Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 8 (22.2.1918)
- Date
- 1918-02-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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M | Zayrgim, XXXV Zeittraloroan kür die gesamten Interessen des Judentums OG O . IPoflfpprfnfffnaint Tlearkng^Serkehr: 810.976 =Dö Q oc» O RtdalNoü und Adminiftration: II/i, Praterstrafte 9 'i Tilcpbon» 45*359 0 Q± -Oo Wien, 22. Februar 1918 Erscheint jeden Freitag Brief-Adresie: Wie«. Uh, Praterstratze S Telegrmnm-Adreffe: Bloch'S Wochenschrift, Wie« o G~ f? =D a Q Bezugspreis: .. Halbjährig 10 Krone» Ganzjährig 20 Kronen Einzelexemplare &0 Heller U»»«i,e»r Sie 2 wel U«st,Rtt»ue Pctitteiie CO QeStar , : lT^M 1l I . Inh-Nt: ü e'tVa r.t t f r t: Da? Andenken Amaleks. — Aus der Woche: Die'Gleichberechttgunz der Juden tm Königrei-n, pvten; Minister , Dr. Moses Silberfarb; Der sechzehnjährige Kriegsflüchtling; Authentische Angaben über die Stolagebühren der Feldrabbiner; Zur . Kompetenzfrage zwischen Zivil- und Miütärrabbinern; Zur neuesten Geschichte der Juden in Spanien. — Der Wiederaufbau de-. Leopoldstädter Tempels. — Kriegsdekorätiönen lüdischer Offiziere und Soldaten. — Weitere Auszeichnungen. — Zum zweitenmal ausgezeichnet, —^ Silberne Tapferkeitsmedallle für Offiziere. — Beförderung zum Oberst. — Fünffach dekoriert. — Helden am Monte, Säy'?Häbriele. — Nach dein Tode ausgezeichnet.— Korrespondenzen: Generalversammlung des Israel. TempelveremeS für deui lfl. Bezirk in Wien. — Kriegspatenschaft. — Ueberreichmrg von Dankd plomen. — Lemb rg. — Rituelle Verköstigung der jüdischen Soldaten'während der Osterfeiertage. — Tagung d:r orthodoxen Organisationen im Gebiete der Mittelmächte in Frankfurt a. At- — BrrMischtes/ '—/'Feuilleton: Pgrim in Sibirien. Literatur. — Briefkasten. —Notiz. — Inserate. Ha»/ Audeuke« Amalffks ' „Krieg des Herrn wider Amalek von Geschlecht " , zu Geschlecht." / ' U. Mos. XVII. 16: In diesen wilden Kriegstzeiten, welche die ganze Mde zu einem großen Schlachtfelde umgestaltet Haben, flüchten wir,-die wir im „Hinterlande" alle-Leiden und Plagen des Erdenlebens durchkämpfen, während unsere Sohne und Brüder Mutig derstTode ins Angesicht blicken, Nns am liebsten in jene Tage der Vergangenheit, die uns die Bibel mit unnachahmlicher Frische vor Angen führt. Jetzt erst erkennen wir, welchen Schatz wir an dem, ewigen, unvergänglichen Buche besitzen. Seine Worte kräftigen,'-erheben und-trösten, seine Dichtungen ermutigen UM und gerade unsere Jugend wollen wir immer und immer wieder auffordern, sich in das Leben zu . versenken, - das durch das „Buch der Bücher", unverwüstlich für alle Zeiten, geschildert wird, damit sie Belehrung und Trost. .Zugleich aus , diesen Schilderungen schöpfe. Mit einem, Wsorte, wir erkennen erst jetzt, wie „Müell", um dieses Zeitungswort zu gebrauchen, die Bibel ist, und verstehen, wie sie die kostbarste Lektüre von Männern wie Goethe, Schiller, Moltke, Heine, Nietzsche und — August Strindberg bilden konnte. : - Es ist kein Zweifeldaß Lloyd George seine Bibel, unsere Bibel, sehr gut kennt, so gut wie sie der,, große Puritaner CroMwell iM 17. Jahrhunderte kannte, mit dem Manasse ben Israel verkehrte und bei dem er die Ansiedlung der. Juden in England, durchsetzen wollte. Lloyd George hat von der gänzlichen Vernichtung DeutschilayM gesprochen im Tone. des angelsächsischen Boxers, der seinen Gegner niederringen will. Ein Vernichtungskrieg sollte der Krieg, des'"englischen Staatsmannes sein, ein Aushungerungskrieg, der nicht nur den Krieger im Fejde trifft, sondern auch die unschuldigen Frauen, Kinder und' Greise, die Schwachen, Müden und Matten W/Hinterlande. W ist ein Krieg/, 'wie .ihn. einst die Machkominen- Amale^ führten, - jenes,-.Ämalek, der (nach 1. Mos. 36, Vers 12 -und 16) ein Enkel Esaus war. Ein uraltes Volk waren diese Amalekiter, denn nach einer anderen Angabe (1. Mos. 14, Vers 7) bestanden ste b ereits zur Zeit Abrahams, als jener tx st c V ökke r - krieg entbrannt war, von dem. uns das angeführte Kapitel eine so. lebhafte Schilderung gibt. Unsere Bihel beschäftigt sich des öfteren mit diesem Beduinenstamm — denn ein solcher war er wohl —, der im Südwesten von Palästina zwischen den. Edomitern und der ägyptischen Grenze häufte, aber auch östlich vom Salzmeere und dem Gebirge Sei'r mit Niederlassungen unter den ihnen verwandten Kanaanitern, weshalb wohl ein Berg im Stamme Ephraim „Berg der Amalekiter" genannt wurde, wie darüber das „Buch der Richter" (12, 15) und das Deborahlied (Richter 5, 14)' berichten.' Den meuch-- lerischen, hinterlistigen Vernichtungskrieg. verstanden diese alten Amalekiter schon sehr gut und sie sind vielleicht die Lehrmeister der fleißig die Bibel. Wnden Engländer geworden. Es wurde ihnen nicht vergessen, ‘ Wir sie den müden Nachtrab Israels angriffen, als er aM Aegypten zog. Immer waren sie auf Seite' unserer Feinde, wenn es galt, einen Schlag, einen lWeMU auf Israel austzuführen. Da war Amalek immer.,„daK' erste unter den Völkern",. wie es von Bileam genanM wurde. (4. Mos.. 24, 20.) — Als Eglon von MyÄ Israel bedrückte,. da suchte er Allianzen, und die hachM lige Entente wurde von Moab, Ammon und ÄmaM gebildet. „Eglon ging hin und schlug Israel und' M nahmen die Palmenstadt., ein." (Richter 3,13.) slrrd es kamen für Israel noch traurigere Zeiten. tig war die Hand Midjans über Israel." Wieder fe^eit wir Amalek als dessen Wiierten. „Und es geschah, wenn Israel säete, so kamen Midjan und Amalek' und die Söhne des Morgenlandes und zogen über sie her' und lagerten sich um sie und richteten das Gewächs des Landes zugrunde und ließen nicht / übrig. L eh e n smittek in Jfra'K- /ÄWM.'n-ch-MM 'mrd^ '$$&' /Denn?'sie', .mch -Wce Herden karMn Äheranf Mit ihren