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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-02-01 · 5 (1.2.1918) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
5 (1.2.1918)
Date
1918-02-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seit, 72 Tr. Bloch's Wochen schr ist Sfc. S er u. ua. ] einem Front. Er hat sich -als Zngskommandant an der zwölften- Jsonzoschlacht und mehreren.'Gefechten beteiligt und erhielt - für besonderstapferes Verhütten die silberne TapserkeiAwedaille erster Masse und die bronzene Tapfer- -kevMnMAe: -tt ■: . - '' . ...... *; r. $im. U; 'Äövenrber 1917 Araber.: -. 7 ,Mlt unendlicher Dankbarkeit für jeden Augenblick, den mir die göttliche Vorsehung erleben ließ, denke ich oft an die gefahrvollen Stunden, die ich im feindlichen Feuer verbrachte. Darum soWe ich sic auch nicht Dir, lieber James, der -Du um mich gerade..so in Sorge stehst, als ich früher -und jetzt unr Dich stand uW-stehe, erzählen, damit Du meine Freude teilst und so wie ich «kennst, daß die großen Verdienste unseres verstorbenen frommen Papas und unserer Vorahnen in dieser gewaltigen Zeit richtig in..Anrechnung . kommen? Bei uns begann die Offensive am 2^. v. M. um 4 Uhr nachmittags, nachdem unsere vorzügliche Artillerie - schon am Tage vorher ein mörderisches Trommelfeuer auf. die itaUenischrn Linien gelegt und sowohl dir metertiefen Drahtverhaue als auch die Stellungen tüchtig bearbeitet hatte. Hu-chiefer Zeit ging ich als Kommandant mit meinem Zug in größter Eik und Entschlossenheit nach Durchquerung unserer Draht-., Hindernisse auf die Brustwehr, obwohl wir währenddem stärkstes Mlfanterie- und Maschinengewehrfeuer halten und viele Ver- NWndete und Tote vor uns liegen hatten. Unter ständigem Vorwärts langte ich mit meinen Leuten in die feindliche/' Feldwach- PÄllüng,: wo sich bereits über 50 Italiener ergaben. Ohne Aufenthalt ging es-, in die A-Stellung. erbeuteten Mehrere Maschinengewehre und sandten wettere 200 Gefangene zurück. Bei/diesem Angriff ' würde ich meiner - ganzen Habseligkeiten verlustig, unter anderem der Hauptsache, meines größten Kleinods, die. Tefillin, wxlch letztere ich. dann mit Gottes Wunder wiedergefunden hatte." Am 22. Novenrber schrieb er; „Ich erhielt heute die silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse Änd werde ich die Prämie per 15 Kronen, welche ich monatlich hsefür' beziehe, als einzige Möglichkeit, mich/für die göttliche Gnade dankbar zu erweisen, für wohltätige. Zwecke' der Aussiger Kultus- ' gemeindemonatlich einsenden, ähnlich wie der/ gottselige Papa, welcher seinerzeit die Okkupation in Bosnien mitmachte, die Kerzen - jedxs Jahr dem Tempel zur Verfügung stellte." T - schriest; f ‘ .»Ich will nun mein Versprechen einlösen-und Dir mitteilen, -was.ich am 4. d. M. während dem-Gefechte bei Zenfon miti gemacht habe. Dreser Tag war ein Großkampftag nicht nur für unser Regiment, sondern auch für die ganze Heeresleitung. Der Brückenkopf Zenfon befindet sich als einzige Stelle am rechten ' Piafeufer. Am. 4. begann um 7 Uhr 40 Minuten vormittags am. linken Flügel der Kompagnie das Minenwerferfeuer. 22 Zentimeter. Kaliber. welches sich im Laufe der Minuten auf den ganzen /Lataillonsrayon rechts und links verbreitete. Um 8 Uhr fetzte höllisches Trommelfeuer ein; Du kannst Dir wohl unsere Situation In derr/Unterstanden vorstellen. Turmhohe Erdsäulen wurden aufgeworfen. bald vernahm man. Weh- und Achgeschrei,. Körper- Mke/ und Menschen sah man von der Brüstung herunter- und in die Luft fliegen. Die Mannschaft war nicht zum Halten. Sah .man gegen den Himmel, flogen 8 bis 10 Minen herum, wohin - -sollte man ausweichen. ihnen zu entkommen," war ausgeschlossen, die drei Brücken waren bereits geborsten; es war eine schreckliche '/Situation. Ich befand mich unten am Damm, freistehend, hat nichts anderes als mit geballten Händen mein- .^1©' sagen. So ging es fort bis 1 Uhr 30 Minuten nachmittags. Ich sah aus wie ein -Erdhaufen. Plötzlich erscholl dest Ruf . „Alarm". Ich ermannte mich, lief hinauf auf .die Brustwehr, postierte . -die paar Mann,- welche mir noch übrig blieben, und warfen den hcranschleichrnden Italiener durch Handgranatensalven in die Flucht. -Unser Patäillon hatte wohl unglaubliche Verluste, aber vor uns -lagen über 400 italienische Leichen,, welche bis heute noch - nicht '.!gäorgen' sind: Ich wurde vom Regimentskömmando aus bestimmt, Zeinen Gefechtsbericht zu veröffentlichen, welchen Du dann ' wirst in der Zeitung lesen können." Von Greise Mld Greisinnen, die." durch den Krieg ihren Erstährer verloren haben, zu< berücksichtigen sind^Mr Wege des Kriegsfurs orgeämtesin VlI. österreichischer 5KrieAsanlei^.. . V Herrn ‘ Philipp. Ritter.öon Gomperz filt1 f deü Wiederäusbäü des Leopoldstädter Tempels ... ,. . Herrn k, k.- Kömm.-Rat Karl Koppel^ür ben Wiederaufban des Leopoldstädter Tempels'. . . .; . Frau Camilla Cohn als Spende für das König-. berg'sche Institut .. . . . . . Frau Camilla Cohn durch.H'errn kais. Rat Kauders für das Königsbergsche Institut . . . Frau Camilla Cohn für das Königbergsche Institut anl. des. Geburtstages ihres sel. Gatten Salö Cohn Herrn Bethaus-Borsteher Rudolf Kohn, freiwillige' Erhöhung der Traüungstaxe für zwei im Zermoniensaale des Leopoldstädter Tempels stattgehabte Trauungen . .;. , •. . . . . . . . -. . .. . Herrn Direktionsrat-Juttns Sauerbrunn/' Spende für den Verein, zur Versorgung hilfsbedürftiger Waisen , der israel. KnltnZgemeinde Wien durch d.ic Administration der „Neuen Freien Presse^ - zu Händen des Präsidenten' Dr. Stern . >. . 7 N. N., Spende für den Verein zur.Versorgung hilfsbedürftiger Waisen der israel. Kultusgemeinde .Wien ... -. . . . .. . / •. ... . . . . . / Herrn Julius Deck für. den Wiederaufbau des Leopoldstädter Tempels. . . . . : '. . ,. .. dem Allgemeinen Kranken- und Unterstützungsverein „Montefiore: Bethausspenden während der. hohen Feiertage für den Wiederaufbau des Leopöldstäbter Tempels . ....... : . . K 114,- für im Kriege erblindete Soldaten - 35.— . . . . Herrn Ch. L. Menkes für den Wiederaufbau des Leopoldstädter Tempels. . . / . . . .. . . . Frau Philippine Samson für. Arme .. . ... Heinrich Landsberger und Herrn Ignaz Weiß, Ueber- ' schuß des Losvereines Weiß als Spende für den Wiederaufbau des Leopoldstädter Tempels.. , Frau Rosa Weiß anläßlich des Todestages ihrer Mutter für den W.ederäufbäu des Leopoldstädter Tempels . . . . . '. / . . . .. . . . . der Israel. Kultusgemeinde Budweis für die Kriegs- .gräberf.ürsorge,..^. .. . .. Hernr -Alexanberj Golde..für dse.. Volkskiiche'. / .. ., . 7 k 10 — für das-israel. Bliudeninstitut, . „ 10.— - ' : - „ israel. Waisenkinder aus Ga- . i lizren und. der Bukowina . . . . „ 10.— für Kriegsfürsorge . . ... . . „10.— . . . Herrn kais. Rät Leon Kovpel, Krakau, für den Verein zur Versorgung hilfsbedürfttger Waisen der israel. Kultusgemeinde Wien/ . . . .., . .... Herrn Dr. Otto Bleier. . . . . . . .. Alexander Schönberger zur Ans petsnng von vier Kindern '. . . . . . . . . . . . . . . . . . KMODocr— „ 20.000'- „ 5.000.-7 „ 2:500.— „ ' 300.-/- „ ' 500,- „ 1,000.- 3.060.-.- 200.p- „: Mo.^' „ \ 149.- 100— .10«.- „." :. .50,80 „ 50 — ' /JO k ' 50.- /?■;5 „ ' 40.- 20: 06: 24; für die Plenarsitzung deß Kultüsvvrstandes vom 6^ Jänner 1918. /An Spenden sirG hiNgelanfen;./ / ' ..^Büü HeNM.V^rnhärd Goldstern,'FabrttMt. Wien. 1- Bez:,' ' / / ' SchotteirrlNg'DZ, nls Spende für dn'Persorgungs- . . Anstatt 'der israelitischen Kultusgememde mit dem ' - - ' Peifn/et, daß bei der Aufnahnw ist" erstßr-Linie " ' Tjic Hrmen der Leopoidfladt. Der- Jfra elitische Franen/Wotzltätigi/keit ,■ verei 1t für den 2. und 3. Bezirk.. Die- Leopoldstilldt /ist immer ein Stiefkind Wiens-' gewesen; Sie hat keine prunkenden Bauten und Sehensst lvürdigkeiten aufzuweisen,' -das Nobelviertel, Wer das fast jeder Bezirk verfügt, und/ das nicht nur diei/Repräsenii-ation mach! außen besorgt^ 'sondern auch der sSitz seiner Reichen, seiner .Helfer und Wohltäter ist. Wer den Zwesten Bezirk kennt und in ihm nicht nur die Präterstratze sieht, die in das grüne-Hiesenb affin des Prates mündet, der weiß auch,: wie bosches hier mit den BerkechrKlinien, mitder St,raßelrpflegL bestellt. ist. Das'' Stiefkind Wiens, das; - nicht - einmat'^recht bekannt ist.' Denn wer gibt sich die' Mühe, das Leben dieses' Bezirkes' zu sM dieren, düs sich in. seiner FUle und//Bodenständig>keit nichtchn den-beiden HanptverWrsLderir-'abMelt>^söndern in - den dunklen Straßen, / die ihnen parallel laufen, irv den 'kleinen Mäßchen,/. die Präterstraße und Taborsträße miteinander verbinden/ die von der letzteren zünst Äaihin'lläufen und zur' Brigittenau,, die um NördbahüMnd No'rpwestbahn lagern. > Ta/ zeigfl ^d'as- Stiefkindin seiner wahren.Gestalt,''duster,'Lräuritz^ nnd"bernachiläsfigb Es sind d.ie'-Sasfeü' nnd -Aänser, denen-Lsv/. unendlich

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