Bethausvereine fernstehenden Persönlichkeiten des ^.-.Bezirkes. Schließlich spricht er dem Vorstande Tank..und Anerkennung namens des Kultusvorstandes für die Aufopferung im Dienste des Kultus und der Religion aus und verspricht, nach bestem Willen und -Können für diz? berechtigten Wünsche des Bethausvereines beim Kultusvorstande einzutreten. An der hiernach starlgefundenen Debatte beteiligien sich lebhaft die Herren..Josef Steiner, Karl Schön, Reg' erungsrar F r a n k f n r t e r, Sigmund Lamv.pt. Nach den Erwiderungendes Sbmannes Dr. 2 ch n e p p und d es Schriftführers Ignatz Glück lvurde zur Wahl von drei Vorstands- und sechs Ausfchußmilgliedecu geschritten und in den Vorstand di: Herren Adolf M o f e r und lais. Rar Alfred W i n t e r wieder^ und Isidor Trebirsch nengervähll. In den Ausschuß» wurden gewählt die Herren Jo e.' Fu-ck/s, Leopold Hend, Gerch'.l Ko ratet, Julius . R o se uba zz m, Dr. Adolf Steiner und Wilhelnr P a p p e n h,e i m- In der arn l8. Februar stattgefundeuen -Ätzung lonftiinierte sich der Vorstand wie folgt: Tr. Woritz Sch ne pp, Obmann: Adolf Moser, Obrnannschltverrreler: Ignatz Glück, Schriftführer: kais. Rat Alfred Winrer, Kassier: Regie.nngsrat.Dr.. 2. Frankfurter und Friedrich Kraus- Revisoren: Salo Fuchs, Isidor Trebitsch und Regierungsrat Ignatz Willi e l m, BeLhausvorsteher: Josef- F u ch s, Leopold H.e n d, Gerson Kornlek und Julius Rose nba um, AB«: hausvorsteherstellverrreter. TätigkeitsöMch-r''ber'„Wed'.-lilchen Fürsorge", Wien, 1. Bezirk, Schottengafse 10. - ' Der 'Vorstand die'es Verbandes startete in der'Mken Delegiertensitzurrg seinen Jahresbericht ab. Unterf' dem Vorsitz der Ehrerwrändentiu Freifrau Charlotte" von Königswarter und - der Präsidentin Regine llltz m a n n fanden 6 Delegierten- und- 49 Arbeitssitzuugeu statt, welche 853 Fälle - (davon 633-»ttöne) in Arbeit nahmen. Die .Fülle von Arbeitskräften,' die dem Verbände zur Verfügung flehen, ermöglichte eS, daß nicht ein Gesuch unrecherchiert blieb und daß. unter dem Vorsitze der Vrzeoräfitenti'.l Hermine Kadisch während des ganzen Sommers Sitzungen stattfanden, wodurch-.viele Familien von der nicht leicht wieder gutznlnachenden Delogierung gerectet wurden. Unter Leitung der :Frau Professor Roth und Frau Dr. Sidonie Kahn hat. der Arbeitsausschuß zahlreiche Unterbringungen in Waisen Häusern, Bänden-, Taubstummen- und Krürpelarrstalrerr, in ^Kinderkrippen, Versdrgllngshäusern und Ziechen Häusern dnrchgesührt: um die Unterbringung in-Spg talern machten sich namentlich die Damen N o b l.mnd Wallt u ch hochverdient. Die -Stellenvermittlung der Für > sorge hat schon manchen.schönen Erfolg aufzuweisen-: und zieht jede Form ehrlicher Arbeit m ihren Bereich:, so hat sie einer Leicheniväscherin eine Anstellung, einerrchochU talentierten Malerin Verkauf ihrer Bilder verschifft.' Gänzlich Verlassene wurden im Sreinhof und im Lau -, desgericht ausgesucht, irr welchen Attionen wohl der. Keim zu künftigen Sektionen liegt. Frl. Ro'a Schur decrent im Verein mit dem „K r ante n b e s n ch" ulld?- Ehntvürden Dr. T a g l i ch r.in aufoeferndster Weise' däA j übischen-Pfleglinge des Bersorgungshanses iit Lainz,Ueber hurrdert Paar Schuhe konnten' dank einer Spende der Schuhzentrale verteilt ruecden: durch die angeschloffenen .Aüsfpeifnngen wurden zahlreiche- Kranke 'nno Gesunde um nährhaster oder'biÄeti.scher Kost versehen- Dre.Wlle