Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-11-09 · 43 (9.11.1917) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
43 (9.11.1917)
Date
1917-11-09
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/3020846-3022248-3022292--26422-3051780
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seit« 710 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr.- 43 -und Körperschaften, derrerr der Verblichene Förderer war, ' hatten Vertretungen entsende^ so die israelitischen- Hu- ^^MianitLls!vch:eine,.Wien" und ^Hintracht", „B'näi Bttithl",!-?^.Ä^"M>LsLdeWü^-AE^P^ofeMr. DirlMaY ek und!W erdircktor Glücksthaß Mit vielen Mitgliedern. Im Sinne , ^-^der ketztwiüigen Verfügung HM Verstorbenen war das; t.Kerchenbegängnis einfach und es wurde von Leichenreden —i /-'.Ägeschen-. Präsident Dr. Stern nahm! in-kurzen Worten ^. Wschied von dem' langjährigen, bewährten Mitarbeiter, Q -- f-ävoranf der Sarg von Beamten der Kultusgemeinde mrd persönlichen Freunden des' Verblichenen zu dem von der?g KuttusgeMeinde gewidmeten Ehrengrabe^ getragen wurde. '- Vor d«n Leichenbegängnis' hatte eine ^rauerkurrdgebung qj der Angestellten der Kultusgemeinde stattgefunden/ in der -'^Mch einem vom Sekretär Dü Adler gehaltenen Nachruf beschlossen wurdezum dauernden Andenken an das -^44 Mrige g'egenslreiche Wirken D-r. Liebens eine „Doktor £3 K Theodor Lieben-Stistung" zu errichten, die int Sinne EÜ: ««^Verblichenen Humanitären Zwecken gewidmet ist. Tie tfi Trauerkundgebung des Kultusvorstandes wird Sonntag den- 11. d. M. in der Plenarsitzung stattfinden.- 0ö Z fj Stiftung für ein orthodoxes Wgisen- und Versorgungs- Aus Budapest wird uns geschrieben: Die Chefs der -'^'../-...ArNV^MorLtz Deutsch Söhne, die Geschwister Deutsch und ihr Schwager Josef Herzog, haben aus den Namen S-> j: ihrer Eltern bei der Budapester orthodoxen.Kultusgemeinde eine HmlderLiausendkronen-Stiftuirg errichtet. Mit .. dieser, namhaften Widmung wollen die Stifter den Grund - .sur ein orchiodoxes' Waisenhaus und eine orthodoxe Altersverso rgungsdnstalt legen. >Dir Vorgänge im!, LenOerger jüdischen Kinderheim. Tagblatt" ausdrücklich — an den Malversationen teil-- nahmen.'Sie trugen Don' den 'guten-Vorräten der .Anstalt ' - Mengen mach- Hauses wegen - deren, AbgangeI-die Kinder Hunger litten. Dias Blatt'schließt den. aufsehenertegenden Bericht. mit dem nur- .allzu! begreiflichen Ausruf: „Ein Jahr lang war KenE^rig inder Hand der Russen und schon gelang es ihnen, so hervorragende Schüler hervorzubringen!" AM dem Reiche. L!es iTauftuden Aufstieg. B e r l i n. An eine - schmerzliche 'Wunde, irr uuserem St-aatsleben rüh'rt die Ernennung des . Äbgeordueteu Schiffer zum Direktor und demnächstigen Unierstaatssekretär im Reichsschatzamt. Schiffer ist nämlich nicht nur von Geburt Iude, sondern er Hat sich erst im reisen Alter, als er Amtsrichter in Zabrze war, zu den Leh'ren des Christentums. bekchrt und ist übergetreten. Seine fraglos großen juristischen und. politischen Fähigkeiten haben ihn dann rasch, eine glänzende Laufbahn zurückle-gen lassen. Wäre er aber seinem Judeukum treu geblieben, . säße er wahrscheinlich heute noch als Amtsgerichtsrat im dunkelsten Oberschlesien'.und seine Kräfte würden dem Staate und der Allgemeinheit nicht an der rechten Stelle zugute kommen. Wie vielen glanbens'treuen Juden, die nicht, wie Herr S chiffer, sich von der ‘ Wahrheit des Christentums überzeugen lassenergeht es aber so, daß! sie trotz! glänzender Gaben keine Gelegchrheit haben, sie zu beweisen. Immer wieder zeigt uns eilt solcher Fall, wie weit doch die Regierungsweisheit sich nicht nur von den Geboten der Gerechtigkeit, .sondern: auch von denen der Klugheit entfernt hat!' _ Ter Krakauer ,.Hämizpehs^ schreibt itt einem' Bericht <^ . ' . aus - Lemberg: - Große Erregung ries hier' eine Notiz «***-' des mdiicken ..Lemberaer Tagblattes" über schauderhafte ‘ Vorgänge hervor, weÄhe .sich in -dem von assimilatori- ,8 ..f scheg Frauen. ins Leben gerufenen Kinderheim abspielen! £3'^-'Schon seit längerer Zeit herrschte in jüdischen Kreisen - ......Lembergs Erbitterung Wer diese jüdische Anstalt, welche § / 'zu dem. Zwecke ins Leben gerufen wurde, jüdische Kinder erziehen, an deren Spitze, jedoch, eine getaufte Jüdin namens W isz niewska gestellt wurde, die.natürlich die ^hr anvertrauten Mischen Kinder mit Hilfe einer christ- *** ' lichen Lehrerin für die Taufe erzieht. Nun traten jedoch' . ..moch viel ärgere Dinge ans Tageslicht, die schon in das ^. Ressort des Strafgerichtes fällen. Die getaufte Anstaltsletterin ließ nämlich die Mischen Kinder hungern, vor E '5 Hunger) und Kälte zugruWe gehen, obgleich .sowohl die JJJ.Spender wie die Stadtverwaltung diesem Kinderheim alles pg ’- Notwendige zuwendeten und die Anstalt keinen Mangel . ' zu leiden hatte. Tie Leiterin verkaufte jedoch das ihr für die Kinder zugewiesene Brot, Mehl, die erhaltenen Lebens- ^3--. -mittel, Kohtenvorräte usw. Das „Lemberger Tagblatt" £3 veröffentlichte die Namen der Personen, an welche die ßfr]*WisznLewska dw erwähnten Bedarfsartikel verkaufe. JS hatte. So ist es denn kein Wunder; daß die armen Kin- - -der buchstäblich Hunger, litten in solchem Maße, daß die!' ^Aerzte bei mehreren Kindern Hungerfieber konstatierten. E' -.Mie'Musam dwse nette JnMutsleiterin war, geht schon O davaus hervor, daß sie täglich erst um 10 Uhr vormitps tags ins Heim kam«, bis' zu welcher Zeit die bedauerns- H werten Kinder ohne Nahrung blieben und fasten muß- '? ten. Die Köchinnen ertzcWen, daß die Kinder in dje Küche *,5,ferne« und die Kgrtoffelschalen aßen. Und es' gab Männer . und Fwuen, die von den Vorgängen in der ^Anstalt L^MÄNttris. Hatten und darüber bei den. Vorsteherinnen Mrge sHtten. Mese jedoch schenkten dseftu ^Vorstellungen Mn 'GWr, da sie selbst — so. schreibt dcch!. „Lemberger" Vermiscbtes. Wien. Sonntag, den 11. November 1917 findet um 10 Uh>r vormittags eine, ö ffentliche Plenarsitziu n.g des Vorstandes der Israel. Kultüs'geMeinde statt. Krauzablösuugsspenden zugunsten der Chewra-Kadischa in Wien I , Settenstettengasie 4 für arme kranke Glaubensgenoffen. ÄnlMlich des Ablebens des sel. 'Salomon Schlesinger: Franz Fra ule 10 Kr. > - Anläßlich des Ablebens des sel. - Fräuleins Sidome Floch: Karl und .Johanna Kamel 10 Kr., Funk 20. Frau Dr. Braun" 10, Eilt und Willi Floch 20, Paula und Hermann Rosner 10, - Otto Lewith 10, Charlotte Chavich 5, Regine Sachs 5, Hermine Rosner 5 Kr., zusammen 95 Kr. Anläßlich des Ablebens des sel. Cmanuel Pollak: Familie W. Krauß 10 Kr., Dr. 'Oskar. Pollak 20, Rudolf Pollak 20, Ignaz Neunbrun 20, Ernst Pick 10, Personal der Fa. (Erm Pollak 24, Emanuel Carl 20,. Reindorser Fabrik M. Springer' 50, Ernst Fuchs 10, zusammen 124 Kr. Anläßlich des Ablebens der sel. Matilde Lengsfelder: Siegfried Lengsfelder 40 Kr. ' Anläßlich des Ablebens des sel. Moritz Kudelka: B. Singer 20 Kr., M. Betmann 10, Julius Entmann, Trencsen 10, Moritz Beamt 20, Adolf Kudelka, Larenburg 20, Wilhelm Kudelka. 10, Salamon Lederer 10, Bernhard Ta^ 20,. zusammen 120 Kr. . Anläßlich des Ablebens des sel. Mar Winternitz: Lily und De^ö Spielberger 50 Kr., H. und I. B. 50,'E.- B^W, Robert Simon 50, Familie Ed, Steiner 50, S. Kraus . 10, .Herzfeld 20, zusammen 250 Kr. Anläßlich des Ablebens der sel. Karoline Snbak: Adolf Kudelka 10 jKr>, Lina /Kudelka 10, Jenp Snbak 10, Bernhard jSinger 10, zusammen 40 Kr. Anläßlich des .Ablebens des §el. sSn'nmel Klein: Eustas.-Hollitscher 10. Kr., Julius Markstein 10, Adolf Ilnger -10, Jakob - tlnger 10, Hermann Engel 10,! Dr. Leo Klein 10,. Dr. Ernst Klein 10, Dr. D. Nagel 20, .Eoldi Schiller 10, Eduard Engel. 10, .SalaMon Stieglitz 10, zusammen .120 , -Kr. : V ' - Anläßlichdes Ablebens des sel. Hermann Diamant : Adolf und. EharlotteMellexmnnn' 20- K,, -Mholß Dpgb^20,v Ästoriz Kohn 10 K.; zusammen 50 K. -

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.