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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-01-11 · 2 (11.1.1918) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
2 (11.1.1918)
Date
1918-01-11
Page
– (sequence 15)
Language
German
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; ■ . Kr. «Es Ms^MtMJsveffre. Tat ..^inKKehA .^eme Anstifter und deme Mitschuldigen nanv- 'MtÄMÜhK' dmm wirst tm deiner Seele eine große MAe. erweisen." - Metz Aron --entgegncte. gefaßt:....Meine Seelehat -'JVkDL^^^sWMeitennötig, da sie an. diesem Morde .un- . 'WÄig wie die Sonne ist." ' Vp ".- AKr'M Mrstlnhen" sähest, daß ein 'Geständnis von .itzrn Äickst^zu erpressen ..sein wird, . ließen, sieihn ins M^MNlabßichren. Nachher wurdedie^ Leiche KozaleRmit'. hohen^Ehren zum christlichen Friedhöfe getragen. . . ' .:T; Die Mlden .in ' Prpg ergriff" eine Todesangst und /.sw.fürchtMnFich..die Msse zu betreten'. '. Selbst'-Radbi Lüw'war sehr erschrocken, besonders, weil er den Eindruck gewann, auch bei den. Behörden in Ungnade gefallen zu' sein. Er war.'von der. Unschuld Reb Arons.Äberzengt» aber es fehlte jeder Anhaltspunkt, die Anklage zu widerlegen. Der verruchte Plan war mit größtem Raffinemeitt durchgeführt lvorden - .-und es schien, aV od die Lüge .triumphieren sollte. Rätzbi Löw unternahm^ derweilen nichts' zur Retrurch' Retz Arons, und seiner - unglücklichen .Familie. Das ein- Hige, was er tat, war die .Anordnung,- daß die ganze JMernetnde alltäglich tzei Morgenanbruch in der Syitagoge sich versammele und die Psalter lese, bis der Prozeß vprützer / sein würde. (Fasttage wurden nicht angeordnet, da dies im' Monat Nissen unstatthaft ist.) '! Zu diesem Unglück gesellte sich noch ein zweites. 'Die"Deifilichen perboten den Christen das Betreten eines MiMM^MschLst^,' wodurch: das wirtschaftliche Leben " der Fudeit - rrschüittert wurde und vielen Kauslenten der völlige Ruin drohtet ' Da trat Rabbi Löw aus seiner Reserve heraus. 'Er' richtetd im .-TraüMe^"eine^-FrM 'an7die Oberwelt, MlchMy'Mittel/M^^^^^ der -Juden an den ^Mörh beweisen ktznste. Er erhielt die Antwort: „Und -?tzü -.-follD'untersuchMi erfragen und erforschen genau, dannwerk^n hre Söhste m ihre' Gemärke umWren." Rabbi Löw war Wer diese Antwort sehr erfreut, .er teilte1 diese seinen Bemeindemiigliedeni mit und versicherte, daß er die feste. Zntzersicht und festes Gottoertrauen r'habe,'rin BMc die Wahrheit an .das. Tageslicht zu bringen. . -r,. - , - - Der-.. VerhandlunMag nahte heran, ohne 'daß es; gelungen wäre, irgendeinen Anhaltspunkt für die Un- : schuld Retz Arons zu finden. Auf Grund »des vorgelegten Beschüldigungsmateriales wurde Retz Aron zu fünfzehn Jahren, seine Gattin und,drei Töchter zu ge-sechs Jahren .- Gefängnis verurteilt, nurseine Schwiegersöhne wurden; frei gesprochen. Die ganze Judengemeinde war wegen dieses Urteils l in Trauer. : v Erst als sich die Gemüter der Inden und Christen Verlegt : .hatten, k.-'.gmg.- Mabtzi .- .Pöw eifrig e an -die Arbeit, um die Unschuld Retz Arons ans Tageslicht zu bringen. - zf'..:: Ec.(sthickte insgeheim-zwei Boten in das Heimatsdorf der .Brüher- KozlottMi» um über diese und ihre^Mritter genaue. Nachforschungen zu pflegen. Diese .kamen mit der Mitteilung zurück, daß. der betreffende- Ort tatsächlich) der Heimatsort der beiden BrWer ..sei, daß. dort. ihre Mutter Jadwiga in einer : kleinen Lehmhütte uu^thilb des Dorses wohne und daß sie, als--sie..die -Mut^r - Mer ihren-' "Sohy. -K.ozulek bo- -iragten, zur . Antwort erhielten,, er arbeite.'-mit' seinen bei- - oen: -Brüdern in dev: Ärrberxi in - Prag. .. - - Mehr-.konnten ..sie nicht erfahren.-Aber für Rabbi ck Ltzw^)genrtzte"diM um seine /Nachforsch ungen weiter, zu ^WPreHMKEr-^öchßerhev-- -ist--Mr ^eM Wegoffen,. ' Nur muß ich -mich ' ’t Mchenfchrffi SeM Li hiezu übernalürlicher Kräfte bedienest.^ 'Md er erktz e weiter: „Die Seele eines Menschen schwebt nach seinem Tode bis zu einem Jahre um seine Gruft, denn 'sie hat bis zu dieser Zeit noch den Zusammenhang mit den: roten Körper." . . - (Fortsetzung folgt.) gittvatnr. „Dir LäutzfagedwU^ Im Berlage Von Hugo E..Perermann und Alois Ko nstein, Wien, 8. Bezirk. ADerrgasse Re 54, erscheint am . l. und 15. eines jebeit Monates ein r Fachblatt für KunstsägearbeiLen^ welches sich die.Aufgabe gestellt hat, die meist als. Spielerei betriebene Laubsägekunst zu einer wirklich künstlerisch vollendeten, praktischen Zwecken dienenden. Heimarbeit auszugestalten, weW auch ermöglichen soll, einen lohnenden Erwerb-zu. sirüum. , Hiebei ist auch der KriegMnvaliden gedacht, die durch diese Kunst sich einen auskömmlichetr Verdienst schaffen können. Die erste Mustervorlage euv .halt, einen Salon-Arbeitsschrein: für Damen, die zweite Mustettorlage eure Prunkkassette für Schmuck '.u. ...tzgt. und eine herrliche Serviertasse. Die Gegenstände find 'sämtlich im Redaktidnsatelier heMstellt und im Redaktionsmuseum zu besichtigen. Der.Bezugspreis beträgt vierteljährig K. 7.50, ganzjährig M K. . - . Kriefkaften 5t. L. Trotzki ist breitschultrig, brünett - eme: kraftstrotzende Erscheinüng. ~ ^seine Redeweise ist prägnant, deutlich, >oon einem besonderen Sarkasmus. Unduldsam und rücksichtslos im Kampfe, ist er ftn Privatleben sanft und milde, ein. wahrer ,Freund und guter Kamerad, eschon als Jüngling war er ein heftiger Gegner' des Jagdsportes. Selbst Sohn ,eines Gutsbesitzers^ (der einen Wald sein eigen nannte, duldete , er nicht das Töten von Tieren und Vögeln. Einmal kaufte er einen verwundeten Hirsch los, heilte ihn in langer,, liebevoller Pflege und.gab ihm! dann die Freiheit wieder. Ferner wird erzählt, daß eine Deputation russischer Rabbiner den Politiker gemahnt haben soll, in Rücksicht auf die voraussichtlich schlimmen Folgen für seine Glaubensgenossen von seinem Unternehmen abzusehen, daß-er-aber die Erklärung abgegeben haben soll, es fei seine erstem Pflicht, dem Vaterlande zu dienen. H Die. Wiener' „^eichspost" vom' 10.. Januar .1918 Ksindet es;„erschreckend", daß in der Liste der-Hörer an der Wiener l^psrtakademie 70 aus Galizien gebürtige, also nahezu „ Va" der Hörerschaft sich finden. Die »Reichspost" findet diese Zahl „erschreckend"^ weil Absolventen der Exportakademie österreichischen Handel im Ausland zn vertreten vielleicht berufen sind. Die .englische -Regierung entsendet als Botschafter des englischen Imperiums nach Washington einen Juden und für die Wiener „Reichspost" ist schon der jüdische Hörer an der Exportakademie „erschreckend". Oesterreichische Länderbank. In der letzten Sitzung >hat der Verwaltungsrat der Oesterreichifchen Länderbant den Beschluß gefaßt.- -aus Grund :der ihm durch die -.'EkenerakoersammluiT.<"-.»öm 10. April 1912, erteilten .Ermächtigung das /gesellschaftliche Kapital durch Ausgabe von 30,000.000 Kronen neuer Aktien auf .den - Betrag von 1fiv,000.000 ,Kronen zu. bringen. - Dse.se Maßregel findet ihre. Begründung in dem Bestreben, auch!künftig zwischen den eigenen und .den stark gestiegenen fremden-Mitteln ein cutsprechendes Verhältnis aufrechtzuerhalten, sowie in der Absicht, den-bedeutenden Geldansprüchen der öffentlichen und privaten «Wirtschaft, welche nach Friedensschluß zu-erwarten 'sind, vollkommen gerüstet gegenüberzustehen. -Die neuen-Aktien werden ab 1. Januar 1918' dividendenberechtigt sein.^ Bon den zur. Ausgabe, gelangenden 75.000 Aktien werden 65.000 Stück-den Besitzern der im Umläufe befindlichen Aktien zum Kurse von 570 Kronen derart zunr Bezug angeboten.' daß auf je fünf alte Aktien ^eine neue entfällt, . und restlich: 10.000 - Stück zünr. gleichen Kurse von einem 5demsortium' üoernonnnen. Das' BezUgsrecht!' wird in der Zeit vgm 5. bis 12. Januar einschließlich ausgeübt werden können. Dhrch diese Käpitalserhühung werden der Länderbank cm eigenen Mitteln und Reserven zirka 42,000.000 Kronen, zufließen. - I S'uKs kür mein« 25jährige, wohlerzogene, sehr gebildete Tochter passende Partie. Staatsbeamter bevorza^t. (Mitgift . 30.ö00y Kronen, Aussicht auf spätere 2uwvhdungen.) Dii-ekte Anträge unter ..Ch. h“ an die träitanfdiesesi-Blattes. - ~

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