Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 8 (22.2.1918)
- Date
- 1918-02-22
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 8 Dr. VlW'S Wochenschrift Sette I M "schlechten Gesundheitszustand seine Zusage- -dieser Ber-. famWung beiwohnen zu wollen,, zurüctziehen wußte, und eröffn ete zu 'deM einzigen- Punkte , her Tagesordnung die .Debatte. •' '■■■ v - " «•” Komiteemitglied Herr Rudolf. Fuchs' sprach sich gegen die' Ausfolgung des Geldes aus und bemerkte, daß. bei' deM.hestehenden Mangel an der/Ptzpölkerungszahl -Msprtz^NdeN-.GotteDänser-n die.Notwendigkeit vorliege,. wenigstens im" Falle des Leopoldstädter Tempels eine entsprechende Vergrößerung der Anzahl der Betsitze anzustreben,. und. da/. der Präsident Herr. 33xv Alfred . Sie r'n dieser' Idee' Widerstand entgegensetzt so wöge das Geld der SäurMlung zur ErbauungL eines neuen Tempels int 2. Bezirke verwendet und hiedurch-die Kultusgemeinde gezwungen werden, den niedergebrannten Tempel-aus eigenen Mitteln wieder herzustellen. .Das Mitglied .des 'Arbeitsausschusses, Herr Isidor Sch w ar'tz, sprach sich für..die Ausfolgung des gesanrilielten Geldes unter der Bedingung aus, daß die Kul- Lusberwaltungdie.-schriftliche Zusage.dahin gebe, daß erstens in.'allenden Tewpelbau betreffenden. Fragen, die 'zur- Verhandlung Tw Kultusrate gelangen,, das Aktionskomitee, vertreten '-durch eine' Delegierung von mehreren Mitgliedern, zugezogen werde (Entsendung einer Delegation in das. Baukomitee), daß zweitens die Wünsche des AktionskorNitees, sofern denselben, keine ' technischen Schwierigkeiten entgegenstehen, Berücksichtigung finden -sollen-' d.h. izur Aüsftchrnng W gelangen haben. Der' Revisor des MtionskoMitees, .Herr Philipp K oh u, schloß 'sich chen Aüs'fiihirungen und denk Anträge des Herrn Isidor S chw a r!zan und betonte, daß die von Herrn Dr. Alfred Stern ex.praesiäio gemachten Zusagen 'unzureichend seien, daß diese vielmehr seitens des Kultusvorstandes schriftlich gewacht werden müssen, nachdem es ja nicht feststeht, daß Herr Dr. Alfred Stern zur' Zeit der Feststellung des Bauplanes/ bezw. des Baubeginnes,/noch an der Spitze' der. Kültus'verwaltung stehen wird. , 1, , . Komiteemitglied Herr Bernhard Gold ste in erklärte sich für den Bau eines neuen Tempels und gab der Anschauung Ausdruck, daß der Geldmangel, in der Kultusverwaltung dieser, bei. Wiederherstellung des Tempels nicht hinderlich sein könne, weil Man jadurch KreditinanspruchuahMe das Nötige herbeischaffen könnte, und der Kredit einer so großen Gemeinde nicht versagt werden wird. Die' KolNlteemitglieder Herren Anton . B eck und Dr.! Josef W.i n t e r n i tzschlossen sich den Ausführungen des Herrn Rudolf, F u ch s an; Herr Dr. W i n t e r n i tz fügte hinzu, daß wohl auf dem -'Wege - der Darlehenskontra-! -hieruUg die Kultusverwaltung in den Besitz der nötigen^ Mittel -zur Rekonstruierung d'es Tempels gelangen könnte,/! die SamMlungsg e'lder jedoch zum Zweckedes Baues-eines .' ireuen Tempels verwendet'werden sollten. Hiedurch würde dem -Mangel an der Bevölkerungszahl entsprechenden Gotteshäusern teilweise begegnet werden können- , . - Der Vizepräsident des .Aktionskomitees, Herr!. k. Schulrat. Professor - Dr. T s ch i a ß n y, beantragte, die .Frage Wiederherstellung oder Neubau eines Tempels zum Gegenstand einer besonderen Beratung zu machen, zumindest aber im Wege. einer Resolution dem Gedanken eines - nötigen Neubaues.Ausdruck zu verleihen. . KoMiLeeMitglied Herr Hofrat: Dr- S chl a g opponierte den Anträgen Fuchs.und'Dr. Tschia.ßny unter Hinweis' darauf/daß: die Aktion zum'-Zwecke des Wieder- - auchaues des abgebraynLen»TeMp.els: inauguriert wurde. Muter Diesem .PGtexte. die ^Sammlung, erfolgte, die Spen- " der demnach nur tzuM Wiederaufbau,nichtaber... zu . . ein eM Neubau das -Geld hergaben. Düs Komiteemitglied Herr Dr. Josef «Bbo-ch schloß sich dem-Anträge des Herrn Isidor Schwarz vollinhaltlich am Nach Antrag auf Schluß der Debatte, welcher angenommen wurde, erklärte' der Vorsitzende, den Antrag auf einen Neubau eines' Tempels.sowie/den Antrag des Schulrates Herrn Professors Dr. Tschiaßtty nicht zur Abstimmung bringen zu können, weil, wie Hofrät Dr. Schlag ganz richtig bemerkt habe, die Sammlung nur zum Zwecke des Wiederaufbaues des.abgebrannten Tempels erfolgte, die Aktion auch den Namen „Aktion zunr Wiederaufbau des Leopoldstädter Tempels" trage, es daher nicht, angehe, jetzt mit den eingelaufenen '-spenden einen änderen als ursprünglich beabsichtigten Zweck zu verfolgen. ' ' Sodann erfolgte die AbftirnMung über den Antrag des. Herrn Isidor. Schw arz, welcher Mit 11 gegen 9 Stimmen angenommen wurde.' Bor der Abstimmung hatten Zahlreiche Mitglieder des. 'Komitees wegen. vorgerückter Zeit sich entfernt. - ' / Hierauf gab der Vorsitzende die Wünsche des Komitees bezwdes geschLstsführendenAusschuss^, wie folgt bekamrt: . - .. 1. Strengste Befolgung sämtlicher von der Baupolizei vorzuschreibenden Sicherheitsmaßregeln, mie -z. B. Herstellung neuer Treppenhäuser/ Gängeverbreiterilug ufw- 2. Schaffung von der TelNpelbesucherzahl entsprechenden Garderoben.. : ' . - / 3. Schaffung von der Tempeffitzaiizahl entsprechenden Abörtanlägen. M 4. Herstellung eines neuen Zeremoniensäales: --/' - 5. Möglichste Vergrößerung des Tempels behpfs Vermehrung der Tempelsitze.;/ / 6. Schaffung einer Fassade auf der Ostseite.Eingang Kellerhaüs — nebst einem Vorgarten . bei /dieser Fassade. . 7. Errichtung einer Eiupore oberhalb der heiligen Bundeslade behufs Unterbringung des Chores, der Orgel und des Harmoniums. ' . Diese Wünsche wurden ohne Debatte emstimmig angenommen. '■ ' ■' Unter nochmaligem Danke an die Erschienenen für ihre Mitwirkung schloß der Vorsitzende in vorgerückter Stunde die Sitzung. Jur Sinne des vorstehenden Komiteebeschluffes hat [ber geschäftsführende Ausschuß die entsprechende Eingabe ^an den Kultusvorstand geleitet. ". . . Der nächste Spendenausweis erscheint in der nächsten NuMmer der „Oesterreichifchen Wochenschrift". Das Komitee (2. Bezirk, TeMpelgasse -3) nimmt hiemit nachträglich folgende Richtigstellung vor: / In dem Spendenausweise vom 18/ Januar 1918 wurden 5000 K. als Spende des Herrn Friedrich Pollak ausgewiesen. Dieser Ausweis wird dahin richtiggestellt, daß der Spender dieses' Betrages lautet: Firma k k. priv. Tücher- und Modewarenfabrik Friedrich Pollak, 6.'Bezirk, Sch Malzhäfgasse.4'. * -i- . - -. . Bei Herrn Rabbiner Dr. G r u n w a l d. gingen für den Wiederaufbau des Leo/Mdstädter Tempels ein: Von H. K. 2600 K., Herren S. BhpZ L Cie. 2(\0 Siegmund' . und Rosa Katz. 200 K./ Gelübde, 'zur Ehre. Gottes für - den MoNat Februar, d. I. 20 K.;. ferner von Dr. Z. .in L. 50 K. für wohltätige Zwecke, Adele Popper 6 K. für Leopold Hilsner.:, .. .. , . . ...