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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-02-22 · 8 (22.2.1918) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
8 (22.2.1918)
Date
1918-02-22
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 8 TrdBtvchöWöchenschrist Seftt-121 :<£&r./i|8öifr'-ifjat--.B90-.jSdfi(dföt. tvarerr: ■■rA'zX vr inu^FiM- - . . ..551 im Hinter!. Ü Etappendienst 139 ‘ ' Von den 690 Soldaten waren: ' - ledig . . . . .. . . / . .623 verheiratet . .... . . 367* V.4- -. - H-' * (diese Wien 1153 Kinder). ... ' Vonden, 690 .Soldaten waren alt: . 17---20 Jahre.. ':?. 70 ’ 36—40 Jahre. . . . . .103 21-25 „ .;;V . "j^460;'c; 41—45 " „ . . . . . . 95 26-30 „ . . . . . . 104^^-46—50 - . . . . . .50 81-35 .. . -.100 üöeröli^ v , a Von den 690 Soldaten waren: c öerttunbet . 212 intern krank. . . . . . . 333 tpbükulos .. . . . . . . .82 nervenkrank'. . . . 28' erblmdet . '. . . . . . . ,7 invalid. ... 28 Bon den. 6^0 Soldaten waren dem Zivilberufe nach: selbständige Kaufleute . . 30% . Landwirte . . . . . . ..5% Handelsängest llte . . . .22% Studenten und andere intel- Handwerker; Gew<rbetreiligente Berufe. . . . -.5% bende und Arbeiter . . 38% Von den 690 Soldaten waren aus: Galizien . . ". . . . . .508 Bosnien und Dalmatien. . 4 Bukowina . . . . . . . 72 Deutschland ....... 13 Niederösterreich. . . . . 49 Belgien ........ 2 Südetenländer. . . . . .11 Russisch-Polen . . ... . 1 Ungarn . . ..25? ...... 5 Die Zahl der durch die russische Invasion vernichteieu Existenzen und geflüchteten Familien unserer Schüblinge beträgt an 200, .wodurch Man in-eine lange Reihe der erschütterndsten Familientragödien Einblick erhielt. Der Vorsitzende appellierte an die Versammlung, diese Aktion auch iM laufenden Jahre zu fördern. Weiters berichtet der Vorsitzende über die im verflossenen Jahre am 7. Adar (1. März) im Vereins'ftempel stattgefuudene Trauerfeier für die verblichenen Krieger des.19. Bezirkes^, bei welcher Gelegenheit, ebenso spie auch bei der Seelenfeier am Versöhnungstage die Nameir derselben verlesen wurden.^ Die Döblinger Helderr-Haskarah weist gegenwärtig 48-Namen auf, kann jedoch auf Vollständigkeit keinen Anspruch machen, da denk ^Vereinen keine amtlichen-Daten zur.Verfügung stehen. In Anbetracht der geringen Einwohnerzahll des' 19. Bezirkes eine leider unverhältnismäßig große Verlustliste. Nach Abschluß des Krieges ist die Errichtung einer Gedenktafel, enthaltend die Namen dieser im Dienste des Vaterland es Verblichenen, in Aussicht genommen. - In füdisch^ü-tureller Richtung chatte die Gründung .einer Volksbibliothek und' eines Lesesaales insbesondere die Heranziehung der jüdischen Jugend zum Ziele; nach dieser Richtung lassen sich schon jetzt erfreuliche Fortschritte erkennen. - Anschließend an den Bericht, dankte Herr kais. Rat Direktor Heller für die Förderung, deren das Blindeninflitut und dessen Zöglinge wie-die Anstalt für später Erblindete stets von dem! Tempelvereine sich erfreuen konnten. Kais. Rat Eer. v. Engel, Ehrenmitglied des Vereines, gab seiner Erwartung Ausdruck, daß die seinerzeitige Unterlassungssünde der KultusgeMeinde bald wieder gutgemacht und dem aufstrebenden Bezirk ermögiljcht werde, ein für seine Bedürfnisse ausreichendes Gotteshaus zu erbauen. Der Vertreter -der Kultus gemeinte. Herr Archi e^t Gärtner, sagte zu, diese Bestrebungen im- Schoße des■ Kultusvorstandes zu unterstützen, und betonte, daß die Muttergemeinde der Tätigkeit des Tempelveremes Döbling stets ungeteiltes Lob spende. Herr Vorst eher H o f fm! an n aus Margareten gab dem Wunsche Ausdruck, daß der Döblinger Vorstand die Vereiniaung sämtlicher Tempelvereine durchführe, damit deren Gesamtiü eressen entsprechend gewahrt werden kön- ' neu. Herr .Vorsteher Fr. Kraus überbrachte die Grüße des Tempelveremes für den. 9. Bezirk. Hierauf wurde dem Vorstände einstimmig das W'oütorium erteilt, wo-, für. her Schriftfichrer Herr' Dr.'Jakob Kohu namens des Vorstandes. Dank sagte. Die Generalversammlung beschloß über- Antrag' des Vereinsvorstandess einstimmig. Sei Ehrw. Herrn Rabbiner'Dri Fe uchtwang in Anmitglied zu .ernennen?. Veif. Mn .föaauü'. duvchgeHhrten. - Wählen wurden wieder-, hieKv'. üengewähltzm deü Vor- , stand die -Herren Paul v. Fi s che r, Bela , F r.ä-n kl, Herrmaun Kön ig, David,M an.nh eime r, MoritzM tP her st eru, Börserat Robert W or tmann und Louis Zern e r. - - . ’ Bei 1er hierauf erfolgten Konstituierung wurden in tssyu t u v v* | t) * . diü Bereinsleitung gewählt: zum Obmann Herx Moritz LMülkew/ 'zum sObmämistellverrreter.Herr -Felix Lederer, zum Schriftführer Herr Dr. -MDUN o h ll, zum Kassier Herr Gustav. Oester reich er, - zu Tempelvorstehern die Herren Max Beck, Ludwig P e k a r e k, Simvu Philip, zum Kontrollor Herr David Mannheimer und zum Hausverwalter Herr Ludwig L^ p i r a. Kriegspatmschast. .t Die Kriegspatenschaft ist populär, und verdient es auch reich ich. Lesen wir doch in ihrem letzten Ausweis, daß sie bis jetzt über.. 25.000 Soldatenkinder in sihre Obhüt genommen hak, daß sie für Unterstützung derfelben monatlich weit über 130,000 K. auszyhlt und daß, es ihr gelungen ist, durch die mustergültige- Organisation iaußer der Geldunterstützung auch regelmäßige ärztliche Untersuchungen, Aushilfe zur Entbindung,- Beteilüng mit Wäsche usw.) bei den Kindern, die . in ihrer Fürsorge sind, die Säuglingssterblichkeit auf einen- Bruchteil des sonstigen Durchschnittes - herabzudrücken. 'Gegeirüber hen beängstigenden Daten, die in der. jüngsten Zeit' über den Geburtenrückgang veröffentlicht wordensind,'kann dieser Erfolg der Kriegspatenschaft für die künftige-, EMwicktung unseres Volkstums nicht genug anerkannt werden. ' %•; v Daß die Aufnahme der. Kinder ohne jede JEcksicht auf Nationalität und Konfession vor sich gehtz ist' ja gewiß eine Selbstverständlichkeit, die auch von den meisten Institutionen, hie. ihre Einkünfte durch private Wohltätigkeit aufbringen, .gerne betont wird... Daß dies bei der Kriegspatenschaft nicht nur gesagt, sondern : auch praktisch gehandhabt wird, wie aus den Listen der Patenkinder zu ersehen-ist, das zu wissen, wird den , Lesern dieses Blattes gewiß willkommen fein. . . Da der Kriegspatenschaft die Beiträge ihrer Mitglieder nur für Kriegsdauer zugesichert, sirrd, muß, sie sich rechtzeitig Mit der-Frage beschäftigen, wie der Fortbestand einer Organisation, die so segensreich wirkt, auch für die' Friedenstzeit gesichert werden können Diesem' Zwecke soll, nun die eingeleitete Sammlung von Friedensspenden dienen; es war. gewiß, ein-glücklicher Gedanke der Kriegspatenschaft, daß das hohe Glücks'gefühl, -mit dem! jeder den Eintritt des nahen Friedens begrüßen wird,' auch jeden ° leicht geneigt machen 'wird, eine so so schöne Sache nach Kräften zu fördern. Aus dem Aufrufe zu dieser Sammlung, den wir in dieser Nummer zum Ausdrücke bringen,- ist alles nähere zu ersthen. . ' , Neherreichung von Dankdiplomen.. . . Am 11. Februar 1918 habendie im poliuschen Bezirke Schärdingam Innuntergebrachten jüdischen Flüchtlinge unter Führung ihres Rabbiners Herrn S. Fritzdem Herrn Bezirkshauptman-N Georg -Ritter von H eb'e n ft r eit und dem Herrn- Bezirlsoberkorilmisfär Franz Petrak je^ eine künstlerisch und.geschmackvoll-ausgeführte Dankadresse überreicht,, in welcher den genannten Herren der wärnrste Dank, der -Flüchtlinge . für ihre niMmernrüde Fürsorge, zum' Ausdrucke . gebracht wurde. - > . .> -;> - Vor der Ueberreichung hielt* Hern Rabhiiler D r i tz eine Rede,-in wskcher er aus die uiheryNkdliche-Tätigkeit

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