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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-02-22 · 8 (22.2.1918) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
8 (22.2.1918)
Date
1918-02-22
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 8 Dir. BloH's Wot Sette 125 wird -bei uns in Ehren bleKMZchWD.lW?:HtU^tag-anderer,- UM- - imtfer. ^llnternMrep<-(bespähers., Serdienter, .Mben' wir auch den seinen irri' die TaMsHr."JahMiteü -ä^fgenoMmen, die laut unseren Satzungen' in Saffeb-ribgHalten werden. Das Präsidium. Kranzablösmrg der Schülerinnen der Bürgerschule 2. Bezirk, Lzerninplatz 3, für Direktor Benjamin Pläner ges, And. als „Kimchä d'pks'cha" für die Armen in Palästina. OVeWntlor! Siimiou TünMn-u. -Unerwartet und vorzeitig wurde der langjährige, vortreffliche Oberkantor 'des Mariahilfer Tempels - Simon Dünm an n, ein 'Meisterfänger von Gottes Gnaden,- abberufen. Mit denk Vorstande des Mariahilfer Tempelvereines' trauert eine, zahllose Gemeinde von Bewunderern und Verehrern, die der Heimgegangene durch Jahrzchule durch feine vollendete Kunst und die Innigkeit feines Vortrages Zu hoher- Andacht gestimmt hat. Simon Dü nm a n n wurde 1852 in Terlize. geboren und erhielt eine gründliche musikalische Ausbildung in den Konservatorien in Bukarest und Wien, wo erd zu den Lieblings schule rn Prof- G ä n s da ch e r s gehörte.-Int Jahlre 1884 auf den Posten eines Oberkantors, an dem neuerbauten Tempel in der-.Schmalzhofgaffe-^berufen, wußte er durch seine glänzende ums italische; Begabung und seinen vollendeten Kunstgesang die Herzenaller andächtigen Zuhörer in besonderer Weise ,zu rühren. Er hatte die Gabe, durch die Innigkeit feines Vortr-ages und durch feines musikalisches Verständnis auf die Zuhörerschaft zu wirken, wobei ihm als äußerer Behelf dain selten schöner lyrischer Tenor zustatten kam. Unnachahmlich war die Würde seines Vortrages'. Jede Linie seiner Haltung und Bewegung atmete die-tiefe Harmonie, von der gleichsam' sein ganzes. Wesen durchdrungen war. So war er geradezu prädestiniert für sein heiliges AMt, das er auch Mit ungewöhnlichem Erfolge durch Mehr, als drei Dezennien bekleidet Hat, --Ihm war es von der Vorsehung gegönnt, bis' in seineletzten Tage in ungeschwächter Kraft auf der ganzen Höhe seiner Kunst, zu wirken und mit einem seltenen, nicht-gering zu rühmenden Pflichteifer hat er sich bis an sein Lebensende seinem' hehren Berufe gewidmet. So. groß und unerreicht SiMon Düumann als Künstler, war, so trefflich und gediegen war er auch als Mensch.-Mit sichtlichem, für die Fernerstehenden kaum, erkennbarem Interesse verfolgte er die großen Problems unserer Zeit und bildete sich darüber ein auf Menschenkenntnis und Erfahrung gegründetes richtiges Urteil. . Er hatte ein .goldenes Herz-, war für die Leiden seiner NebenMenschen immer zu finden und von einem Gerechtigkeitssinn, der ihn der Sache zuliebe so.oft den eigenen, Vorteil hintansetzen ließ. Musterhaft war. sein inniges, harmonisches Familienleben und. seine ganze Sorge und Zärtlichkeit galt seinen trefflichen Kindern, einer Tochter, der Freude seines Alters, und vier prächtigen Söhnen, die seit Kriegsbeginn das Ehirenkleid des Offiziers trägen. Wohl hat die stete Sorge um seine Kinder seine früher, blühiende Gesundheit vorzeitig unterphischew Platte gezeichnetes, mohlgetroffei^s Bildniszdes rühmlichst bekannten Trebrtsch-Fr Rabbiners. Joachim (Ehajim Josef) Pol.lak s. A. (geb. 16. Dezember 1796, gest. 17. Dezember 1879. 2.Tebet 5640), des hochgelehrten KvTmnentators des Werk:s A k e das I i z ch a k von Jsak A r a m a - (gest. 1494) erhalten-. Dieses Kunstwerk wird/gewitz das Entzücken aller jener bilden, . die Rabbiner Joachim Poll ak noch persönlich kannten, und der zahlreichen Gelehrten, die den verewigten Meister aus seinen in Rassischem Hebräisch nbgefatzten Werken kennen und dessen verewigter Sohn, . Dr. Samuel Poll ak, zuerst Rabbiner in Schaffa, und dann bis zu seinem Hinscheiden in Trebitsch des großen Vaters würdiger Nachfolger war. Beider Andenken sei gesegnet! . M. A. Wien, Sonntag den 3. März . 1918 um halb 3 Uhr nachv mittags findet im Theater ,,Wiener Kämmerspiele". ' 1. Bezirk, Rotenturmstratze 20, eine Wohltätrgkeitsoorstellung zugunsten des. Jüdischen Nationalsonds statt. Zur Auf- - führung gelangen in jüdischer Sprache: „Schwester n" von I. L. Perez, „Glüchsv-ergesfene" von David PinSki ,,Wi n ter" von Schalom Asch. „A Ejze" von Schalom Alejchem, dargestellt von. Mitgliedern der ,,Jübi scheu Bühn e"< Die" Aufführung einiger hervorragender Bühnenwerke der.jüdischen Literatur.im Rahmen eines. modernen Theaters gibt hier zum. erstenmal auch Fernstehenden Gelegenheit, diese jüdische künstlerische Produktion nach Wert und Eindruck unbefangen auf sich wirken zu lassen. 'Kartenvorverkauf: Tageskassa Wiener. Kam- . merspiele, Buchhandlung R. Löwit, 1. Bezirk, Rotenturmsttatze 22 Jüd. Nationalfondsbureau. 2. Bezirk,; Zirkusgasse 33. Bernhard Scharrer, 20. Bezirk. Treustratze 3. Verein „Zuflucht". Dem seit vie'en Jahren bestehenden jüdischen Frauem Wohltätigkeitsvereill „Zuflucht", der sich zur Aufgabe gp stellt hat, verschämten Armen in ihrer Not beizustehen und zu neuen Existenzen zu verhelfen, ist jetzt im Kriege ein neues Feld seiner Tätigkeit eröffnet. Es' sind dies die Witwen und Waisen gefallener Krieger, denen der Verein seine besondere Fürsorge angedeihen läßt und. ihnen durch Geldmittel oder durch Erlernen eures Berufes Gelegenheit gibt, sich eine eigene Existenz zu begründen. ' Der Verein richtet nunan alle seine Mitglieder und Gönner die Bitte, ihn durch Spenden und Mitgliedsbeilritt zu unterstützen und so zu ermöglichen, dem vielen; Elend und der großen Nor Linderung zu bringen. . .. Allgemeiner jüdischer Are eil erverein „Poale Zion", Wien^.2. Bezirk, Stefaniestraße 2. Sonntag den .24. Februar um 6 , Uhr abends, findet im Cafe Rembrandt, 2. Bezirk, Augartenstratze, ein Purimabend statt. Akademischer - Verein „Jüdische Kultur". Am 23. Februar .findet im Spietz-nmer des Cafe Adlon ein Vortrag unseres A. H. Dr. Meier Geyer über „Die 'Neuerscheinungen in der jüdischen Literatur" statt. Beginn 8 Uhr abends. Gäste willkommen. „HätMrH". heor.-akad. Vereinigung.. Sonntag den 12. Adar (24. Februar) findet ein Vortrag des Herrn ^Dr. Josef Mieses über „Jedidjah Haaleeaudroni (Philo)" im Saale 2. Bezirk, Praterstratze 9, um 7 Uhr abends statt. Hebräisch sprechende Gäste willkommen. Sern, edles, durch keine Trübung gestörtes Charakterbild wäre nicht vollständig, wenn ich nicht seiner sprichwörtlichen Verträglichkeit, seiner Kollegialität gedächte; er lebte Mit jedermann im besten Einvernehmen und mir war er durch mehrere. Dezennien ein warmherziger; Freund, eintreuer Weggenosse. Mit tiefstem Dankgefühl und unauslöschlicher Verehrungy werden wir allezeit seiner gedenken! .. . ' - H. Bond y. " WiemUnsere grotze Gemeindebibliothek in der Ferdcnandsttatze v 25?, desÄ.2.7 BtziÄes l-hät ldurch j&: VermMlung.. des Herrn ProfessorsäMÄZNWch P o lläk' in' Jglau.,.ein E, Besitze seiner ehrwürdigen - Wuttmt Frau MäbbmerswitWe Dr. 'S, P oll a k' in Trebitsch, befindliches, -von Meisterhand auf einer ttthogra- Wien. Der Z'o.iistische Zentralverein, Sektion Ottakring-Hernals, veranstaltet Mittwoch den 27. Februar um halb 9 Uhr abends im Cafe Jungmann, 16. Bezirk, Ottakringerstraße 37, eine allgemein zugängliche Versammlung. Referent: Herr Dr. Otto Abeles. - Wien. Ueber Einlae u'.tg des neugegründeten Frauenvereines „Ahuwarh-Chesed" hält Se. Ehrw.Herr Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz kommenden Samstagabend um 7 Uhr im Festsaale des Cafe „City", - 9. Bezirks Porzellangasse, einen Vortrag über „Pu ri Mer Zählungen". . _ Die Veremsleitung. ß r.-i eg sfü.rso r g e. s y en d e: ,H«cr Salamon Hle r xl spÄchHe.' neuerlich- 500 Kt für kriegMümanitclre Zwecke und erhielt' eiMD'änkschreiben des Bürgermeisters.

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