Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 43 (9.11.1917)
- Date
- 1917-11-09
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr., 43 eine halbe Stuirde später eintrat, wurde der Rabbiner van der nächstgelegeneii 'KrankensanAnelstelle in ein 'Feldspital und sodann in das k. u. k. Garnisonsspital Nr,- 2 eingeliefert, wo er. zur Stunde noch weilt. WnweWung einer neuen Sefer-Thom. Sonntag den 11. d. M. findet im Bethause des Vereines der Tienstniänner, 2. Bezirk/ Kleine Schiffgasse, die Uebergabe einer neuen Sefer-Thora, welches eine Gesellschaft von Spendern dem Vereine übergeben. Gegen 50 Mitglieder haben, sich vereinigt, um die neue Sefer-Thora. zu erwerben; die Leitung übernahmen die Herren: Josef Stern, David Stark, Leon Reizes M. Lustig und Jsak Reiter; ihre Bemühungen waren von Erfolg gekrönt und so wird am nächsten Sonntag die Sefer-Thora dem Bethausverein der Dienstmänner übergeben. Festpredigtwird Seine Ehrwürden der Rabbiner. des Teinpels vom 9. Bezirk, Müllnergasse, Herr Dr. A. Z. Schwarz, halten; die kantoralen Funktionen: Herr Oberkantor Majerowicz. Kaiser Franz Jjosef I.-Hutdigungstempet, - 2.- Bezirk, > Pazmänitengasse 6. Samstag den 25.- Eheschwan (10. November 1917), abends 5 Uhr, wird die I a h r z e i t s-F e i e r für den Herrn kaiserl. Rat Adolf Schrankek seligen Angedenkens, gewesenen Präsidenten des BethauÄvereines „Am Volkert", abgehalten. Toynbeehalle (Josefine Mendl-Wohlsahrtshaus), .20. Bezirk, Denisgasse 33. ' Samstag den >10. November, 7 Uhr, findet ein Ko nzert statt, das! die bekannte Musikpädagogin Frgn Singer-Bnrian veranstaltet. — Sonntag den 11. November, HM 8 Uhr, hält Fräulein Esti Drucker einen Re!zitationsa,bend (klassische und moderne Dichtungen). Die Le!h!rkurse beginnen Montag den 12. November,; 7' Uhr abends. Wien: Die Eheleute .Jakob und Betti Aufrichtig feiern Samstag,.jben, 10. NoveMber .1917, um halb 9 Ahr vormittags«, im'Tempel, 2. Bezirk, Pazmanitengasse 6, das Fest der goldenen Hochzeit. Das im zweiten Bezirke bekannte Jubelpaar, das' in Boskowitz. in Mähren -geboren und nach Wien zuständig ist, hat 7 Söhne, davon 4. im Felde, 2 Töchter und 12 Enkelkinder. Wien. Anläßlich der Wiedergewinnung von (stürz veranstaltete die Knabenyolksschule mit Oeffentlichkeitsrecht (Talmud-Thora- Schule), 2. Bezirk, Malzgasse 16, Freitag den 2. November eine Schulfeier. Uni 10 Uhr vormittags versammelten sich die Schüler init ihren Lehrern im Turnsaale der Anstalt. In Vertretung des zur militärischen Dienstleistung eingerückten Oberlehrers hielt der Schulleiter eine patriotische Ansprache und sprach das Kaisergebel. Hieraus wurde die Volkshymne gesungen. . Wien. (,jJ e s ch u r u n".) Donnerstag den 15. d. M. um halb. 8 Uhr abends wird Seine Ehrwürden Herr Rabbiner Dir. S.. Funk, einer Einladung des Vereines „Jeschurun" folgend, im Festsäale des Ingenieur- und Architektenvereines, Wien, 1. Bezirk, Eschenbachgasse 9, über die Blüteperiode im Wiener jüdischen Eemeindeleben einen Dortrag halten. Gäste willkommen. Wien. i (T o d e s f a l l.) Ein durch Abstammung und persönliche Eigenschaften ausgezeichneter Mann ist au^ dem Leben geschieden. Moriz Hirsch, ein Sohn des wegen seiner Gelehrsamkeit rühmlichst bekannten seligen Rabbiners Reb Jekew Hirsch zu Sechshaus in Wien, ist in der Nacht auf den 22. /Oktober plötzlich vom Tode ereilt worden. Der Verblichene, der seit dem Tode seiner unvergeßlichen edlem Gattin an der Seite seiner beiden ihn sorgsam betreuenden Töchter in stiller Zurückgezogenheit - lebte, war ein Mann in des Wortes edelster Bedeutung. Strenge Rechtlichkeit, Biedersinn und Lauterkeit bildeten , die Grundzüge .seines arbeitsreichen Lebens und verschafften ihm -in weiten Kreisen Achtung Und Wertschätzung. Eine große Trauergemeinde, von nah! und fern kommend, Abordnungen vieler Vereine, deren Mitglied, bez'w. .Ehrenmitglied er war, füllten das Trauerhaus um denf Dahingeschiedenen die letzte Ehre zu erweisen. Im Sterbegemache würdigten sein Neffe Samuel Hirsch und im Namen der Kollegen an - der Börse Herr N. Glück in tiefempfundenen Worten die Charakterzüge des Verstorbenen. Nach letztwilliger Verfügung wurde die Leiche nach seiner Heinratgemeinde Mattersdorf überführt und an der Seite feiner Gattin bestattet. Bei dem Leichenbegängnisse daselbst, welches untergroßer Beteiligung der dortigen Sette 713 Gemeinde stattfand, schilderte sein Neffe /Herr Neligionslehre» H. Sprinzeles aus Wien, in eindrucksvollen Worten die hohen Tugenden und die letzten Stunden des Verblichenen und nahm dann mit rührenden Worten in tiefer Ergriffenheit von ihm Abschied. Der Liederabend des Fräuleins Adele Werner brachte der jungen Berliner Sängerin einen vollen Erfolg, indem sie die Feuerprobe eines Wiener eigenen Konzertes glänzend bestand. Das distinguierte Publikum löhnte die geschmackvolle Wiedergabe der Lieder von Schubert, Schumann und Mölf mit rauschendem Beifall Md auch die . Pianistin Fräulein Marie Tausky fand vollen Anklang. Austritte aus dem Judentum vom 28/.- Oktober bis 3. November 1917: Alt Helene, geb. 15. Januar 1897, Wien, 16. Bezirk, Wurlitzergasse 36. - Vertu Emil, Musik-Verleger, geb. 2. Januar 1856, Galgücz (Ungarn), 4. Bezirk, Paulanergasse 8. Vertu Heinrich, Komponist, geb. 8. Mai 1857. Galgocz (Ungarn), 4. Bezirk, Paulanergasse 8. Böhm Hermine, Verkäuferin, geb. 19. Mai 1888, Tering (Niederösterreich), 7. Bezirk, Zieglergasse 16. Bratter Sigmund, geb. 23. Februar 1866 Wien, 20.' Bezirk, Dresdnerstraße 122. Dr. Ebermann Erich, k. k. Finanz-Prokurat.-Adjunkt geb. 8. Juli 1886, Czernowitz, 8. Bezirk. Albertgasfe 26. Geiringer Mar, Metallarbeiter, geb. 4. Juni 1897, Wien, 12. Bezirk, Längenfeldgasse 12. ' Hayek Anna, geb. Vondörfer geb. 21. September 1878, Nürnberg (Bayern), 3. Bezirk, Schrottgasse 9. , Herz Elsa, geb. Zeilendors Stabsarztesgattin, geb. 19. Oktober 1883, Kaschau (Ungarn), 7. Bezirk, Hotel Wrmberger. Dr. Herz Leopold, Stabsarzt,, geb. 20. Juli 1875, Rajkcc (Ungarn), 7. Bezirk, Hotel Wimberger. Klein Dragustin, Kaufmann, geb. 31. August 1874, Agrans, 8. Bezirk, Skodagasse 3. Mahler Olga, geb. 31J Oktober 1895, Wien, 9. Bezirk. Liechtensteinstraße 24.; Munk Philipp, Lehramtskandidat, geb. 7. Februar 1892, Bielitz, 3. Bezirk, Eslarngasfe 2. Pfau Marianne, Kontoristin, geb. 13. August 1895, Abbazia, 19. Bezirk, Döblinger Hauptstraße 43. Redlich Adolf, Cinj.-Freiw. im Dragvner-Reg. Nr. 11 geb. 23. Januar 1899, Wien Göding. Aus dem Jeden des hohen Kaddi Zow. Nene Golem-Sagen, gesammelt und bearbeitet von Chaim Bloch, Delatyn. 11'. Der Grafen sohin. Um dieselbe Zeit lebte in Prag ein reicher Jude namens Michael Berger, ein mit Tugenden edler Menschlichkeit ausgestatteter Mann, der stets seinen Ehrgeiz dareinsetzte, den Interessensowohl seines ^Volkes als .auch des Vaterlandes in Selbstlosigkeit Zu dienen. Ueberdies war er ein Mensch, der sich in ernstüm schaffen und unbeugsamer Rechtschaffenheit seinem Geschäfte — er wjar Weinhändler — widmete. In seinem Hause herrschten Stille und zarter Frieden. >Er hatte eine einzige Tochter, R a h e l, kein reizenderes, tugendhafteres und gebildeteres Mädchen war in Prag zu finden. Trotz ihres zarten Alters, denn sie zählte erst siebzehn Jahre, trug sie Hie Bürde ihres väterlichen^. Geschäftes mit, indem sie den Vater, so oft er mit dem Studium der Thora und den Interessen der Gemeinde, zu deren Vorstehern er gehörte, beschäftigt war, treuherzig vertrat. Söhne der vornehmsten Prager Juden-wünschten sich Rahel zum Weibe. Doch wah!rte das Gute nicht allzulange, ein „böses Auge" schlich sich ein. Zu den Kunden Bergers gehörte auch Taddäus. Als dieser einmal Rähel kennen lernte, reiste in ihm' der (chrt- Dr. Bloch's Wychenschrift