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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-11-16 · 44 (16.11.1917) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
44 (16.11.1917)
Date
1917-11-16
Page
– (sequence 7)
Language
German
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3h. 44 Dr. Bloch's nehme« Budapester Familie, und. seine- Auszeichnungen Haben in BudMest,wo. er wegen seiner Fähigkeiten sehr geachtet t jt, allerörten freudige Genugtuung erweckt. Die Auszeichnung des jüdischen ^Lehrers. Julius Rosenbaum, Fähnrich im Honvediufanterieregiment , iging int Oktober 1915 als Schüler des dritten Jahrganges im Lehrerseminar im Range eines Eins.-Freiw.-^Gefreiten aus den Kriegsschauplatz und hat seitdem an allen Bukowinaer Kämpfen teilgenommen. .Im März d. I. erhielt er im! Budavtzster israel. 'Landeslehrerseminar ein jausgezeichnetes Lehrerdiplom tmd kehrte direkt von der Schulbank weg, ohne jeden Urlaub, auf den Kriegsschauplatz zurück, von tvo er jetzt, nach einer Meldung des „Egyenlöseg", mit durchschossenem Knie, mit der bronzenen und silbernen Tapferkeitsmedaille aus- . gezeichnet, als Fähnrich, züvückkam. Gegenwärtig befindet sich der 21 jährige tapfere Soldat im Pozsonyer Spital in Pflege. Sein Bruder Wilhelm wird feit 1914 von der Front vermißt, ein anderer, David Rosenbaum, Lehrer an der jüdischen Volksschule in Dunaszerdahely, hat als C'injährig-Freiwilliger gedient, bis er als Invalide nach Hause geschickt wurde. Die drei Brüder sind die Söhne der Witwe Bernhard Rofenbaüm in Dunaszerdahely. Der ausgezeichnete Hakmudist. Emanuel R e so fsk y äus Bodrog-Szerdahely, Talmudist, dient seit der allgemeinen Mobilisierung und ist seit 18 Monaten an der Front, und zwar als Feuerwerker bei einer Batterie. Vor kurzem wurde Refofsky, laut einem Berichte des „Egyenlöseg", vom Kommando des 13. Armeekorps für sein heldenmütiges Verhalten vor dem Feinde mit dem eisernen Verdienstkreuz mit der Krone.am; Bande der TaPferkeitsMlLdaille ausgezeichnet. In dein Berichte wird besonders hervörgehoben, daß Resofsky während seiner ganzen bisherigen Dienstzeit sich streng an die rituellen Speisegesetze hält. Er hat noch zwei Brüder im Felde. Der ältere Bruder befindet sich in russischer Kriegsgefangenschaft, während der jüngere seit dem 13. Juni 1916 vermißt wird. Sieben Söhne eingerückt. Die in Ungvar wohnhafte Witwe Michael Reistur äun hat acht Söhne,, von denen sieben eingerückt sind. Zwei von den sieben Brüdern,, und . zwar Ignatz, als Sappeur an der italienischen Front, Josef, als Oberleutnant an Per russischen Front, stehen im Felde. Oberleutnant Josef Reißmann wurde bereits mit der silbernen Tapferkeitsmedaille/erster und zweiter Klasse ausgezeichnet. Der' dritte Bruder, Max, hat vor kurzem den Telhgraphistenkurs. beendet und ist gleichfalls bereits in eine Marschformation eingeteilt. Die übrigen Brüder machen vorläufig iM Hinterland Dienst. Opfer des Krieges. Tier seit Kriegsbeginn an der Front gestandene, nrehrsach fur tapferes Verhalten ausgezeichnete Oberleutnant r5 R. Leon Stadler, J.fR., ist in jugendlichem Alter von 24 Jahren in einem Reservefpital einem schweren, im Felde erworbenen Leiden erlegen. Eine jung angetraute Gattin, ein unmündiges Kind und betagte Eltern betrauern den Hingang dieses' hoffnungsvollen, sympathischen^ Menschen. Die irdische Hülle wurde nach Lemberg überführt und dort .am 4. November vom 'Hauptrbahnhof mit MWärischem Kondukte nach deM jüdischen Friedhof überführt, wo nach einem ehrenden Nachrufe düs Feldrabbiners Fuchs und den vom-Kantor K ö.r- Wochenschrist Sett« 723 il e r vorgetragenen Trauergebeten die Bestartung in einem Heldengrabe erfolgte. Die ausgerückte Ehrenkompagnie feuerte dem braven. Offizier eine Ehrensalve nach^,.worauf die Militärkapelle die Volkshymne intonierte. Peinlich berührte es, daß infolge Nachlässigkeit des hiezu berufenen Funktionärs der Kultusgemeinde ein drittrangiger. Leichenwagen beigestellt worden war; solche Mißstände dürfen in einer Großgemeinde bei ähnlichen Anlässen nicht Vorkommen. Kruß aus russischer Gefangenschaft. . Herzliche Grüße und aufrichtige Wünsche zn beu Feiertagen! E.-F. Erwin Drucker, Ung.-iHradisch (Mähren); E.-F. Dr. Siegfried Kehrhaus. Wien, 9. Bez., Rögerg. 1b; E.-F. Herbert. Abel, Proßnitz (Mähren); E..-F.-Zugsf. Alfred B u r ft e i n, Leipnik (Mähren); E.-F.-Zugsf. Henryk Ob st etter, Kenty bei Bielitz-Biala; E.-F.-Zugssv Ignaz Gahr, Wien, 2. Bez., Försterg. 8; E.-F. Otto Bratter, Proßnitz (Mähren); E.-F.-Zugsf. Paul O e st e r r eiche r, Wien, 2. Bez., Negerleg. 8. Ntischni-Lorrrow, Goub. Pensa, 17. August 1917. Von den: seit Kriegsbeginn eingerückten Lehrer der Vereins-Volksschule mit Oeffentlichkeitsrecht (Talmud- Thora), 2. Pez., Malzgasse 16, Herrn Emanuel Lüfts ch i tzp gelangte an den'Oberlehrer der Anstalt, Herrn Jakob Kohn, eine Korrespondenzkarte nachstehenden Inhalts: 29. rOktober L917. Sehr geehrter Herr Oberlehrer! Heute ist unser Regiment in Görz einmarschiert. Vor dem Einzug war Inspizierung durch Seine Majestät. Hier wurde mir die seltene Ehre zuteil, von Seiner Majestät angesprochen zu werden. Seine Majestät fragte mich: „Wann haben Sie Ihre -Auszeichnungen erhalte«?" Ich-antwortete-:- „Bei der 10. und 11. Isonzoschlacht". Darauf Seine Majestät: ,Mur weiter so brav sein". Der heutige, der schönste Tag meines Lebens, wird mir unvergeßlich bleiben. Herzlichen Gruß dem gesamten Lehrkörper und allen Herren Vorstandsmitgliedern. Ihr Emanuel Lüftschitz. KundWhnng aus Wlast der Errettung Sr. Majestät. In der am 11. November 1917 abgehaltenen öffentlichen Plenarsitzung des Kultusvorstandes gab Präsident Dr. S t e rn in tiefempfundenen Worten der innigen Freude der Judenschaft über die glückliche Errettung seiner Majestät des Kaisers Ausdruck. Tie Versammlung, welche die Ausführungen des Vorsitzenden stehend anhört und in das Hoch auf den Kaiser begeistert einstimmt, beschließt über Antrag des Präsidenten Dr. Stern einstimmig, diese Kundgebung iu einem Telegramm an die Kabinettskanzlei des Kaisers gelangen zu lassen und Dienstag den 13. d. M., 6 Uhr abends, im Tempel der Innern Stadt einen feierlichen Gottesdienst abzuhalten. . : Trauerkundgebiung für den verewigten Ersten Sekretär der isr. Kultuistzememde, kais. Rat $lr. Theodor Lieben. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde veranstaltete Sonntag den 11. November 1917 iM Sitznngsfaale der isr. Kultusgemeinde in Anwesenheit des gesamten Kullusvorstandes, der Mitglieder der Familie des Verstorbenen und der Beamtenschaft eine Trauerkundgebung. Präsident Dr. Alfred Stern hielt dem Verstorbenen folgenden Nachruf: / Würdig unseren Vätern und Brüdern im Felde zeichnen wir die 7. Kriegsanleihe

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