Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 46 (30.11.1917)
- Date
- 1917-11-30
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 764 Dr. Blvchs Wochen schrift Nr. 46 total zerstzanchst fein würden, das Grab wieder mit Erde züMdsÄen.- Hamit man nichts merken könne. Hn PeUllchMsttM, gegen 10 Uhr vorMtÄgs, erschien ber ..-BeHleiWrA einer großen AbLeUnng Soldaten nnd" überfielen fast alle jüdischen Häuser, wo sie MMndliche DurHsuchuMen -Vornahmen. Der PoldHar^^rann, den TVdÄäus! hLgleitete, nahm versSrWY DUiMnchiMen fei' Äi Sott), .seinen Kindern niä> Mehrten, Temeindemiwliedern vor. Äts sie^ «M7pDMcMefer MrtHe, an, den „Fünfer- PMst/ so,»züHllig" zu dem WRzeAauMnann, 'er glaühe, es' wäre richtig, auch, in den KMern der Ruine mit WÄsicht auf deren Rahe -der grc^en Synagoge eine Durchsuchung vdrzunehmen, welchem Vorschl^ der Polizeichef zustinimie. . Man dürchsuchte den ganzen Keller, fand aber keine Spür von Mn, was' TädWus mit Bestimmtheit erwartet hatte, so daß dieser vor jEntsetzen zu wanken schien. Während diese unerwarteten UebersLlle sich abspielten^ waren die . Gemüter der Indens voller Schrecken, und sie, Hamen gtchmjWeugt zu Rabbi Löw. Dieser beruhigte sie und versicherte, dich sie der GM Israels wie immer schützen würde. .Als das christliche Osterfest heranrückte, befahl Taddaus seinem Diener Waclaw, den Weinvorrar aufzunehmen, damit er wisse, wieviel Wein er für die Feiertage-nachzubestellen habe. . WMrerü» Waclaw im Keller aufräumte, die Weinfässer und'Flaschen ordnete, stieß er auf die Leiche eines KindD.? Beim AnNiÄ derselben taumelte er und wäre beinahe in Ohnmacht jgefMen, denn er erkmmte sein versch w uudNres Kirw . 'Er begÄb sich unverzüglich zum Polizeihauptmann und''chWM -Gr^hM.VorW.^ . . . , .. , . Bach erschien eine behördliche Kommission,' und es würde ein PpoWoll.Wer' deh mysteriösen Fund anfgenoinWen. ' DieErhebunZen ergüben,daß Tadbäus' der Mörder dieses Kindes war. Er wollte einerseits' gegen die Juden eine 'iMriaMage erW^, Änöersei^' wollte er sich an WaMüv^ daMr rachM, daß er Mahel Berger an ihre Elterrr äüHMiHerthaste. ' - Als das, Kind verschwunden war, hatte Taddaus dessen Eckern eingeredet, daß! in Anbetracht des' Indischen, PMachsestes das Kind zweifeMhne von den Juden als OWoptzergeßhHaHiet worden sei. Auf seine Veranlassung bHcchen sich die -Wern zur Behörde, wo sie die Anklage gegen die Juden erhöhen und um KausdurchsnchUngen. baten./ .. ZupchM^HMMete DadWüs' seine unselige Tat, als er abe r daß Me Wleugnnng Mecklos sei, da eine Kette von Umständen für seine Schuld Krach, >lGte' er ein SvTWchWes, ab, verteidigte sich jedoch damit, daß er'tatsächlich . an seinen untreuen Diener, der -.tmr3ubendm Vw.-MMhDustg eines' Mädchens geholfen, Räche rwhmen wollte. . Doch Waclaw stMe vWs! in Abrede, erzählte , vielmW, daß sich doA MWchen selbst das Äben nahm, iverl W MdbÄSlMe; Ar/ e«wm 'WefiSWttN. eintzefpeirt Kriefkaste«. L. F, Wien, Den „Offenem Brrdf an die polnischen ReichsratsäbgeordneteU Witbs, Kubik, Potoczek und Genossen" hüben' wir dicht - direkt / vom ■ Verfasser Herrn .Feldrabbiner Professch- Dr. Hausner, sostderndurch.. .Vermittlung -es / Postoberoffizials. Herrn Jakob Bodek inLembergzur Publikation erhallen- ■St SRr Gm Mitarbeiter des^ „Deli Hirlap" hat' den m. österreichisch-ungarlscher Gefüngenschäst besiüdlichen Neffen' Lenins besucht,., der ihnrg.-jvim seinem. O.nkel folgendes erzählte-: Lenin ist gegenwärtig 57 Jahre alt und in Kiew geboren. Er ist ^jüdischer Äbstammung. Ob er gegenwärtig noch Jude ist, ist Unbekannt. Er lebt in.freier Gemeinschaft .mit einer Christin. Im Jahre 1892, also im Alter von 32 Jahren war Lenin bereits Professor des römischen Rechtes an der Moskauer Universität. Mit den Sozialdemokraten und den Anarchisten war er eng befreundet. Tr hat sich auch ' schon damals der Bolschewikipartei angeschlossen,) Auch ein guter" Freund von Kautsky ist er gewesen) BiS zur Ährönbesteigüug des Zaren Nikolaus II. lebte Lenin ruhig in Rußland, dann übet wurde er nach. Sibirien perbannt/ von wo er nach Deutschland entfloh. Dann ging er nach Frankreich, wurde dort aber ^mit den anderen Anarchisten ausgewiesen. 203, U. ($,, Wien. Für wissenschaftliche Werke Buchhandlung R. Lörüi't, 1. Bezirk, RvtentürMstratze 22, für hebräische Bücher Buchhandlung Jos. Schlesinger, Wien. 1.«: Bitzirk, Seitenstettengasse 5, und Buchhandlung I. M. Belf, Wien, 1. Bezirk, Rabensteig -3. ‘ s Mundi. Daß der Abgeordnete für Rumburg, Dr. Jerzavelk, dsn inzwischen soon dem christlich sozialen K un schaV meuchlings ermordeten Volkstribun - Schuhmeier als „Leichenfledderer" charakterisierte, seinen parlamentarischen Heldenmut i in Beschimpfungen der wehrlosen Flüchtlinge betätigt, darf bei dem Charakter dieses' sonderbaren „Volksvertreters" nicht wunderneh-, men. Es genügt, eine 'Episode aus - den Verhandlungen des Abgeordnetenhauses .vor. wenigenJahren in der -Erinnerung aufßufrifchen. Es war bei Beratung der. Lehrerdienstpragmatik, zu. welchem Gegenstand Abgeordneter Glöckel, nebstbei bemerkt, einer der vornehmsten Redner unseres Parlamentes, gerade sprach, und durch Zwischenrufe wiederholt unterbrochen wurde,' auf Welche der Redner ruhig und sachlich replizierte, ohne auf die Person des Rufers ZU achten. Bei einer zufälligen Kopfbewegung be-, merkte er, daß eigentlich Abgeordneter Jerzabek die Zwischenrufe machte. Spontan untekb'kach 'er' seine Rede und bat das hohe Haus mit bewegten^ Worten um Entschuldigung, „einem Menschen wie Dr. Jerzabek geantwortet zu haben". Die Erklärung wurde mit stürmischer Zustimmung begrüßt und der famose Dr. Jerzabek zog sich ein wenig bleich geworden zurück und ließ längere! Zeit nichts von sich hören. - ' ' . ‘ älangels B ekanntscliäft suche ich auf diesem Wege für meineu 26fähfi^en Solm, kommerziell gebildet, derzeit.als Einjäliiig - Freiwilliger Militärdienst leistend, ein 18- bis 22jübriges, intelligentes, sympatkisclies' israelitisches Fräulein zwecks Finbeiiat 'in ein gnitzekeb'des Ilnt ernebmen. 6refüÜige, niebt -anonyme Anträge mit Lichtbild, das promptest retourniert; wird, unter „Galizianer‘! an. die Administration des Blattes. Wien,; .Vm., I-srvb«nos88s 6 n .. Brttnn.„^Adlergasse 9 TvddAM wMde M AM Jahven Mfüngirrs verurteilt MWDM'.-WMA -'«MM. So MVA M'MM Amen Hemden^ v GM erMheu? Wer Her den Chumez, der geeignet war, chas LWen dev/ NlNeuMdem BSrfrSMM ves. RMbilMw./ .. .... Soet ön i erscMenCn: Kiriegskalendei* : HICKtS Jiidi'sclier Volkslcalender Preis K 3-50 ■;; - i Zuschriften viviä zu richten an: RedakteurMaxHickl, Wien, VIII,, Lercheiig. 6 a in jüdisch-religiöses Haus für: alleinsteiienden Herrn .gesucht. Wien, II.,-Tandelmarktgasse 1, II. St., T. 21. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur : Dr.. Josef S. Bloch. — Druck-von L Beck;&■ Sohn. Wien. VII WMiriiWii rtri>yn-i r vm^SS^fSSagBsefafraa '