Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 1 (4.1.1918)
- Date
- 1918-01-04
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. i Dr. Bloch's cnr T>tf - italienische und Hann - cm die rumänische Front. Evävürde ausgezeichnet mit dem goldenen Verdienstkreuz iM dM Krone, .zwei Signum lüudis - und - dem Karl MuppenMreuz; 2. Martin Schwur z, Betriebsleiter einer Mßchbrik,, Emj.Hreiw.-Feldwebel, kam von der russischen Moni krank zurück, macht jetzt in einer Kriegsgesangenenbegleitkompagnie in Böhmen Dienst. 3. Karl SH w'Ärz, ' Privatbeamter, 1915 eingerückt, kam. von derrussischen Mont mit Bauchtyphus. ins Hinterland, ging mach seiner Heilung .an die rumänische Mont, von wo W mit: emerrt G-eleüksrheuMntismüs zurückkehrte. Gegenwärtig macht er in Skutari Dienst 4. Ignaz Sch w,ä r z, Einjährigdreiwilliger. 5. Desideyi Einj.- Meiw.-Mldwebel, war dreimal an der russischen Mont. Fün f Br ü de r. Alexander Wasser v o g e l, Spediteur in.Vagujhety, hat seine sämtlichen fünf Söhne im . Kriege: .Simon. Wasservo gel, Feldwebel in eurem JnfänLerieregiment, ist feit Kriegsbeginn an der Front, würde mit'.dem silbernen Verdienstkreuz mit der Krone, dem Eisernen Kreuz mit der Krone am! Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Bela V a g o, Vorrneister irr einem Feld ha ubitzenregim e nt, ist an der Front. Ladislaus Bago, Ingenieur-Leutnant, war ständig an der russischen..Front. .Auch die anderen zwei Brüder, Max Wasser Vogel und Leopold Bago,. machen Militärdienst; .-der erste in einem Feldkanonenregiment, der zweite als' Einj.-Freiw.-Gefreiter in einem Infanterieregiment. - , .. („Egyenlöseg.") Kie drei Brüder Wayk. Ändor Wahl, Kadettaspirant des k. u. 'k. Fest- Ärtillerieregiments Nr. 6, Sohn des Budapester Hausbesitzers Josef W.ahl, hat am 29. November 1917 inr ';MMMn.-l8-Jahren - an der italienischen Front den Helbpntod 'gefunden. .Sein Leichnam, wurde provisorisch bei Osteria del Termi. begraben. Ein älterer Bruder bc$ jüngeüHelden, Nnmerich Wahl, Pionierleumant, ist im Jahre 1Ä16 auf dem russischen Kriegsschauplatz den Heldentod gestorben und war Besitzer des, Militärverdwnstkreuzes. 3. Klasse mit der Kriegsdekoration. „Egyenlöfeg" weist darauf hin, daß der dritte Bruder,. Nikolaus^ Wahl, Leutnant eines Infanterieregiments!, gleich- - falls im Fahre 1916 bei' -Brodh so schwer verwundet würbe;' daß erberst nach einem vollen Jahre mit einüm gelürzten Bein' das Spital verlassen konnte. Trotzdem mMele er sich f r ei w -i l l i g anläßlich - der zweiten italienischen-Offensive und macht gegenwärtig als Kompagniekimm andairt auf dem Kriegsschauplätze Dienst. Letderrtod und zweifache Auszeichnung. / -..Eugen'Mand el; Sohn des Schneidermeisters-Hermann Mandel -in Nagykaroly, Gefreiter eines Ine fanteriereginienles,'' hat seit der Mobilisierung. ununterbrochen auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen Fronidiönft/gemacht. .Infolge seines , großen Verständnisses und begeisterten Opfermmtes wurden ihm sehr wichtige Auf-, Mrnngsdi.enste'übertragen. In der zwölften Jsonzoschlacht fand/er am 24. Oktober 1917 in. einer für die Unsrigen siegreichen Schlacht den Heldentod, Laut einer Mitteilung des^Feldrabbiners Dr. Deutsch an den „Egyenlöseg" wurde M an d eck in dem Friedhofe von Sesona an der Meer'eMiste'"Arr 'ewigen 'Ruhe bestattet Gleichzeitig mit der -Todesnachricht gelangten an. die Hinterbliebenen die posthumen Auszeichnungen:/Tie bronzene und die sil- ^rme Dapferkeirsmedaille 2. Klasse. .'Mandel besaß schörn-früher" die bronzene TapferLitÄnedaille, die ihm in Anerkennung seiues'chäpferen Verhallens in den italienischen Kämpfen verliehen''wurden.^ ' Wochenschrift Seite r Mach dem Hsde ausgezeichnet. Nachstehende vor dem Feinde gefallene Offiziere wurben für tapferes Verhalten nachträglich ausgezeichnet: Oberleutnant d. R. Friedrich Hirsch, J.-M, mit dem Orden der Eisernen Krone 3. Klasse mit Schwertern; - Oberleutnant d. R. Samuel Steiner, F.-R., Leutnant d. R. Jszo Steiner, Feldkanonenreg., mit dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern. Mach dem Höbe heimgekehrt. Ter Korporal Viktor Klein, Sohn des verstorbene il Vorstehers der Chewra-Kadischa in-Holleschau, fand am 26. Mai d. I. am Fsonzo den Heldentod. Tiew selbe wurde am 6.Tez. 1917 nach Holleschau üb erführt und unter großer Beteiligung der ganzen Gemeinde mit militärischen Ehren zu Grabe getragen. Se. Ehrwürden Feldrabbiner Dr. Albert Schweiger hielt in der Zeremonienhalle eure tiesergreifende Trauerrede, die auf alte Anwesenden einen mächtigen Eindrmck ausübte. Viktor Klein, der seit Kriegsbeginn an der russischen und italienischen Front gekämpft hat, wurde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. - Ter Rechnungsnnteroffizier 1. Kl. Fritz Braun, Sohn der Trasikantin Frau Rosa Braun in Holleschau, seit Kriegsbeginn inr Felde, hat gleichfalls am Fsonzo infolge Erkrankung den Tod gefunden. Seine Leicho wurde am 22. Dez. 1917 nach Holleschau überführt und rrnter überaus großer Beteiligungdarnrrter des Herlrn k. k. Statthaltereirates Zacek mit sämtlichen Beamten der hiesigen Bezirkshauptmannschaft, zur ewigen Rühe beigesetzt. Herr Kantor und Religions'lehrer Braunf eld verrichtete an der Bahre das Seelengebet,, die kantoralen Funktionen bei beiden Beisetzungen versah Herr Kantor Michalowsky in würdiger Weise. F. Braun wurde mir dem silbernen Verdienstkreuz mit der Krone, mit der silbernen Tapferkeitsmedaille und der Ehrenmedaitle vom Roten Kreuz ausgezeichnet. Bei beiden Leichenbestattungen war der Veteranenverein der israel. Stadtgemeinde Holleschau mit der Fahne ausgerückt. Eine Retigivrrstehrer Kitdrmgsarrstatt für Wien und dir öftere. Kroniande. Der unter obigem Titel in den Spalten der „Oesterr. Wochenschrift" erschienene Bericht muß jeden treuen Juden, dem der Fortbestand seiner Religion am, Herzen, liegt, mit aufrichtiger und inniger Freude erfüllen. Endlich reift eine Tat! rDie Gründung einer Religionslehrer-Bildungsanstalt, die Herr Kultusvorsteher S. Brod zum Gegenstände eines Vortrages gemacht hat, ist eine so wichtige und dringende Frage, daß sie nicht mehr von der Tagesordnung verschwinden darf. Viele haben im stillen aus diese Anregung gewartet, nun muH sie,, weit sie einem tiefgefühlten Bedürfnis entspringt, Wirklichkeit werden. Wer mit den Verhältnissen vertraut ist, weiß es, wie es mit dem Nachwuchs solcher Lehrer bestellt ist, die mit dem Rüstzeug moderner Methodik ausgestattet, oder, wie dev Fachausdruck lautet, „seminaristisch gebildet" sein sollten. -Jöei der Ausschreibung einer Religionslehrerstelle oder bei einer Probelektion kann man gar merkwürdige Erfahrungen machen. Es gibt Kandidaten, die zu ihrem nicht geringen Staunen und Schrecken vor ihrer zu gewärtigenden Anstellung zum erstenmal vernehmen, daß zu den Wunderdingen zwischen Himmel und Erde, von denen die-Schulweisheit nichts ahnt, auch die Methode gehört. Und soll die Erziehung denen anvertraut weiden, die von einer Erziehnngslehre kaürn etwas ckviffen?