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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-03-01 · 9 (1.3.1918) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
9 (1.3.1918)
Date
1918-03-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Sk. s Pr. mm# WoHenWrist zhm Herrn seines Landes und seines Schicksales machen mutz, fügen sich die Mischen Forderungen in das' Programm der Alliierten ein. Von dem' Augenblick an, da man den Entschluß -gefaßt hatte, Palästina dem türkischen Joche zu entreißen, hat die englische Regierung welche diese Aufgabe auf sich.nahm und sie mit so viel Erfolg durchführt, das' volle Recht, die Zukunft ihrer Eroberung zu bestimmen. Sie räumt sie den Juden ein. Sie will ihnen die MöWchkeit geben, ihren Jahrhunderte alten Traum M verwirklichen. Wenn es der jüdischen Nation gelingen wird, sich wieder zu konstituieren, werden ihr die wichtigsten Grundlagen nicht fehlen, welche die solide. und glänzende Ausrüstung eines Kulturstaates ausmachen. Zweifellos werden viele berühmte Juden in den -Ländern znrückblciben, wo sie ihren Namen gemachr haben. Aber die Lebenskraft dieser Rasse wird diesen Mangel ausgleichen! Jüdische Ingenieure für Palästina. Dem Jüdischen Preßbureau in Stockholm wird aus Newhork telegraphiert: Die vor einem Jahre gegründete zionistische Technikerorganisation erließ einen Aufruf an die jüdischen Ingenieure Newyorks mit der Aufforderung, schon jetzt ihre Fachkenntnisse auf die Bedingungen der Arbeit in Palästina anzupassen, damit sie in dem Moment, wo das jüdische Volk ihre Kenntnisse rmd Fähigkeiten benötigen wird, nach Palästina auswandern können. Mehrere der bedeutendsten jüdischen Ingenieure haben sich dieser Organisation angeschlossen. Verein zur Rettung verlassener jüdischer Kinder Galiziens und der Bukowina. Der Weltkrieg, der die Kriege aller Zeiten au Un» fang und verheerenden Begleiterscheinungen weit überreifst, -hat auchden Abwehr- und Verteidigungsmaßnahmen sein Gepräge gegeben: das ungeheure Elend, das dieser Krieg über die Menschheit gebracht hat, löst auch dementsprechend große Gegenaktionen aus, um dasselbe zu bannen. In der Leidensgeschichte des Krieges ist die Not und der Jcnnmer der verlassenen jüdischen Kriegs^ waisen iM östlichen Kriegsgebiete wohl das traurigste Kapitel, und die Aktion,-die sich das Ziel gesetzt hat, diese bedauernswertesten, aber vor allem hilfsbedürftigsten Opfer des Krieges, denen die Eltern entrissen, das Vaterhaus zerstört, die Heimat irr Trümmer gelegt wurde, vor dem Untergange zu bewahren, ist ein monumentales Werk, das dereinst Zeugnis ablegen nchrd dafür, daß diese große Zeit auch ein großes Geschlecht gefnn.- öeit hat. Diese Ausgabe, hat sich der Verein zur Rettung verlassener jüdischer Kinder Galiziens und der Bukowina in Wien gestellt, dessen Tätigkeitsbericht anläßlich der aM 21. Februar d. I. stattgehabten zweiter! Generalversammlung erstattet wurde. . Hervorgegangen aus der Initiative des berühmten Gelehrten. Primarius Prof. Dr. S. E hr m a n n, ist dieser Verein eine 'Schöpfung des Verbandes der isr. Humanitäts'vereine. „BMai BKith"' für Oesterreich. Unter dieser Mächtigen Patronanz und mit der wertvollen Unterstützung der in ihm organisierten Humanitätsvereine, deren Mitglieder auf allen Gerieten der Kultur, der Wissenschaft und der Wohltätigkeit Hervorragendes leisten, hat dieser Verein unter der Leitung seines unermüdlichen Präsidenten 'Dr. Edmund Ko h n in der kurzen Zeit seines Bestandesungefähr eineinhalb! Jahre, bereits große Erfolge zu veHeichnen. Mehr als 6000 verlassenen jüdischen Kriegswaisen wurde Hilfe gebracht, teils durch, Unter-- Müngüngd in 21' neu errichteten Waisenheimen, teils, durch fortlcnrfende Unterstützung in Familienpflege sowie durch Beistellung von Bekleidungsstücken. Die. BeiVficrffittt«-. hiaur orfnri'orfirfrtm /rrntop-n fS!p-fi'vmtHpf der Sektionen in Galizien und die heute so schwierige Anschaffung der Einrichtungs- und Bekleidungsgegenstände stellen eine FAle von Arbeit, Initiative und Hilfsbereitschaft dar, die nur eine großzügige Organisation zu leisten imstande ist. Der rastlosen. Tätigkeit dieses Vereines, dem es gelungen ist, die ungeheuren Schwierigkeiten desMnfangsb stadiums dieser Aktion zu überwinden, wird der volle Erfolg auch fernerhin nicht versagt bleiben. Noch! ist ein weiter Weg tzurückzulegen, um das erstrebte Ziel zu erreichen. Viele tausend Kriegswaisen sind noch zu versorgen: die Fortsetzung der Fürsorgetätigkeit für die untergebrachten Waisen erfordert weitere große Geld? mittel. Fernerhin ist Vorsorge zu treffen, daß die heran^- wachsenden Waisen, als gute Jüden und brauchbare Menrscheu erzogen, einem Berufe zugeführt werden, der ihnen das Forrtömmen in der Welt ermöglicht. Pflicht jedes Juden ist es, diesem eminent wohltätigen Vereine als Mitglied beizutrelen und seine Humanitären Bestrebungen durch große Spenden zu fördern. Dann wird eine ganze Generation, vor dein Untergänge gerettet, dem Judentum und der arbeitenden Menschheit zurückgegeben sein.Die Leiden der Jugend werden ihr^znr Quelle der Hilfe nach dem Worte des königlichen Längees David: Der Wiederaufbau des Seopotdstadter Tempels. Dem Komi: er (2. Bezirk, Teureelgasfe 3) sind irr dU abgelauser.en Woche nachstehende Spenden zugekommen: XVII. Spendenli st e. Firma Wilhelm . Beck & Söhne, Wien K. 3000.— Herr Dr. H. F. „ 500— Herr Max Redlich, Wien, 2. Bezirk 500 — Herr Äiegmund Bose!, Wien, 1. Bezirk, Erhöhung auf tt 2000— Frau Erna Hönig, Wien, 1. Bezirk „ ' 300.— Herr Samuel Salzer, Wien, 2. Bezirk „ 250 — Herr Michael Sternseld, Wieu, 2. - Bezirk ,, 200.— Herr Robert Schüller, Wien, 2. Bezirk 50 — Herr Theodor Piowari, Wien, 2. Bezirk Herr Adolf Aufrichtig, Wien, 1. Bezirk ,. Herr k. k. Kommerzialrat Leopold Adler, Wien,-4. Bezirk „ Herr Jaques Herzog, Wien, 1. Bezirk „ Herr Ludwig Sabath, Wieu, 2. Bezirk Herr Ludwig Adler, Wien, 2. Bezirk, Erhöhung auf „ Herr Nathan Reitzes, Wien, 2. Bezirk Herr Josef Fuchs, Wien, 2. Bezirk ,. Herren Heinrich und k.n. k. Lt. Stefan ' Ausländer, Wien, 2. Bezirk „ Herr Alfred Landesberger, Wien, 2. Bezirk, . Erhöhung auf „ Herr Sandor Friedrich, Wien, 9. Bezirk ,, Herr David Politzer, Wien, 20. Bezirk „ Herr Josef Kleemann,. Wien, 2. Bezirk „ Herr Leopold Lazar, Wien, 1. Bezirk „ Herr Gustav. Libesny, Wien, 2. Bezirk „ Herr Oskar Landauer, Wien, 1. Bezirk „ Herr Heinrich Donath, Wien, 9. Bezirk „ Herr Adolf Kohn, Wien, 3. Bezirk - Herr Direktor Paul HamMerschlag, Wien, 1. Bezirk " 100— 50.— 100.— 50 — 50.- 250— 50.— 50.— i 130.— 600.—; m.—i 100.- 50.— 50.— 50- 50.— 50 — 50 — - - - t50o;—

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