Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 50 (28.12.1917)
- Date
- 1917-12-28
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3020846-3022248-3022299--26538-3051903- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seil« 819 Nr. 50 Dr. Block s Wochenschrift nar insbesondere nötig.sind.,. . . Die letzteren sind : Religion, HMMüde^jüdische.!GeschiHt^ uüd Literatur, Hebräisch 'JüdischMchreiben, Talmud. - Hiezu dürste als ein besonderes Bedürfnis' der gegenwärtigen Anstalt auch noch- Latein 'kommen. 20. Der biblische Unterricht umfaßt: Uebevsetzung Mlicher Bücher aus! der Ursprache, zum Teil mit Hinzufügung des Kommentars Räschi. Hieran lehnt sich die Erklärung des! Gebetbuches. Der Unterricht in der Religion beginnt mit biblischer Geschichte und Bibelerklärung,-geht sodann zur Gottes!- und zur. Pflichtenlehre über und -schließt mit - der Anleitung zur Unterweisung irr diesem Fache. . . 21. Talmud" im weiteren Sinne oder Gesetzesstudium 'umfaßt Mischna, Gemara und die späteren Gesetzquellen, namentlich Schulchan-Aruch. Ter Belehrung über das Nötigste aus der jüdischen Literatur gehe die Bibelkunde voran; mancherlei religiöse Lehren und Einrichtungen werden dadurch erläutert. Die Hauptzüge aus der israel. Geschichte sollen damit Verbunden werden. 22. Hebräisch erstreckt sich über Elementar-Grammatik> Übersetzungsübungen und die Lesung eines ethischen Schriftstellers, als der Traktate Derech erez, des Ehobot halebabot, der Maimonidischen acht Kapitel, des Buches Ha-Jafchar und ähnlicher. 30. Logik, Seelenlehre, Methodenlehre und Pädagogik werden praktisch ergänzt durch Uebungen im Vortrage und in der Rede, im T'isponieren, Katechisieren ilnd Unterrichten.! 34. Diamit zu Vorbereitungen und Repititionen die? nötige Zeit bleibe, soll der regelmäßige Unterricht die Zeit von wöchentlich dreißig Lehrstunden nicht übersteigen, nach folgender Bestimmung: Sonntag 2 Lehrstunden, Montag bis! Donnerstag je 6, Freitag 4 Lehrstunden. Für außerordentliche Fälle bleiben noch immer wöchentlich gegen 8 Stunden verfügbar. . Es folgt die Verteilung der Stundenzahl auf die einzelnen Fächer. 37. Tie Lehrmethode erstrebe stets gründliches und klares Wissen, sie wecke das Nachdenken, nähre einen gesunden Sinn, bringe Ordnung in die Seelentätigkeit unv entwickle die Kräfte der Zöglinge zu selbständiger Entfaltung. W e d e r A b r i ch> t e n z u K u n st st ü ck e n, noch Eintrichtern unnachempsundener Ergebnisse finde statt, und nicht sowohl ein Detail- und gelehrtes Wissen, als vielmehr ein festes', zusammenhängendes und fruchtbares -Wissen zu erzielen, ist die Bestimmung des Seminars. Vorzüglich hinzuarbeiten ist auf richtige Begriffe, treffenden und gewandten Ausdruck, deutliche' Aussprache, angenehmen Vortrag. -Ebensosehr ist auf verständiges Benehmen, Fertigkeit in praktischen Dingen und Anstand zu sehen. Die sichere Lehrweise ist dem raschen Weitergehen und - üb erall das Wahrhafte dem Prunk vor- . zuziehen. 38. . . . In einzelnen, vom Direktor zu bestimmenden Fächern wird,zu Ende jedes halben Semesters geprüft. Oeffentliche Prüfungen finden nicht statt. Laut Punkt 39 sind nachfolgende Lehrbücher zu Verwenden: Biblische ^Geschichte - — Z u nL, Zeittafel; Religion — May e r,, Lehrbuch; Jüdische Geschichte — Elkan, Leitfaden; Hebräische Uebungen — Ehrenberg, Elementarbuch. 42. Wenn der Seminarist zwei Jahre, die Anstalt besucht hat, so wird er angehalten, selbst Unterricht zu geben, und zwar anfangs unter Anwesenheit eines Seminarlehrers', nachher ohne dieselbe. ... Zum Schlüsse seien noch die Worte hiehergesetzt, in welche Veit, .seine Weiherede ausklingen läßt: „Die Stimme. ist die Stimme Jakobs und die Händesind die . Hände Esaus, sosprachder Greis Jsak auf seinem Siechbette, und die Worte des Patriarchen sind eine . Weissagung geworden. .Die Hand Esaus, des Kriegsgewaltigem -ist verdorrt (?) und die Trümmer, feiner Macht nicht rnehr zu entdecken, aber die Stimme Jakobs ist nicht verklungen, durch die Donner der Geschichte tönt sie hindurch bis lauf diesen Tag und diese Stunde. 'Wir aber leben und sterben der Ueberzeugungj, daß in der großen -Harmonie des Weltgeistes der Stimme Jakobs ihre Stelle angewiesen ist, daß auch das Judentum, so wunderbar erhalten, mit Geist und Kraft ausgerüstet, unendlicher Fortbildung fähig, einer höheren Bestimmung entgegenreift!". - Kriegsdekorationen jüdischer Hfstziere mb Soldaten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: d as Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens mit der Kriegsdekoration und den Schwertern in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung vor dem Feinde dem Regimentsarzt d. R. Dr. Siegnrund Stiaßny, Kmdt. einer Sanitätskolonne (Gebirge); das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens mit der Kriegsdekoration - in Anerkennung vorzüglicher amd aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde dem Regimentsarzt i. Ev. Dr. Gideon Brecher» Kmdt. eines Feldspitales; dem Oberarzt Dr. Gustav Singer. - Feldspital; das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit ff Schwertern für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Leutnants d. R. Isaak Robert (Rosenfeld), J.-R., Wilhelm Frankl, J.-R., Artur Lamm, Feldkanonen- Reg., Bernhard Türkfeld, J.-R., Moritz Armuth,. . J.-M.; den Oberleutnants d. R. Wilhelm Szanto (Smolko), J.-R., Friedrich Pollak, Schützenreg.; den Leutnants d. R. Friedrich H a h n, bosn. Jägerbat., Alfred Weiner, J.-R.; dem Oberleutnant d. Ev. Paul St einschneid er, Ldstreg.; angeordnet, daß zum zweitenmal die neuerliche Allerhöchste belobende Anerkennung bei gleichzeitiger Verleihung der Schwerter bekanntgegeben werde dem Leutnant d. R. Josef Spitz, Fest.-Art.-Bat.; dem Stabsarzt d. R. Dr. Artur Schwarz, J.-R.; den Oberleutnants d. R. Maximilian Singer, Feldhaub.-Reg., Josef Tischler, Feldhaub.-Reg.; verliehen: das silberne Signum lau dis bei gleichzei- ' zeitiger Verlechung der Schwerter für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Oberleutnants d. R. Ernst Spitzer, J.-R., Oskar Schnitzler, J.-R.; den Leutnants d. R. Norbert Wieliczker, F.-R.; den Oberleutnants d. R. Adolf Hirsch, Feldhaub.-Reg., Adolf Steiner, Feldart.-Meg.; den Oberärzten d. R. Tr. Bruno Willner, Jägerbat., Aaron Schwefel, Garnisonsspital; dem Oberleutnant Dr. chem. Albert Ko hn, Jägerbat.; den Ldst.-Leutnants Emil Tauber, J.-R., Simon Silbermann, Jägerbat.; dem Oberleutnant ~ i. Ev. Arnold Deutscher, Kmdt. einer Küstenschutzkomp.; dem Ldst-Oberleutnant Alexander Stern» Tiv.-Kdo.; dem Oberarzt d. R. Jakob März» Garnisönsspital; dem Leutnant d. R. Siegfried Weiß, Jägerbat.; den Oberleutnants d. R. Arnold Brand» Autotruppe, Dr. Alfred G r o ß m a n n, ung. Ldwreg.; das silberne Signum laudis mit der Kriegsdekoration in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde dem Stabsarzt Dr. Moritz Friedmann, J.-R.; dem Leutnant d. R. Oser Eisenstern, Armeekdo.; das brouzene Signum laudis mit den Schwertern für tapferes Verhalten vor dem Feinde den