Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 5 (1.2.1918)
- Date
- 1918-02-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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skr. 6 Or. Moch's Mschrn^chrkft Zette 77 'd's6ömchÄgeN;^biNr^üMle^:'^«'7;^^j«M Zita-Hymne" (Worte ovMHÄm«.p.'Möha)." unter persönlicher Leitung des Komponisten. .EhiM. Wö'lfgaE^KÄrnga(b/..ünb'- Milwirküng" des . Wiener Philharmonischen Ehores, ' des' Knabenchores Dir. Petsrlini undder Regimentskapelle des f.' k. - Schützenregimenies Nr. 1, /sowie' „Donau- Walzer", Choreographie von Cäcilie Cerri. erste Tänzerin der Hosoper, getanzt von Fräulein Adele Krausenecker und 16 Elevinnen des. Hofopernballetts. Der von Fritz Kruh verfaßte Prolog wird von Benno Lie gesprochen, Die künstlerische Leitung hat Schriftsteller Josco Schubert übernommen. Dem großen Komitee gehören als Präsidium unter dem 'Präsidenten Architekt Fritz Kruh Lind Präsidentin Berta Winig Schriftsteller Sigmund Haber, Bankvorstand'- Jakob Lachs, Journalist' A. Senensieb, Prokurist OskarBandler, ChefredakteurBeyer Ritter v. Berghof, Kammsrloerleger'. -Camillo Morgan, Generalsekretär .'der . Hypothekenbank Dr. Marek-Scherlag, Reichsratsabgeordneter Dr. Kyrylo Trylowski. Dr. Josef Zipfer und andere. an. Karten zum Preise von 2 k>is 20 Kronen sind erhältlich 'in den Komiteekanzleien 7,;7-Bezirk, Mariahilserstraße 6 (Wiener Raumkunst), Telephon 35016, 2. Bezirk,. Dianabadhof (Bureau H. L. Winig). Tele-, phon 49272. 7 » Herrn-Rabbiner- Moses S t e r n b e r g, Krakau, dankt für die Einsendung hebräischer Zeitungen im Namen der bedachten Mannschaft Fetdrabbiner Prof. Dr. Sicher, israel. Armeeseelsorger der Qu -Wt. 9 des A.-O.-K. Sud. Slustrilte aus dem Judentum. 'vom. 20. bis 26. Januar 1918. FriedNlann Emilie, Wärterin, geb. 28. Dezember 1896, ' Wien, 6. Bezirk, Schmiedgasse 14. Hollar Olga, Postbeannin, geb. 13. Oktober 1697, Wien,..20. Be- .zirk, Karl Meislstratze 3. > Mayer Franz, Techniker, geb. 6. Mai 1891. Wien, 1. Bezirk, Opernring. 6. - - Scheuer Josef, ged. 8. August 1888, Jägerndorf (Schlesien), 4. Bezirk, Schönburgstraße 15. Sottest Margit Lilly, Violinkünstlerin, geb. 2. Februar 1896,. ,,Käschau (Ungarn), 8.. Bezirk, Josefftädterstrahe 8.. Spiegel; Pnikie,.geb., 1.Oktober 1831,. Lemberg, 19. Bezirk, ^-Blaasstraße T ---)-. '‘'.ri: ' -n^/' n;’.:: ••-.-'/• -"-'io/ Spindel Rcgine Rechrl, Köchin, geb.- 15.? September 1872. Lu- ' chaczow-. (Galizien), 9. Bezirk. Wasagasse 25. / Taussig Berta, geb. Klein, geb. 1.. Augüst 1880, Wien, 20. Bezirk,- Dresdnerstraße 49. Dr. Vizi Franz, kön.-ung. Gerichtsnotar, geb. 29. August 1888, Körmond (Ungarn), 20. Bezirk, Wallensteinstraße 6. Weinsast Paul, Jurist, geb. 15. Dezember 1894, Wien, 2. Bezirk. Große-Pfarrgasse 3. ' - Weitzmänn Theodora, geb. 12. Januar 1894, Veresti (Rumänien),'9. Bezirk, Schlickgasse 4. Werner Theresia, geb. -3. September 1891, Oszombat (Ungarn), 21. Bezirk, Shuttleworthstraße 21/53.. - „Dasi sind nW Wrzle, dM sind Schinderknechir!" (Wie der Jude als Täufling sich verwandeltJ In der Plenarsitzung des öfterrcichischen Abgeordnetenhauses vom 30. Januar ' brachte der- Abgeordnete Mar - W i n t e r dis Verhältnisse 'in den Mllitärspitälern zur Sprache und verlas den Brief eines -n Reservespital Nr. 1 in der Stiftskaserne, in Wien in Behandlung gestandenen Soldaten, der sich namentlich über den leitenden Acht Professor Schüller beschwert. Dieser habe sich dahin geäußert, er werde Diesem Soldaten das Hiersein schon versalzen.- (Hört-! Hört! bei den Sozialdemokraten.) Manche- Militärärzte leiden eben an der . Wahnvorstellung, es gebe eine neue Krankheit, Simulitis, wie sie die Aerzte ,,witzig" nennen. UM einen Simulanten unter'Tausenden zu entlarven, werden Hunderte und Tausende mit Starkstrom gequält und gemartert. (Hört! Hort! bei den SoZaldemokratM)' Der Soldat, um den es sich hier handelt, ist feit 1912 nervenleidend und' schrieb, er wolle lieber tot als solchen Qualen ausgesetzt -sein. ' Er hat tie: Behandlung nicht ausgehalten/ ist davongelaufen und sein Vater, ein alter pensionierter '-PoltzeibeaMter» hat sich an mich um Hilfe gewendet. Eeneralstäbsarzi Dr. Frisch hat nun dem Garnisonsspital Nr. 2 den- Befehl erteilt, den Mann,- der desertiert war. sofort auMnehmen und anständig zu behandeln. Der Kommandant des Gäknisonsspitals - Nr. 2,; Oberstabsarzt Dr. D r a st i s ch. hat den Soldaten)'gefragt, wer «das .Verbrechen begangen habe, ihn zu mustern. Nach einigen Tagen wurde Höfrat Wagner v>. Jauregg zur Konsultation ins« Garnisonsspital-sterufen, der aber--erklärte, .Vas Leiddn -des.Mänst'es). s ei nur e in S chö.nhe itsJhhler. - er) s e i' 'di e n st ka mtzU'i ch.) '(Hört! Hört! beiden' Sozialdemp- 'kraten.) Ich 'bedauere, den Soldaten dem > Hause nicht Vorführen - zu'können.' Es ginge.ein Entsetzen durch den Saal./weNn prM-fHhe/ wie elend dieser Mensch durch Aerzte gemacht wurde,. denendie) mittelalterlichen Sitten naher stehen als die' modernen. Heute hat man die ärzt iche Ordination, um das Geständnis zu erprefferh daß, der Soldat an die-Front will. Die Ae^te sind sich über diese Behandlungsmethode - gar nicht . einig. Es gibt .unter .den Aerzteu? Menschen und ehrgetzige Professoren. (Zustimmung hei dest 'Sozialdemokraten.) Der Generalstabsarzt im Wiener Kriegsspital IV.dqr viellcicht selbst noch nicht lange dem Judentum den Rücken gekehrt hat/glaubte Infolgedessen um so mehr den Arier /heraus^ streichen zu müssen und wollte an cinem jüdischen Soldaten sein Mütchen kühlen. Er richtete an ihn einige Fragen >m ironischem- Sinne, dir der Soldat beantwortete. Da der Soldat auf eine ist . frotzelndem Tone gestellte Frage in einer dem Arzt nicht genehmen Welse erwiderte, ordnete dieser an: Da Mann ist so fort zu entlassen, auf meine Verantwortung sofortz zu seinem Tr u p p e n k'örp e r an der Front einrük- . kend zu machen! Der Soldat unrrde der Sammelstelle nL der Rolunde übergeben, erlitt jedoch dort einen Tobsuchts-. anfall und mußte am selben Tage noch einem anderen Spital überstellt werden. - Dieser Arzt erklärt aus einer Seite, der Arzt müsse vor allem der Allgemeinheit dienen, vor dem Krankenhabe jeder Befehl haltzumachen, bei der Visite im Kriegsspital äußerte er sich aber den nervenkranken Soldaten gegenüber, das beste wäre, alle Nervenkranken, in cinen gemeinsamen Caisson zu stecken und dann einem wütenden Trommelfeuer auszu se tzerr. Dadurch würden sie ihre Leiden vergessen und wieder frontdienst? taugliche Soldaten werden. (Hört! Hört! bei den Sozialdemokraten.)- Das sind richt Aerzte, das sind Schind er knechte und das gesamte Haus muß sich gegen solche Menschen zur Wehr setzen. (Zustimmung b:i den Sozialdemokraten.) Kaiser ich: Daneschreire.,. Im Allerhöchsten Aufträge hat Se.-ELzellenz der k. r. Statthalter für die mit dem Telegramme vom -18. November 1917 züm Ausdrucke gebrachte Loyalitäkskynvgebustg aus Anlaß der Errettung Sr. Majestät aus Lebensgefahr den: Borstanded er israelitischen. Kultusgemeinde St. Pölten den Dank ausgesprochen." - Das Statthaltereipräsidium in Mähren - hat an: 4. Januar 1918 dem Rabbiner Israel Hornik, (derzeit Kriegsflüchtling in Brünn, für die Vorlage eines Huldigungsgedichtes. den Dank rm Allerhöchsten Auftrags und die allergnädigste Annahme bekanntgegeben. ' Prag: . Am 21. Januar - wurde höre Herr Eduard»)'PblkM Ehef des bekannten Croßhandlungshauses Maier u. Hahn, unter großer Teilnähnce beerdigt. Der - Verblichene gehörte, zu den Zierden der Prager Kaufinanuschaft. Als Kontorist trat erdop 42 Jahren bei der genannten Firma'ein und zeichnete 'sich, durch Fleiß, Tätigkeit und Rechtschaffenheit so aus, daß er in' Bälde der Vertrauensmann des Hauses und öffentlichrr Gesellschafter . desselben wurde. Rach dem Tode des Herrn Ludwig - .Deutsch, mit dem er die Firma zur höchsten Blüte, gebracht, ward ec alleiniger Inhaber. Herr Potla» bekleidete ' viele Ehrenstellen.. So war. er Mitglied ' der Direktion des Kreuzervereines zur Unterstützung israelitischer Waisenmädchen für das Königreich Böhmeu und per-, waltete als solches das Vermögen der Verwaisten, gehörte dem Vorstande des Verbandes der Prager Kaufmannschaft als Kassier an. war tätiges Mitglied des Bnai Brith, gründendes Mitglied . des Vereines der Prager Geschäftsreisenden, Sachverständiger beim k. k. Handelsgerichte usw., hauptsächlich aber ein eifriger Förderer alles Guten und Edlen. Der Rabbiner und Prediger der - Tempelgemeinde Herr Tr. Schwach sprach am Grabe Worte innigest. G?s denkens, die namens der Brüder des Vereines Bnai Brith. Herr stldvokat JUDr. Gintz in ebenso formvollendeter Rede) ergänzte. Die Trauergesänge trugen die Kantoren des, Tempels-: begleitet von einenr Mannerchore., 'gediegen vor.... Der letztßve stimmte zum Schluß das Lied'„Es ist bestimmt in> Gottes Rat" an, unter dessen Klängen der Sarg der Erde übergeben, wurde. In dem Verblichenen verliert uuser langjähriger Mitarbeiter Herr Oberlehrer A. Baum in Klatkau seinen treuen, ihm unvergeßlichen Schwager. . ))' . / Luzern. Hiedurch die Verständigung für die Leser der „Oesterreichrschen Wochenschrift", daß das Zesttralburoau sür xüdische Angelegenheiten in Luzern, Brnchstraße Nr. 30, Ueberweijnrrgen von Spenden und Korrespondenzen nach Palästina übernirnrn^. I. PreMusHrsWe» süir JugenLerzühLungru. Tie vorn Ausschüsse frtr^.Mische^ '.Kulmrartzech Kr. das von ihm veranstalrech Preisausschreiben Mr erzählungen eingesetzi-en. Preisrlchter,^Dr.. Wgx.- Dr. Martin Bub er. und) Oberlehrer MoHCälvctry, haben ngch .PrMlng. ches s Einkaufes beschlossen, - von der Verleihung^einsK/erNn7 PreW ä!Husehech)ddagegen^ deu^ ......-- . — .-7-. — . . . - .. .