Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 6 (8.2.1918)
- Date
- 1918-02-08
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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tit, 6 Dr. Msch's Wochenschrift Seite RL Wien. :Ws Anlaß der,AMichen.. lLrrectung' Seiuec Mäjestätz-des Kaisers hat der Vorstand des Synagogenvereines „Bckh/Israel" in Wien seinerzeit einen festlichen Dankgottesdienst veraystaltet nnd an die Kabinettskanzlei ein Huldlgurrgstelegramnt abgesandt. Hierauf langte nun vom Bürgermeister der-Stadt' Wien an den Vorstand zu Händen seines Obmannes Herum Alex. Landau nachstehende Zuschrift ein: „Se. Exzellenz der «Herr k. k. Statthalter für Oesterreich: unter der Enns hat im Allerhöchsten Aufträge für die zum Ausdrücke gebrachte alleruntertänigste Loyalitätskundgebung den Allerhöchsten Dank bekanntgegeben. -Hievon.wird der Vorstand des Synägögenvereines „Beth Israel" zufolge Erlasses der k. k. n.-ö. Statthälterei vom 25. Dezember 1917, Pr.-Z. 2785/3 in Kenntnis gesetzt. Der Bürgermeister: Dr. Weiskirchner m. p." Mgemeiner jüdischer Arbeiterverein „Pvale Zion". Lokal: 2. Bez., Siesaniestr. 2. Sanrstag den 9. Februar findet im Cafe Stefanie umj 8 Uhr abends der Vortrag > des Genossen N. Gerber: „Person-, liche Eindrücke aus 'Stockholm" statt. Gäste willkommen. „HaWjatz", heÄ.-alad. Veremigung. Sonntag .ben 10. Februar spricht unser Ehawer Israel Kestenbaum' über „Hachasiduth" im Saale 2. Bezirk, Praterstratze 9, pünktlich, um 7 Uhr abends. Hebräisch sprechende Gäste willkommen. — Samstag''den 9. Februar findet eine asefa pnimith in unserem Vereinslokale, 1. Bezirk, Franz Josefs-Kai 43/7, um halb 8 Uhr abends statt. Sämtliche Chawerim und Hospitanten werden um bestimmtes und pünktliches Erscheinen gebeten, da auf der Tagesordnung Höchst.wichtige Fragen stehen. J-MW-zaMewischer' W'itosojchenverem. -• Bereits im Sommer 1917 wurden die ersten Schritte unter- ^üdntMÄi, ndts" feit-Kriegsbeginn lahmgelegte ^TäMkeit in unserem E -Vereine wieder aUsznnehmen, da er als die geeignetste Plattform ‘||£ zur Vereinigung aller jüdisch gesinnten Fachgenossen an der Wiener M Universität erschien. Es wurde ein provisorisch gewählter^ Aüs- H schütz, mit den Vorarbeiten betraut, die. er auch im Laufe des jetzigen Wintersemesters erfolgreich abgeschlossen hat. Das Ergebnis war,' datz rund 200 Mitglieder unserem Vereine beitraten. An der nun am 2. Januar d. I. stattgefundenen konstituierenden Generalversammlung wurden das Programm unseres Vereines festgelegt und folgender Ausschutz gewählt: Präses Dr. Leo Mayer, Vizepräses Chänoch Albeck, Schriftführer David Flaschner, Simche Drimmer, Kassiere Jsak Braver, S. L. Katz, Bibliothekare Dr. Alexander Segel und Fräulein Ginia Drimmer. Der Verein dient sowohl unseren jüdischen als auch akademischen Interessen an der Wiener Universität und soll einerseits dis Pflege der jüdischen Disziplinen, anderseits die Bildung von besonderen Fachsektionen fördern. Zu diesem Zwecke wurden zwei hebräische Kurse und ein Seminar für jüdische Geschichte-gegründet. Wir fordern alle jüdischen Kollegen auf, unserem' Dereme beizutreten,' unsere Kommilitonen im Felde, die früheren Mitglieder und Alten Herren unseres Vereines ersuchen wir, mit uns in Fühlung zu treten. Unsere Adresse, ist: 9. Bezirk, Alserstratze 7. Amtsstunden täglich von 11 bis 12 Uhr. ' Wien. (Sektion „Jung Juda" des Jüdischen Turnvereines „Makkabi", 10. Bezirk.) Sonntag den 3i. Dezember 1917 verversammelten sich - einige jugendliche Turner und Turnerinnen des ,Makkabi", 10. Bezirk, im Lehrzkmmer des Jüdischen' Schulvereines, -10. Bezirk, Hasengasse 7, und beschlossen die .Gründung einer Sektion „Jung Juda". Ausgabe 'der Sektion ist es. die/ nationäljüdisch empfindende Jugend des 4., 5. und 10. Bezirkes einmal in der Woche zu gemeinsamer Lektüre und zur Durchbe- ' sprechung aktueller Fragen zw vereinigen. Die zwanglosen Zusammenkünfte finden jeden Sonntag, pünktlich 3 Uhr, im Schulsaale 10. Bezirk, Hasengasse 7, statt. Neueintretende Mitglieder können in der ersten Zeit nur jene jungen. Juden werden, die bereits über^ Wesen und.Ziel des Zionismus orientiert sind. Wachem Mchüel PWo s. A. Unter ganz autzerordentlich starker Beteiligung wurde am . 1./d. M. der Seelsorger der türkischen'Jsraelitengemeinde in Wien, Rabbriter Ehacham Baschi Michael P a p o, zu Grabe getragen. DüM^ Sterbehause' 2. Bezirk. Novaragasse 27, wurde die Leiche um halb 10 Uhr vormittags nN den türkischen Tempel, getragen. tm schwerz «mk. Hier M«rie sie »»r dem Allerhsiligsten ausgebahrt. Im Tempel Hutten sich autzer der Familie eingefunden: in Vertretung des Bürgermeisters Stadtrat?Dr. Oskckr. Hein, Oberrabbiner Dr. Güdemann mit den Mitgliedern des Rabbinatskollegiums. der Polizeibezirksleiter der Leopoldstadt. Polizeirat B r a ndhuber jo. Et schseld. , für dieisraelitische Kultnsgemeinde die Herren Dr. Wilhelm Pappenhefm, Sekretär Dr. Emil Adler und Amtsleiter Freistadt'. Tempelvorsteher Regierungsrat Wilhelm, der Präsident der „Chewra- Kadischa", Landesschulrat Dr. Markus Spitzer, die Rabbiner Dr. Grunwald, Dr. Feuchtwang. Dr. Funk und Dr. Rosenmann, Oberkantor Morgenstern. erster Kantor Iu,rb erg er. Chordirigent Heimann, als Vertreter des Verbandes der Religionsprofessoren der Mittelschulen. Rabbiner Dr. Rehch (Baden), die Vorstandsmitglieder der Wiener Bethauser, düs Professorenkollegium des israelitischen theologischen Seminars, dann Hofrat Dr. Schlag. Präsident des Vereines „Einheit" Bernhard Hof bau er, Religionsinspektor Kanitz, sämtliche Vorstandsmitglieder der türkisch-israelitischen Gemeinde und zahlreiche andere Trauergäste. Nach den Trauergesüngen, die Oberkantor Bauer, Kantor Altaras und Kantor Löwit mit dem Tempelchor angestimmt hatten, sprach Chacham Ov-adia -die Trauerrede. Namens des Präsidiums der türkischen Gemeinde nahm Btzepräsident Leon Ha im Abschied von dem Verblichenen. Nach den rituellen Gebeten wurde der Sarg von den Vorstehernder türkischen Jsraelitengemeinde zum Galaleichenwagen getragen und auf - den Zentralfriedhof überführt, wo! die Beisetzung in einem von der israelitischen Gemeinde gewidmeten Lhrengrabe erfolgte. Am Grabe sprachen für die Kultusgemeinde.Dr. Markus Spitzer, für die Angestellten der Sephardim Oberkantor Sauer, für die Rabbiner Wiens Dr. Funk und für die türkisch-israelitische. Schule Herr Ardittr. Die starke Beteiligung an der Leichenfeier legte Zeugnis von der allgemeinen Wertschätzung ab. 5die Rabbiner Papo allenthalben ■ genoß. . Austritte aus -cm Judentum. vom 27. Januar bis 2.. Februar 1918. Bachner Wichelmine, geb. >21. Mai 1900, Wien, h, BeMcks Margarethenftratze 82. . Drechsler Franziska, geb. Arthofer, geb. 28. Mai 1889, Oedenburg (Sopran), 18. Bezirk, Schumanngasse 46^ Fciedman.k Rosa, geb. 27. Mai 18947 Wien. 18: Bezirk. Hosferplatz 5. ' ' - . . Kahn Sigmund, geb. 3. Dezember >1891, Wien. 4. Bezirk, Wwdener Hauptstraße 52. - / . Kohn Stella, geb. 26. November 1892, Wien, 2. Bezirk. Taborstraße 23. Landesmann Karl, Fleischhauer, geb. 29: Mai 1894, Wien, 9. Bezirk. Rotenlöwengasse 9. Pvllatsek Erwin, Zahntechniker, geh. 13. April 1899, Wien, 3. Bezirk, Geusaugasse 49. - Sande» Robert, Schriftsteller, geb. 21. April 1838, Kolm (Böhmen), 1. Bezirk. Kärntnerstratze (Hotel „Austoria"). - Singer Johann, Ingenieur, geb. 5. Januar 1886, Wien, 16. Bezirk. Gymnasiumstratze 35. Lemieig. In Ergänzung des seinerzeiligen Berichktes über die Chanukkafeier für Soldaten und Kriegsgefangene .fei noch hervorgehoben, daß die hiesige altrenommierte Klavierfirma Hescheles zu dieser Feier wie auch schon früher bei ähnlichen Anlässen den Klavierslügel in lobenÄverier Weise kostenlos beigestellt hat. / Budapest (Kispest). Im Rahmen einer großzügigen Veranstaltung wurde in Anwesenheit eines mehrtausendköpfigen Auditoriums . die von der Budapest-Kispester Jugend veranstaltete Hakbzentenarfeier der Gleichberechtigung der Juden am 3. d. M. unter der befeuernden Führung des Feldseelsorgers und Oberrabbiners Dr. Zoltan Bande begangen. Dieser . lieferte den herrlichen Festprolog, mit welchem durch die hochbegabte Rosa Reiner hie Feier eingebettet warte. Ter von 5tbtm oe.usene Profegor Ed. Naschär, der auch das ungarische Wort trefflich beherrscht hielt die mit Jubel aufgenommene Festrede mit hinreißender Glut. Der Redner schöpfte aus den Tagen seiner Jugendze-t d,e frischen Erinnerungen, welche jene Lichtgestalten umspannten, die bei der Gebürt der großen-Gleichberechtigungsidee als Pathen standen: Franz D s a k, dem Weisen des Vaterlandes, den Dichter und damaligen Kultusminister Freiherrn Joses v. Eötoös und den unvergeßlichen Interpreten Leopold L ö w, Oberrabbiner von Szegedin.- welche er noch lebend «nt* ^wirkend erschaute. Und als Nascher packend mit von Worten.des magyarischen Dichtera'enins schloß: , h; „Rüttle aus mein Volk, laß es begeistern. And »i» wollen «mch die Hill» dam» imwisteen" , i