Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 8 (22.2.1918)
- Date
- 1918-02-22
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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NLÜksttsatzzefge., -Der-mt.Dezenter -1911..LemJudenr.r:u..itz:s?-Z7lEtre Luir Max rtte»;«s--BöWemat//geoo-'e«. r/. Le-- zemtzex.-,1.882 ln.Wen) M: Twieder^gum".-JudentMe?: zvrückgetveten^ - des. heurigen Chanp-kkäfcstes. hielt der Leiter' -Äs -Beschäfrlgrrngskursts /.für Flüchtlingsklnder vor den ^ier. .feit- Änsbruchh^s Krieges nntergebrachten --jMschen'-Flüchtnnge/RMelen hastn anM1<RyörnettzißMler' -.Semer Majestät des .KaisM'-^ .MAdlgungsMegrckmtr 7 Mr. dhe 'in der Thronrede am 4. D^^nÄer' lÄ.7 vorn 'ZWsü /geHäHM-' .'TtzöjÄorte für die unglücklichen /Flüchtlinge/" zoöt-auf .Ser'' 'Leitender FlSchtlingsschule, Herr- Äbrähäm Licker, ^nachstehende ^Zuschrift Erhallen? hat. K. t Bezirkshanptniannfchast in Nitolsburg. Z. - 33.132, am .27. Dezember- 1917. Herrn dlbraham Lllrer, - .Schulleiter in ' Pohrlth. .lleber- -Trlad - E>'^'-^t»kkk»ir1k«'«»riin'Aiidi'<>«n«r^ in Brkiüi» rin-ni : . WM "/-.UM« iWMWriM - ^7? , ■/- . CR? --. 'Mhrch.vvch^-Don/Dk/'-Maye»: M«er7" - ^Bh^AM'üte' HWMrr 1M5 atmete -man' in' .Kiew FrWsirgUuA HuM die vonSchnmtz!■ uitÖ ßpinnQewctk. blinLen FensteL meines GejWtgnijfes ist Ält-Kiew rangen sich mühfrün die' StraWen -der Sonne durch,' um uns ahMN -M^WM-^rviesßWn-Me -ÄÖ "draußen sei, und um-Mns^nM /noch ^Itößch-er BitternD die Schwere unseres" WAkchles empfutdüt zülassen- Denn irr einigen Z^gey'HMeft' wir, dic/langL, -weite' Reise" nach' SMrien antreterr/HM , - : ... . - ^Rhch-NA. 7 sechstvöchigen Arreste erschien mir die EisdWMMrt. 'irr-HeM'üWg Weiers Machmänner wie e ine -MeWiM. - Tage und Mächte vergingen, und noch mMrer -war ÄL' GKntze TürostäS und Asiens nicht errevchü. Schier entzlos.'dehnte / sich da§ Ähemats" heilige mljsWMMMch.MWtM -D-r der llräl WersHritLen 'und- .fast- WweWrWM urnMgen uns die kalten? ^Schauer sibiyHÄ^^./EMHltzrch'Mk.Mchw^ die Sonnen auf diese ÄMMHM-''WKstD//wO /Wch.'."aber '-diese r.Sonne war fW^HKi.jMZMd^^'iW»EchÄ!:/.wiH-rlnshr' Schicksal. t.chtzMrAeMt-^angech^Tagen und Nächten kamerr.wir rHEE^H^^EEev/föllLe^unA der Jsyratvnik das Dorf dem wir Lxß Mm Kriegsende. lebenmüßterr. trage?MMEEüastes dW Ministers des JMerii' vv,m' 12. De-/ zembör ,l'9k'k7/A. '24ÄWM. ° 1,' für die von tu Ser. dortigen - GemeiM'L unt'ergevrächten füÜischen Früchtlinge am 9? Dezember 1917 Luf ' EgräpWchenr' LÄge Mm 'AusdrnS gebrachte- Loyalitäts- Pndgehstng' d.er 'Ällerhbchste Dänk bekänn rgegrvL.n. Dsr k. I. Statt« haltererrat. Kretschmer . . . . . . W-.8 .-.- WVWKWWWr'WStzWV^WWMMg, rveEen>Mr/Ln,--M>WWslW^'OeÄäs^,f die Tür gessErrt mrd rrUN -sitzen wir -wietzsx- Ein^ .kleiner Raum -nrit .verg'Mrten -Fenstern- Längswand auf Pritschen eine bunte -Gesellschaft vyn Landstreichern, harmlosen. Tascherrdieben. und? VerschM len aus' Polen und Galizien — zumeist.Inden.; Der Abend brach an. Dgs kleine Oelläntpch'en ..verbreitere nur ein schwaches Licht..;Mir. waren^ -ettvL.,^eeiHN- S^uvenge^wssen. Eng aneinanoergedrücktsast jederans seinem! Mnoel, in Mdanten der, unken. Atit Mühe war est nrir gelungen, in ver Nähe des. Fensters ein Plätzchen zu -finden, wo ich mit eing^ogenen Beinen zu -schMen gedachte-? . ’ c (< ’’ / Da höre ich eure Stimnie: ,,Wßl.Ht,,'daß. heute Purinr ist?" ' . -^ - ~ . Purim! Dos Wort traf mich wie ein : KeuLem fchlUg- Das Purimfestvwar Mr mich, eine köstliche Jugend?. erinüLvung und doppelt heilig. Mein Barer, mein Vieh/ gelleb/er, ieurer Pater, war vor mehr als sieöFig Jahren ' gerade, an Omem Purimabend geboren - worden.*). Wezes allgemeine.Wische Gedächtnisfest hatte.also Kr nns Kinder eine bejvndere Weihe und wir feierten esall-, jährlich in geradezu erhebender Art.. In wohlgesetzteu Versen in deutscher und hÄräischer Sprache belangen wir die Erinnerung an Epher -- und. Mordechai und. die glückliche Stunde, in der un>er Vater geboren war. Selbst, als wir Kinder schon groß geworden und. jedes/ seinen,, eigenen Hausstand gegründet yatte^- kamen w.rr von .na'huny fern an die.em Abend im Hause der Eltern zusammen, das Glück g enießend, * das wjr den guten Alten , duxch die Anwesenheit von Kindern und Kmdeskindern in:;jo hohem Maße? berefM Haben, . Wie.^schon, 4vie -rüh/.- relM^chöp "wareM diese Ahepde/ urchi/ wleÄherDMMAn^, war der. letzte Purimäbend des.Jahres -lstl-4, geweMl'' Und nun, anl Purimabend?.des Jahres.1915, lag ich? da, 6000 Kilometer 'von der Heimat entfernt auf, dem schmutzigen Fußbot.en einer Gesängniskammer. in -—.Sibirien! Wenn mir jemand ein. Jahr zuvor dies voraus-, gesagt hätte, ich hätte ihn für einen Narren oder einen Dichter gehalten, denn nur eine sehr ausschweifende- Phantasie häUe einen solchen Wandel der.Dinge für möglich gehalten. Aber der Weltkrieg w.ar gekommen und? hat ganz andere Unwahrscheinlichkeilen möglich gemacht. So lag ich da, die Bretter meines Lagers Mit meinen Tränen netzend- Wohin hat mich mein Schicksal versch.agen? Wo weilen meine Lieden, wo trauern jetzt meine greise Mutter, meine unglucktiche Gattin, meine, guten Kinder! Alle, alle, die ich liebe, wie weit sind siewie Weit und wer weiß) tvas^ Herbes ihnen der Krieg noch bringen wird! - " Voll mrd rund schien der Mond durch die Gitter m-ernes Gefängnisses und beleuchtete das-seltsame Bildnnd ich sah Menschen, die gleich mir sich in Schmerzen wanden und Tränen schluckten bei dem Gedanken .an ihre Lieben daheim! und an den heutigen - Purim. Lange lag ich noch da, M nkich. endlich der Schlaf über - mannte, der beste Freund aller Unglücklichen und Beladen en. - Ich träuntte von schöneren Tagen. Ein- Jahr war vergangen. Schlecht und recht hatten wir uns in das Elmrd des Exils eingelebt. Auch die sibi-- rische Landschaft hat^^ Hre' Reize. Die^^ langen Würter mit ihven — 60 Grad Celsius, erreichenden Tagen und. Nächten, die kurzen, überaus heißen Sominer, das Leben . *) Ä/s ich im .September 1917 aus. der rufsifcheu Gefimgew>. schaft nachWien MrüSkehrte, rzffuhr ich, daß rr inztöischey genau am Zom»Kipuc?1>es Jahres 1015 in Wien gestövbvr war. gch konnte nü^ iwch an ssAeür Grabe4«ÜWr, . D er Aufor. -