Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 47 (7.12.1917)
- Date
- 1917-12-07
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/3020846-3022248-3022296--26494-3051856- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
£«t* 728 WochMschrZft Nr. 47 . «ZEWÄMl. Wft hoher - Befriedigung $mrbe in unserer Gemeinde allgemein biß. ÄustzeWnMA' unseres .Präsi- Mrn,L^i n e r wirft seit 1878 uüernWdlich:.-M/KMiy&‘fe' Uultus^ememde und-hat sich^unt ihre Jnlil lulsg hohe Verdienste erworben. Und e'r ist nicht nur. das Hänpp sondern auch die Seele unserer Gemeinde/ die als in einem immerfort aufstreberrden Weltkurörte von WtzMerer Bedeutung ist. Herr Moritz.- LeituGr-'- ist beispielgebend in seinem "WohltätiK- .WüHÄÄ Dr Arme. Kranke und die - -als ÄWMde-^'-KnrbüOvBge, er ist aberauch, stets' als der /Protektor des Beamtenkörpers der Gemeinde non dem-- db-en Wchverchrt. 'Er hat Herz und Haüd, die ihm die Äieste nrüd Werischätznnjg alter jener zufuhren, die mit /Wi'in VeiWhr treten. . Sofort nach dem 'Bekanntwerden ''del'UAllerhöchsten Auszeichnung begab sich auch eine Te- MEKon der Gemeinde, bestehend aus den Herren Sieg- MMÄ/Ränsnitz als Prchidentstellvertreter und Anton Mchcheider als ersten Beirat des Vorstandes, unter WtMuNg des' Herrir 'Oberrabbiners W. R e ich in seine ^MsMüVg, -wo -letzterer in'-herzlichen ^Worten die -freu- 4&ßn.' MfüWe der Gemeinde ' interpretierte. - /Möge/ es HePn^Moritz Leitner gegönnt - seür, an der. Seite wirkt,. noch/ lange Jcchre sich, - der kaiserlichen Äuslzeichnung zu erfreuen Lund zum /Wohl und Heil MlserLrnGemeinde segensreich! sortwirkerr zu/ können. Berlin. Die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums ^äief^Dt, Julius Euttmann, Sohn des Breslauer Rabbiners.' ^ozenten' für Relrgidnsphikosophie. / n3QJX::a .fjr'iS’ 3dl/// Jit HMAWeürn des hshen Kahbi Ww: jUj Muc DoleM-Sageu, . 7 gesammelt, und chMrbeirct. von Chairn Bloch/.Delatyn. Die Geschichte der be iden-B-erl'ch. mo/.i./Zu^Lebzeiten 'desRabbi Löw wohnte in Prag ein -Kind^lehrer, den man in der Ludengasse „Jakob - der ^rötzE-/nannte/ Bei - Hm fanden/zwei arme, verwaiste /MuHeyMie%vS MMnien einwanderten, mls Chederbe- ^chelfer/Anstellung. /^ ' l; N3ch5/BW>e Beheljer -hießen / Berh/ der eine war . rötlich, KdeL-MdeLL-Ifchwa^' daher: wurden: Ke nach/ ih rem äüß,erlichen Aussehen gezeichnet: 'den einen nannte man/. Berl t^rrWie^^/lden anderen „Berl /der. schcharze". ' w /Die beiden Berl waren innig befreundet und führrchm-qein;/gemeinschaftliches, verbrüdertes Leben. chl.- 23<i ÄrDhr-Wrinzipal „JaÄb der große" war mit ihnen «chcht chdzuWeden, ebenso/ alle Leute, ' deren Kinder LW nAr >das Eheder^) brachten - und nach Haufe führ- MemdWie/. erhielten/daher häNftg-GeschenK' und es geläng MhuMM-n. Keines /Kapital' züsammenzubringen/ Sie hei- HMtetpuHäst gm gleicher Zeit, erhielten Frauen ausanstän- -.«tAgWstz^Wem - Haufe.und /beWossen, / Mmeinschastlich aufs Haar die. Weiche, 5 Hamit /eiyer Mn. anderenWGotl bewahre/Puch, nicht nniMreri Kreuzer'Henächieilige. /. '.Und .doch! waren sie/in . einer Beziehung - nicht / gleichartig, sMte sich ein Teil benachteiligt. ' .. . .... Der „rote. Berl". war von einer/Schar Hsündär schöner Kinder,, Töchtern und- Söhnen, umgeben der Todesengel chatte noch die feine Schw elle. übertreten, /.als hätte/ er nicht gewußt, daß. es in .Prag einen-roten Herl gebe, der viele Kinder Hai Der schwarze Derb hinget . hatte nur Töchter, häßliche Töchter, und. .derModpsengel war häufiger Gast in seinem. Hansel.'./ l Trotzdem lebten die beiden . Weiber der. < „Berl'ch" friedlich miteinander^ /'/'./-L'/- Wohl hegte die Frau des schwarzen Berl in ihrem Innern Neidgegen ihre Freundin. Da sie/ aber, eine kluge und gute Frau war, 'ließ sie diesen Neid nicht zum Vorschein kommen/ Doch die Hebamme Esterl, die in' allen .jüdischen Häusern nicht nur ihren - Beruf aüsübte,/ sondern auch die 'Vertraute, die .Hausfreundin -war,/ - die alle schweren Herzen kannte/ wußte um das Herz der unglücklichen Mutter, des schwarzen Berls. Weib,;Bescheid. * Beide Frauen, die des Roten und des' Schwärzen, besarrden! sich ist gesegneten' Umstäüden. Während aber die Rote -mit Freuden der Stunde der' Entbindung. entgegeNsah, um ihrem Manne nochein schönes/ gesmrdes -Kind zu/:schenLen, /erwartete -die/Schwarze diesen Tag //mit . Bangigkeit. Esterl hatte mit ihr tie,es/Mitleid und sann aus ein Mittel, dieser gekränkten Framdas Herz. Mheilen. -Der Znsall - wo.lte eZL daß, die beiEl-Frauen/ün-ein - und. derselben Nacht niederkamen und - beide Söhnchen er- .; hielten: - die Frau - des, roten ' Berl brachte ein / kräftiges, hie/ des schwarzen -Herl ein schwächliches Knäblein zur .rIvMM'chpd' sie hätten auch, m diesem Geschäft-Glück. Sie MruMnWald^mVödie,^,reichm.LBerbch"/iU'-'Prag'-und MrWegeÄr/bMMni/Munkckawften^ sie/sich/ auch eim großes Ete^aElwörimffie(bÄdeMohULen,..ündsie tabteir mit- DWander zWMEn, wie/än/chM^MgLm^da^ieÄäHMme 'Burschen machiWrag'Krmen. Auch -ichrd Lebensweise war *) Äinderschule. NUN geschickt einen '/raffinierten Plan/äus: sie vertauschte die belden Kinder, ohne.chäß die. Mütter es-gewahr wurden. - >: Und diesmal gabesim Hause- .des schwarzep Berl ein . FreudenfestL die Beschreibung eines' Sohnes,/zumal MW .Prachtkerl.' - ' L " Lahre Vergingen.- Indessen war Esterl, die Hebamme, gestorben. Die von ihr vertauschten Kinder, wurden/groß mrd waren Liebchnge der Eltern. . iEs-Zgm/W Zei-h daßi der schwarze Berl daran gftrg, seinen Söhn' zu vevehelichen. Als er-diese Absicht seinem Kompagnon, dem roten Berl, erössnete, schlug Hm dieser «vor, seine Tochter/als Weib seinem Sohn, zu geben, .welches Anerbieten MirFreude^angenommen wuroe, und die Verlobung kam. bald zustande. Zu der ein Pahr später . stattgefundenett Hochzeit erschien Rabbi Löw," den Träuungsakr/ zu vollziehen, f Da geschah' etwas Seltsames. ' ~j:>-;; . ., /' Als Rabbi Löw unter, dem TrauhimMel im' Hofe der- Altneusynagöge den . Weinkelch in / die -.Hand genommen hatte, um. den ersten.Segen zu sprechen, sieh ihm - der Kelch aus der Hand und der Wein würde verschüttet. ' Man reichte ihm . einen änderen <KeHi' mit/Wein/.und er bvgiLNN, benSegen.zu sprH,m:/>/Dvriesenhbist;hu . .KJ" vermochte aber -nicht noch/ das/Wort „Ewiger",- zu. sagen, begann .zu zittern, und der Kelch 'siel. wieder -/zu Mo den. Rchbi/Löw'erschrak./Ailchch .äußersich. Jndesseü bemerkte der Dirner Abrahäm/Chäirn, -daß in' der Flasche kein Wein-mehr vorhanden war, und erwinkte dem GMm, unperzuglich- 'binef/välle'/.Weim Pasche aus/dem Keller des 'Rabbi/zu bringen. L Der Golem ellte. in -das' gegenüberliegende' HausPes / Rabbi, - als er - aber - an - Per - -T/ür //des ' Hauses'- ävar, rblieb er" Die Leute riefen ihm zü/ daß er sich Merlef//den Wein zu bringen. Doch chl? Golepr -begab/, sich; nicht in