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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-11-09 · 43 (9.11.1917) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
43 (9.11.1917)
Date
1917-11-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 43 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 705 zeitjg! ütit dem unseren an die Opferwilligkeit ihrer Kreise Anforderungen stellen. Diort sicht Man, Mas ein geregeltes, in stetem Fluß erhaltenes Gemeindeleben vermag, und wie mjan Ahteil nimmt M dem G,efchick eines GottcWhauses, wenn Man an dessen Bau selbst beteiligt war. Darum soll auch unser Tempel unter der Teilnahms aller Wiener Juden neu erstehen. Vielleicht geht von diesem Werke eine Neubelebung unseres gesamten indischen Lebens aus. Vielleicht wird dieser Neubau der Abbau Mancher Stockungen, die hauptsächlich aus die Teilnahmslosigkeit der jichischen Allgemeinheit zurückzuführen sind. Nur wofür Man persönliches Opser bringt, nur dafür hat Man düs rechte Herz und ein wachsames Lokalpatriotismus, Mitleid mit dem Armen, und Pietät sind hervorstechende, Grundzüge im Gemütsleben auch derer unter unseren Wiener Juden, die keinen Tempel besuchen, die dem indischen Kultus, wie - überhaupt jeder religiösen Uebnng fernstehen. Deshalb .stellten wir hieute hier Betrachtungen über ' unserem Tempelbau aus diesen drei Gesichtspunkten zusammen. Daß es für jeden bew ußten Juden nicht einen Augenblick Gegenstand des! Bedenkens feilt' darf, seinem Gotte ein w iü r d ig e s H a u s zu bauen, daß er nicht eine Nacht ruhig schlafen-kann in dem Gedanken: Tausende jüdischer Männer und Frauen wohnen in Fürstenpracht, während bas Haus ihres Gottes, als ein Schandmal ihres ganzen StaMnres, den Spott der Gasse herausfordert, diese alte Erfahrung seit den Tagen Davids und Salomos, Esras und Nehemias, Haggais und Sacharjas, sie wird jetzt von allen jenen bestätigt werden, die sich von heiligem Eifer, getrieben fühlen, werktätig mit uns zusammenzuwirken zur Ehre Gottes und des jüdischen Namens und zum Mehle unseres und aller kommenden .Geschlechter. . Möchte ihre Zahl sich täglich mehren!. Ter engere Arbeitsausschuß hat in der abgelaufeuen Woche wieder eine Sitzung abgehalten. Die in der vorwöchigen NnMmer bekantttgegebenen Herren des Arbeitsausschusses haben ihre Tätigkeit bereits ausgenommen und Herr Adolf Reiß konnte schon dem Komitee über die Erfolge seiner Werbetätigkeit berichten. Auf Grund der Fürsprache des Genannten hat Herr Dr. Julius Mona th namens der Abcidie-Papiergesellschaft m. b. H.' und die Firma Buuzl & Biach je 2000 K. gespendet, Herr Reiß hat durch Zeichnung eines Betrages von 1000 K. den Bau des Leopoldstädter Tempels gefördert. Außerdem hat Herr Reiß zu Beginn der Aktion die erforderliche Anzahl Kuverts dem Komitee unentgeltlich zNr Verfügung gestellt. , . Dem Komitee sind in der abgeläusenen Woche nach- - stehende Spenden zugekomMen: ' V. Spendenliste. Herr Dr. Felix Katzau K. 2000.— Herr Sieginund Spiegel „ 1 000.— Herr Leopold WilheiM „ 500.— Herr Theodor Glaser . - „ 500.— .Herr SiegMund Oppenheim „ 400.— Firma. Schwendenwein & Berger „ 500.— Herr Th>eodor Klein . „ 500.— Herr Louis Waller „ 500.— Herr Lais. Rat, k. k. Komm.-Rat Moritz. Reif ,, 1000.— . Herr Friedrich Freund . . . .. 1000.— Herr 'Dr. Eduard Dhaler ' „ 500.— Herr Viktor Navhansohn ' „ 500.— Herr Siegmund Bosel .1000.— Herr Arnold Rosenfeld ' „ 1000 — Firnta N. L S. Steiner , 1000^— Herr Edmund Jmmergut .. 400.- Herr Dr. Brutto Pollack von Parnau .. 2000.— Herr kais. Rat Ignaz Gewitsch 2000.— Herr Simon Manheit ., 500.— Herr Samuel Deutsch „ . 1000.— Herr EmMerich Kauders % „ 1000 — Herr Max und Frau Josefine Funk „ 1000.- Herr Josef Reimann „ 1000.— Herr Oskar Schramek „ 1000.— Herr Dr. Julius Mouath ttomitte Abadie- ■* Papiergesellschaft m. b. H. „ 2000 — Firma Buuzl & Biach ,. 2000 — Herr Adolf Reiß „ 1000.— Herr Heiitrich Berger .. 500,— Herr Oskar Touello 500.— K. 27.800.— bisher ausgetviesen „ 324.500 — Gesamtsumme K. 352.300 — mtb noch viele andere Beträge, die wegen Platzmailgels erst in der nächsten Nummer ausgewiesen werden können. Auszeichnungen. Hermann Berger, Fähnrich, Besitzer der bronzenen Tap ferkeitsmedaille und des Karl Truppen-Kreuzes, wurde mit der silbernen Dapferkeitsmedailte 1. Klasse ausgezeichnet. MUDr. Emil Friedmann, der durch 39 Monate an der Front war und für tapferes Verhalten mit dem bronzenen und silbernen Signum laudis' mit den Schwertern und dem Karl T'ruppen-Kreuz ausgezeichnet wurde, ist rtach Wien zurückgekehrt und ordiniert in seiner Wohnung, 2. Bezirk, Stephaniestraße 9, von 11—1 Uhr. Mehrfach ausgezeichnet. Tie vierte Auszeichnung. Ladislaus Bo- .z s an, Jurist und Bankbeamter aus Szeged, ist bei Kriegsausbruch als Einjählrig-Freiwitliger eingerückt und kam gleich zu Beginn aus den serbischen Kriegsschauplatz, wo er an den Kämpfen um Schabatz teilnahm. Oktober 1914 lvurde sein Regiment an die russische Front versetzt, ivo Bozsau bereits als Kadett in den harten .Kämpfen um den Uzsoker Paß mitsocht. Für seine erfolgreichen Borpostendienste und weil er mit seiner kleinen Abteilung sechs Stunden lang den an Zahl überlegenen Feind mit Erfolg aufhielt, wurde er mit der silbernen Tapferkettsmedaille 1. Klasse ausgezeichnet. Aus diesen Kämpfen lehrte Bozsau verwundet zurück, kam jedoch bald, wieder hergestellt, als Leutnant zum zweitenmal an die russische.Front, wo er beim Durchbruch bei Gorlice für heldenmütiges Verhalten vor dem Feinde sich: das deutsche Eiserne Kreuz 2. Klasse erwarb. Hieraus wurde er Kommandant einer Jagdkomvagnie, geriet in dieser seiner Eigenschaft mehr als einmal hinter die feindlichen Stellungen und führte daselbst manche bravouröse Tat aus. wofür er mit dem Signum laudis ausgezeichnet wurde. Hier wurde er leicht verwundet, hieraus zum Maschiueugewehrkurs kommandiert, nach dessen Absolvierung er als Kommandant einer Maschinengewehrabteilung zum drittenmal an die russische Front kam, wo er in den wolhynischen Kämpfen mit seiner Kompagnie wertvolle militärische Erfolge erzielte. Damals wurde ihm die Auszeichnung mit dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse zuteil. An der Front erkrankt, ging er nach seiner Genesung zum vierteumal zurück und, wie „Egyenlöseg" berichtet, geht dieser.schlachrenerprobte junge Offizier zum fünftenmal ins Feld. Das Sinnen der Feinde vernichtet, wer die 7. Kriegsanleihe zeichnet

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