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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-02-08 · 6 (8.2.1918) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
6 (8.2.1918)
Date
1918-02-08
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 90 Dr. BLoch's Wochenschrift Nr. 6 M. MHM Lffchfenow s. U MMwe nestraurige Pachrrcht meldet ein Telegramm ausLondon: das Pinscher, en Jechiel T s chlenow s, einer HWMrHen. MMden Persöittichkerten der zionistischen ParteileÄung. Min Leben üA Wirken ausfKrlich. zu zeüHnenmuß einer ruhigeren Zeit überlassen bleiben. Hier kann nur gesagt werden, daß das jüdische Volk in T schl eit o w. einen seiner treuesten Führer, seiner selLMofesten Vorkämpfer, seiner, begeistertsten Fahnenkräger und berufensten Führer in schwer kritischer Zeit -Perloren hat.. . ' * •, -: :<. [v We Mrischen Wahlen zur Konstituante. "GGDas.wichtigste.Ergebnis der Mischen Wahlkampagne zurMonstituante war der entschiedene und absolute Sieg der.'mational-jüdischen Wahlkomiteesdie das zionistische Wahlprogramm -zur Grundlage hatten. Außer den Zionisten, die den Kern der tmtional-jüdischen Komitees bMeten, schlossen sich ihnen die „Volkspartei" die Orthodoxie beider Richtungen und die „Demöknattische Gruppe", also — mit Ausnahme der Wi- Mwerschen „VoMgruPpe" die mit den Kadetten einen Block schloß -ialle jüdischen, nichtsozialistischen Parteien an. Bon den .sozialistischen Parteien, waren die« Psoale-Zion die einzigen, die eine selbständige Wahl-« tampagne führten. Ter „Bund" schloß sich den russi-Z scheu Soziald emo kraten-Miniwalist eit und die „Vereinigtyn"den russischen Sozialisten-Revolutionären an. VoM pep.^jüdischen sozialistischen Parteien ist kein KandidatJ gewählt worden. . . ' , i v . p iW.Mnr;&ie'; Kandidaten der jüdischk-nationalen Komi- LeM. also diejenigen, die sich! verpflichtet hatten, in der Konstituante eine. Mische Fraktion zu bilden und sich aMn BeHMfMdeA.^ JWischM^ werfMhabeß WGall, wo sie äustraten und wo die Mer. ZaUssnirchl s einen Telegierien durchführen könnten,den Sieg davongetragen. Gewählt wurden: im Gouvernement Minsk Dr. I. Bruzku s; im Gouvernement Mohil.ew Dr. I. I. Mase; in Chersvn OHO. Grusenb erg und W. I. Tomkin; in Kiew N. S. Syrkin; in Beßarabien und Post ol ie n wahrscheinlich Dr" Jt M. K oh a n - B e r n - ||i|: und A. M.. Gi-old st ein. Mit Ausnahme von O^HO. Grusenberg, der sich persönlich große'Verdienste um das Judentum erworben hat und sich - einer aKeineinen Beliebtheit erfreut, sind s Lmt l i ch e ^GewKhlte führende Zionisten. Ein solches Resul- . taö zeitigte keine der früheren Wahlen zur Reichsduma. G,'..'BrmOes Mer den ZioniLmus. ^EGeorg Brand es hat, wie wir vor kurzem melden. Mnten, sich .für den ZjonisNms: ausgesprochen. Näher aiMeführt wird diese Stellungnahme, die einst als bedeutendes Symptonr für die innere Entwicklung der letzten IMP ich'Judentum gelten wird, ül einem Expose BrandOhdas in der „B er hing s k esT i de nd e" vom 7. Januar erschienen ist. Ebenso hat Brandes im „Juden" emen höchst interessanten Wssatz „Meine Stellung zum ' nationülen Judentum'" m demer dieses sein Bekenntnis aMgt, veröffentlicht. . .. Wir geben das Expose folgend wieder:?p'„MLL wenigen Worten kann ich! meine Anschauung Mr"'diesen Gegenstand präzisieren: s.. Tie Sache scheint mir die, daß die Lage der Juden in Rußland, Polen und Rumänien zu einer Auswanderung auffordert, sobald eine Auswanderung möglich ist. MM müßch ein-Hmd- Mn,' um sich>'einzubilden, daß die ichMMänst ßingeMtene Revölution mit der MKbung her HesetzWen -Fesseln für die Juden eine Veränderung der Auffassung mit sich bringen würde. Der.Judenhaß wird nicht so leicht nWergeschlägey.^.'Hur'7ein^Mcher Umstand, tz aß TröWyder-- sich di Macht-'' ängeeiMet: hat. Jude ist, wird später dazu führensichp7.au Rußlands. Juden zu rachen. -Die Bevölkernkgnäst zu unaufgeklärt, um sie nicht. zu v erachten, und die . Juden in Rußland sind noch, zu "unaufgeklärt, mm tfich in größerer Zahl unentbehrlich zu machent - Was Pclen anlangt, so wird Mit. Polens relativer Unabhängigkeit dte Lage der Juden' dort schlimmer' als in Rußland. Die Polen sind ausnahmslos Antisemiten. Sie verweigern den Juden jeden Staatsbeitrag, - um eigene Schulen zu errichten. Sie wollen sie Niederhalten, sie unaufgeklärt lafsen, oder sie in die polnischen Schulen hineinzwingen, wo sie' nicht, auf gleichem Fuße behandelt werden. Und die jüdischen Kinder sind von den deutschen Schulen ausgeschlossen, da man diese Schulen als deutsch-evangelische öder deutsch-katholische errichtet hat. Die polnischen Juden wissen und fühlen, daß in einem plit fügen polnischen - Staate keine -lü Spielraum für sie vorhanden ist und keine Möglichkeit zu irgendeinem Aufschwung, sei - es ökonomisch oder kulturell.. Bleibt noch Rumänien, das trotz seiner durch den Berliner Vertrag eingegangenen Verpflichtungen die 8 Juden, die das Unglück haben, dort zu wohnen, als Parias ohne Menschenrechte behandelt und dessen Emp- Wfindungsart auch nicht verändert, werden twird, selbst wenn die Miierten Rumäniens einiges . Interesse daran! chaben, gesetzliche Veränderungen zu. erzwingen.. ' . In Anbetracht dieser Situation ist es nur natürlich, daß die Juden Osteuropasauswandern. Sie haben sich ja bereits in Massen in den Vereinigten Staaten niedergelassen. Nun scheint ihnen Palästina gesichert zu sein als eine naheliegende Zuflucht, soweit die Mächte-mit dem -Gedanken - einexjWischen -pKolonisatioch iM HpWM Lande sympathisieren .Und '.focheitü ''8ie.,HüstlÄMmng»5uer Türkei erreicht-wich, für den FÄH daß Palästina Mne türkische Provinz verbleibt. Palästina hat ja.schon lange den Israeliten Osteuropas gewinkt,.und als''das älteste Vaterland' der Juden ist es umgeben mit aller Romantik der Erinnerungen. . . - . In Palästina werden die Juden wie in alten' Zeiten die Erde bebauen, nicht bloß Haird-el Lreiben.skönnent Dort werden sie zum erstenmal nach Jahrtausenden' in Gemeinschaft, -in relativer Selbständigkeit leben können. Man soll sich nur nicht dem Glauben hiirgeben, daß i eilte jüdische Gemeinschaft sich durch große innere Einigkeit auszeichnen wird. Wahrscheinlich werden die Juden, , wenn sie erst für sich selbst wohnen, einander das Leben recht sauer machen. Wer deswegen ist es für mich kein Zweifel, daß die großen Fähigkeiten,' die die Juden vor den meisten Völkern Europas voraus -haben, und die in der hgrten Schule von Widerwärtigkeiten und Verfolgungen sich entwickelt haben,-sich mit mächtiger Ueberlegenheit geltend machen werden." . VermLscbW. ~ strania-Vortrag über „'DM- Mische Gebet".- Donnerstag den 14. d. M., abenbs halb 8 Uhr, spricht..Herr .Rabbiner Dr.- Max Grün Wald im großen Saale der „Urania"- über „Das j üd.ische Gebe t". Kl anzablösnogssperiden zugunsten der Chewr - Kadischa in Wien i.. Leirenstcitenaasse 4 , für arme kranke Gkaubensge^oficn . 7 7 Anläßlich des Ablebens'des sel. Isidor Weingarten:'' Gnstav Beinmann 20 Ä.;'' ' v Am Sterbetage von^ Abratzam Simon 'SchLnfeld: ldha'rlvtte Schbnseld 10 K7. 'r'% ' -V ..

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