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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-11-02 · 42 (2.11.1917) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
42 (2.11.1917)
Date
1917-11-02
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Sinnen der Feinde vernichtet, wer die 7. Kriegsanleihe zeichnet Seite 694 Tjr. Bloch's Wochenschrift Nr. 42 lieber Se. Exzellenz Djemal Msch>a. . Angesichts der , großzügigen, von Herrch Rabbiner Doktor G-rMir-wa-M und!-Herrn .Doktor .Kapra-?-tiV-_tzeMrten- AMon für-/' die - Hilfsbedürftigen und' bedrückten' GLaub^nsbrüder in Palästina ' : nahm der hier weilende Vertreter der sephardischey Großfgemtzinde in Damaskus, Herr Nißftn Mizrahi, Anlaß, bei dem ü: Wien anwesenden Kommandanten vor? Syrien und PtzMtina, Sr. jExizellenz Herrn Djemal P ascha, vorzüsprechen^ Zunächst eröffnete Se. Exzellenz Djemal Pascha, es wäre für 'ihn von besonderem Wert, auf dem Wege, der Oesfentlichkeit, vornehmlich in der „Oesterreichischen Wochenschrift", zu erklären, daß die Bedrückung der jüdischen Glaubensgenossen Ln Palästina, entgegen den falschen Meldungen seitens der Ententeblätter, durchaus nicht von den türkischen Bewohnern, sondern von den feindseligen Elementen — vornehmlich von Engländern — geübt und fortgesetzt wird. Weiters berichtet Herr Mizrahi über die seitens des Kontmandanten DjeMal P a schm gegebenen Situation der Juden in Palästina: Die Bewohner von Jaffa, der exponiertesten Stadt am Meere, die mehrfach ' vom englischen Geschwader mrgegrifsen wurde, ebenso wie die Einwohnerschaft der am! Meere liegenden Stadt G a z a, hatten von den Engländern viel!zu leiden. Djemal Pascha hatte angesich^ der für die Bewohner schweren Situation die Aufgabe, die Städte Jaffa und Gaza zu evakuieren, und verkündete das rechtzeitig den 50.000 Einwohner::, die aus! '-ihrem überwiegenden- Teil aus Moslems, zu 10 Prozent aus Juden und ebensoviel Prozenten aus! Christen bestehen. Ein besonderer . Aufruf erging an die Bewohner Mischen Bekenntnisses seitens Sr. Exzellenz, der. mit. allen Mitteln und Unterstützungen besonders den Juden zur .Seite stand, und den Juden : MonatsNnterstüHungen . gewährleistete, wohin sie sich auch immer wenden mögen, ihre 'Freizügigkeit garantierend. Herrn Mizrahis Familie, valästinensischer Zugehörigkeit/ wählte selbst zu vorübergehendem Aufenthalt Damaskus und ist in der Lage, die fürsorgliche Art.Sr. 'Exzellenz,Djemal Paschas voll und lückenlos zu bestätigen. So hat der Kommandant den Juden in Jaffa, dem! blühenden Zentrum des Orangenexportes^ woher die Mischen Händler vor dem Kri^e die Oragen um den PreW von .6 Franken per 100 Stück verfrachteten, während der Kriegszeit viele Bahnwaggons zur Verfügung gestellt, um die reisenden " Südfrüchte, nach verschiedenen Städten, wie Damaskus, Alepoufw., zu versenden, und man vereinnahmte einen fünffachen Ertrags als dies^ vor dem Kriege der Fall gewesen war. Um seine und seiner Glaubensgenossen Sympathie für die Mischen Bewohner der seinem Bereiche unterstellten Gebiete zu bezeugen, verwies' Se. Exzellenz Djemal Pascha auf die Tatsache, daß er den jüdischen Bekennern zu den Osterfeiertagen das militärische Korn (ble des soldats) bchNfs der Mazzothzubereitung zur Verfügung stellte. Weiters! bemerkte Se. .Exzellenz, daß er in Anbetracht der durch die Verhältnisse herbeigeführten Dürftigkeit und der bedauernswerten Lage der Israeliten/'! an welcher weder ihn noch seinen Moslemitischen Glanbensgenossen auch nur der Gedanke eines Verschuldens trifft, den freien Export der Ethrogim' und Zedernzweige auch Mr die diesjährigen Sukkothtage ungeschmälert zuer- Mkannte, Md so wurden striefe nachgroßen deutschen Städten W£~ bis Berlin, ja bis Wien bekanntertnaßen versendet. KBei nicht altzu hohen Preisen erzielte:: die Mischer: Händler bin 'Erträgnis, welches Wischen B0.000 hisj 50!000 sich ii: allen.Fällen an den Chef Fuad Bei zu wenden, dessen Rechtlichkeit und objektive Gesinnung allgemein anerkannt ist. Int Änftrage des Kommändanten Zersorgte T a s-s i m Bei, der Gouverneno s vop> ,Danfasküs, für das Brot. der. in den Fabriken heMÜstigten Mischen •' Arbeiter. hinreichend mit dem Bedarf von Korn und Mehl, und wenn durchs fälschliche Einflüsterungen und lügen-. hafte Ausstreuungen viele Fremde — auch! Juden — ausgewiesen wurden, die sich, in andere Städte ansiedelten, so genossen sie weitestgehenden Schutz! seitens!, dertürkischen Behörden und KoMmanden. Ich selbst — schließt Mizrahi — seine Eindrücke über die Persönlichkeit Djemal Paschas!, ich selbst als strenggläubiger Jude jerusalemischer Provenienz, als glaubwürdige Persönlichkeit in.meiner Gemeinde habe Vi/ vollste Ueberzeugung, daß die Juden seines Bereiches der ungeschmälerten Förderung und: Fürsorge .seitens Djemal Paschas und seiner Organe sicher sein und gegensätzliche Annahmen nur die. durch, nichts begründeten Ausstreuungen der entenrefreundlichen Blätter sind. , Indem ich mir gestatte, namens des Herrn Mizrahi dem Wunsche Djemal Paschas Ausdruck zu geben, danke ich verbindlichst für! die Veröffentlichung dieser Zeilen. Wie n, aM 28. Oktober 1917. Prof. Ed. .Na<sch,ür. Aufruf. - Lange schon entbehren die:Mischen Soldaten!, der 4. Armee jeder Aufmerksamkeit der Glaubensgenossen-im Hinterlande. Es sind meistens galitzische Divisionen,. in deren Reihlen Mische Kameraden dem geliebten Vaterlande seit Jahren, ungeachtet der Mühseligkeiten und Entbehrungen, die an der- Front unvermeidlich! * sind, treuen, aufopfernden Dienst leisten. Das Ehanukkafest naht und -mahnt uns Feldrabbiner -an die Pflichh/unseren Mischen Soldaten aus diesem Anlasse eine kleine Freude zu bereiten. Es wäre unrecht, wollten wir. gegenüber den Militärgeistlichen der anderen Konfessionen zurückstehen. Die christlichen Krieger werden zu Weihrrachie:: von allen Seiten, ja selbst vom Feldvikariat, reichlich beschenkt. Soll nicht auch, für die Mischen Soldaten und Landsturmmänner, etwas geschehen?!-, Darum bitten .wir um freundliche Zuwendung von Liebesgaben! Willkommen ist allech besonders Chanukkakerzen, Wäsche, -Tabak, Zigarren^ Zigaretten, Lesestoff, Andachtsbücher, Bibel mit. Kommentaren usw. Die LeM, im Schützengraben freue:: sich über die kleinste Gäbe und darf jeder Spender überzeugt sein, daß er mit seiner Zuwendung ein gutes! Werk--vollbringt. ' . In: Oktober 1917.;? Die israel. Militärseelsorge der k. u.. k. 4/ .Armee, Feldpost 340, Dem Chef des Generalstabes Fuad Bei und erließ an die Mischen Bewohner einen Aufruf? T>ü Kunst der Mdel. Die Arbeitsschule der Frau Anitta Müller für Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina veranstaltet die Dritte. Verkaufsausstellung ihrer kunstgewerblichen Erzeugnisse. Die Ausstellungen in den beiden ersten Jahren ihres Bestandes haben der Oesfentlichkeit gezeigt,, welche hohen künstlerischen Resultate der Arbeitsfleiß der -Mädchen und Frauen aus Galizien und der Bukowina unter sachverständiger Leitung der Frau Maria C e r f und des Frl. Stella Münz erzielen konnte. Besonders die herrlichen Apitzenarb'eiten mnd Peti-tpoints der Schule haben in .-den Wiener kunstsinnigen Kreisen, .lebhaftesten Anklang gesunden. Der Amstagd, daß Die Arbeitsschule für Flüchtlinge Tausend e. Fräuen zu qualisiziercknArbeiterinnen herangebildet und' -ihnen lohnenden.Erwerb! gegeben hat, sichertdieser Ausstellung auch das JMresse und.

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