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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-11-23 · 45 (23.11.1917) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
45 (23.11.1917)
Date
1917-11-23
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Srkr UG Dr. Ploch's Herr Obmannstellvertreter Karl Freund tiefempfundene Worte der Freude, daß hie Vorsehung unseren Kaiser beschützt hat. In beiden Abteilungen wurden Huldigungsgedichte vorgetragen und die Dolkshymne gesungen. MlH JWröeL (GchiiifsynaHoge). - Am Tage des Eintreffens der Nachricht von der glücklichen - Errettung Seiner Majestät des Kaisers aus Lebensgefahr wurde in der Schiffschul beim Abendgebet >ein feierlicher Dankgottesdienst abgehalten. In Ausführung eines B o r st a n d s ü e f ch l u s s e s vo n Vorjahre werden die Spendeneingänge des Sabbats vor bentj Sterbetage Seiner Majestät weiland Kaiser Franz Josefs den- Arnren zugewendet. Diese Eingänge beliefen sich am Samstag - den 17. d. M. auf 800 K., welcher Betrag am LId. M. an würdige Arme, besonders Familien Eingerückter, verteilt wird. Am Sterbetage wurde in der Synagoge das Seelenheillicht angezündet. _____ Wien. SJtax Brods Vorlesung .eigener Dichtungen fand Sonntag den 18. November im Rahmen der von Direktor Alfred Bernau und Paul Gzinner so verdienstvoll arrangierten Autorenvormittage der Wiener Kammerspiele statt. Abermals hatten wir die Freude, den fruchtbarsten und phantasievollsten der österreichisch-jüdischen Erzähler in Wien begrüßen Zu dürfe» und seine vielgestaltige dichterische Proteusnatur zu bewundern^ in der slawisches, deutsches, österreichisches und jüdisches Wesen sich zu keiner so eigentümlichen Synthesevermählt hat. Zuerst las der ^Dichter den zweiten Akt seines Dramas „Esther", über welches hochinteressante Werk, das in wenigen Wochen in Buchform erscheint, wir uns eine eigene Besprechung Vorbehalten und das sich würdig, wenn auch in ganz origineller Auffassung, den Escherdramen der Weltliteratur anreihen wird. Es folgten geharnischte Elegien gegen den „lebendigen Friedhof unseres. Volkes", die Abgesallenen, von denen aber der Dichter mit-Recht sagt 'sie hätten nicht nur uns zu wenig geliebt, sie seien auch vielfach jzu wenig geliebt worden (so „Das schöne, aber arme Mädchen", „Der sekkierte Gymnasiast"). Herrlich das Zwiegespräch der hebräischen Sprache mit dem modernen Juden, der erst in den Dreißigern den Mutterlaut seines Stammlandes hört. Weniger glücklich war die Auswahl aus Brods Gelehrtenroman, „Tyho de Brahe", ein Stückchen, das nur den literarischen Feinschmecker und Kenner des Prager Mobbenehmeus bei Aufläufen interessiert. Den Beschluß Machten verschiedene. Bruchstücke, aus. einem Zukunftsroman,., in. Welchem der Held Efr. ÄschLnäs^Äo'n" Höher' 'und HHster" Märte den Weltkrieg an sich vorüberziehen läßt, an Swift in der Höhe und Satire der Auffassung erinnernd, und bei dessen Vorlesung es angenehm auffiel, daß vor einem Jahre diese Darbringung " noch unmöglich gewesen wäre, wie die Zensur das ganze Meri postieren lassen wird. Der Vorleser Brod wird dem Dichter nicht ganz güecht, während wir Brod im Vorjahre als zündenden Redner und Anwalt -der östlichen Elaubensbrüder bewundern durften. Im Publikum herrschte die akademische Jugend vor, ein Beweis, daß dem Dichter. des „Abschiedes von der Jugend" die Zukunft gchört. Tiefe Ergriffenheit, lautes Lachen und helle Begeisterung weiß der durchgeistigte Dichter, im Leben bekanntlich an den trockenen Dienst einer k. u. k. Post gefesselt, in gleich vollkommener Weise seiner andächtigen und ihn verehrenden Ge-, meinde. zu entlocken. __ C. . Benedikts ' Hedrüisch-Äkad. Vereinigung ,,Hat'chijah", Wien. In der Generalversammlung vom 17. l. M. wurde der folgende Ausschuß für das Studienjahr 1917/18 gewählt: Nassi Zwi Koretz, Syan Chaim Kofsler, Mazkir Ari Mayer, Gisbar Eliahü Rosenbaüm, Akdan Naftali Menaziach. Der erste. der wöchentlichen Vorträge findet Sonntag den 25. l. M. um halb 8 Ahr abends 2. Bezirk, Praterstraße 9, statt. Chawer Dr. SchaloM Baron, spricht über „A. Grätz" anläßlich der Wiederkehr besten hundertsten Geburtstages. Hebräisch sprechende Gäste wilskommen./ Hebräisch-äkad/ Vereinigung „Hät'chijäh" teilt Mit, daß ihr Mitglied Ari Mayer Freitag den >23. l. M. gmn: Doktor der. Philosophie promoviert wird. JeW OjatoM,5 SjchjuMreür der Ajdaß, JiAroel, Zur Erweiterung-der'seit Jahren bestehenden, erfolgreich wir-, kenden Religionsunterrichtsanstalten der Adaß Jisroel hat sich aus deren Mitte ein eigener Verein gebildet, der am 11. November seine Konstituierung vornahm. Statutengemäß delegierte die Adaß Jisroel die Herren Obmännstellvertreter Dr. Reiniger und Wolf Pa p p e nHe i m, der Thora-Ez-Ehajim (Bet-Hajnidrasch der Adaß Jisroel) die Herren Albert Vreuei und Isidor Fr o m mie r in den Verein JesodHatorah. Den Vorstand bilden die Herren: Wilhelm K r i t el e s, Obmann; Hugo B o n d i, Wolf P a p p e v> h £ im, Obmannstellvertreter; Albert Breuer, Kassier; Moritz Lettner, Schriftführer; Rudolf Kohn Emil Kriteles, Jakob Pinkas, Heinrich Pap pen heim, Katan S ch iff, Dr. IR e i- Wocheilschrist _ Nr. 45 n j g er, Isidor F r o m m e r, Dorsteher,- Zu Revisoren wurden gewählt die Herren Mar -H o sb a u e r hnd Emil- S t r o h. Der Vorstand wird sofort darangehen, die durch Lokalmangel und Einrückung .der Lehrer arg! benachteiligte Schule auf das frühere glänzende Niveau zu bringen. Hat doch die Führung dieser Schule die Errichtung einer Anzahl .gleichartiger Religionsschulen angeregt, in denen ausgedehntes' jüdisches Wissen gelehrt - und echt jüdischer Geist gepflegt wird; ‘ Wien. Die Zionistische Mädchenvereinigung „jM o r iah", 9. Bezirk, Servitengasse 10, veranstaltet Samsi tag den 24. November, präzise halb 8 Uhr abends, leinen Propa-i gandavortrag über das TheMa „Die Gegenwartsaufgaben der jüdischen Frau". Reserentin: Frau Dr. Rudolfine -Menze l. Gäste sind herzlichst willkommen/ Verein zur WjahrmW der Interessen deS orth. Judentums in Men und Niederösterreich'. Am 11. November fand unter Vorsitz des Obmannes Herrn Bernhard Hofbauer die Generalversammlung des. Vereines statt. Der Rechenschaftsbericht wurde genehmigt und wurden in den Vorstand gewählt die Herren Bernhard Hofbauer, Obmann, Albert Breuer, Ed. Deutsch, Stellvertreter, Ignatz Back, Kassier, Wolf Pappenheim, Dr. H. Reiniger, Schriftführer, Sig. Bondi, David DischofSwerder, Kontrollore, Gustav Austerlitz, Moritz Felsenburg, Friedrich Fischer, -Markus Kamm, Osias März. Wilhelm _ Kritzler, Franz Neumann, Heinrich Pappenheim, Nathan Schiff, Julius Steinfeld, Lipe Tinkl, Vorsteher, Mar Hofbauer, Samuel Schwarz, Revisoren. Dem Vereine härren große Aufgaben und sollte jeder Jude, demdie E r h a l t u n g des alte n, von den. V ä t er n überko m nie neu. I u d e ntums am Herzen liegt, diesem Vereine beiträte n. Zuschriften an den Obmann Herrn B. Hofbauer, 1. Bezirk, Tuchlauben' 20. ' Allgem. ML». Arbeiterverein (Poale Zion), Wien, 2. Bez., Stesaniestraße 2, Tür 34. Samstag den 24. d. M., um 8 Ilhr abends, findet im Saale des Hotels „Post", 1^ Bezirk, Fleischmarkt 24, ein Wortrag des Genossen M. Singer über „Die sozialistische Friedensaktion . und unsere Forderungen" statt. Sonntag den -25,: b.s!M., i3'n Uhr-. nachNnttägs,'' jm /Vereinslo.käke' hält'. Eenosie^W. ' eilten Vortrag über „Die sozialistischen Parteien in Rußland". Austritte ans dem Judentum. vom 11. bis 17. November 1917: Bastler Wolf Beer, .Anstreichergehilfe, , geb. 5. Dezember. 1876, Tarnow (Galizien), 5. Bezirks Dmbelgasse 31. D'au stein Adam, Hrivatbeamter,, geb. 9. April 1901, Lemberg. 2. Bezirk, Friedensgasse 2. . Bruckner Erich, Ingenieur,/ geb. 9. - Juni 1865, Wien, 9. Bezirk, Earnisongasje. 6. Donath Ella, geb. 22t'November 1883, Wien, 4. Bezirk, Starhemberggasse 44. / Feigl Ernst, Ingenieur, geb. 25. Juni 1888, Wien, 14. Bezirk, Pfeiffergasse 4. Julius Emanuel, k. u,. k. Oberst, (geb. 24. Oezember L85ß. Pancsova, 4. Bezirk, Wiedenergürtel 44.? Silber Friederike Amalie, geb. Schrimer Kontoristin, geb. 8. Juli 1894/ Wien, 2. Bezirk, Blumauergasse 10. Waldmänn Friedrich, k. k. Staatsbahnbeamter, geb: 11. Juni 1874, Brünn 3. Bezirk, Paracelsusgasse 8. > Wien. Fräulein Hernnne Friedländer ist zum Judentum zurückgetreten. r - - Sobsrten. Samstag den 10. November 1917 fand' , die feierliche Installierung unseres neuen Rabbiners'/Herrn Josef- Sagher unter reicher Beteiligung der Kultüsgeme'.ndemitgliedrr -statt. Herr Rabbiner hielt eine aüs seinen Antritt bezughabende und -auf unser tapferes Heer hinweisende Rede,- welche allseitig Beifall, fand, und hofft, die Gemeinde mit der Akzeptation des Vorgenanntei', eine gute Wahl getroffen zu haben. St. Pölten. Inder Kaiser Franz Josef I.-Huldigungs- .synagoge der israelitischen Kultusgeme'mde St. Pölten fand Samstag den 17. November 1917 anläßlich der glücklichen Errettung unseres geliebten Kaisers aus der Lebensgefah: ein Dänkgottesoicnst statt. Dir Festrede hielt Seine Ehrwürden Dr. Adolst Schächter.- Seitens Les Vorstandes wurde auch eine. Hukdigungs> depesch: an -die Kabinettskranzleigerichtet. * -fi.;

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