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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-12-14 · 48 (14.12.1917) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
48 (14.12.1917)
Date
1917-12-14
Page
– (sequence 14)
Language
German
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.■ ■ Dir. BLochi's -Wochenschrift 'fit- D ....? b lunterfertigt-ew Seelsorge unterstehen zahlreiche LsVMWHDSoHäten in der Elappe und an der Fronte - irisWMdW MlWsche uM ungarische Mannschaft. ' Tie? Mrschäi Gemeinen h. diesem Seelsorgebezirk sind durch stüMichp-.Jrtv^Än selbst benachteiligt, so daß neuerliche^MHer Mren nicht .verlangt werden können. Darum spende M mich an die Mische übrige Oesfentlichkeit.mitucher) Bitte, ben Soldaten Kektüre (hebräische deutsch^ ^ungarische, polnische), Liebesgaben aller. Zlrt, Geberriemen, Zizis) Arba Kansos, Gebetbücher, Psalmen oder. /Gelb '-.zizr Anschaffung von Erbanüngsgegenständen und Ritualieir zu senden an: Armeefeldrabbiner des A>ÄM. 'SM Qüartierabt. Nr: 9, Feldpost 333, Dr. Gustäp Sicher. " - TieMschbrod. Rabbiner Dr. Leo Bertisch, derzeit V u.!. Feldrabbiner-in der Reserve, der durch zehn Monate berm> f. u. t: Militärkommando PrZewysl im Dienste stand und Leiter der dor-, tigen^L ^u.-,k. äsrael. Militärseelsorge war, wurde mit 1: Dezember! d. M.- transferiert und dem k.. u^ k. Militärkommando in Leit-i meritz Mgeterlt, mit dem Amtssitze beim k. u. k. Kriegsgefangenenlager sin. WLowitz, als Leiter der dortigen k. u. k. Israel. Militär- Seelsorge und als k. u. k. Matrikenfuhrer des ganzen Kriegsgefan-i genenlagers insgesamt — nämlich ohne Unterschied der Konfession — wo sich mehrere tausend italienische und russische Kriegsgefangene befinden: / - Mrovitica, Eine Eoufine des Rektors der israelitisch-theologischen'Lehraiistalt in Wieri,'des Prof. Dr. Adolf Schwarz, Frau Josefine Wilhelm, geb. Schwarz, ist das Opfer eines tragischen Ereignisses geworden. Am 30. November spielte der jüngste Sohn der ängefchenen'Familie des Herrn Moritz -Wilhelms Rentmeisters des Drächschen Sägewerkes in Mrovitica, mit dem Revolver seines Bruders,/der als Reserveleutnant einen 14tägigen Urlaub erhielt, den er Hier bei seinen lkltern zubringt. Die Kugel ginglos, drang in die Näst der einzigen -Tochter der genannten Familie, durchbohrte dieselbe und drang dann in die Schläfe der Mutter des jungen/Knaben/die fofori'Hcht'/zu Boden , niedersank. Die so tragisch/Ms' dem Leben'gefHedene 53 Jahre alte Frau Joslefine LMtzeM-/entsi»Wrte/em«. 'd'chc Äiigesebeniiea Familien Slavoniens. Sie selbst 'war' das Musterbild eines jüdischen Weibes, sanft, gütig und /befcheiden, äutzerdem ^sehr wohltätig. An der BeerdigungsfeierliMeit./ die am 2. d. M. stattgefunden hat, beteiligten sich auch /die Staats- und Kommunalbeamten, wie fast die ganze Be- > oölkerung /Virooiticas. Im Trauerhause hielt Rabbiner Dr. Kauf- Mann//ber Verewigten 'einen wärmen Nachruf und Mb drW SchmMtz" der Familie m'° bewegten Worten entsprechenden Ausdruck. ^//Große Teilnahme aller' Bevölkerungsschichten Viroviticas wendet sich der so schwergeprüften Familie Wikhelm zu. . /. MM. Herr' Privatdozent Dr. Isidor P ö l l a k, Bibli-oHekar zweiter Klasse an der Prager UniversltätsbMuschek, wurde zum außerordentlichen Universitäts- Professor für semitische Sprachen ernannt. ’ Mr diesem Mage machte er eine Traumfrage, welche. Sünde die Ursache.des'peinlichenVorsalles war^ Gr erhiebt Mvchj/keine deutliche, .sondern eine Zahlenantwort. . Rabbis Löst , wußte keinen Hescheld, er schrieb da-, her die^ Buchstabell auf ein Papier undMergab dieses/ dem Golem mit dem ANftpage, laus diestm pieüDrt-/ .wort zu lösen. / / Ws dieser die Worte besah, entnahm er gleich, aus dem Bücherschrank; ein; Machsor,*) schlug es auf und wies auf jenes Kavitels das man arn Nachmittag des/Versöhnungstages aus.der Thora vorliest. Die Buchstabenzähl, die -Rabbi Löw gezeigt lvurde, war eine. Abbreviatur, des Verses' (3. Buch/Mose, 18, 20), ivelcher gegen die Sünde ues Ehebruches gerichtet ist. Rabbi Löw begriff nun, daß der Mann, der die - Thorarolle fallen ließ, ehebrecherische Beziehungen unterhielt, weshalb die Thorarolle aus seinen Händen fiel. Er lud den Mann zu sich und erzählte chm vertraulich von seiner' Traumantwort und daß durch seine Sünde die 'Dhorgrolle'.hinunterfiel. Da. gestand. dieser.weinend seine Sünde und bat Rabbi Löw, ihm. eine Buße aufzutragen. . - ' . , Ter Rabbi ging aber noch weiter, indem er auch die Scheidung der ehebrecherischen Frau von ihrem.. Männe gemäß den Gesetzen Moses Und der Rabbinen> durchführte. " 15. Die Ruine. Einige Meilen.unweit' Prag.stand ein verlassenes ödes! Gebäude, im Volksmmrde die „Ruine" genannt. Bor Jahren diente dieses? Gebäude als Pulverfabrik. Iw . Volke, bei Juden wie bei Christen, war das Gerücht ver- , breitet, daß in dieser Ruine Merlei Gespenster und -böseL Geister Hansen. Manche Leute erzähltensich, daß sieW dort nachts das Spielen " einer großen Musikkapelle hörten, andere, .daß sie große Gruppen schwarzer Hunde beider Ruine gesehen hätten. Die Umgebung, der Ruine wurde daher".der Schrecken aller . Durchreisenden. Sin Mann beschwor.einmal, daß er, nachW mr-der Ruine vorbeiWyend,, einen Soldaten., ans. der. Spitze des Machet . ' sah/ der ans einer großen Trompete blies. Einmal geschah.es) daß ein Prager .Jude, als er vom Dorfe .nach Haufe ging/ hon einem. großen Hund verfolgt wurde,-der schließlich in der 'Ruine verschwand. Der Mann erschrak nicht wenig und er kam halb bewußtlos nach. Hause, Er erzählte daheim den Vorfall. Nachts hörten seine Hausteute, daß der Mann im Schlafe wie. ein Hund, bellte, und! als sie ihn aufweckten; war er . ganz in Schweiß gebadet> konnte sich vor Schwäche kaum rühren. .Er. erzählte, daß er geträumt habe, er reite mit "noch, anderen Soldaten auf einem schwarzen Hund, und als. diese zu bellen anfingen, zwangen sie ihn auch, dazu. Aus dem LedenIdes hohen Rabiri Löw ( Neue Golem-Sagen, . gesammelt und bearbeitet von Chaim Bloch, Delatyn. 14.' Die hinuntergefallene Thorarolle. Wn VersöhNungistage des- Jahres 5347 ereignetees wo Rabbi Löw betete, -ein IWMeWWWDi'.die Thorarolle, die er nach der für- .den MachmittM.bestimmten Vorlesung, -empvrhob, um sie in /die heilige Lüde zu bringen, - fallen ließ,. ' Dias - Ereignis ' verursachte einen großen Schirecken bei Men GmneitchewÄgliedern, denn ein solch/ GeschH-t MsH'Mr^eichjen. ' . -Mch- Nabbi- Low geriet in Aufregung und ordnete zunächst .an, daß Me jene Gemeindemitglieder, die in der großen.Synagvge beten, am 13. Tischri faMrr sollten. Seine Häüsleute schenkten dem. Traum keine große ' Bedeutung und .redeten ihm zu Herzen, daß der Traum.. nur die Folge seiner ängstlichen Gedanken-gewesen sei. Doch der Mann hatte keine . Ruhe. Nacht um Nacht / wurde er von diesen Träumen verfolgt und er wurde allmählich sehr.entkvästet, und da er auch! für seine Ge- ' schäfte keine dluhe 'mehr hatte)' in /seinem Vermögen schwer geschädigt. . ' - ' ( - ( /-?Er begab -sich schließlich in Begleitung seiner Familie zu Rabbi Löw. Der Mann erzählte dem.Rabbi die Geschichte vom Beginn an. und bat iv.einend um Rat und , Hilfe. - ' Da. ließ Rabbi- Löw den Mann zunächst , seinen ZedMl (Taleskuten) kontrollieren, ob dieser, wie vörgeschrieben,' in Ordnung sei; der Mann. fand, . daß an , *) Gebetbuch für' die hohen Feiertage, Neujahrs- und" Versöhnungstag.' " /' / , ' '- / ' W - , --" ';' - .:

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